Steilküste hinter Poo

Camino del Norte: Der spanische Küstenweg — Teil 2

Posted: 14. November 2021 by Annika

Der zweite Teil des 830km lan­gen Camino del Norte, einem der Jakob­swege, von Pen­du­e­les bis San­ti­a­go de Com­postela. Weit­er geht’s mit wun­der­schö­nen Küsten­land­schaften, idyl­lis­chen Wald- und Wies­ngelände und kleinen Fis­ch­er­städten. Hier geht’s zum ersten Teil von Irun bis Pendueles.

14. Tag: Eine Aussicht toppt die andere — Pendueles bis Naves

7h / 29,7km / 528hm

Wir kom­men heute erst spät los, es ist bere­its 9 Uhr als wir starten. Wir ver­lassen Pen­du­e­les und gelan­gen auf eine Schot­ter­straße bergab zu einem kleinen Sand­strand und an einem Camp­ing­platz vor­bei. Dann geht’s wieder steil nach oben, immer auf dem Schot­ter­weg. An Schäfchen vor­bei, immer die Berge der Picos de Europa im Blick. Im Auf und Ab wan­dern wir bis zu den Blow­holes “Bufanes de Are­nil­las”. Lei­der schießt das Wass­er hier nur bei sehr unruhi­gen Meer durch die Löch­er in die Höhe. Heute sind keine Fontä­nen zu sehen. Trotz­dem hören wir das Meer laut in den Höhlen grollen und die Küsten­land­schaft ist sehr schön.

Wir gehen bergab bis zum hüb­schen Fluss Rio Purón, wo wir einen Rad­fahrer tre­f­fen, der auf ein­er 10.000km lan­gen Tour ist. Lei­der reicht mein Spanisch nicht um Näheres zu erfahren. Daraufhin müssen wir wieder aufwärts, durch den Ort Andrín und weit­er bis zu einem Pass auf 130m Höhe von dem wir eine wun­der­schöne Aus­sicht auf einen Strand unter uns haben. Wir machen eine Pause auf ein­er son­ni­gen Wiese und gehen dann weit­er auf einem Pfad abseits der Straße bis wir wieder auf sie stoßen und an ihrem Rand bis nach Cué laufen. Wir entschei­den nicht weit­er über die doch recht befahrene Straße nach Llanes zu gehen, son­dern nehmen einen Wald­weg zum orig­i­nalen Camino hinüber querend, der uns bergauf und schließlich über Straße nach Llanes führt.

Nach ein­er Pause gehen wir zu den Ruinen ein­er Kirche und dann hin­auf zur alten Stadt­mauer. Und hier hat man wirk­lich die schön­sten Blicke auf Llanes, den Stadt­strand und das Meer um uns herum. Statt dem offiziellen Camino zu fol­gen bleiben wir direkt an der Küste. Hier toppt eine Aus­sicht die andere, kleine Bucht­en wer­den sicht­bar, Felsin­seln im Wass­er und immer wieder die steil ins Meer abfal­l­en­den Felsen. Wir kön­nen uns an soviel Schön­heit kaum satt sehen und so brauchen wir für den Weg recht lange. Man kön­nte denken Küste ist Küste, aber tat­säch­lich sieht es immer wieder anders und traumhaft schön aus.

So gelan­gen wir bis zum Strand von Poo (ja, der Ort heißt echt so), wo wir anstatt den Umweg über die Brücke im Lan­desin­neren zu nehmen über den bei Ebbe flachen Fluss auf die andere Seite gehen wo wir dann wieder auf den Camino stoßen. Auf der anderen Seite geht’s weit­er an der Küste bis zu der Ruine ein­er kleinen Kapelle und weit­er nach Celo­rio, wo wir nochmal Pause am Strand machen. Dann wan­dern wir weit­er an der Straße ent­lang, vor­bei an eini­gen Camp­ing­plätzen bis nach Bar­ru. Es ist nun schon spät gewor­den und wir fan­gen an uns zu sputen, da unsere Unterkun­ft aus irgen­deinem Grund den Check-in nur bis 18 Uhr anbi­etet. Wir kom­men an der malerisch am Wass­er gele­ge­nen Kirche Nues­tra Seño­ra de los Dolores de Bar­ru vorbei.

