Peru: Höhenluft schnuppern am heiligen Ausangate

Links von uns ragen steile Gletschergipfel in den Him­mel hin­auf, rechts von uns fällt ein an eigrünes Tal mit Alpakas und Lamas besiedelt hinab. Ger­adewegs vor uns liegen bunt gestreifte Hügel, türkis, ros­ti­grot, goldgelb. Die Höhe ver­langt einem einiges ab, aber die Aus­sicht­en auf dem Ausan­gate Trek sind der Lohn für jene, die über mehrere Tage über hohe Pässe wan­dern. Der Ausan­gate Trek — das sind Lagunen, steile Gletschergipfel, Regen­bo­gen­berge und grüne Täler in denen Lamas und Alpakas grasen. Dazwis­chen hüpfen wilde Visachas und Vicu­nas durch die Gegend. Der Trek ist wild, ein­sam, wun­der­schön und sur­re­al. 

Für die Quechua der Anden­re­gion von Cus­co ist der Ausan­gate ein “Apu”, ein heiliger Berg. Mit seinen 6.384m ist er der höch­ste der Region, was ihn zum heilig­sten aller Apus macht. Wenn die Gletsch­er und der Schnee der hohen Gipfel langsam schmelzen, for­men sie Flüsse, die ihr Wass­er zu den Dör­fern darunter schick­en und Wass­er bedeutet Leben, also brin­gen diese Berge das Leben selb­st.

Die Pfade, die den 6.384m hohen Ausan­gate umrun­den, wur­den einst von Inkas als eine Pil­ger­route genutzt. Sie nah­men diese lan­gen Weg in Kauf um den Apu nach Lösun­gen für Prob­leme zu fra­gen und ihm Opfer zu geben, in der Hoff­nung der Berg würde ihnen Glück brin­gen. Für uns führen die Pfade in eine Welt voller Natur­wun­der. Unser Ziel ist es den Ausan­gate zu umrun­den, dabei einem Weg fol­gend, der über 4.000m über dem Meer­esspiegel liegt. Es gibt mehrere Möglichkeit­en den Ausan­gate Trek in Angriff zu nehe­men. Wir haben uns für die Vari­ante entsch­ieden ihn in fünf Tagen zu umrun­den und dabei die Rain­bow Moun­tains in einem Abstech­er mitzunehmen.

Auf dem Weg zum heiligen Berg

Um 6 Uhr mor­gens wer­den wir im Hos­tel abge­holt. Einen großen Ruck­sack lagern wir im Hotel ein, den anderen nehmen wir mit. Unser erster Stop ist noch in Cus­co. Wir holen die Schlaf­säcke, Zelt und die restliche Aus­rüs­tung ab. Hier steigt auch unser Koch Celesti­no zu und wir sitzen zu dritt auf der Rück­bank.

Nach etwa zwei Stun­den hal­ten wir in Urcos zum Einkaufen und Früh­stück­en. In einem Markt kaufen wir uns einen Frucht­saft zum Früh­stück. Die Frau macht ihn aus frischen Frücht­en und der Mix­er ist kom­plett voll, das macht drei große Gläs­er für jeden. Danach hock­en wir uns zu unserem Guide Saul und bestellen was zu Essen. Es gibt Schaf­skopf, Zunge, Augen, Magen und andere Innereien vom Schaf. Wir entschei­den uns aber für Reis, Pommes, Tomate-Zwiebel und Huhn in Tar­wi-Sauce, die aus ein­er Art Lupine gewon­nen wird. In den Anden ist es üblich mor­gens reich­haltig und warm zu essen. Außer­dem kaufen wir Granadil­las, mein neues Liebling­sob­st. Saul kauft noch einen riesi­gen Sack Coca, eine wichtige Zutat für jeden Höhen­trek in Peru.

Wir fahren nun eine Straße in die Berge, in die Cordillera Vil­can­o­ta, und hal­ten an einem Aus­sicht­spunkt. In der Ferne sehen wir ganz klein Cus­co und am Hor­i­zont ragt die ver­gletscherte Pyra­mi­den­spitze des Salka­n­tays auf. Ein wenig später kön­nen wir das erste Mal den Ausan­gate sehen, den wir in den näch­sten Tagen umrun­den wer­den. Es ist eher ein klein­er Gebirgszug als ein einzel­ner Berg. Von nun an haben wir die Wand des Ausan­gate stets im Blick. Während wir weit­er auf den Berg zu fahren, wird er immer größer. Bald sehen wir auch unsere Pferde und unseren Pfer­de­führer Vic­tor.

1. Etappe: Heiße Quellen bei Urcos nach Puka Cocha
ca. 500hm, 14,5km, 5,5h

Wir haben fünf Pferde, wobei nur vier was tra­gen, denn das fün­fte ist ein ein­jähriges Fohlen. Während Vic­tor und Celesti­no die Pferde beladen, marschieren wir schon mal los, direkt auf den Ausan­gate zu. Wir haben nur leicht­es Tages­gepäck dabei. Der Pfad ist eben, aber ziem­lich feucht. Wir umge­hen ein Moor um die heißen Quellen zu erre­ichen. Die Pfützen im Moor glänzen auf­grund der enthal­te­nen Min­er­alien sil­brig, manche sind rot. Um uns herum fliegen Vögel. Wir erre­ichen die heißen Quellen von Upis (4.300m), wo auch ein paar Häuser und viele Alpakas ste­hen.

