China: Die Chinesische Mauer — Auf historischen Spuren

Heute, am 27.07.2015, schaf­fen wir es endlich bis zur Chi­ne­sis­chen Mauer. Wir wollen nach Gubeik­ou, einem unrestau­ri­erten und wilden Teil der Mauer. Von dort kann man in 6,5h bis Jin­shan­ling, einem restau­ri­erten Teil, wan­dern. Eigentlich kann man gar nicht von DER Chi­ne­sis­chen Mauer sprechen, denn es han­delt sich eigentlich um mehrere einzelne Mauer­ab­schnitte aus unter­schiedlichen Zeit­en, die zwis­chen­durch zusam­menge­fügt wur­den.

Die best erhal­tensten und bekan­ntesten Teile der Mauer befind­en sich im Nor­den Pekings. Die erste Mauer wurde vor über 2.000 Jahren während der Qin Dynas­tie (221 bis 297 v.Chr.) errichtet als Chi­na vom Kaiser Qin Shi Huang vere­inigt wurde. Einzelne Mauern, die von unab­hängi­gen Kön­i­gre­ichen erbaut wur­den um plün­dernde Nomaden­völk­er fernzuhal­ten, wur­den damals zusam­menge­fügt. Die Ming Dynas­tie hat dann die Mauer mith­il­fe von 60 Mil­lio­nen Kubik­me­ter Ziegel­steinen und Stein­plat­ten erneuert. Über ein Jahrhun­dert und viele Men­schen­leben hat das gekostet. Die heutige Ver­sion, die man von Bildern ken­nt, stammt aus eben dieser Ming Dynas­tie.

Am Ende hat die Mauer aber wed­er die Mon­golen, die Chi­na beina­he ein Jahrhun­dert lang regierten, noch die Manchuren, die eben­falls zwei Jahrhun­derte über Chi­na regierten, noch die Europäer, die über den Seeweg kamen, oder die Japan­er, die mit Flugzeu­gen angrif­f­en, fer­nge­hal­ten. Wie Dschingis Khan so schön ver­merk­te “Die Stärke ein­er Mauer hängt vom Mut jen­er ab, die sie vertei­di­gen.”

Die Mauer wurde größ­ten­teils ein­fach vergessen bis Mao dazu ermunterte, die Mauer­reste als kosten­los­es Bau­ma­te­r­i­al zu ver­wen­den. Viele Teile sind dabei ver­schwun­den oder haben sich ohne die schützende Außen­mauer aufgelöst und ohne den Touris­mus gäbe es vielle­icht gar keine Mauer mehr.

Es gibt ver­schiedene Mauer­ab­schnitte, deren Besuch sich von Peking aus anbi­etet. Badal­ing, Mutianyu und Jin­shan­ling sind restau­ri­erte Teile der Mauer, wobei Badal­ing beson­ders massen­touris­tisch ist. Andere Teile sind halb wild, halb restau­ri­ert und z.B. Gubeik­ou und Jiank­ou bieten unrestau­ri­erte, wilde Abschnitte.

Anreise von Peking nach Gubeikou mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Vom Dongzhi­men Trans­port Hub nehmen wir den Bus 980 bis zu der Stadt Miyun, wo wir in den Bus nach Gubeik­ou umsteigen kön­nen. Dongzhi­men ist sehr gut organ­isiert und wir find­en schnell unseren Bus. Alle Bus­num­mern sind über­sichtlich angeschrieben und einzeln abge­tren­nte Gänge führen zum jew­eili­gen Bus. Das Tick­et wird im Bus selb­st gekauft, allerd­ings begreifen wir beim ersten Bus­fahrer nicht wieviel Geld wir nun in das Kästchen steck­en sollen bzw. scheint er keine große Lust zu haben sich uns ver­ständig zu machen. Er schickt uns wieder hin­aus. Aber schon ste­ht der näch­ste Bus vor uns und hier haben wir mehr Erfolg. 30 Yuan für bei­de steck­en wir in das Geld­kastl.

