Mount Ruapehu

22. Vulkanlandschaft — Tongariro bis National Park

Posted: 2. Februar 2020

Das Ton­gariro Cross­ing ist ein High­light auf dem Te Araroa und wir bauen sog­ar zusät­zlich noch einen Side­trip rund um den Mount Ruape­hu ein, der zwei Tage in Anspruch nimmt, um länger in dieser alpinen Gegend zu bleiben. Der “Round the Moun­tain Track” führt uns an den Flanken Mount Ruape­hus durch Vulkan­land­schaft und alpine Veg­e­ta­tion.

34. Tag: Das Tongariro Crossing — Tongariro Holiday Park bis Whakapapa Holiday Park

8,5h / 28,4km / 1.485hm

Heute ste­ht das Ton­gariro Cross­ing an, eine alpine Wan­derung durch aktive Vulkan­land­schaft. Vor 11 Jahren habe ich die Wan­derung schon ein­mal unter­nom­men und weiß daher wie schön sie ist. Das erste Stück ist jedoch Straße, wofür wir schnell eine Mit­fahrgele­gen­heit bekom­men. Dann geht es durch Wald hin­auf, über zahlre­iche Stufen bis wir in offen­er Land­schaft ste­hen. Bald kön­nen wir Lake Rotoaira und Lake Taupo unter uns erblick­en. In Ser­pen­ti­nen zieht sich der Weg in angenehmer Stei­gung aufwärts. Je weit­er wir hin­auf kom­men desto käl­ter wird es. Bald erre­ichen wir die Emer­ald Lakes, die vor allem von oben schön ausse­hen. Türk­isgrün erstrahlen sie unter uns obwohl die Sicht eingeschränkt ist. Wolken ziehen unter uns hin­durch. Lei­der ist es heute nicht so klar und fürchter­lich kalt und windig am höch­sten Punkt auf 1.847m. Viele viele Men­schen kom­men uns ent­ge­gen, anscheinend wird das Cross­ing täglich von 1.000 Men­schen besucht. Schon um 9 Uhr mor­gens kom­men uns die ersten Wan­der­er ent­ge­gen, die das Cross­ing bere­its hin­ter sich haben.

Lei­der ist es heute stark bewölkt, aber den roten Krater sehen wir den­noch. Mt Ruape­hu, Ton­gariro und Ngaru­a­hoe sind allerd­ings in Wolken ver­sunken. Auf dem Weg zum Red Crater und dem höch­sten Punkt des Trails wird es extrem steil und der Weg führt über los­es Vulka­ngestein. Von oben kön­nen wir in den Red Crater hinein­blick­en. Nun geht es nur noch abwärts und wir machen eine Mit­tagspause an ein­er windgeschützten Stelle. Trotz­dem wird uns sehr kalt wenn wir uns nicht bewe­gen. Mit jedem Meter, den wir hinab steigen wird es jedoch wärmer. Wir erre­ichen den Abzweig nach Whaka­pa­pa und hal­ten uns links. Der gut aus­ge­baute Weg weicht einem aus­ge­wasch­enen Pfad, der immer wieder sehr unwegsam wird. Dazu geht es ständig auf und ab. Schließlich erre­ichen wir jedoch die kleine Siedling Whaka­pa­pa und begeben uns auf den örtlichen Zelt­platz. De Abend ver­brin­gen wir im Pub, wo es leck­eren Burg­er und Cider gibt.

Round the Mountain Sidetrip — Whakapapa bis Rangipo Hut

7,5h / 29,2km / 1.205hm

Für zwei Tage fol­gen wir statt dem Te Araroa dem Round the Moun­tain Track, der rund um Mount Ruape­hu führt. Wir starten in Whaka­pa­pa und als erstes High­light erre­ichen wir den Tarana­ki Wasser­fall, der sich von den umgeben­den Felsen stürzt. Dann führt uns der Weg auf und ab durch lichte Veg­e­ta­tion. Links ragt der Mount Ngaru­a­hoe in die Höhe, rechts der schneebe­deck­te Mount Ruape­hu. Wir erre­ichen die erste Hütte, wo wir jedoch nicht einkehren. Wir gehen weit­er und kom­men in wüste­nar­tige Vulkan­land­schaft aus schwarzem Sand und Gestein. Hier geht es nun immer wieder rauf und runter, sodass sich die Höhen­meter sam­meln. Der Weg zieht sich dadurch in die Länge. Immer wieder geht es runter um anschließend gle­ich wieder hoch zu steigen, teil­weise sehr steil. Wir erre­ichen eine Hänge­brücke über einen reißen­den Fluss und nun ist es nicht mehr weit zur Rangipo Hut, die wir nach weit­erem Auf und Ab erre­ichen. Ich bin hun­grig und esse zweimal plus zwei heiße Schoko­laden.