Erst hier merkt Alex, dass ihm sein Mobil­tele­fon fehlt. Wir hof­fen, dass er es im Auto liegen gelassen hat, denn später find­et es sich auch nicht im anderen Gepäck auf. Wir gehen an einem rauschen­den Fluss ent­lang, während in kleinen Pfützen neben dem Weg das Wass­er brodelt. Dann erre­ichen wir eine Ebene und ras­ten. Während unser Koch Celesti­no das Mit­tagessen vor­bere­it­et, machen wir eine kleine Wan­derung Rich­tung ein­er brüchi­gen Gletscherzunge, die am Ausan­gate herun­terkommt und sich in eine Lagune ergießt. Über moosige Wiesen und Morä­nen gehen wir auf den Ausan­gate zu. Unsere Wan­derung dauert nur etwa 30 Minuten und bald sitzen wir mit unserm Guide beim Essen. Es gibt einen Tisch, drei Stüh­le und sog­ar eine Tis­chdecke und Blüm­chen­deko. Wir essen Champignon­suppe und Reis mit Tar­wi-Sauce. So viel zu essen!

Nach ein­er kurzen Pause geht es weit­er. Wir kom­men an einem kleinen Haus vor­bei. Zwei Hunde bellen uns an und es ste­hen viele Alpakas vor dem Haus. Eine Frau in bunter Tra­cht schaut zu uns herüber und Saul gibt einem kleinen bar­füßi­gen Kind Bon­bons.

Nach dem Haus wird der Weg steil­er und führt zu einem Pass hin­auf. Zwis­chen den Steinen ent­deck­en wir einen Degu, sowas wie eine Mis­chung aus Maus und Chin­chilla. Der Weg ist anstren­gend auf der Höhe und wir müssen immer wieder Pausen machen. Wir erre­ichen den Ara­pa Pass auf 4.800m. Es sieht fast wüstig aus hier: Braune sandi­ge Hügel, schwarze Bergflanken und dahin­ter der weiße Ausan­gate.

Unser Guide zeigt uns ein Rit­u­al mit dem wir uns bei jedem Pass bei Pacha Mama bedanken in dem man ihr ein Opfer bringt. Man nimmt drei Coca­blät­ter in die Hand, das größte in die Mitte. Ein Blatt ste­ht für die Erde, eins für den Him­mel und das große für den Men­schen dazwis­chen. Man wedelt damit vor dem Gesicht und bläst dabei san­ft auf sie. Dabei visu­al­isiert man die Berge, die man gese­hen hat, heute also den Salka­n­tay und den Ausan­gate. Berge sind Göt­ter für die Anden­be­wohn­er und der Ausan­gate ist der wichtig­ste Apu in der Cus­co-Region. Danach nimmt man die Blät­ter in bei­de Hände und haucht sie dreimal an, als würde man ihnen seinen Geist ein­hauchen. Die Blät­ter wer­den dann, am besten zusam­men mit einem Bon­bon, unter einem Stein ver­steckt. Pacha Mama mag Süßigkeit­en.

Wir gehen weit­er an der Bergflanke ent­lang. Der Weg geht leicht abwärts und wir sehen Vicuñas und Cara­cas. Wir gehen ein Stück zu einem Aus­sicht­spunkt hin­auf. Vor uns liegt ein grünes Tal durch das sich ein Fluss schlän­gelt. Dahin­ter ist ein rot­er Berg zu sehen, der Puka Pun­ta (rot­er Gipfel). Unter uns grast eine Alpaka­herde und eine Hirtin sitzt bei ihr. Wir fol­gen dem Weg in das Tal hinab, dabei begeg­nen uns Vicuñas vor dem Hin­ter­grund der mächti­gen Schnee­wand des Ausan­gate. Wir fol­gen weit­er dem Ausan­gate und kom­men zu kleinen Lagunen, dahin­ter kommt ein großer blauer See in Sicht. An einem Bach­lauf vor dem See warten schon die Pferde auf uns, die uns am Pass über­holt haben.

Unser Zelt ist schon aufge­baut und unsere Sachen liegen drin. Wir ras­ten ein wenig und ruhen aus. Unser Platz für die Nacht liegt auf ca. 4.400m und als die Sonne unterge­ht wird es schnell kalt. Wir chillen ein biss­chen im Zelt bis wir zum Aben­dessen gerufen wer­den. Wir begin­nen mit Pop­corn und Kek­sen, dazu gibt’s Tee. Es fol­gt eine Suppe und Forelle mit Reis, für mich gibt’s Omelette. Wir sind papp­satt. So lux­u­riös haben wir noch nie gezel­tet. Ein­fach nur vom Essen­szelt in den Schlaf­sack kriechen und zurück zum Essen­szelt um dafür ein so reich­es Mahl kre­den­zt zu bekom­men.