Nach etwa 90 Minuten kom­men wir in Miyun an. Der Bus hält nicht direkt am Bus­bahn­hof, son­dern an einem Seit­enein­gang, weshalb wir den zweit­en Bus nicht auf Anhieb find­en. Einige auf­dringliche Minibus­fahrer wollen uns eine Fahrt nach Gubeik­ou andrehen, wir ver­suchen sie zu ignori­eren, auch wenn sie uns hin­ter­her­laufen. Die erste Sta­tion die wir find­en ist nicht richtig, aber wir bekom­men Auskun­ft von hil­fs­bere­it­en Chi­ne­sen an der Bushal­testelle, dass die Sta­tion für den Bus 25 nach Gubeik­ou sich noch etwas weit­er vorne befind­et. Eigentlich muss man nur aus der Bussta­tion hin­aus, die große Straße über­queren und dann rechts gehen bis zur Bussta­tion der Num­mer 25. Wenn man am Seit­enein­gang aussteigt, muss man erst noch rechts zur großen Straße vor­laufen auf der man dann rechts abbiegt.

Nach etwa ein­er hal­ben Stunde Warten erscheint der Bus und 70 Minuten später erre­ichen wir Gubeik­ou. Wir ste­hen fast die gesamte Fahrt über, da der Bus abso­lut voll ist. Touris­ten sind aber keine dabei. Kurz vor einem Tun­nel müssen wir aussteigen, denn hier befind­et sich das vom Lone­ly Plan­et beschriebene Touris­mus­dorf mit vie­len Guest­hous­es bei denen man ein­fach auf­schla­gen kann ohne gebucht zu haben. Tat­säch­lich han­delt es sich um ein ziem­lich­es Geis­ter­dorf, denn nie­mand ist da auss­er eini­gen Hun­den, die Straße ist beina­he leer, Touris­ten sind erst recht keine da, über­all wird gebaut und alles sieht sehr neu aus.

Das Geisterdorf

Wir gehen die Straße hin­unter und in eins der Gäste­häuser hinein, find­en aber nie­man­den. Erst beim zweit­en läuft ger­ade ein­er durch die Gegend. Wir fra­gen nach Essen und Schlaf­platz, er spricht aber kaum Englisch. Nach ein­er Weile ver­ste­hen wir uns, bekom­men eine Speisekarte — allerd­ings nur auf Chi­ne­sisch. Große Frageze­ichen in unseren Gesichtern. Wir zück­en unser Point It — unser Bilder­buch — und zeigen auf einzelne Zutat­en wie Kartof­feln, Reis, Gurken, Hüh­nchen. Das bekom­men wir dann auch — jew­eils massen­weise. Alleine der Reis kommt in ein­er riesi­gen Schüs­sel. Wir sitzen nicht wirk­lich in einem Restau­rant, es mutet eher wie ein Wohnz­im­mer an, nebe­nan die Küche in der seine Frau die Speisen zubere­it­et. Außer uns kein Gast da, alle Zim­mer leer.

Er zeigt uns eins der Zim­mer, nen­nt uns den Preis, scheint aber nicht damit zu rech­nen, dass wir tat­säch­lich bleiben wollen. Denn nach dem Essen wollen wir das Zim­mer beziehen, aber er ver­ste­ht nicht. Als er endlich ver­ste­ht sieht er sehr über­rascht drein. “You want to stay? Here?” Ja, wir wollen bleiben. Er und seine Frau flitzen los, beziehen die Bet­ten in einem der Zim­mer. Alles ist kom­plett neu, teil­weise ist einiges im Zim­mer noch ver­packt — z.B. die Fernbe­di­enung zum Flach­bild­fernse­her.

Wir beziehen das Zim­mer, er bringt uns noch eingepack­te Zahn­bürsten und Handtüch­er, die er wer weiß wo her­ausholt. Es wirkt als wären wir die ersten Gäste über­haupt. Wir wun­dern uns. Es ste­ht hier wirk­lich ein Guest­house neben dem anderen, dieser Ort ist kom­plett auf Touris­mus aus­gerichtet mit zweis­prachi­gen Schildern — aber kein­er ist da. Es wirkt ein biss­chen so wie ein Fake-Pro­jekt in das die Regierung Geld gesteckt hat als Vorzeige-Pro­jekt, aber eigentlich nutzt es nie­mand. Wir gehen dann hin­aus und durch den Tun­nel zur eigentlich Stadt, wo aber auch nicht viel mehr los ist.

