Italien: Auf den Spuren Reinhold Messners auf dem Monte Rite

Posted: 3. August 2012

Ein stetig aber mod­er­at ansteigen­der Weg führt in zwei Stun­den auf den Gipfel des Monte Rite wo einen eine ehe­ma­lige Fes­tungsan­lage, Apfel­strudel, eins von fünf Mess­ner Moun­tain Museen und eine Rund­schau auf fast alle Berge der östlichen und südlichen Dolomiten erwarten.

Eins sollte man in Ital­ien nicht vergessen: Sies­ta. Wenn man drin­gend etwas benötigt, sollte man es vor Mit­tag besor­gen, son­st man mächtig dumm da und schaut auf geschlossene Geschäfte und leere Straßen. Nach dieser bit­teren Erken­nt­nis (die ich immer wieder aufs Neue machen muss) fahren wir über das Nobel­bergdorf Corti­na d’Ampezzo, das bere­its zu Ital­ien und nicht mehr zum zweis­prachi­gen Südtirol gehört, zum Straßen­pass For­cel­la Cib­i­na, das zwei Täler verbindet. Hier merkt man plöt­zlich, dass man in Ital­ien ist. Die blu­mi­gen Holzbalkone weichen mediter­ranem Baustil und Well­blechdäch­ern. Auch die Sonne scheint sich an südländis­che Ver­hält­nisse anzu­passen und heizt die Luft auf.

Auf den Monte Rite

Ein Tank-fast-leer-und-keine-Tankstlle-weit-und-bre­it-Faux­pas später kom­men wir am Pass an und laufen hier auf den 2.181m hohen Monte Rite.

Oben wei­den auch Yaks, die an Mess­ner Eroberung der Gipfel Nepals erin­nern sollen, lei­der sehen wir von den zot­teligen Tierchen nur ihre Hin­ter­lassen­schaften. Rein­hold Mess­ner stammt aus den Dolomiten, was ja fast nur in ein­er Berg­steigerkar­riere gipfeln kann. Sein Groß­vater stieg noch bar­fuß über diese Berge – auf der Suche nach Arbeit. Der Weg war also bere­its geeb­net und Jahre später eroberte er die 8.000er der Welt, gespickt von Erfol­gen, Ver­rück­theit­en und tragis­chen Ver­lus­ten.

Das Licht ist zu dieser späten Stunde lei­der nicht mehr so fan­tastisch, weshalb es schw­er ist diesen erheben­den 360° Anblick all dieser Gipfel und Täler fotografisch wiederzugeben. Trotz ver­gle­ich­sweise geringer Höhe ist der Blick vom Monte Rite unver­gle­ich­lich. Für die beque­meren Leute gibt es auch einen Shut­tle­bus zum Gipfel, aber der Anblick ist defin­i­tiv noch bess­er nach der geleis­teten Anstren­gung :)

Abends gön­nen wir uns in Erman­gelung ein­er neuen Gaskar­tusche (Sies­ta) noch eine Piz­za im Restau­rant am Toblach­er See, wo es im Übri­gen Mot­ten so groß wie Kolib­ris gibt, die hek­tisch von Blüte und Blüte huschen und dabei einen ver­gle­ich­baren Flügelschlag haben.


FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Monte Rite (2.181m)
Gehzeit: 3h
Höhen­meter: 700hm
Aus­gangspunkt: Pas­so Cib­iana bei Corti­na d’Am­pez­zo (1.530m)
Schwierigkeit: T1 —  Wan­dern

Merken

Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.