Australien: Erkundung der Küsten um Newcastle

Posted: 4. Oktober 2018

New­cas­tle ste­ht ein wenig im Schat­ten von Syd­ney, hat aber eine deut­lich entspan­ntere Atmo­sphäre. In zwei Stun­den gelangt man mit dem Zug in die zweit­größte Stadt von New South Wales. Hier ist es deut­lich entspan­nter als in der Großs­tadt Syd­ney und die Küsten­land­schaft ist sagen­haft. Die Wellen sind surf­tauglich, am Mor­gen kann ich Buck­el­wale sprin­gen sehen und rund um New­cas­tle gibt es weit­ere schöne Bucht­en, Sand­dü­nen und Wildtier­reser­vate zu erkun­den.

Ein großes High­light in New­cas­tle ist für mich das Sur­fen im Hagel­sturm. Ja, richtig, Hagel im Spät­som­mer. Wir sind mit den Boards kaum raus­gepad­delt als es zuerst anfängt zu gewit­tern und dann auch noch anfängt zu hageln. Er erwis­cht uns noch beim Raus­pad­deln und nimmt mir völ­lig die Sicht, trom­melt schmerzhaft auf der Haut. Zurück am Strand bedeckt eine kleine Eiss­chicht den Sand und uns friert es an den Füßen. Wir haben nicht eine einzige Welle erwis­cht, aber es war ein sagen­haftes Erleb­nis. Wer war schon­mal bei Gewit­ter und Hagel sur­fen? Ich glaube nicht, dass das allzu häu­fig passiert. Dieses schlechte Wet­ter war aber eher die Aus­nahme. Hier meine weit­eren Erleb­nisse rund um New­cas­tle.

Coastal Walk in Newcastle

Bis vom Mereweath­er Beach bis zum Leucht­turm am Nobby’s Head kann man eine wun­der­schöne Küsten­wan­derung machen, den soge­nan­nten “Bather’s Way”. Dabei ent­decke ich neben vie­len Surfern auch Buck­el­wale und Defline vor der Küste. Ger­ade ist die Zeit in der die Buck­el­wale von ihren som­mer­lichen Jagdgrün­den der Antark­tis bis in die tro­pis­chen Gewäss­er Nor­daus­traliens ziehen. Sie wan­dern dabei ganze 5.000km, was eine der läng­sten Wan­derun­gen unter Säugetieren ist.

Über den New­cas­tle Memo­r­i­al Walk, ein­er Brücke, die dem ANZAC Land­ing gewid­met ist. Ich gelange zum New­cas­tle Beach an deren südlichen Ende sich das Bogey Hole, ein Wasser­loch zum Baden, ver­steckt. Am nördlichen Ende find­et sich das Ocean Bath, das eine Hai- und strö­mungs­freie Schwim­mein­lage garantiert. Ich komme am Fort Scratch­ley vor­bei und vom Nobby’s Beach geht es dann über einen stein­er­nen Wellen­brech­er bis zum Leucht­turm. Hier kann man lange sitzen und die Aus­sicht auf die Wellen und die Küste von New­cas­tle genießen. Dabei gibt es Pelikane und Möwen zu beobacht­en. Zurück gehe ich über die Innen­stadt. Hier bekommt man in der ober­sten Etage des Uni­ver­sitäts­ge­bäude eine schöne Aus­sicht auf New­cas­tle.

Blackbutt Reserve

Im Busch von New­cas­tle im Bezirk Kotara find­et sich das kleine und kosten­lose Wildlife Reserve Black­butt. Die üblichen Verdächti­gen kön­nt ihr hier erleben: Koalas, Kän­gu­rus, Wal­la­bies, Wom­bats und viele Vögel. Hier sehe ich den aktivsten Koala aller Zeit­en: Er klet­tern auf einem Baum auf und Ab und stört dabei andere, die nur schlafen wollen. Immer­hin schlafen Koalas bis zu 22 Stun­den am Tag um Energie zu sparen. Während ich ihn beim Klet­tern beobachte erin­nert er mich irgend­wie mehr an einen Affen. An Bären erin­nern an Koalas jeden­falls nur die flauschi­gen Ohren, obwohl ihren der Beiname ja nach­hängt. Tat­säch­lich gehören Koalas aber auf jeden Fall zu den Beuteltieren.

Tomaree Mountain

Bei Port Stephens, wo es auch Wal- und Delfin­touren gibt, liegt die Toma­ree Penin­su­la, die ein­same Strände und mit dem Toma­ree Moun­tain wun­der­schöne Aus­blicke bietet. Ein Weg führt in etwa 20 Minuten zum Gipfel des Toma­ree Moun­tains von dem man eine gigan­tis­che Aus­sicht auf die umgeben­den Bucht­en uns bis zur vorge­lagerten Shark Island bietet. Auch ein paar ein­heimis­che Vögel kann ich bei der kurzen Wan­derung ent­deck­en. Unter­halb vom Berg find­en sich Shoal Bay und der kleine Zenith Beach.

Von der Fingal Bay zur Shark Island

Beson­ders schön ist ein Spazier­gang an der Fin­gal Bay zur Shark Island, zu der man bei Ebbe sog­ar hinüber gehen kann. Das emp­fiehlt sich jedoch nur, wenn der Bere­ich zwis­chen dem Strand und der Insel wasser­frei ist. Als ich da bin ist das lei­der nicht der Fall und ich gehe nur soweit wie möglich bevor eine tief­ere Stelle mir den Weit­er­weg versper­rt. Schöne Strandspaziergänge bietet auch der One Mile Beach.

Die Sanddünen der Worimi Conservation Lands

Zwis­chen Anna Bay und Fern Bay find­en sich die läng­sten Wan­derdü­nen in der südlichen Hemis­phäre, die sich auf 35km am Meer ent­lang erstreck­en. Ich tue mich etwas schw­er einen Zugang zu find­en, in Anna Bay werde ich aber schließlich fündig. Hier befind­et sich ein Park­platz vor den Dünen und zahlre­iche Touren starten eben­falls hier. Es gibt die Möglichkeit auf Kame­len zu reit­en oder All­rad-Touren in die Dünen zu unternehmen, wo man auch Sand­boar­d­en kann. Man kann aber auch ein­fach ein biss­chen durch die Dünen spazieren und sie ganz für sich alleine haben wie ich es tue. Der Wind ist heute sehr stark und am Ende habe ich Sand über­all. Manch­mal weiß ich nicht so recht ob ich wirk­lich noch in Aus­tralien bin oder in Afri­ka — vor allem als die Kamele an mir vor­beis­pazieren. Es ist möglich soweit in die großen Dünen zu spazieren, dass ich den Ozean nicht mehr sehen kann. Geschweige denn irgen­dein anderes Leben­sze­ichen. Nur ich, der Sand und der Wind.

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