Italien: Sommer, Sonne, Gardasee

Bel­la Italia: Immer wieder schön ist es am Gar­dasee — und so vielfältig. Wan­dern, Chillen, Reit­en, Klet­tern, Sonne, Piz­za! Bess­er geht’s nicht.

Klettern am Monte Colodri — mit Gipfelsturm

Am Vor­mit­tag begeben wir uns nach Laghel, zur Kapelle San­ta Maria di Laghel. Vor der Kapelle gibt es einen winzi­gen Park­platz auf dem wir noch einen Platz find­en. Von hier steigen wir auf dem rot-weiß-markierten Pfad zum Monte Colo­dri auf. Nach etwa 20 Minuten Auf­stieg, ver­lassen wir den Weg nach links, wo Holztrep­pen zum Klet­terge­bi­et “Muro dell’Asino” am Monte Colo­dri führen. Es gibt hier zwei Sek­toren, ein­er davon für Kinder mit Routen von 2c bis 4a.

Unser Sek­tor hat einige anspruchsvollere Routen zu bieten. Lei­der ist es aber auch sehr voll hier, was angesichts des Zustiegs doch ver­wun­dert. So starten wir mit ein­er 5c, die allerd­ings am Anfang sehr knack­ig ist. Es muss eine über­hän­gende Boul­der­stelle bewältigt wer­den, woran ich ziem­lich ver­sage. Über­hänge sind nicht mein Steck­enpferd. Auch die Routen daneben starten über­hän­gend, mit sehr abgesteck­ten Stellen. Aber nach dem Über­hang startet beste Plat­ten­klet­terei, wo ich wieder voll in meinem Ele­ment bin. Das ist dann wieder zu leicht :) Es ist auch ziem­lich heiß oben. Die Absicherun­gen sind top, mehr geht kaum. Es gibt auch Routen, die ohne Über­hänge starten, allerd­ings sind diese alle voll. Das schlägt auf die Stim­mung. Erst ein Radler, von anderen net­ten Klet­tern über­re­icht, ver­mag diese zu heben. Das kann Wun­der wirken :)

Wir geben auf und steigen stattdessen noch den Rest des Weges zum Monte Colo­dri auf, was nur noch etwa 10 Minuten dauert. Kurz vor dem Gipfel, muss man scharf rechts abbiegen und über eine Steil­stufe zum Gipfelkreuz steigen, anson­sten lan­det man vor einem Abgrund :) Die meis­ten besteigen den Monte Colo­dri über den B/C-Klet­ter­steig auf der anderen Seite und steigen über den Nor­mal­weg ab. Wir genießen den Aus­blick auf den Gar­dasee und die Burg von Arco.

Wandern am Monte Brione

Für den Vor­mit­tag haben wir eine kleine Wan­derung auf den Monte Brione geplant. Der Monte Brione ist eine schöne Aus­sicht­splat­tform auf den Gar­dasee und erhebt sich zwschen Tor­bole und Riva del Gar­da. Vom Yachthafen San Nico­lo in Riva del Gar­da starten wir auf den Hügel. Neben dem Straßen­tun­nel steigen wir über eine Treppe ent­lang der Forte Gar­da hin­auf. Von hier aus führt ein Pfad weit­er hin­auf, oft mit Holzstufen verse­hen, der Abgrund ist mit einem Zaun abgesichert. Immer wieder eröff­nen sich wun­der­bare Aus­blicke auf das glitzernde Wass­er des Gar­dasees.

Viele Segler und Wind­surfer tum­meln sich auf dem Wass­er, um uns herum blühen Blu­men und Kak­teen. Am Weges­rand sind immer wieder Ruinen fel­siger Stel­lun­gen aus dem 1. Weltkrieg zu sehen. Der Weg ist dankbar­erweise schat­tig durch viele Bäume, denn schon am Vor­mit­tag ist es schweißtreibend heiß. Bald erre­ichen wir die Reste der Bat­te­ria di Mez­zo, kurz danach fol­gt das hölz­erne Gipfelkreuz. Hier genehmi­gen wir uns erst­mal ein Radler, denn das hat zuvor so gut funk­tion­iert :)

Wir gehen zurück bus zur Bat­te­ria di Mez­zo und fol­gen dann der Schot­ter­straße hin­unter, die sich jedoch langsam in weit­en Ser­pen­ti­nen hin­ab­windet, und brauchen dadurch länger hinab als hin­auf :)

Wir suchen uns ein Restau­rant am Wass­er und mumpfeln hier zu Mit­tag. Eigentlich wollen wir noch baden, aber es ziehen düstere Wolken auf und ein frisch­er Wind zieht auf, weshalb wir uns dage­gen entschei­den.