Saul erk­lärt uns beim Essen wie und warum man Coca kaut. Man nimmt ein paar Blät­ter und steckt sie in die Back­en. Wenn sie nach einiger Zeit weich sind, kaut man sie. Alle 30 Minuten legt man ein paar Blät­ter nach. Nach einiger Zeit hat man keinen Durst mehr, irgend­wann keinen Hunger mehr und nach 10 Stun­den tut einem nichts mehr weh. Es hil­ft gegen Höhenkrankheit und gibt Energie. Man sagt das ganze Inkare­ich wurde auf Coca gebaut. Wie son­st hät­ten sie in so kurz­er Zeit so viele große Tem­pel und Städte bauen kön­nen oder Fisch vom Meer in die Anden trans­portiert, sodass er danach noch frisch war? Hal­luz­i­na­tio­nen oder so was bekommt man davon aber nicht, es ist noch ein großer Stück von der Coca-Pflanze zu Kokain. Vor allem die Bauern in den Bergdör­fern kauen viel Coca, da dort noch die Felder kom­plett per Hand bestellt wer­den.

Wir unter­hal­ten uns weit­er über Schaman­is­mus, der in Peru ein weite Ver­bre­itung hat. Sauls Groß­vater war Schamane. Coca hat auch im Schaman­is­mus eine große Bedeu­tung, denn aus Coca­blät­tern lässt sich die Zukun­ft able­sen und auch im schaman­isch-medi­zinis­chen Bere­ich ist Coca von Bedeu­tung. Weit­er­hin sollen rohe Eier helfen, dass das Baby nicht mehr soviel schre­it. Das funk­tion­iert wirk­lich, das kann Saul selb­st bestäti­gen. Eine Suppe aus Frosch und schwarzem Hun­dekopf soll gegen Ver­rück­twer­den wirken, Coca und Urin helfen gegen müde schmerzende Beine.

Außer­dem reden wir über Fußball, Sauls Lieblingsvere­in ist Ath­leti­co Madrid, und alles mögliche. Über uns span­nt sich ein ster­nen­klar­er Him­mel und die Milch­straße ist deut­lich zu erken­nen und formt einen direk­ten Weg zum Ausan­gate, von der geglaubt wird, dass sie einen komis­che Verbindung mit den Apus hat. Alex merkt im Zelt, dass der geliehene Schlaf­sack nicht ger­ade der wärm­ste ist. Ich freue mich, dass ich so schlau war meinen eige­nen Schlaf­sack auch noch mitzunehmen, das soll sich als weise Entschei­dung her­ausstellen.

2. Etappe: Puka Cocha bis Rainbow Mountains
ca. 1.300hm, 11,5km, 7h

Um 6:30 Uhr wer­den wir mit Coca­tee geweckt. Es ist schon hell, aber unser Zelt­platz liegt noch immer im Schat­ten, weshalb es ziem­lich kalt ist. Zum Früh­stück gibt es Por­ridge, Brot, Omelette und Coca­tee. Wir pack­en, machen eine Katzen­wäsche und ziehen mit Saul los. Als die Sonne her­auskommt, wird es schnell warm und wir müssen Klei­dung able­gen. Heute kauen wir das erste Mal Coca­blät­ter. Zuerst kom­men wir an der großen Lagune Puka Cocha vor­bei, wo wir auf einen ein­samen Wan­der­er tre­f­fen, der heute hier genächtigt hat und gestern an uns vor­bei gezo­gen ist. In der Lagune zücht­en die Ein­heimis­chen Forellen, was man an den Wasser­flaschen sieht, die in der Nähe des Ufers aus dem Wass­er ragen.

Nun geht es aufwärts, auf unseren ersten Pass über 5.000m. Wir kom­men an weit­eren türkisen Seen und Wasser­fällen vor­bei. Sie wer­den vom schneeweißen Gletsch­er des Ausan­gate gespeist, der hin­ter ihnen aufragt. Außer­dem wei­det hier eine große Schafs- und Alpaka­herde. Wir kauen fleißig auf unseren Coca­blät­tern während wir auf den Puka Punk­ta Pass steigen, der den Gebirgszug kurz vor dem gle­ich­nami­gen Berg quert.

Nun geht es steil­er aufwärts zum Pass, der uns auf den Weg zu den viel­far­bigen Rain­bow Moun­tains bringt, ein Abstech­er vom eigentlichen Rundweg um den Ausan­gate. Bald haben wir drei Lagunen im Blick, die alle eine unter­schiedliche Farbe haben — die mit­tlere ist ganz knalltürkis — dahin­ter erhebt sich die Fel­swand vom Ausan­gate mit seinen Hänge­gletsch­ern. Bald holen uns die Pferde ein. Celesti­no und Vic­tor scheint die Höhe nicht viel auszu­machen, auch Saul geht den Pass schnell hin­auf, ich krieche schnaufend hin­ter­her. Am Pass sehen wir rote Berge, auf der anderen Seite ziehen sich Flüsse durch eine grüne Land­schaft.

