Australien: Aufregendes Wracktauchen vor der Küste Australiens

Posted: 4. Januar 2016 by Annika

Die HMAS Bris­bane ist ein 2003 mit Absicht ver­sunkenes ehe­ma­liges Kriegss­chiff, das in 18 bis 28m Tiefe liegt. Der Fis­chre­ich­tum ist hier zwar nicht so hoch wie ander­norts in Aus­tralien, aber das Erleb­nis IN einem Wrack zu tauchen ist an sich schon sehr aufre­gend. Bewaffnet mit Taschen­lam­p­en erkun­den wir das Innere der HMAS Bris­bane vor der Sun­shine Coast Australiens.

Um kurz vor sieben Uhr ste­hen wir vor dem Tauch­cen­ter von Sun­reef in Mooloola­ba. Wir check­en ein und pro­bieren Maske, Flossen und Wet­suit. Den Wet­suit behal­ten wir gle­ich an und mit einem kleinen Bus wer­den wir zum Boot gebracht. Es sind über 20 Mann auf dem Boot und dafür ist es zu klein. Man ste­ht eigentlich immer im Weg. Nach 20 Minuten erre­ichen wir das Wrack der HMAS Bris­bane. Beim Anziehen geht es sehr hek­tisch zu und wir haben kaum Zeit für einen vernün­fti­gen Partnercheck.

An einem Seil tauchen wir zum Wrack ab. Unsere Gruppe beste­ht aus einem Guide und fünf Per­so­n­en. Es kom­men aber nur vier unten an. Während wir warten sehen wir einen großen Eagle Ray, der Er ganz nah über dem Deck schwebt und wir kön­nen gut seine Form und die weißen Punk­te auf seinem Rück­en bewun­dern. Um uns herum schwimmt ein großer Schwarm Sur­geon­fis­che und wei­det die Seit­en des Schiffs ab. Dann begin­nen wir unsere Tour an der Außen­wand des Wracks.

Ein ander­er Tauch­er zeigt auf etwas an ein­er Stange am Schiff. Wir müssen schon mehrmals hin­se­hen um den Ste­in­fisch zu erken­nen, der kom­plett mit dem Boot ver­schmolzen und super getarnt ist. Er ist sehr giftig und wir beschließen hier nichts zu berühren. Wir tauchen weit­er am Schiff ent­lang bis wir zum Bug kom­men. Dort ste­ht die große mit Korallen bewach­sene Kanone des Schiffs. Wir tauchen auf der anderen Seite des Wracks zurück und gelan­gen zum ersten Mal in das Innere des Schiffs. Wir sehen sowas wie die Kom­man­dozen­trale. Danach ver­lassen wir das Schiff und tauchen auf. Auf dem Boot geht es wieder hek­tisch zu und es ist eng. Mir ist ziem­lich kalt, da die Sonne sich ver­steckt. Wir bekom­men heißen Tee und Snacks bis wir uns für den zweit­en Tauch­gang bere­it machen.

Das Innere des Wracks

Dies­mal geht es ins Innere des Wracks. Wir tauchen durch enge Gänge und Räume — immer im Wech­sel zwis­chen hell und dunkel. Wir sehen Fis­chschwärme und wieder viele Ste­in­fis­che. Ein inter­es­san­ter Anblick sind die vier mit Korallen bewach­se­nen Toi­let­ten. Durch die Enge und Strö­mungen wird man oft gegen die Wand gedrückt und da ich nichts anfassen will, drücke ich mich mit der Taschen­lampe ab. Son­st brauchen wir die Lampe eigentlich nicht, da das natür­liche Licht meis­tens aus­re­icht. Nach dem Auf­tauchen geht es zur Küste zurück. Im Tauchshop gibt es noch Snacks und wir bekom­men von den anderen Tauch­ern noch Tipps zu Tauchspots in Aus­tralien und Neuseeland.

Ein Stück Heimat mitten in Australien

Zum Mit­tagessen gehen wir in ein bayrisches Restau­rant an der Ufer­prom­e­nade. Wir essen Bratwürste mit Kraut und Kartof­fel­brei, dazu ein Franzsikan­er. Leck­er, leck­er! Neben uns sitzt ein älteres deutsches Paar, das bere­its vor über 40 Jahren nach Aus­tralien aus­ge­wan­dert ist.

Wir fahren ins Lan­desin­nere zu den Glasshaus Moun­tains, die wir mor­gen besichti­gen wollen. Daraus wird aber nichts, denn den ganzen näch­sten Tag reg­net es in Strö­men und es ist nichts von den tafel­ber­gar­ti­gen Fels­for­ma­tio­nen zu sehen. Wir ver­brin­gen den Tag alter­na­tiv damit den neuen Star Wars Film im Kino zu sehen.

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