Australien: Wasserfälle und mehr im Springbrook National Park

Posted: 8. Januar 2016

Der Spring­brook Nation­al Park ist ein 970m hohes Plateau, das von ein­er großen Vulka­nerup­tion vor etwa 23 Mil­lio­nen Jahren geformt wurde. Er behei­matet mehr als 200 sel­tene und gefährdete Pflanzen- und Tier­arten. Diese große Bio­di­ver­sität macht den Nation­al­park zu einem World Her­itage Nation­al­park. Der Nation­al­park befind­et sich nicht weit von der Gold Coast ent­fer­nt im Hin­ter­land und ist gespickt mit Wasser­fällen, dichtem Regen­wald, 2.000 Jahre alten Bäu­men, Schlangen, Eidech­sen, wun­der­schö­nen Look­outs und mit ein wenig Glück auch Koalas.

Auf Umwe­gen fahren wir Rich­tung Spring­brook Nation­al Park. In der Nähe der Nat­ur­al Bridge suchen wir uns einen Camp­ing­platz. Es ist ein christlich­er Camp­ing­platz und Alko­hol sowie Dro­gen sind nicht erlaubt. Der Camp­ing­platz liegt aber schön im Wald und wir kön­nen sog­ar Wal­la­bies beobacht­en.

Glühwürmchen an der Natural Bridge

Ganz in der Nähe ist das Nat­ur­al Bridge Reserve, das neben Wasser­fällen eine Glüh­würm­chenkolonie behei­matet. Wir warten bis sieben Uhr und begeben uns dann dor­thin. Wir schal­ten unsere Stirn­lam­p­en ein und fol­gen den Pfad hin­unter zu einem Wasser­fall über den sich ein großer Fels­bo­gen span­nt und eine vom Wass­er geformte Höh­le bildet. Nun gehen wir näher an den Stein her­an und schal­ten unsere Stirn­lam­p­en aus um das dor­tige Schaus­piel zu bewun­dern. Der Stein un der Wasser­fall bilden eine Höh­le an deren Decke hun­derte Glüh­würm­chen um die Wette leucht­en. Es ist stock­dunkel, da jeglich­es Licht die Glüh­würm­chen stören und ihr Leucht­en erlöschen würde. Wir ver­lassen die Höh­le und wan­dern zum Ein­gang des Parks und zurück zum Camp­ing­platz. Der Cider bleibt heute in der Dose.

Am Mor­gen fahren wir nochmal zur Nat­ur­al Bridge um auch bei Tages­licht alles aufnehmen zu kön­nen. Wir bewun­dern den Wasser­fall und suchen erfol­g­los die Glüh­würm­chen an der Fels­decke. Wir fahren weit­er zum Spring­brook Nation­al­park. Am Parkein­gang erk­lärt uns ein net­ter Aus­tralier lange die High­lights des Parks und wann man sie am besten besucht. Im Park gibt es auch Koalas, eine Sich­tung ist aber eher unwahrschein­lich — den­noch wer­den ab und zu welche ange­fahren.

Der Springbrook Nationalpark

Wir fahren auf engen kurvi­gen Straßen. Die Baumkro­nen über­ra­gen oft die Straße und wir fahren durch einen Tun­nel aus Blät­tern. Ein­mal über­fahren wir fast einen Truthahn, wir sind aber langsam unter­wegs. Wir kom­men zum Best of all Look­out zu dem ein Weg an ural­ten knor­ri­gen Antark­tis­chen Buchen vor­bei führt. Die Buchen sind 2.000 Jahre alt und ver­mit­teln einen Ein­druck wie der Wald auf dem Urkon­ti­nent Gond­wana aus­ge­se­hen haben muss. Am Ende des Pfads erwarten einen Aus­blicke von Mt Warn­ing bis Byron Bay. Mt Warn­ing ist ein ehe­ma­liger Vulkan und wir sehen von hier vom Krater­rand bis zum Meer.

Wir fahren weit­er zum Canyon Look­out und bestaunen dort die Wasser­fälle, die die steile Fel­swand hin­unter schießen. Die Täler unter­halb des Look­outs wur­den von Ero­sion geformt und man kann noch die Lavaschicht­en in den Klip­pen erken­nen.

Rauschende Wasserfälle

Am Goomoolahra Falls Look­out sehen wir nicht soviel vom 80m hohen Wasser­fall, dafür aber eine große schwarze Eidechse. Sie ist bes­timmt 50cm lang und gehört zur größten Eidech­se­nart Aus­traliens. Wir fahren in ein Dör­fchen und essen dort Burg­er zum Mit­tag. Sie sind gut und neben der Ter­rasse gibt es eine kleine Vogelplat­tform mit Vogel­fut­ter, auf der Kakadus und Loris um die besten Plätze stre­it­en. Vom Gasthaus gehen wir zu den Purl­ing Brook Falls. Neben der Aus­sicht­splat­tform liegt eine Phy­ton und son­nt sich.

Eine Wan­derung führt zum Boden des Wasser­falls. Wir haben nur Flip Flops an, aber das ist auf dem Weg kein Prob­lem. Tat­säch­lich kon­nten wir in Aus­tralien keinen einzi­gen Weg find­en, der nicht mit Flip Flops mach­bar gewe­sen wäre. Der typ­is­che Wan­der­sound Down Under ist das “Flip Flop” der San­dalen. Es geht in Ser­pen­ti­nen steil bergab und schlussendlich über eine Brücke, bis wir am Rand des Sees ste­hen in den der Wasser­fall fließt. Es schwim­men auch ein paar Leute in dem offen­sichtlich recht kaltem See. Wir klet­tern auf den Felsen herum und machen Fotos. Ein Pfad führt auch hin­ter den Wasser­fall. Über ca. 450 Stufen geht es zurück nach oben zum Aus­sicht­spunkt.

Es ist schon spät und wir fahren weit­er Rich­tung Byron Bay. Heute Nacht schlafen wir an einem Rug­by­platz mit Vere­in­shaus aus dem laute Musik erschallt. An der Par­ty dür­fen wir lei­der nicht teil­nehmen, bekom­men aber zwei Six­packs Bier aus der Bar.

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