Auf dem Bergzug gegenüber sind die ersten rot, blau, grün gestreiften Stein­plat­ten zu sehen, die Vorze­ichen für die dahin­ter liegen­den Rain­bow Moun­tains, davor eine große Hütte. Alle zusam­men absolvieren wir oben das Coca Rit­u­al, bevor wir auf der anderen Seite wieder hin­unter gehen. Wir gehen noch ein Stück über steinige Wiesen hinab, dann ist es Zeit für die Mit­tagspause. Es gibt wieder viel zu viel zu essen, Suppe und Spaghet­ti mit Hüh­nchen­schenkel. Wenn das so weit­erge­ht nehmen wir auf diesem Trek noch zu. Während wir essen kom­men viela mit Las­ten bepack­te Lamas an uns vor­bei.

Der Weit­er­weg führt uns wieder hin­auf bis zur Hütte, wo nun die Lamas grasen. Einige Hirten und Träger sitzen hier und unter­hal­ten sich mit Saul. Wir tre­f­fen den ein­samen Wan­der­er wieder, der offen­bar nicht wirk­lich einen Plan hat wo er lang gehen muss. Er will eben­falls zu den Rain­bow Moun­tains und Saul erk­lärt ihm wo diese zu find­en sind: Näm­lich erst hin­ter dem Pass. Offen­bar hat er mit den Regen­bo­gen­ber­gen deut­lich früher gerech­net und deshalb nichts weit­er als eine Flasche Wass­er dabei. Er über­legt es sich also kurz­er­hand anders und geht nochmal zurück um sein gesamtes Gepäck zu holen.

Für uns geht’s erst seicht an den Lamas vor­bei, dann steil zum zweit­en Pass hin­auf, wieder über 5.000m. Der Weg nach oben ist wieder ziem­lich anstren­gend und wir gehen halb wild hin­auf. Wir sehen eine grüne und braune Eidechse herum­tollen und am Hang gegenüber kön­nen wir Vicuñas erken­nen. Die Pferde über­holen uns mal wieder.

Endlich oben hin­ter­lassen wir ein Cocaopfer. Eine grün-rote Land­schaft mit kleinen Lagunen erstreckt sich vor uns. Die Berge sind rötlich und in der Ferne sieht man die Rain­bow Moun­tains. Zwis­chen ihm und uns liegt ein mehrere hun­dert Meter tiefes Tal. Hin­ter uns sehen wir den weißen Gipfel des Ausan­gate liegen, von dem wir uns für’s Erste ver­ab­schieden. Die Pfer­de­truppe ist schon voraus­ge­gan­gen und im Tal hat sich unser Koch von ihnen getren­nt. Vik­tor sucht mit dem Pfer­den weit­er unten im Tal einen Zelt­platz. Celesti­no steigt zu den Rain­bow Moun­tains auf, denn er war noch nie vorher hier. Von uns allen war bish­er nur Vic­tor hier, denn die Tour um den Ausan­gate zusam­men mit den Rain­bow Moun­tains ist noch neu.

Er ist erschreck­end wie schnell der kleine gelbe Punk­te, der unser Koch ist, den Hang hin­aufwan­dert, ja fast ren­nt. Nun machen auch wir uns an den Abstieg und ver­lassen den windi­gen Pass. Zuerst steigen wir über roten Schot­ter ab, dann über Wiesen. Im Tal kom­men wir an ein paar kleinen Seen vor­bei in dem Enten schwim­men. Wild gehen wir über die grü­nen Wiesen wieder aufwärts. Wir kom­men an ein paar Zel­ten mit Wan­der­ern vor­bei und unter­hal­ten uns kurz mit ihnen. Sie haben sich ein­fach einen Guide mit Pferd gemietet, stellen aber Essen und Zelte. Am vere­in­barten Tre­ff­punkt hat der gebuchte Guide ihnen eröffnet, dass er nicht ohne seine Frau geht und nun haben sie ein biss­chen zu wenig essen dabei für alle.

Hügelig geht es weit­er aufwärts. Immer wieder müssen wir ein paar Meter absteigen, nur um dann noch weit­er aufzusteigen. Celesti­no ist schon längst oben angekom­men und wartet auf uns. Dann sind wir fast da und müssen nur noch die let­zten Meter steil zum Aus­sichts­gipfel hin­auf­schnaufen. Es ist kalt oben, aber die Sicht ist atem­ber­aubend. Die Rain­bow Moun­tains machen ihrem Namen alle Ehre. Durch die ver­schiede­nen Min­er­alien ist der san­fte Grat rot, grün, gelb, braun und blau gestreift. Die Sonne bestrahlt die Berge des Tals die im sat­ten Rot- und Braun­tö­nen leucht­en.

Der Him­mel ist strahlend blau und im Kon­trast dazu ist im Hin­ter­grund der weiße Gipfe­lauf­bau des Ausan­gate zu sehen. Wir gehen hin­unter zum Rain­bow Moun­tain. Ich gehe auch noch ein Stück sehr steil auf ihm hin­auf. Nach einem Cocaopfer steigen wir in traumhafter Kulisse wieder ins Tal ab. Die Sonne beleuchtet noch immer die Berge und die Land­schaft sieht aus wie mit dem Malka­s­ten gemalt. Wir erre­ichen unser Camp wo Vic­tor schon alles aufge­baut hat. Heute gibt es sog­ar ein Toi­let­ten­zelt.

