Australien: Bei den Quokkas auf Rottnest Island

Posted: 15. September 2018

Rot­tnest Island ist die Heimat der wohl glück­lich­sten Tiere der Welt: Quokkas sehen ein­fach immer super hap­py aus und sind sehr zahm. Kein Besuch­er ver­lässt Rot­tnest Island ohne viele süße Fotos von den neugieri­gen Tierchen. Außer­dem find­en sich auf Rot­tnest Island wun­der­schöne Strände und Schnorchelspots um die faszinierende Unter­wasser­welt der Insel zu erkun­den.

Am frühen Mor­gen nehmen wir die Fähre nach Rot­tnest Island hinüber. 30 Minuten später kom­men wir auf der kleinen Insel an und wer­den gle­ich am Boot­san­leger von einem großen Pelikan begrüßt. Wir haben eine Nacht auf dem Zelt­platz gebucht weshalb wir zuerst dort hin­marschieren und Zelt und Gepäck dort lassen. Bere­its hier wer­den wir von den ersten Quokkas begrüßt, für die die Insel so bekan­nt ist. Dann begeben wir uns zum Fahrrad­ver­leih um die Insel mit dem Fahrrad zu erkun­den. Rot­tnest ist aut­ofrei und nur ein Rund­bus fährt hier, weshalb ein Fahrrad die beste Wahl ist.

Auf diesen ersten Spaziergän­gen sehen wir bere­its die niedlichen Quokkas durch die Gegend hüpfen, die der Insel ihren Namen gaben. Ent­deck­er hiel­ten die kleine Kän­gu­ru­art für riesige Rat­ten, also Rat­tennest. Uns ist schleier­haft wie man diese Tiere für Rat­ten hal­ten kann, aber wer weiß was es in Down Under alles so gibt…  In der Sprache der Abo­rig­ines, der aus­tralis­chen Ure­in­wohn­er, heißt die kleine Insel “Wad­jemup” was soviel wie “Ort über dem Wass­er wo die Geis­ter sind” bedeutet. Vor allem auf dem großen Platz inmit­ten der Sied­lung nahe dem Fähran­leger hal­ten sich viele Quokkas auf in der Hoff­nung darauf die Krümel der Touris­ten zu stib­itzen, die hier zu Mit­tag essen.

Ein Pelikan begrüßt uns am Anleger
Ein Pelikan begrüßt uns am Anleger

Mit dem Radl um die Insel

Wir besor­gen uns Sand­wich­es für unter­wegs und lei­hen uns zwei Radl um damit die Insel abz­u­fahren. Wir begin­nen auf der Ost­seite der Insel um sie gegen den Uhrzeigersinn zu umfahren. Ins­ge­samt sind das etwa 28 Kilo­me­ter. Wir kom­men an wun­der­schö­nen Bucht­en vor­bei von denen jede zum Ver­weilen ein­lädt.

Wir find­en viele Quokkas in den Schat­ten der Bäume am Straßen­rand. Hier und da hal­ten wir an um sie aus der Nähe zu betra­cht­en und Fotos von ihnen zu machen. Oft kom­men sie neugierig zu uns und unter­suchen ob wir nicht vielle­icht etwas zu essen dabei haben. Eigentlich gibt es sowohl ein Ver­bot sie zu füt­tern als auch sie anz­u­fassen. Tat­säch­lich hal­ten sich aber lei­der daran die wenig­sten, weshalb sie sehr anhänglich sind.

Es ist warm und ein Schweiß­film bildet sich auf unser­er Haut während wir die san­ften Hügel hin­auf­s­tram­peln. Am Cathe­dral Rock befind­et sich eine Robbenkolonie auf ein­er vorge­lagerten Felsin­sel. Außer­dem sind hier einige Surfer im Wass­er, die sich an den großen Wellen erfreuen. Wir kom­men zum Kap Vlam­ingh ganz im West­en der Insel, wo wir Blick auf schöne Fels­for­ma­tio­nen und riesige Wellen haben, die don­nernd brechen. Wir radeln weit­er im Süden der Insel und an weit­eren schö­nen Strän­den vor­bei.