Wir queren eine Brücke und gelan­gen über einen kleinen Höhen­zug nach Niem­bro. Von hier geht’s immer weit­er san­ft bergauf bis auf 85m und dann steil hinab zu den Ruinen eines alten Klosters. Nun wan­dern wir an der Straße weit­er in Auto­bahn­nähe, vor­bei am Ste­in­strand Playa de San Antolin de Bedón und unter der Auto­bahn hin­durch bis nach Naves, wo wir nach fast 30km in unser­er Unterkun­ft ankom­men. Deut­lich teur­er als son­st, aber die einzig ver­füg­bare Unterkun­ft in der Gegend. Preis-Leis­tung war aber gestern mit nur der Hälfte des Preis­es (35 Euro im Dop­pelz­im­mer) deut­lich bess­er. Zum Aben­dessen gehen wir in eine nahe Bar und Side­ria, wo sie ihren eige­nen Cider (Apfel­wein) verkaufen und ihn typ­isch region­al aus ein Meter Höhe ins Glas ein­schenken. Das sieht nicht nur lustig aus, son­dern soll erst durch das harte Auftr­e­f­fen im Glas sein volles Aro­ma ent­fal­ten. Die ganze Flasche kostet ger­ade mal 2,80 Euro.

 

15. Tag: Stadt, Land, Meer — Naves bis La Isla

7h / 33km / 532hm

Wir nehmen ein gutes Früh­stück unter­halb des Hórre­os der Unterkun­ft ein. Diese Hórre­os sind frei ste­hende Korn­spe­ich­er, die zumeist auf stein­er­nen Pfeil­ern ste­hen und aus Holz gebaut sind. In Asturien sehen wir diese Spe­ich­er sehr häu­fig, fast jedes Haus scheint einen zu haben. Heute sind sie eher Kul­turgüter als tat­säch­liche Spe­ich­er. Wir ver­lassen Naves und gehen auf ein­er ebe­nen Forststraße an Pfer­dekop­peln vor­bei. Der Wind ist heute sehr warm, sodass wir das Gefühl haben von einem Föhn ange­pustet zu wer­den. So gelan­gen wir an den Rand von Vil­la­hormes. Ein schön­er Wald­weg führt uns ansteigend bis nach Nue­va, wo wir Pro­viant im Super­markt kaufen.

Wir unter­queren die Auto­bahn und gelan­gen über einen Wald­weg zu ein­er steilen Wiese, die hin­auf zu ein­er Kirche führt. Über einen Feld­weg geht’s im Auf und Ab bis zur Straße nach Rib­ade­sel­la. Wir steigen durch enge Gassen hinab bis in den Stadtk­ern, über­queren die Brücke und gehen zum Strand von San­ta Mari­na, wo wir nach 17km eine Mit­tagspause machen. Während­dessen tauchen im Osten Nebelschwaben über dem Berg auf und ver­schluck­en ihn schon bald.

Wir gehen an der Prom­e­nade ent­lang und ver­tun uns dann ein wenig. Statt ger­adeaus über den Kreisverkehr zu gehen biegen wir rechts ab und fol­gen der Straße bergauf nach Tereñes, was wir erst merken als wir schon fast oben sind. Wir entschei­den weit­er zu gehen und fol­gen der Straße weit­er Rich­tung Abéu. Wir gelan­gen auf eine Hochebene mit schönem Blick auf die Berge. Alleine dafür hat sich der Umweg schon gelohnt. Wir zweigen dann auf einen Wald­weg nach rechts ab und kürzen so nach Vega ab, wo wir wieder auf den Camino stoßen.