Nach ein­er Pause gibt es wieder ein üppiges Aben­dessen: Pop­corn, Wan­tans, Suppe und Lomo Salta­do und Brokkolipuffer. Wir unter­hal­ten uns mit Saul über die heili­gen Berge Perus und gehen wieder früh zu Bett.

3. Etappe: Rainbow Mountains bis Ausangate Cocha
550hm,10,5km, 4h

Der Weck­ruf kommt um 6:30 Uhr in Form von Coca­tee, die Pferde sind noch müde und liegen faul im Gras. Wir pack­en unsere Sachen und früh­stück­en draußen, denn als die Sonne über die Berge kriecht wird es wohlig warm. Heute gibt es leckere Pfannkuchen.

Eine Frau mit Hund kommt vor­bei und verkauft Ein­trittskarten für den Rain­bow Moun­tain. Wir ziehen los, das Wet­ter kön­nte bess­er nicht sein: blauer Him­mel, Son­nen­schein. Erste Wan­der­er kom­men hin­auf, die nur zu den Rain­bow Moun­tains gehen, was man an einem oder zwei Tagen machen kann. Die Hütte zu der wir heute wieder gehen ist ein Stützpunkt für jene, die nicht im Zelt über­nacht­en wollen. Wir gehen zurück Rich­tung Pass, den wir auch gestern über­schrit­ten haben, immer wieder hoch und runter über grüne Hügel, dabei sehen wir Vis­cachas und viele Wan­der­er am Pass ste­hen, die in der Hütte über­nachtet haben und heute hin­au­flaufen. Zum Schluss geht’s wieder steil hin­auf zum schon bekan­nten windi­gen Pass, langsam und stetig. Weit­ere Wan­der­er und Pferde kom­men uns ent­ge­gen.

Oben tre­f­fen wir auf viele Lamas und drei Lamahirten von gestern, die sich mit Saul unter­hal­ten und Coca kauen. Ein­er von ihnen ist der Gemein­dechef. Alle haben nur San­dalen an und dicke Horn­haut an den Füßen. Die mit pinken Ohrbän­dern geschmück­ten Lamas gehen mit zwei Män­nern hin­unter, der Dor­fchef quatscht noch mit Saul bis auch er hin­ter­her­ren­nt. Saul soll ihm helfen ein paar geschäftliche Anliegen in Cus­co zu erledi­gen. Wir teilen ein paar Gum­mibärchen mit ihm. Wir vol­lziehen noch das Coca Rit­u­al und gehen dann hinab. Wild steigen wir den Pass steil hin­unter und sind schnell unten. Nahe der Hütte machen wir eine sehr frühe Mit­tagspause um 10 Uhr, da später kein Wass­er mehr zu find­en ist. Während Celesti­no das Mit­tagessen bere­it­et, dösen wir und beobacht­en ein Vicuña, das oben auf einem Bergrück­en ste­ht und in die Ferne schaut.

Wir gehen weit­er Rich­tung Puka Pun­ta Pass. Anstatt zu ihm aufzusteigen, queren wir aber den Hang unter ihm. Dabei kommt uns ein ziem­lich wildes weißes Pferd ent­ge­gen, das frei rumzu­ga­lop­pieren scheint. Immer auf und ab gehen wir am Hang ent­lang. Unten im Tal sind ein paar Stein­häuser und Mauern. In kleinen Hüttchen trock­nen die Ein­heimis­chen Alpakakot als Brennstoff. Fast wie im Himala­ja, denn auf großen Höhen gibt es nun­mal einen gewis­sen Baum­man­gel. Neben den Häusern wei­det eine große Alpaka­herde.

An einem kleinen Hügel hal­ten wir und schauen in die Land­schaft. Wenn wir zurück blick­en, sehen wir die Lagune, den Pass, den wir heute über­schrit­ten haben und ein steiles Fels­ge­birge dahin­ter. Vor uns geht das Tal weit­er abwärts. Wir sehen ein Dör­fchen zu dem eine Straße läuft, der Start­punkt für die Tour zu den Rain­bow Moun­tains. Auf dem Hügel sehen wir ein paar Eidech­sen. Wir bleiben auf Höhe und hal­ten auf einen roten Hang zu an dem wir ent­lang gehen und links in ein Tal abbiegen.

Nun sehen wir den Ausan­gate wieder vor uns liegen und hal­ten auf ihn zu. Wir sehen schon den 5.200m hohen Ausan­gate Pass, den wir mor­gen über­schre­it­en müssen. Zuerst wan­dern wir jedoch in die grüne Ebene hinab, die am Fuße des Ausan­gate liegt. Auf ihr wei­den hun­derte Alpakas, Lamas und Schafe. Es ist ziem­lich matschig und Saul rutscht ein paar Mal aus. Seine Schuhe haben aber auch über­haupt kein Pro­fil mehr.