Wanderung auf dem “Kauernden Tiger”, einem alten Mauerabschnitt

Gubeik­ou hat zwei Teile der alten Mauer — Coiled Drag­on (Drachen­spi­rale) und Crouch­ing Tiger (Kauern­der Tiger) genan­nt. Heute wollen wir uns den Crouch­ing Tiger anschauen. Die Mauer ist hier beson­ders steil. Zuerst gehen wir neben der Mauer hin­auf und dann auf ihr selb­st weit­er. Die Stufen sind teil­weise ver­fall­en und Bewuchs schlän­gelt sich ent­lang, aber man kann mit ein biss­chen Krax­elei gut hin­aufge­hen. Es ist sehr schwül, ein paar Tropfen fall­en vom Him­mel und ver­dampfen sofort wieder. Außer ein paar weni­gen Chi­ne­sen tre­f­fen wir hier nie­man­den auf der Mauer. Wir steigen die steilen Trep­pen bis zur höch­sten Stelle hin­auf. Der Aus­blick von hier ist wun­der­schön — auf die umgeben­den grü­nen Hügel, die größeren schrof­fen Fels­berge und eine pit­toreske Bahn­strecke, die sich durch die Land­schaft schlän­gelt.

Die Sonne kommt auch wieder her­vor und zaubert drama­tis­ches Licht. Als es däm­mert gehen wir wieder hin­unter und in die Stadt um zu Abend zu essen. Wir gehen in ein abso­lut leeres Restau­rant — eben­so leer wie die anderen. Eine Frau sitzt vor dem Fernse­her und bedi­ent uns. Wieder hil­ft uns das Point it weit­er, denn auch hier ist die Speisekarte nur auf Chi­ne­sisch. Wir wählen Tomat­en, Reis, Spinat und Tofu.

Dann gehen wir in den Super­markt um uns mit Wass­er und Snacks für unsere morgige lange Wan­der­tour auf der Mauer einzudeck­en. Abends im Gasthaus schauen wir uns dann die IAAF Wet­tkämpfe im Fernse­hen an. Der Hotelbe­sitzer schaut uns ungläu­big an als wir unsere Pläne verkün­den mor­gen bis nach Jin­shan­ling laufen zu wollen und beste­ht darauf, dass das nicht möglich sei. “Too far, too far!” Zu weit, zu weit! Fünf Stun­den soll es dauern. Wir ver­suchen zu erk­lären, dass wir genau das machen wollen und gerne wan­dern. Schw­er ver­ständlich für ihn, schließlich akzep­tiert er aber unser Vorhaben.

Tageswanderung von Gubeikou nach Jinshanling

Unser heutiges Aben­teuer umfasst die 6,5 stündi­ge Wan­derung von Gubeik­ou nach Jin­shan­ling. Anfangs laufen wir dabei auf sehr alter Stein­mauer ent­lang, die kaum noch als solche zu iden­ti­fzieren ist, dann auf bröck­el­nder Ziegel­stein­mauer und schließlich auf der hüb­schen restau­ri­erten Mauer die man so vor Augen hat wenn man an die große Mauer von Chi­na denkt.

Heute ver­spricht es wieder heiß zu wer­den und wir ste­hen früh auf um der größten Hitze so gut es geht zu ent­ge­hen. Wir früh­stück­en in unserem Gasthaus — ein ganz und gar chi­ne­sis­ches Früh­stück. Eine Riesen­schüs­sel nach nichts schmeck­ender Reis­porridge, Gurken, ein wahnsin­nig schw­eres und kom­pak­tes Hefebrötchen, das eben­falls nach nichts schmeckt und unge­mein trock­en ist und irgend­was saures, uniden­ti­fzier­bares Gemüsiges. Wir essen so viel es geht um fit für unsere Wan­derung zu sein, auch wenn es außer der Gurken nicht ger­ade ein kuli­nar­isches High­light ist. Wir ver­ab­schieden uns, der Besitzer möchte uns die Handtüch­er unbe­d­ingt mit­geben, wir aber bedeuten ihm dass wir dafür keinen Platz haben. Vielle­icht denkt er dabei ja an die Hitze, ich weiß es nicht :) Vielle­icht gibt es aber auch ein­fach nie­mand anderen der die Handtüch­er gebrauchen kann.