Wir gelan­gen zum Strand von Vega. Über einen Wiesenpfad geht’s wieder hin­auf und wir genießen die Aus­sicht auf die Küste auf ein­er Wiese für ein paar Minuten. Dann kom­men wir zur Straße, die unan­genehm eng ist und kaum Seit­en­streifen hat. Glück­licher­weise zweigt bald wieder ein Weg nach rechts ab, der uns wieder bergauf auf eine Anhöhe führt von der wir wieder eine schö­nen Aus­blick auf die Küste haben. Lei­der fängt es an zu reg­nen und wir haben nur noch wenig Augen für die Aus­sicht. Wir stellen uns unter einem Baum unter bis der Regen aufhört.

Wir kom­men zum schö­nen Playa de Espasa. Über den Fluss gehen wir dann an der Straße ent­lang bis zu unser­er Unterkun­ft in La Isla. Nach der Dusche und einem Sidra im Hotel beschließen wir zu einem Restau­rant zu gehen, das dann aber nicht zu existieren scheint. Zwei Kilo­me­ter umson­st gelatscht. Wir gehen wieder zum Hotel zurück und essen dort zu Abend.

16. Tag: In die Apfelhauptstadt — La Isla bis Villaviciosa

4,5h / 21km / 400hm

Heute ste­ht uns nur eine kurze Etappe bevor, da es nach Villavi­ciosa keine Unterkün­fte gibt. Kurz nach unserem Hotel biegen wir links auf einen hol­pri­gen Waldp­fad ab. Weit­er geht’s auf ein­er Straße an Mais­feldern, Apfel­bäu­men, Wei­den und vere­inzel­ten, manch­mal zer­fal­l­enen Häusern vor­bei. So wan­dern wir nach Col­un­ga, wo wir uns im Super­markt ein­deck­en. Wir ver­lassen die Stadt schnell wieder und gehen an Apfel­bäu­men, Mais und Kühen vor­bei. Wir wan­dern unter der Auto­bahn durch, dann windet sich die Straße langsam bergauf durch eine Sied­lung auf 90m. Nun kommt auch die Sonne raus.

Wir kom­men durch idyl­lis­che hügelige Land­schaft bergab in ein Tal hinein. Ich ver­mute jedoch, dass wir wieder bergauf müssen um aus dem Tal wieder her­auszukom­men. So ist es dann auch. Wir gehen durch eine weit­ere Sied­lung am Tal­bo­den, nur um dann aber­mals bergauf auf 180m zu steigen. Dann fällt die Straße wieder ab in die Sied­lung Priesca mit ein­er kleinen Kirche aus dem 10. Jahrhun­dert. Jet­zt führt ein steil­er rutschiger Pfad hinab zur Straße und weit­er auf einen Wald­weg mit Bäch­lein unter der Auto­bahn hin­durch. Nun wan­dern wir abwech­sel­nd auf Wald­weg und Straße in der Nähe der Auto­bahn. Einen steilen Anstieg gibt’s auch nochmal.

Dafür haben wir noch einen schö­nen Blick auf’s Meer und einen Fluss, der unter Naturschutz ste­ht. Hier über­win­tern bis zu 150 ver­schiedene Voge­larten. Außer­dem kom­men wir an großen Apfelplan­ta­gen vor­bei. Wir gehen nochmals unter der Auto­bahn hin­durch, lei­der auf ein­er recht befahre­nen Straße ohne Seit­en­streifen bis der Camino rechts in eine kleine Straße abzweigt und uns ins Zen­trum von Villavi­ciosa bringt. Villavi­ciosa ist übri­gens die Apfel­haupt­stadt Spaniens, denn hier befind­et sich das größte Apfe­lan­bauge­bi­et. Es gibt sog­ar Wet­tbe­werbe bei denen sich die geschick­testen Cider-Eingießer (“Escan­ci­ador”) miteinan­der messen. Und in der Stadt wim­melt es ger­adezu von Sidrarias.

Wir erre­ichen unsere Her­berge und wollen nach Dusche und Wäsche dann eigentlich was trinken gehen, aber irgend­wie macht ger­ade alles zu und erst abends wieder auf. Diese spanis­chen Essen­szeit­en machen uns ver­rückt. Also ver­sor­gen wir uns im Super­markt und trinken und snack­en in der Her­berge. Abends gehen wir dann Burg­er essen. Übri­gens kann man von hier nach Oviedo abschwenken um auf den Camino Prim­i­ti­vo zu wechseln.