Wir kom­men zu einem Häuschen und dem Rand der Herde. Eine Frau in Tra­cht wäscht ger­ade ihre bun­ten Röcke und bre­it­et sie zum Trock­nen in der Sonne aus. Ihre Backe ist ganz aus­ge­beult von den vie­len Coca­blät­tern, die sie kaut. Zu ihr gehören noch ein Mann und ein junges Hünd­chen. Saul unter­hält sich kurz mit ihnen, dann gehen wir am Rand der sump­fi­gen Wiese ent­lang auf ein paar Zelte zu. Auf dem Weg wer­den wir von den neugieri­gen Alpakas beobachtet. Wir lassen uns neben den anderen Zel­ten nieder, auch die zwei von gestern mit dem Guide, der nicht ohne seine Frau wan­dern kann, sind wieder hier. Später kommt auch noch unser­er ein­samer Wan­der­s­fre­und.

Wir machen einen Spazier­gang an einem Bach ent­lang zu ein­er Lagune. Sie liegt direkt am Fuße des Ausan­gate und das Gletscher­wass­er sam­melt sich in ihr. Alex wäscht sich im Bach und ich in der eiskalten Gletscher­la­gune, immer­hin ist das let­zte Bad mit­tler­weile schon eine Weile her. Frisch und sauber gehen wir zum Zelt zurück und unter­hal­ten uns mit dem jun­gen Hünd­chen, das uns besuchen kommt. Als wir zum essen gerufen wer­den ist es schon dunkel und ziem­lich kalt.

4. Etappe: Ausangate Cocha bis zu Seen nach dem Jampa Pass
1.096hm, 21km, 7,5h

In der Nacht haben wir viele Law­inen vom nahen Gletsch­er abge­hen gehört, trotz­dem aber gut geschlafen. Wir immer gibt es um 6:30 Uhr Früh­stück. Wir trinken ein Bohnengetränk, Tee und essen Brot und Omelett. Mor­gens ist es noch ziem­lich kalt, aber die aufge­hende Sonne wärmt alles schnell auf, weshalb wir draußen früh­stück­en.

Heute geht es gle­ich bergauf. Vom Camp­ing­platz bis zum 5.200m hohen Ausan­gate Pass müssen wir etwa 600 Höhen­meter über­winden. Wir steigen einen steilen Wiesen­hang hin­auf und uns wird ziem­lich warm dabei. Wir kön­nen den Pass aber schon sehen, es ist ein rot­er schot­triger Hügel. Auch die anderen Wan­der­er von Camp­ing­platz steigen den Pass auf, wir haben aber einen ziem­lichen Abstand sowohl nach vorne als auch nach hin­ten. Wir kom­men höher und gehen langsam, aber stetig. Pausen machen wir keine mehr.

Bald wird der Weg schot­triger und nach 1,5 Stun­den erre­ichen wir den Pass, der mit Stein­man­ndln gekennze­ich­net ist. Mit 5.200m sind wir vom 6.372m hohen Ausan­gate Gipfel gar nicht mehr so weit weg. Zwis­chen uns lieg jedoch ein dick­er, unüber­windlich­er Gletsch­er mit großen Eistür­men. Da Saul sein Coca irgend­wo vergessen hat, was ihm wohl ziem­lich stinkt, brin­gen wir ein Skit­tel­sopfer am Pass. Pacha Mama mag ja Süßes. Auf die Idee Sauls hin leg­en wir mit Steinen groß die Wote “Viva h Coca” in den Schot­ter­hang. Wie oft hat man schon Gele­gen­heit auf 5.200m Steine zu schlep­pen.

Wir fol­gen einem Weg durch den Schot­ter­hang hinab, dann steigen wir wild eine steile steinige Wiese hinab. Wir steigen ca. 600hm ab und kom­men an ein­er großen Hütte vor­bei. Im Schot­ter­hang auf der anderen Seite ist in einiger Ent­fer­nung wieder unser Weg zu sehen. Hier tum­meln sich viele Vis­cachas, egal wo wir hin­schauen, über­all wuselt es. Sie sind lei­der sehr scheu und ver­schwinden sobald sie uns sehen. Wir queren einen kleinen Bach und klet­tern dann weg­los über die großen Schot­ter­steine bis wir den Weg erre­ichen. Über­all um uns herum hüpfen Visachas.

Wir fol­gen dem Weg, der einem Hang zwis­chen zwei Bergen hin­auf führt. Es soll eine Abkürzung sein. Wir steigen weit­er auf und gehen wieder durch fel­sige Wiesen. Der Weg mag kürz­er sein, aber wir machen wieder fleißig Höhen­meter. Auf ca. 4.800m kom­men wir auf eine Ebene mit einem See. Im Gras sind über­all schwarzbraune Rau­pen zu sehen. Wir gehen an dem See ent­lang und steigen dann an einem Hang ent­lang ab. Wir fol­gen dem Hang link­er­hand in ein Tal hinein. Am Ende des bre­it­en Tals kann man das Dör­fchen Jam­pa sehen. Es beste­ht aber nicht aus mehr als drei vier kleine Häusern. Kurz vor den Häusern wollen wir ras­ten. Der Weg zieht sich aber und wir sind hun­grig und müde. Wir haben heute doch schon einige Höhen­meter gemacht und mich begin­nt wieder Hus­ten zu pla­gen, den ich meinte hin­ter mir gelassen zu haben.