Klettern im Gebiet Placche di Baone

Nach einem Zwis­chen­stopp am Zelt­platz, machen wir uns zum Klet­tern auf. Dies­mal im kleinen Örtchen Chiara­no, im Klet­terge­bi­et “Plac­che di Baone”. Hier ist reine Plat­ten­klet­terei ange­sagt in mod­er­at­en Schwierigkeits­graden bis 5c. Reines Genussklet­tern für mich :) Auch wenn die Sonne inzwis­chen wieder ordentlich knallt. Auch Mehr­seil­län­gen bieten sich hier und wir machen zum Pro­bieren eine 3-er Seil­länge in 3b.

Wir been­den den Abend in der Pizze­ria Cal­i­for­nia — mal wieder :)

Klettern in Massone

Den Vor­mit­tag ver­brin­gen wir mit Klet­tern in dem riesi­gen Klet­terge­bi­et bei Mas­sone, das mit über 160 Routen auftrumpfen kann. Die ein­fachen Routen im 5er und 6er Bere­ichen find­en sich im Sek­tor A, der ganz links zu find­en ist. Hier kön­nen wir uns tum­meln. Nach eini­gen 5c zum Erwär­men, wage ich mich an eine 6a+ (7-), die die schw­er­ste Route ist, die ich bish­er erfol­gre­ich vorgestiegen bin. Ich bin sooo stolz und glück­lich! :) Es ist eine gute Mis­chung auf grif­figer Klet­terei, oben knif­flig mit winzi­gen Trit­ten, kaum Grif­f­en. Mit guter Fußtech­nik kein Prob­lem :)

Schwimmen im Gardasee

Nach dem erfol­gre­ichen Klet­ter­vor­mit­tag begeben wir uns an den Gar­dasee und holen das Baden von gestern nach. Der See ist ziem­lich frisch, aber nach einiger Zeit haben wir unseren Spaß dabei von ein­er Schwim­min­sel zu hüpfen. Die Sonne bren­nt, alles ist per­fekt. Wir set­zen uns in ein gemütlich­es Strand­café und essen eine Kleinigkeit, bevor es zum näch­sten High­light des Tages geht: Reit­en!

Reiten auf Romanello

Ich habe uns eine Reit­stunde im Reit­club “Club Ippi­co” in Arcos Ort­steil San Gior­gio organ­isiert und wir erscheinen pünk­tlich dort. Romanel­lo und Adri­an sind bere­its gesat­telt und warten auf das Reit­en. Alex ist noch nie gerit­ten, bei mir ist es immer­hin schon 10 Jahre her. Dafür klappt’s bei mir ziem­lich gut, auch wenn Romanel­lo noch zu schlafen scheint und ich ihn ganz schön antreiben muss :) Adri­an hat dafür umso mehr Feuer und hat von Abstand hal­ten noch nicht soviel gehört. Es tut so gut wieder mal auf einem Pfer­derück­en zu sitzen!

Die Reit­stunde ist Vor­bere­itung für Pfer­de­trekking in der Mon­golei. Mon­golei, fragt ihr euch? Es wird dem­nächst auf eine großar­tige Reise gehen, Details fol­gen bald! :)


FAKTEN ZU DEN TOUREN
Klet­terge­bi­et Muro dell’Asino
Stan­dort: Laghel, bei Arco am Gar­dasee
Zustieg: Von der kleinen Kapelle “San­ta Maria di Laghel” in Laghel etwa 20 Minuten auf dem Pfad zum Monte Colo­dri, dann links zur Wand abbiegen
Routen: 45 Routen, 2a bis 7b, Großteil jedoch im Bere­ich 4c bis 5c
Mehr zum Klet­terge­bi­et gibt’s hier.

Klet­terge­bi­et Plac­che di Baone
Stan­dort: Chiara­no, bei Arco am Gar­dasee
Zustieg: In weni­gen Minuten vom Park­platz
Routen: 13 Routen, 4a bis 5c
Mehr zum Klet­terge­bi­et gibt’s hier.

Klet­terge­bi­et Mas­sone
Stan­dort: Mas­sone am Gar­dasee
Zustieg: In weni­gen Minuten vom Park­platz
Routen: >160 Routen, 4a bis 9a, Großteil jedoch im Bere­ich 6b und 8a. Die ein­fachen Routen befind­en sich im Sek­tor A
Mehr zum Klet­terge­bi­et gibt’s hier.

Wan­derung auf den Monte Colo­dri (400m)
Gehzeit: 1h
Höhen­meter: 180–290m
Aus­gangspunkt: Von Arco oder von der kleinen Kapelle “San­ta Maria di Laghel” in Laghel
Schwierigkeit: T2 — Berg­wan­dern
Mehr zur Tour gibt’s hier.

Wan­derung auf den Monte Brione (374m)
Gehzeit: 1,5h
Höhen­meter: 320m
Aus­gangspunkt: Park­platzen am Jachthafen in Riva del Gar­da (60m)
Schwierigkeit: T1 — Wan­dern
Mehr zur Tour gibt’s hier.

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