17. Tag: Unfreiwilliger Zero Day — Villavicicosa bis Gijon

Mor­gens sind wir noch voll motiviert nach dem bish­er besten Früh­stück mit Eiern und Speck. Schon als wir die Her­berge ver­lassen reg­net es und es wird immer mehr bis es richtig schüt­tet. Der Wet­ter­bericht ver­heißt nichts Gutes, es soll den ganzen Tag reg­nen. Nach­dem wir uns schon im Super­markt ver­sorgt haben, über­legen wir hin und her was wir machen. Wir haben bere­its die Unterkün­fte in Gijon und auch den Tag danach gebucht, son­st hät­ten wir’s ein­fach aus­sitzen kön­nen. Die Aus­sicht den ganzen Tag im strö­menden Regen zu laufen ist nicht beson­ders attrak­tiv und sehen würde man auch nicht viel. Schon von dem Hin und Her in der Stadt sind wir durchnässt.

Schw­eren Herzens entschei­den wir also den Bus nach Gijon zu nehmen. In einem Café sitzen wir die Wartezeit ab und steigen dann in den Bus, der uns für 3 Euro pro Per­son in ein­er dreivier­tel Stunde nach Gijon bringt, was zu Fuß den ganzen Tag gedauert hätte. Mich fuchst es aber ganz schön, da mein Anspruch war wirk­lich alles zu laufen und es sich jet­zt wie Schum­meln anfühlt. Aber man muss auch mit dem Scheit­ern leben kön­nen. Auf der Bus­fahrt fahren wir durch teil­weise über­flutete Straßen, die von den Regen­massen zeu­gen, die hier heute herunterkommen.

Zum Glück kön­nen wir schon früh in unser Hotel in Gijon eincheck­en. Als es am Nach­mit­tag aufhört zu reg­nen erkun­den wir ein biss­chen Gijon, das allerd­ings eher eine Indus­tri­es­tadt mit wenig Charme ist. Das graue Wet­ter macht die Stadt umso tris­ter. Schön sind allerd­ings die lan­gen Sand­strände von Gijon, der Haupt­stadt von Asturien. Während des spanis­chen Bürg­erkriegs wurde die Stadt so sehr zer­stört, dass nur wenig his­torische Sub­stanz erhal­ten ist. Eine Ahnung davon ver­mit­telt die Alt­stadt auf ein­er kleinen Hal­binsel. Beson­ders malerisch ist die Igle­sia de San Pedro, die am Meer gele­gen ist. Abends kommt dann mit der Öff­nung der zahlre­ichen Restau­rants und Sidrarias Leben in die Gassen der Alt­stadt. Wir speisen heute beim Italiener.

18. Tag: Industriecharme bis Surferparadies — Gijon bis Salinas

7h / 32km / 362hm

Die ersten 4km führen heute durch tristes Stadt­ge­bi­et, dann noch tris­teres Indus­triege­bi­et. Dann geht’s zwis­chen Auto­bahn und Eisen­bahn weit­er. Wir kom­men durch die Sied­lung von Poa­ga, dann wan­dern wir steil hin­auf bis auf 165m. Von oben haben wir Aus­sicht auf die Indus­triean­la­gen von Gijon. Hochöfen wer­den stetig befeuert und Kühltürme pusten ihre Pro­duk­te in die Atmo­sphäre. Dann wird die Stei­gung san­fter und wir wech­seln auf einen Wald­weg, der uns bis auf 180m bringt. Wir kom­men in eine weit­ere Sied­lung mit Kirche, wo wir eine Pause machen.

