Bärenwald Müritz: Zu Besuch bei den Bären

Posted: 24. August 2021 by Annika

Im Bären­wald Müritz leben 15 Braun­bären, die größ­ten­teils aus prekären Ver­hält­nis­sen stam­men — aus Wildge­he­gen, Zoos oder dem Zirkus. Hier find­en die Bären ein natur­na­h­es Zuhause in bewalde­ten Gehe­gen, wo sie ihre Instink­te wieder­ent­deck­en und ihr natür­lich­es Ver­hal­ten ausleben kön­nen — umher­streifen, sich zurückziehen, Höhlen graben, im Teich baden oder in Win­ter­ruhe gehen. Der Bären­wald Müritz in Meck­len­burg-Vor­pom­mern ist das größte Bären­schutzzen­trum in Wes­teu­ropa, das ein Tier­schutzpro­jekt von “Vier Pfoten” ist.

Ein zwei Kilo­me­ter langes Wegenetz führt durch den Bären­wald und an den sieben Gehe­gen ent­lang. Die Gehege bieten den Bären einen Leben­sraum, der ihren natür­lichen Ansprüchen entspricht. Die Anlage umfasst ins­ge­samt 16 Hek­tar und jed­er Bär hat etwa 5.000 Quadrat­meter zur Ver­fü­gung. Mis­chwald, Wiesen­flächen, ein natür­lich­er Bach­lauf, große Teiche und Beschäf­ti­gungsmöglichkeit­en sind für die Bären frei zugänglich. So haben wir span­nende Ein­blicke in das Leben der Braunbären.

Es gibt jedoch keine Garantie auf Bären­sich­tun­gen. Die Braun­bären haben ihren eige­nen Tagesablauf in den Besuch­er einen Ein­blick bekom­men. Wir sehen jedoch acht der 15 Bären. Sie ver­brin­gen den größten Teil des Tages mit der Suche nach Fut­ter, das die Bärenpfleger im Gehege ver­steck­en. Rund 80% der Bären­nahrung beste­ht übri­gens aus Obst und Gemüse. Wusstet ihr dass der Geruchssinn von Bären zu den aus­geprägtesten im Tier­re­ich gehören? Sie riechen fünf­mal bess­er als ein Hund. Sie sind in der Lage Aas aus ein­er Ent­fer­nung von bis zu 19km zu erschnuppern.

Bärenbeoachtungen

Manch­mal streift ein Bär bei der Suche am Zaun vor­bei oder sie schlafen unweit vom Zaun ent­fer­nt im Gras. Ein biss­chen Zeit muss man schon mit­brin­gen um möglichst viele Bären zu sehen. Wir bleiben länger an manchen Gehe­gen ste­hen um die Bären zu beobacht­en oder auf sie zu warten und laufen sog­ar zweimal die Gehege ab. Das Fell der so flauschig ausse­hen Bären ist übri­gens in Wahrheit gar nicht kusche­lig weich, son­dern eher fest und hart. Die Geschicht­en der Bären sind trau­rig, die meis­ten stam­men aus engen Betonkä­fi­gen ohne Rück­zugsmöglichkeit­en oder einem Stück Grün­fläche. Eine alban­is­che Braun­bärin ver­lor sog­ar das linke Vorder­bein, höchst­wahrschein­lich durch einen Schuss, den jemand auf sie abgab. Lei­der kön­nen Bären aus Gefan­gen­schaft nicht mehr aus­gewil­dert wer­den, da sie zu sehr vom Men­schen abhängig sind und in freier Wild­bahn nicht über­leben kön­nten. Oft lei­den sie auch an Verhaltensstörungen.

 


Bären­wald Müritz
Am Bären­wald 1, 17209 Stuer

Öff­nungszeit­en:
15. März bis 31. Okto­ber: 9–18 Uhr, Ein­tritt 11€
01. Novem­ber bis 14. März: 10–16 Uhr, Ein­tritt 6,5€

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