Heuberg-Runde: Drei-Gipfel-Tour für Langschläfer

Spät starten und trotz­dem drei Gipfel mit­nehmen? Kein Prob­lem, bei der kurzen Tour auf den Heuberg im Chiem­gau. Hier kön­nen gle­ich zwei nahe zusät­zliche Gipfel einge­sam­melt wer­den: Die Wasser­wand und der Kitzstein. Und das alles in nur vier Stun­den.

Wir sind ja Fre­unde vom lan­gen Schlafen oder auch spon­ta­nen Touren am Nach­mit­tag. Am Feiertag entschei­den wir uns kurz­er­hand für diese kurze, aber knack­ige Rund­tour um den Heuberg. Heuberg klingt jet­zt erst­mal irgend­wie unspek­takulär, tat­säch­lich darf man aber mit der Ergänzung von Wasser­wand und Kitzstein eine anspruchsvolle und aus­sicht­sre­iche Tour erwarten.

Wir starten erst 16 Uhr, die lan­gen Tage derzeit machen’s möglich. Am Wan­der­park­platz Schweibern hin­ter Duft geht es auf Forstraße los. Wer mag kann bis zu den Almen auch mit dem Radl hin­auf fahren. Mal mehr, mal weniger steil gelan­gen wir so durch Mis­chwald bis zu den Daffn­eral­men auf 1.050m. Trotz geringer Höhe hat man von hier bere­its einen wun­der­schö­nen Blick auf ein Berg­panora­ma aus Zah­men Kaiser, Hochries und Feichteck sowie die Gipfel vom Heuberg, die unser Ziel sind. Ein paar urige Hüt­ten ste­hen wir zwis­chen wei­den­den Kühen. Ein wahrhaft idyl­lis­ch­er Ort an dem man sich am lieb­sten sofort häus­lich nieder­lassen würde.

Wasserwand

Nun geht es steil über Almwiesen hin­auf bis in Schat­ten spenden­den Mis­chwald, was bei den heuti­gen Tem­per­a­turen defin­i­tiv angenehmer ist. Vögelchen zwitsch­ern und rascheln in den Blät­tern. Nun wen­den wir uns erst ein­mal nach rechts zur Wasser­wand. Wir krax­eln durch die aus­ge­set­zte Schro­fen­wand, die an den meis­ten Stellen seil­ver­sichert ist und I-er Stellen aufweist. Das let­zte Stück geht es flach­er und unver­sichert im Gehgelände zum Gipfelkreuz. Wir genießen den Blick ins Inntal und auf die umliegen­den Gipfel bevor wir uns vor­sichtig an den Abstieg machen.

Heuberg und Kitzstein

Von hier gelan­gen wir nach links in weni­gen Minuten zum Gipfel des Heubergs und mit ein­er Über­schre­itung des Berges geht es über einen Wiesen­grat weit­er Rich­tung Kitzstein. Dünne Draht­seile führen einen um einen kleinen Fels­gipf herum bis wir ordentlich steil zum Kitzstein auf­steigen. Vom Heuberg aus sieht der Kitzstein wenig lohnenswert aus, da sich von der Seite nur ein mit Ficht­en beset­zter Gipfel zeigen mag. Tat­säch­lich befind­et sich dahin­ter aber das Gipfelkreuz mit erstaunlich schön­er Aus­sicht auf Zah­men und Wilden Kaiser sowie zu den Daffn­eral­men unter uns. Der Kitzstein fällt auf der Ost­seite steil über 200m ab und zeigt sich hier von sein­er wilden Seite.

Beim Abstieg sehen wir sog­ar noch eine Gams in der Wiese. Dann wen­den wir uns nach rechts um noch vor dem Heuberg wieder hinab zu den Daffn­eral­men zu steigen, wo wir uns noch ein küh­les Getränk gön­nen bevor wir uns an den weit­eren Abstieg machen.

Bei der Runde ist es sog­ar möglich noch einen vierten Gipfel mitzunehmen, näm­lich die Kindl­wand (T4/I+). Beim Auf- oder Abstieg Rich­tung Bich­ler Alm kann man diese mitein­schließen und kommt dann wieder auf den gewohn­ten Forstweg nach Schweibern.


FAKTEN ZUR TOUR
Wan­derung Heuberg-Wasser­wand-Kitzstein (1.338 bis 1.399m)

Gehzeit: 4h
Höhen­meter: 650hm
Aus­gangspunkt: Wan­der­park­platz Schweibern bei Duft
Schwierigkeit: T3 – anspruchsvolles Berg­wan­dern (v.a. Wasser­wand, wo I-er Stellen hinzukom­men)

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