Wir fol­gen weit­er der Straße durch offene Land­schaft bis wir wieder zur Auto­bahn gelan­gen. Hier wird’s wieder hässlich, denn es geht wieder durch schi­er end­los­es Indus­triege­bi­et. Aber bei all der Tris­theit muss man auch darüber nach­denken, das hier zusam­menge­den­gelt wird was wir tagtäglich kon­sum­ieren. Wir fol­gen nun der ras­ant befahre­nen Land­straße. Immer­hin gibt’s einen recht bre­it­en Seit­en­streifen, wohl füh­le ich mich aber trotz­dem nicht wenn die Autos vor­beirasen. Später gibt es wenig­stens einen Fußweg, die Indus­triean­la­gen für Stahl­pro­duk­tion nehmen aber kein Ende bis wir endlich die Stadt Avilés erre­ichen. In der Alt­stadt machen wir Mit­tagspause bis wir uns an die let­zten fünf Kilo­me­ter bis nach Sali­nas machen.

Wir ver­lassen Avilés bergauf, dabei haben wir Blick auf den Fluss und die Indus­triean­la­gen und bald auch auf unser Ziel, Sali­nas. Hier stechen beson­ders hohe hässliche Plat­ten­baut­en am Meer her­vor. Wieder heißt es am Seit­en­streifen ent­lang zu gehen, der hier so gut wie gar nicht vorhan­den ist und sich die Autos kaum an Tem­polim­its hal­ten. An ein­er Gabelung kom­men wir auf eine ruhigere Straße, die uns auf die Küste zu bringt.

Ein unschein­bar­er Abzweig leit­et uns in den Euka­lyp­tuswald hinein, erst ein Stück bergauf, dann auf einem steini­gen Weg bergab nach Sali­nas. Hier gehen wir direkt zur Strand­prom­e­nade und an ihr ent­lang, vor­bei an den hässlichen Hochhäusern, die wir bere­its von oben sehen kon­nten. Sie bes­tim­men das Stadt­bild und ste­hen direkt in erster Rei­he am Strand. Immer­hin ist bes­timmt die Aus­sicht gut. Zumin­d­est wenn man auf der richti­gen Seite wohnt. Wir laufen bis zum Ende von Sali­nas, wo sich unsere heutige Unterkun­ft befindet.

Sali­nas ist eine richtige Surfer­stadt und als wir abends noch einen Spazier­gang zu den Felsen am Ende von Sali­nas machen kön­nen wir einige Surfer beobacht­en. Hier ist die Küste sehr hüb­sch, große Wellen schla­gen hier an die steilen Felsen, davor die Surfer. Hier kön­nte ich lange ste­hen und beobacht­en. Wir beschließen den Abend wieder bei einem Italiener.

19. Tag: Regenschauer — Salinas bis El Rellayo

5,5h / 25km / 666hm

Nach einem üppi­gen Früh­stücks­buf­fet und dem oblig­a­torischen Super­mark­t­stopp machen wir uns auf den Weg aus Sali­nas her­aus. Dafür muss ein steil­er Anstieg bis San Mar­tin bewältigt wer­den. Schöne Aus­blicke auf die idyl­lis­che Land­schaft um uns herum macht es wieder gut. Dann geht’s erst­mal runter durch die näch­ste Sied­lung um anschließend wieder steil bergauf zu führen. Wir gelan­gen auf einen Forstweg im Auf und Ab nach San­ti­a­go del Monte mit Kirche. Die Straße bringt uns aber­mals auf einen Wald­weg, der uns steil bergab führt. Danach wieder bergauf nach El Castil­lo und bald haben wir eine schöne Aus­sicht auf den Fluss und die Burg von El Castillo.

Es geht wieder runter und über eine lange Brücke mit sehr schmalen Fußgänger­weg über den Fluss. Dann wieder steil hin­auf, dann flach­er nach Muros de Nalón. Hier haben wir nochmal einen schö­nen Aus­blick auf den Fluss und die Stadt Este­ban an der Küste. Für uns geht’s lei­der im Inland weit­er. Auf einem Wald­weg wan­dern wir erst bergab, dann langsam ansteigend bis El Pitu. Langsam fängt es leicht an zu nieseln während wir seicht bergab wandern.