Round the Mountain Sidetrip — Rangipo Hut bis Whakapapaiti Hut

11h / 32km / 1.563hm

Heute geht es wieder auf und ab durch wüste Vulkan­land­schaft. Der Weg beste­ht aus losem Geröll und beson­ders beim Bergabge­hen muss man stark auf­passen. Trotz­dem falle ich ein­mal hin, weil ich aus­rutsche. Wir tauchen in licht­en Wald ein bis wir auf eine Straße kom­men. Hier hält gle­ich das erste Auto an um uns die 3km Straße mitzunehmen, was sich im Nach­hinein als gute Entschei­dung erweisen soll, da wir uns damit min­destens eine Stunde erspart haben. Von der Straße geht es nach links und einen steilen Felshang hin­unter, an sich kaskadenar­tig hinab stürzen­den Wasser­fällen ent­lang. Unten im Tal erre­ichen wir die näch­ste Hütte, die allerd­ings noch nicht unser Tagesziel ist.

Von hier wird der Weg extrem unwegsam und wir kom­men nur langsam voran. Entwed­er sind die Wege aus­ge­waschen oder Steine liegen im Weg herum. Immer wieder gilt es auch einen Fluss zu über­queren. Zwis­chen­durch gibt es Holztrep­pen und Planken­wege, die durch die karge Veg­e­ta­tion aus Büschen und Gräsern führen. Ein See taucht unver­mit­telt vor uns auf, der Lake Sur­prise. Unsere Schat­ten wer­den immer länger mit fortschre­i­t­en­der Stunde und die Kilo­me­ter wollen nicht schwinden. Wir sind über zehn Stun­den unter­wegs und entsprechend müde. Vor allem das viele Auf und Ab ist extrem anstren­gend. Trotz­dem ist die Land­schaft wun­der­schön. Mount Ruape­hu thront über uns und an seinen Flanken stürzen Wasser­fälle hinab.

Zum Schluss geht es nochmal aufwärts um dann zur Hütte abwärts zu steigen. Erschöpft erre­ichen wir die Whaka­pa­paiti Hut nach elf Stun­den Marsch. Meine Füße tun seit langem mal wieder weh und meine Knie spüren die Anstren­gung eben­falls. Wir kom­men kurz nach 20 Uhr an, nur eine Stunde Tages­licht vor uns, was ohne das Hitchen echt knapp gewor­den wäre. Das Stück von der let­zten Hütte bis hier­her hat viel mehr Zeit in Anspruch genom­men als gedacht, durch die schlechte Wegbeschaf­fen­heit.

35. Tag: Zurück auf den TA — Whakapapaiti Hut bis National Park

3,5h / 14,4km / 93hm

Heute geht es wieder zurück auf den TA. Bei der ersten Flussüber­querung falle ich in den Fluss, weil ich aus­rutsche. Ich bin kom­plett nass und meine Kam­era hat auch was abbekom­men. Mir geht alles irgend­wie ver­loren oder kaputt. Der Weg ist nun deut­lich leichter und führt teils über Planken­wege durch niedrige Veg­e­ta­tion und lichte Wälder. Es geht nun auch fast nur noch abwärts. An ein­er Abzwei­gung wen­den wir uns nach links und sind nun wieder auf dem TA, der uns bis zur Straße führt. Hier haben wir Pech und kein Auto hält für uns an. Erst 1km vor Nation­al Park nehmen uns Dänen mit — eine kurze Fahrt. In Nation­al Park kaufen wir ein und kehren in das Café hin­ter dem Super­markt ein, wo es Burg­er gibt. Dann gehen wir zum YHA, wo wir die Nacht ver­brin­gen wer­den. Ein kurz­er Tag um sich von den Stra­pazen des gestri­gen Tages zu erholen. Meine Knie tun immer noch weh, was sich beson­ders beim Trep­pen­steigen bemerk­bar macht. Mor­gen wollen wir den Rest des Weges nach Whaka­horo, wo uns die Kanus erwarten, per Anhal­ter fahren. Hof­fentlich klappt das, denn zum Laufen ist es sehr weit.

Mount Ruapehu
Mount Ruape­hu

Hier geht’s zum 23. Teil — Whakahoro bis Whanganui

22. Der Whanganui Riv­er – Whaka­horo bis Whanganui

No Comments

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.