Um 12 Uhr erre­ichen wir den Essen­splatz. Unsere Pferde sind natür­lich schon da und warten auf uns. Es gibt wieder Suppe, Reis, Kartof­feln und Spinat­brei. Nach dem Essen ruhen wir uns ein wenig aus, aber nicht lang, da wir heute noch einen lan­gen Weg und auch einen zweit­en Pass vor uns haben. Wir gehen über die Wiese, die bei jedem Schritt ein wenig fed­ert. Neben dem Dör­fchen steigen wir langsam auf. Men­schen sind in dem Dorf aber nicht zu sehen. Der Weg ist nur wenig steil und führt langsam um die Berge herum. Vor uns liegen ver­gletscherte Bergspitzen. Wir sehen nochmal Vis­cachas und auch Vicuñas. Wir steigen langsam auf und der Weg wird schot­triger. Der Him­mel ist ziem­lich bewölkt und es begin­nt leicht zu schneien, weshalb es ziem­lich diesig und kalt wird.

Zwis­chen uns und einem ver­gletscherten Berghang liegt ein schot­triges Gletscher­tal. Endlich erre­ichen wir den 5.100m hohen Abra Cam­pa Pass. Ein paar Stein­man­ndln begrüßen uns, auch unser Pfer­de­trupp holt uns hier ein. Wir ver­weilen bei dem ungemütlichen Wet­ter nicht lange. Ich sehe dem Ende der heuti­gen Tour ent­ge­gen, da ich mich schlapp füh­le. Witziger­weise geht es nach dem Pass aber nicht hin­unter son­dern erst noch ein Stück hin­auf. Die Pferde gehen voraus und nach ein­er Biegung geht es endlich bergab. Es schneit noch immer als wir auf dem schot­tri­gen Hang in das grüne Tal hin­ab­steigen. In der Ferne sieht der Him­mel aber schon blau aus. Wir kom­men an einem Zelt­platz vor­bei, wo ein einzel­ner klein­er Junge auf uns wartet. Wir geben ihm ein paar Kekse und Skit­tels.

Bald sehen wir unseren Pfer­de­truppe auf ein­er Ebene ste­hen. Die Zelte wer­den ger­ade aufge­baut. Hin­ter dem Camp­ing­platz ist ein großer See. Mit­tler­weile hat es aufge­hört zu schneien, aber es ist immer noch kalt. Wir gehen den Hang hin­unter und machen es uns im Zelt gemütlich. Langsam kommt nochmal die Sonne her­aus und es wird wärmer und wir begeben uns wieder nach draußen. Zum Aben­dessen gibt es Suppe und Reis mit Mais und Fleis­chstückchen. Wir unter­hal­ten uns mit Saul über alle möglichen Dinge wie sie in Peru und Deutsch­land laufen, Bil­dung, Rente, Kranken­ver­sicherung usw. Ich gehe früher ins Bett, weil mir unwohl ist.

5. Etappe: Seen nach Jampa Pass bis Pacchanta
20hm, 7,7km, 2h

Heute müssen wir schon um 6 Uhr raus und es ist wieder ziem­lich kalt. die aufge­hende Sonne beleuchtet die Berge um uns. Wir früh­stück­en Omelett und Quinoasaft. Wir ver­ab­schieden uns schon­mal von Vic­tor, der wenn er unser Ziel, die heißen Quellen, erre­icht unsere Sachen dort ablädt und weit­erzieht. Mit Saul ziehen wir los während Vic­tor und Celesti­no noch die Zelte abbauen. Wir gehen über kleine Hügel das Tal hinab und kom­men dabei an mehreren kleinen Seen vor­bei. Ein­er wird wie eine dehy­dri­erte Kartof­fel genan­nt, ein ander­er ist heilig weil er so tief ist. Dabei ist der See gar nicht so groß, aber in dem klaren Wass­er sieht man wie das Ufer fast senkrecht abfällt. In ihm spiegelt  sich wun­der­schön der Ausan­gate.

Wir gehen weit­er und sehen einige Vis­cachas und zwei Anden Cara­cas. Eine Frau mit ein­er großen Lama­herde kommt uns ent­ge­gen und wir kaufen ihr zwei Schlüs­se­lan­hänger ab. Bald erre­ichen wir unser Ziel Pachan­ta mit den heißen Quellen. Wir ziehen uns um und steigen in eines der Beck­en. Das Wass­er ist warm, aber nicht heiß. Zwei Frauen in Tra­cht sitzen am Beck­en­rand und machen aus einem Knäul Lama­wolle einen Faden. Sie waren nie in der Schule und sprechen nur Quechua. Lange sitzen wir im Beck­en und trinken Bier und Cola. Als wir uns wieder umziehen, ver­misst Alex seine Brille. Nach einiger Suche find­et sie eine der Frauen auf der Treppe im Wass­er des Beck­ens. In einem kleinen Laden kauft Alex sich eine bunte Mütze mit Bom­meln, wie sie auch Saul trägt.