Dieser Teil der Mauer kostet Ein­tritt, den man am Ein­gang an der Straße entrichtet. Das haben wir gestern schon getan. Wir gehen durch ein großes Tor und dort auf einem Pfad hin­auf zum ersten Teil der Mauer. Dieser Teil ist über 1.500 Jahre alt und stammt aus der Qi Dynas­tie, bald darauf erre­ichen wir dann die Ziegel­stein-Ver­sion aus der Ming Dynas­tie. Noch ist es angenehm zu laufen, es ist noch nicht allzu heiß und der niedrige Son­nen­stand lässt noch eini­gen Schat­ten zu. Außer­dem stre­icht frisch­er Wind um uns herum. Wir passieren den ersten Turm wo ein ein­samer Wächter mit Radio ste­ht und unsere Tick­ets kon­trol­liert. Ob er heute außer uns noch andere kon­trol­lieren wird? Wir wagen es zu bezweifeln. Es fol­gt eine große Kurve mit drei Tür­men.

Die Ori­en­tierung ist ein­fach — pinke Punk­te und Pfeile von einem Marathon weisen den Weg. Wir ver­lassen für kurze Zeit die Mauer, die an der Stelle anscheinend ein­sturzge­fährdet ist, um unten an ihr ent­lang zu laufen und sie dann wieder zu betreten. Wir gelan­gen zum 24-Fen­ster-Turm von dem nur noch 15 Fen­ster übrig sind und ver­lassen dann wieder die Mauer um eine Mil­itär­zone zu ver­mei­den. Der Weg führt uns nun nach unten durch Buschveg­e­ta­tion. Mit­tler­weile ist es sehr heiß.

Der Anfang des Pfads bietet noch Schat­ten im Wald, dann knallt die Sonne herunter. Wir gehen durch Mais- und Hirse­felder. Es geht wieder bergauf, wir schwitzen, bleiben aber nicht ste­hen, denn es ist zu heiß dafür. Sehn­süchtig warte ich auf ein Schat­ten­plätzchen, aber verge­blich. Nach etwa ein­er Stunde kommt das Qing Yun Bauern­haus in Sicht, wo wir uns ein kaltes Eis gön­nen. Schwitzend, tropfend und ein wenig erschöpft drein­blick­end, sitzen wir eis­lutschend im Schat­ten.

Als es uns wieder bess­er geht, machen wir uns wieder auf den Weg. Kurz nach dem Farmhaus ent­decke ich eine Gotte­san­be­terin im Mais­feld, die sich geduldig als Foto­mo­tiv bere­it erk­lärt. Es geht nun wieder für eine halbe Stunde bergauf und zurück zur Mauer. Wir sehen das Ende der mil­itärischen Sper­rzone und gehen durch ein kleines Tor auf die andere Seite der Mauer um wieder hin­auf zu gelan­gen. Hier ste­ht eine Wäch­terin, die uns Tick­ets für Jin­shan­ling verkauft. Sie kann gar nicht glauben, dass wir von Gubeik­ou hier­her gelaufen sind. Hier im Schat­ten des Turms machen wir eine Mit­tagspause.

Auf dem Weit­er­weg tre­f­fen wir die ersten Touris­ten an, die Jin­shan­ling besuchen. Die Mauer wird nun immer bess­er bege­hbar, aus­ge­bauter, die Wege restau­ri­ert. Immer mehr Men­schen kom­men uns ent­ge­gen, aber den­noch erstaunlich wenige für eine Sek­tion wie diese. Das soll auch so bleiben, wir tre­f­fen auf eine Verkäuferin, die klagt wie wenig Besuch­er da seien. Ein­fach nichts los. Eigentlich ist sie Bäuerin aus der Gegend, aber sie ver­di­ent damit nicht genug und verkauft Sou­venirs an der Mauer. Im Gegen­satz zu den anderen Verkäufern hier, die einem schon vom weit­en ent­ge­gen­rufen “cold water, cold beer!” ver­ste­ht sie es uns in ein Gespräch zu ver­wick­eln und uns erst dann ihre Pro­duk­te anzu­bi­eten Wir kaufen ihr tat­säch­lich Postkarten ab. Sie spicht ziem­lich gut Englisch und lacht her­zlich.

Es geht immer wieder auf und ab. Teil­weise über sehr steile Trep­pen. Die Aus­sicht auf die Mauer in der grü­nen Land­schaft ist atem­ber­aubend. Hier vere­inen sich Kul­turgeschichte, Natur und Sport, was zusam­men wirk­lich ein her­aus­ra­gen­des Erleb­nis ergibt. Zwis­chen­durch reg­net es etwas trotz blauem Him­mel, wir warten bis sich die Regen­wolke ver­zo­gen hat. Wir erre­ichen den ersten Aus­gang mit Seil­bahn, set­zen unseren Weg aber bis zum Ost­tor fort. 90 Minuten dauert das etwa. Wir kom­men schwitzend dort an und gehen den waldigen Pfad hinab bis zum Aus­gang.

