Australien: Korallenwelten am Great Barrier Reef

Posted: 20. Dezember 2015 by Annika

Wenn man an Aus­tralien denkt, denkt man man unweiger­lich auch an das Great Bar­ri­er Reef, dem größten Riff­sys­tem der Welt. Es erstreckt sich über 2.000km von Papua Neuguinea bis nach Glad­stone im Süden. Ein Kön­i­gre­ich der Unter­wasser­welt mit Fis­chen, Schild­kröten, Rochen, Riffhaien, Korallen und noch mehr Fischen. 

Wir ste­hen um 7 Uhr vor unserem Tauch­cen­ter. Man fährt uns zusam­men mit unser­er Aus­rüs­tung zum Hafen, dort sollen wir abge­holt wer­den. Das Tauch­cen­ter hier hat kein eigenes Boot und fährt daher immer bei anderen mit. Auch hat unser Tauch­lehrer keine Zeit, weshalb heute alles von anderen über­nom­men wird. Uns ist es egal, den Anbi­eter mit dem wir jet­zt unter­wegs sind hat­ten wir auch schon in Townsville ange­se­hen. Er war uns zu teuer, macht aber einen pro­fes­sionelleren Ein­druck als unser eigentlich­er Anbi­eter. Auss­er uns sind noch zwei deutsche Jungs dabei, die eben­falls den Advanced Kurs machen, allerd­ings sofort nach ihrem Open Water Kurs. Die Fahrt zum Riff ist ziem­lich rau und einige auf dem Boot müssen sich übergeben. Auch Alex sieht ein wenig blass um die Nase aus. Ich schlafe.

Der Tieftauchgang

Auf der Fahrt gibt uns unser Tauch­lehrer ein kurzes Brief­ing für unseren ersten Tauch­gang. Es ist der Tief­tauch­gang bei welchem wir zwis­chen 18 und 30m tauchen wer­den. Wir sollen dabei rote Dinge beobacht­en, die in der Tiefe ihre Farbe ver­lieren und vio­lett erscheinen. Weit­er müssen wir auf ein­er Tafel bis 15 zählen um zu check­en ob unser Hirn in der Tiefe noch sauber arbeit­et. Nach zwei Stun­den kom­men wir am Riff an. Das Meer ist hier viel ruhiger, geschützt vom Riff. Wir richt­en unsere Tauch­sachen her und gehen ins Wass­er. Wir suchen uns Unter­wass­er eine sandi­ge Stelle. Sie liegt auf ca. 26m Tiefe. Dort führen wir wieder die Zäh­lübun­gen durch, wie zuvor auf dem Boot. Alle sind fast genau so schnell wie über Wass­er, ich bin sog­ar schneller. Wir beobacht­en noch die roten Sachen an unser­er Aus­rüs­tung, welche nun vio­lett sind.

Das war’s mit den Übun­gen und wir kön­nen das Riff erkun­den. Die Sicht ist super — ca. 20m, die beste die wir bis jet­zt hat­ten. Mit Korallen bewach­sene Fel­stürme reichen fast bis zur Wasser­ober­fläche. Wir tauchen in die Nähe des Bootes, den bei­den anderen Deutschen geht die Luft aus und sie tauchen auf. Wir kön­nen noch eine zeit­lang unten bleiben. Zum Glück, denn wir kön­nen noch zwei Weißspitzen­riffhaie sehen. Zurück am Boot bauen wir auf neue Tanks um.

Tauchen durch Korallentürme

Unser näch­ster Tauch­gang ist ein Boot­stauch­gang. Das ist der etwas lang­weilig klin­gende Ersatz für den Wrack­tauch­gang. Schon auf der Her­fahrt hat uns der Tauch­lehrer die speziellen Namen der Boot­steile erk­lärt und uns Infos gegeben. Nach dem Mit­tagessen, es gibt Sand­wich­es, erk­lärt man uns wie man vom Boot ins Wass­er springt. Das war’s mit der Aus­bil­dung für den Tauch­gang und wir erkun­den wieder das Riff. Wir tauchen durch enge Felss­chlucht­en und sehen große Fis­chschwärme. Wir ver­suchen auch kleinere Tierchen zu find­en und ent­deck­en Seesch­neck­en mit grü­nen Punk­ten. Zusam­men mit den anderen tauchen wir auf.

Rückfahrt nach Magnetic Island

Auf dem Boot ver­pack­en wir wieder unsere Sachen und fahren zurück. Die See ist immer­noch rau, aber nicht so schlimm wie auf der Hin­fahrt. Am Boot­san­leger auf Mag­net­ic Island wer­den wir von unseren Tauchan­bi­eter abge­holt. Das war’s für heute. Wir gehen noch einkaufen und machen Bratkartoffeln.

Wir sind nun Advanced Adventurer!

Am näch­sten Mor­gen erk­lärt uns unser Tauch­lehrer nochmal in Ruhe die Boot­steile und dann bekom­men wir unsere Advanced Adven­tur­er Lizenz. Wir haben den Schein dies­mal über SSI statt über PADI gemacht, weswe­gen die Qual­i­fika­tion etwas anders heisst, ist aber das gle­iche wie der Advanced Open Water, der uns nun erlaubt auf 40m Tiefe zu tauchen. Unsere Spe­cial­ties sind nun Peak Buoy­an­cy, Boot­stauchen, Tief­tauchen und Fischidentifizierung.

Dann ver­lassen wir Mag­net­ic Island um zu neuen Aben­teuren aufzubrechen.

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