Dann sitzen wir im Auto und fahren zurück. Alex Tele­fon ist lei­der nicht mehr aufge­taucht, es wurde ihm offen­bar in Urcos entwen­det. Wir hal­ten an einem Restau­rant an der Straße und essen Meer­schweinchen. Meer­schweinchen — cuy genan­nt — ist ein typ­is­ches Anden­gericht um Cus­co herum. Die kom­plet­ten Meer­schweinchen wer­den mit Kräutern gefüllt und im Ofen geback­en. Im Kopf des Meer­schweinchens befind­et sich ein bes­timmtes Knöchelchen, das wie ein klein­er Fuchs geformt ist. Es wird in einem Glas Bier getrunk­en, das herum gere­icht wird. Wer den Knochen dabei herun­ter­schluckt, dem bringt es Glück. So endet unser Höhen­trekkingaben­teuer am Ausan­gate.

 

Fazit

Der Ausan­gate Trek ist nicht nur ein Wan­der­aben­teuer auf großen Höhen, son­dern auch eine Reise durch die Seele der peru­anis­chen Anden. Die Aus­sicht­en wer­den von Tag zu Tag schön­er, mit den Rain­bow Moun­tains als eins der High­lights. Der Pfad, dem wir fol­gen, führt uns nicht nur zu unglaublichen Land­schaften, er ist auch wie eine Zeitreise. Auf dem Weg tre­f­fen wir Quechuas, die Nach­fahren der Inkas. Diese Men­schen leben noch immer wie ihre Vor­fahren vor Jahrhun­derten, mit wenig Ein­flüssen der mod­er­nen Welt. Sie gehören zu den weni­gen Hirtenge­mein­schaften, die es noch gibt. Sie zücht­en Alpakas und Lamas, ver­wen­den jeden Teil der Tiere um in diesem extremen Kli­ma zu über­leben.

Die Wolle wird für Klei­dung, die Haut wird für San­dalen, die Hin­ter­lassen­schaften wer­den als Dünger und Brennstoff ver­wen­det und Brennstoff ver­wen­det und das Fleisch wird gegessen. Bevor es Straßen durch die Anden gab, ver­di­en­ten diese Men­schen sich ihren Leben­sun­ter­halt damit Waren zwis­chen Städten auf ihren Lamas zu trans­portieren. Heute trans­portieren die Lamas und Pferde dieser Gemein­den das Gepäck für Wan­der­er, was uns ermöglicht diese Aus­sicht­en auf ein­fache Weise zu genießen.


FAKTEN ZUR TOUR
Trekking­tour Ausan­gate und Rain­bow Moun­tains
Gehzeit: 4 bis 6 Tage
Höhen­meter: 3.350hm
Dis­tanz: 65km
Über­nach­tungsmöglichkeit­en: eigenes Zelt, nur eine Lodge am Weg zu den Rain­bow Moun­tains
Aus­gangspunkt: Urcos
Schwierigkeit: Medi­um bis Schw­er
Sai­son: Trocken­zeit, April bis Okto­ber

Emp­foh­lene Tourenor­gan­isi­a­tion
X-Treme-Tour­bu­len­cia
Calle Plateros 364, Cus­co, Peru
www.x-tremetourbulencia.com

Nicht vergessen!
Toi­let­ten­pa­pi­er, Desin­fek­tion­s­gel, Taschen­tüch­er, Snacks (auch für Pacha Mama und die Kinder)

Das abgekochte Wass­er, das es jeden Tag gibt, ist aus­re­ichend um die Trinkvor­räte wieder aufzufüllen. Chlortablet­ten gibt es keine in Südameri­ka, entwed­er nehmt ihr welche von daheim mit oder aber ihr trinkt das abgekochte Wass­er.

Tipps
Akkli­ma­tisierung: Bevor ihr euch auf den Weg über 4.000m, sollte euer Kör­p­er gut akkli­ma­tisiert sein. Es gilt Pässe über 5.000m zu über­winden und auf über 4.500m zu schlafen.

Alleine, ohne Tour? Es ist möglich die Tour auch alleine zu machen, ein GPS ist dann aber von Vorteil, denn die Pfade sind alles andere als ein­deutig, vor allem wenn es darum geht die Rain­bow Moun­tains zu find­en. Außer­dem muss genug Essen und warme Klei­dung mitgenom­men wer­den, was es logis­tisch dur­chaus etwas aufwendi­ger macht ohne Pferde.

Schlaf­sack: Wer keinen Super-Expe­di­tion­ss­chlaf­sack dabei hat, dem sei emp­fohlen einen Schlaf­sack zu lei­hen und seinen eige­nen zusät­zlich mitzunehmen. Mit zwei Schlaf­säck­en friert ihr garantiert nicht und die geliehenen alleine hal­ten lei­der nicht was sie ver­sprechen.

 

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