Der Regen wird allerd­ings immer stärk­er und schon bald holen wir unsere Regen­hüllen für die Ruck­säcke her­vor. Wir selb­st bleiben wie wir sind und wer­den natür­lich klatschnass. Zusam­men mit kaltem Wind wird das ganz schön frisch. Für die let­zten Kilo­me­ter habe ich keine Augen mehr. Zügig wan­dern wir durch den Regen zum höch­sten Punkt des Tages auf 200m. Zwei Mal gehen wir noch unter der Auto­bahn hin­durch und schließlich bergab nach El Rel­layo, wo wir erst im Regen und ohne Handys (Dis­plays sind im Regen Mist) etwas zu tun haben unsere Unterkun­ft zu find­en. Dann kom­men wir zwar nass, aber wohlauf am Hotel an.

Ich bin froh die nassen Sachen loszuw­er­den. Dann erwartet uns aber noch eine unan­genehme Ent­deck­ung. Wir haben uns gefreut, dass wir deut­lich vor 17:30 Uhr angekom­men sind, da das Restau­rant um diese Uhrzeit schließt. Die Küche vom Restau­rant im Hotel hat aber bere­its geschlossen und es ist das einzige Restau­rant im Umkreis. Als es aufhört zu reg­nen gehen wir allerd­ings noch zum 900m ent­fer­n­ten Super­markt. Gehe niemals hun­grig einkaufen, denn ich kaufe viel zu viel was ich natür­lich niemals alles essen kann. Aber immer­hin bin ich satt.

20. Tag: Der Tag der acht Anstiege — El Rellayo bis Querúas

8h / 32,2km / 979hm

Wir ver­lassen unser Hotel heute ohne Früh­stück, weil es das erst um 9 Uhr gegeben hätte. Und nach dem gestri­gen Rein­fall erwarten wir eh nicht viel. Wir kehren auf den Wald­weg zurück. Dann gehen wir zweimal unter der Auto­bahn hin­durch und gehen dann Rich­tung Strand auf ein­er Straße an einem ehe­ma­li­gen Hotel vor­bei in dessen Restau­rant es so aussieht als hät­ten Gäste es ger­ade erst ver­lassen, denn die Tis­che sind noch eingedeckt.

Wir haben einen schö­nen Blick auf den Strand, zweigen dann aber links ab und steigen wieder aufwärts. Nach zwei Kilo­me­tern fängt es an zu reg­nen und wir stellen uns an einem Haus unter. Es dauert nicht allzu lange bis es wieder aufhört. Wir schla­gen einen Wald­weg ein und kom­men in die Sied­lung von Mumay­or. Dann geht’s bergab auf einen Wald­weg bis zur Land­straße ohne Seit­en­streifen an der wir nun bis Soto de Luiña ent­lang wan­dern. Hier machen wir eine Früh­stückspause wo es ein Riesen­baguette mit Tor­tilla gibt. Ich schaffe nicht mal meins aufzuessen.

Nun wird es anstren­gend, denn es gilt acht­mal (!) einen Hügel ab und wieder hin­aufzusteigen bis nach Cadav­e­do. Zuerst geht’s allerd­ings über Straße, die dann in einen Wald­weg überge­ht und die Auto­bahn in einem lan­gen dun­klen Tun­nel unter­quert. Nun steigen wir hinab zu einem Bach, über­queren ihn, nur um auf der anderen Seite wieder aufzusteigen. Es gilt wieder ein Stück Straße ent­lang zu gehen, dann führt uns aber­mals ein Weg nach unten. Gle­ich­es Spiel, Bach über­queren, wieder hoch. Der einzige Licht­blick ist der Playa Tayadeiro, der den Blick auf die schöne Küste frei­gibt. Strand, Rauschen von Wellen und das Kreis­chen der Möwen set­zt ein­fach Endor­phine frei und macht wahnsin­nig süchtig. Nun erhaschen wir auch immer mal wieder einen Blick auf die Küste.

