Neuseeland: Mit Keas auf dem Avalanche Peak

Posted: 6. März 2008 by Annika

Früh am Mor­gen gehe ich zur Vis­i­tor Infor­ma­tion um Wet­ter­in­for­ma­tio­nen einzu­holen und die prak­tis­che „Inten­tion card“ auszufüllen. Dort trägt man Namen, Pläne, Not­fal­lkon­tak­te sowie Rück­kehrda­tum ein und sollte man nicht am entsprechen­den Datum zurück­kehren, dann wird eine Suche ges­tartet. Sollte man bere­its die Klippe hin­unter gestürzt sein, bringt das freilich nichts mehr, in den meis­ten anderen Fällen kann das jedoch hil­fre­ich sein – vor allem wenn man alleine ist und kein­er weiß wohin man gegan­gen ist.

In der Mor­gen­sonne und rel­a­tiv klar­er Sicht steige ich den Weg bis zur Baum­gren­ze hin­auf, reich­lich Felsen liegen im Weg, doch wer glaubt, dass es bis hier­hin steil war, der ken­nt den Rest des Weges noch nicht.

Mehr klet­ternd als laufend macht man den Weg über Felsen und über den Bergkamm hin­auf. Tiefe Abgründe tun sich neben einem auf, die einen daran erin­nern seine Füße vor­sichtig zu set­zen. Pos­i­tiv zu ver­merken ist, dass dieser Aus­blick keine Höhenangst mehr bei mir auslöst.

Die Aus­sicht­en sind großar­tig. Man sieht den nahe gele­ge­nen schneebe­deck­ten Mt Cas­sidy und das Tal in dem Arthur’s Pass Vil­lage liegt sowie die Devil’s Punch­bowl und Bridal Veil Falls.

Hier oben begeg­nen einem neugierige Keas, grüne Berg­pa­pageien mit orange-blauen Flügeln. Sie knab­bern alles an, was nicht niet- und nagelfest ist. Hier sitze ich mit zwei Fran­zosen und einen Amerikan­er und beobachte die lusti­gen Vögel. Ziem­lich kalt ist es hier oben und die Kälte lässt mich bald voran schreiten.

Lei­der ziehen dichte Wolken vorüber, die mir die fan­tastis­che Sicht von zuvor rauben. An der Spitze des Avalanche Peaks (1.885m) ange­langt, kann ich für einige Sekunde die Aus­sicht auf die andere Seite genießen, den Gletsch­er und das tiefe Tal zu meinen Füßen. Lange warten auf bessere Aus­sicht­en lässt sich hier oben nicht arrang­ieren, denn es ist sehr kalt.

Mit einem älteren Paar mache ich mich auf den Weg durch die Wolken nach unten, weil ich doch ein biss­chen Angst davor habe bei der Sicht allein zu gehen. Der Weg nach unten geht recht flott und nach 5 ½ Stun­den habe ich den Weg gemeistert.

Kurz­er Besuch im Infor­ma­tion­scen­ter um zu bestäti­gen, dass ich wohlbe­hal­ten zurück bin, und dann falle ich schnell in Schlaf. Der Weg war doch recht anstrengend.
Im Vis­i­tor Book des Hos­tels lese ich, dass einige diesen Track bei Schnee gemacht haben. Verrückt.

 

Wasser­fälle
Strahlen­der Son­nen­schein begrüßt mich am näch­sten Mor­gen und ich mache mich auf den Weg die Avalanche Creek Falls anzuschauen.

Danach steige ich zu den Devil’s Punch­bowl Falls hin­auf. Hier hat man Aus­blick auf einen ziem­lich hohen Wasser­fall. Gle­ich darauf laufe ich den Bridal Veil Track. Der Weg ist um einiges schön­er als der andere, durch wild roman­tis­chen Buchen­wald und an kleinen Wasser­fällen vor­bei. Allerd­ings ist der Aus­blick auf die Bridal Veil Falls viel zu weit weg und man sieht nicht sehr viel.

Mit­tags mache ich mich dann auf Rich­tung Christchurch. Dabei fahre ich über den Arthur’s Pass, unglaublich schöne Land­schaft. Ständig muss man anhal­ten um ein Foto von der tollen Berg­land­schaft zu machen.

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Auf dem Weg halte ich am „Cave Stream Scenic Reserve“ an. Hier kann man eine Höh­le erforschen, was ich allerd­ings unter­lase, da man bis zur Hüfte im Wass­er ste­hen würde. So genieße ich die umgebene Land­schaft, den Fluss und die Steine. Was für ein Paradies!

Dann fahre ich nach Christchurch. Erster Ein­druck: groß und voll. Der stark­er Verkehr über­fordert mich nach Monat­en der ein­samen Straßen ein biss­chen und ich ver­fahre mich x‑mal bis ich den Back­pack­er finde. Dann laufe ich in die Stadt um das kosten­lose W‑LAN der Bib­lio­thek zu nutzen.

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