Wadjemup Lighthouse

In der Mitte von Rot­tnest Island befind­et sich ein Leucht­turm den man inform ein­er kleinen Tour besichti­gen kann. Wir steigen atem­los die vie­len Trep­pen hin­auf, denn wir haben uns ganz schön beeilt die Hügel hin­aufzu­radeln um die let­zte Tour noch zu erre­ichen. Von oben kön­nen wir die ganze Insel überblick­en — von den trock­e­nen Ebe­nen um uns herum in denen wir sog­ar von hier oben Quokkas aus­machen kön­nen bis zu den Rän­dern, die in den blauen Ozean überge­hen. Unten auf ein­er Bank vor dem Leucht­turm chillen wir etwas mit den Quokkas, die uns neugierig absuchen.

Auf dem Rück­weg wollen wir noch in ein­er kleinen Bucht schnorcheln. Allerd­ings scheint ger­ade Ebbe zu sein und wir müssen dicht über See­gras­bo­den schwim­men um hin­aus zu kom­men. Aber bis zum eigentlichen Spot am Park­er Point ist es uns dann doch zu weit und wir brechen unver­richteter Dinge ab. Immer­hin haben wir uns abgekühlt.

Unter Quokkas

Genau richtig zum Son­nenun­ter­gang kom­men wir wieder am Zelt­platz an und brechen nur noch ein­mal zum Aben­dessen auf. Kuli­nar­ische High­lights kann man hier nicht erwarten und es ist recht teuer, weshalb Selb­stverpfle­gung keine schlechte Idee ist. Es gibt sog­ar einen kleinen Super­markt in der Sied­lung. Der Platz ist bei Nacht von unglaublich vie­len Quokkas besiedelt und auch die Wege sind voll von ihnen. Sie scheren sich nicht groß um uns und wir müssen vor­sichtig fahren, damit uns keins vor die Radl hüpft. Es müssen hun­derte sein, die sich hier bei Nacht zusam­men­rot­ten. Eigentlich sind Quokkas nach­tak­tiv, aber die Touris­ten stören ihren Tages­rhyth­mus ein wenig weshalb man sie auch bei Tage sehen kann.

Auch auf dem Camp­ing­platz treiben Quokkas ihr Unwe­sen und eins krabbelt fast zu uns ins Zelt, das es neugierig beschnup­pert. Scheu ken­nen sie wirk­lich nicht und obwohl wir sie nicht berühren, berühren sie uns. Lei­der zeigen sich aber auch die Moski­tos bei Nacht und zer­stechen mir die Füße.

Schnorcheln und Sonnenbaden

Am näch­sten Mor­gen schnap­pen wir uns wieder die Radl und nach­dem wir unser Gepäck in der Touris­ten­in­for­ma­tion am Anleger unter gebracht haben, wollen wir es nochmal mit dem Schnorcheln ver­suchen. Zuerst fahren wir wieder zum Park­er Point, dem Spot von gestern, aber obwohl dies­mal Flut ist, sehen wir nicht allzu viel mehr. Wir kom­men heute aber immer­hin bis zu dem soge­nan­nten Schnorchel­trail, der etwas weit­er draußen bei den Felsen liegt. Er ist mit Bojen markiert wo am Meeres­grund Plaket­ten ange­bracht sind. Wir find­en diese Plaket­ten allerd­ings nur schlecht und sie sind kaum noch zu lesen. Auch das Unter­wasser­leben hat nur wenige kleine Koral­lenin­seln zwis­chen See­gras­meer zu bieten. Fis­che sehen wir kaum. Dafür ein paar Skinks in den Schat­ten der Felsen.

Deshalb fahren wir weit­er zur näch­sten Bucht und ver­suchen es dort nochmal. Das Wass­er ist recht kalt, aber auch sehr klar und hier find­en wir unser Riff und Fis­che. Der Strand in der Lit­tle Salmon Bay ist wun­der­schön, weshalb wir ihn auch nicht für uns alleine haben. Hier ver­brin­gen wir den Rest unser­er Zeit bis wir die Radl zurück­geben, die let­zten Quokkafo­tos machen und die Fähre zurück aufs Fes­t­land nehmen.

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