Rückfahrt nach Peking

Hier ruhen wir erst­mal im Schat­ten. Ein auf­dringlich­er Men­sch will uns unbe­d­ingt eine Bus­fahrt nach Peking verkaufen. Er lässt nicht lock­er und ste­ht die ganze Zeit neben mir während Alex nach dem Bus nach Peking fragt. Eigentlich gibt es einen Shut­tle Bus zur Bussta­tion nach Peking, der fährt aber wohl nicht mehr. Es wären zwei Kilo­me­ter bis zu dieser Hal­testelle. Schlussendlich nehmen wir das Ange­bot von ihm doch an, der Preis ist nun aber gefall­en. Statt anfänglichen 200 Yuan bezahlen wir nun nur noch 150 Yuan für bei­de. Der öffentliche Bus kostet etwa 70 Yuan für zwei Per­so­n­en, der let­zte fährt aber laut unseren Infor­ma­tio­nen um 16:30 Uhr und wir wis­sen nicht ob wir das noch schaf­fen bzw. ob der Bus über­haupt noch fährt, wenn es der Shut­tle Bus doch auch nicht tut.

Wir haben ziem­lich viel Zeit in Jin­shan­ling ver­bracht, ins­ge­samt waren wir sieben Stun­den unter­wegs. Bis nach Jin­shan­ling haben wir vier Stun­den gebraucht, dann nochmal drei Stun­den in Jin­shan­ling, wo wir aus­giebig die Aus­sicht­en genossen haben, die sich von der Mauer und den Wachtür­men bieten. Wir steigen in den Bus ein bei dem sich her­ausstellt, dass es sich um eine Grup­pen­tour nach Jin­shan­ling han­delt. Sie haben 280 Yuan für die Fahrten und Ein­tritt gezahlt. So sind wir also preis­lich gut dabei.

Wir ruhen uns während der Fahrt zurück aus, schlafen auch ein wenig ein. Nach etwa 1,5 Stun­den erre­ichen wir Peking und wer­den mit­ten in Nan­lu­ox­i­ang aus­ge­set­zt. Wir gehen hier in eine Sup­penküche und essen eine Nudel­suppe bevor wir zurück zum Hos­tel kehren. Eine küh­le Dusche wirkt Wun­der!!

Am Abend tre­f­fen wir uns dann mit einem Fre­und von Alex, der ger­ade geschäftlich in Chi­na ist und den Zug nach Peking genom­men hat um uns zu besuchen. Wir gehen zusam­men essen — fürchter­lich leck­er! Kung Pao Chick­en, Spinat und Kartof­feln-Auberginen. Ich über­fresse mich schon wieder bis ich nicht mehr pusten kann. Dann gehen wir noch mit Matthias mit in sein Hos­tel, nahe dem unseren, wo nichts mehr frei war, und trinken nur noch ein Bier in der Bar, guck­en dabei IAAF Wet­tkämpfe.

Fazit

Es lohnt sich abso­lut min­destens zwei Tage an der Mauer zu ver­brin­gen und eine Wan­derung zu machen, dabei sowohl einen wilden, altertüm­lichen sowie einen restau­ri­erten Teil abdeck­end. Viel Wass­er mitzunehmen ist essen­tiell. Ins­ge­samt zahlt man dabei nicht viel mehr als bei ein­er gebucht­en Tages­tour, wenn man es wie wir auf eigene Faust durchzieht und sieht trotz­dem einiges mehr.

Fol­gen­des hat uns der Trip pro Per­son gekostet:
15¥ Fahrt nach Miyun
9¥ Fahrt nach Gubeik­ou
100¥ Über­nach­tung in Gubeik­ou (geht sich­er auch gün­stiger, wir haben nicht ver­glichen)
45¥ Ein­tritt “Crouch­ing Tiger” Mauer­ab­schnitt in Gubeik­ou
65¥ Ein­tritt Jin­shan­ling Mauer­ab­schnitt
75¥ Rück­fahrt nach Peking
Plus Verpfle­gung und Früh­stück (10¥), Mit­tag- und Aben­dessen (20–40¥)
Also 390¥ plus Essen pro Per­son.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.