Das Ganze geht bis Cadav­e­do so weit­er, von wo wir nun ohne nen­nenswerten Höhengewinn erst an der seit­en­streifen­losen Land­straße und dann auf einem rel­a­tiv par­al­lel zu ihr laufend­en Weg bis nach Querúas, wo sich unsere heutige Her­berge befind­et, gehen. Ein fan­tastis­ches Essen mit sehr gutem Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis gibt’s nicht weit davon in einem kleinen Restau­rant, wo sich Sam­stagabends die halbe Dor­fge­mein­schaft einzufind­en scheint. Hier ler­nen wir auch Tina und Anja aus Deutsch­land ken­nen, die wir daraufhin immer mal wieder tre­f­fen werden.

21. Tag: Hügeliges Küstenvorland — Querúas bis La Colorada

6,5h / 29km / 612hm

Nach einem guten Früh­stück in der Her­berge machen wir uns auf den Weg zurück zur Straße. Es gilt über zwei große Kreisverkehre zu gehen, dann geht’s über eine kleine Straße und einen Wald­weg abwärts die große Straße abkürzend. Schließlich lan­den wir wieder auf der großen Straße und gehen bis zum Hotel Canero. Nun steigen wir sehr steil durch den Wald bergauf, dann weit­er auf ein­er par­al­lel zur Auto­bahn ver­laufend­en Straßen, die sie bald über­quert. Teils auf Wald­we­gen, teils an der Straße gelan­gen wir bis zur Sied­lung Bar­cia und schließlich nach Luarca.

Luar­ca liegt auf Meereshöhe an einem Fluss nahe des Meeres und schmiegt sich malerisch in eine von steilen Hän­gen umgebene Bucht. Die Stadt behei­matet einen der wichtig­sten Fis­cher­häfen Asturiens. Wir kom­men von oben und haben eine hüb­sche Aus­sicht auf die Stadt. Viele Trep­pen führen uns nach unten und dann über die Brücke ins Zen­trum. Bis hier­her waren’s 10km und wir haben uns eine Pause ver­di­ent, die wir in einem Café an einem großen Platz verbringen.

Nun geht’s wieder 70 Höhen­meter rauf und wir bekom­men nochmal gute Blicke auf Luar­ca. Wir kom­men an ein­er Ruine ein­er Kirche aus dem 10. Jahrhun­dert vor­bei und fol­gen einem ansteigen­den Feld­weg bis in kleine Sied­lun­gen. Dann fol­gen wir wieder ein­er Forststraße steil­er bergauf bis auf 190m. Sie steuert auf die Küste zu und bietet schöne Weit­blicke. Dann fällt sie ab und wird zu einem schmalen und steini­gen Pfad. Ein kurzes Stück an der Land­straße bis wir nach Rio Barayo kom­men. Hier machen wir nach 21km eine weit­ere Pause im Schatten.

Glück­licher­weise ist es mit­tler­weile nicht mehr so heiß wie am Anfang unser­er Tour. Statt 30°C sind’s nur noch 21°C, was sich gut ertra­gen lässt. Beim Weit­er­weg nimmt uns wieder ein Feld­weg auf, der uns nach Vil­lape­dre führt, wo es gle­ich zwei Cafés gibt, wo wir eine Cola Pause machen. Viele Pil­ger ras­ten hier, aber wir ken­nen keinen von ihnen. Es geht weit­er unter der Eisen­bahn hin­durch, dann wird die Straße zu einem Feld­weg, der zu einem Pfad wird, der zu ein­er Bach­brücke absteigt. Der Weg führt dann wieder hin­auf nach Piñera, über die Gleise und an ein­er pit­toresken Kirche vor­bei bis zur Land­straße, der wir kurz fol­gen bis wir wieder auf einen Waldp­fad abzweigen. Der wird zu einem Feld­weg durch Brennnes­seln bis zur Straße auf der wir wieder durch kleinere Sied­lun­gen bis nach La Col­ora­da gelan­gen, unserem heuti­gen Ziel.

22. Tag: Der letzte Tag an der Küste — La Colorada bis Villadun

8,5h / 37,8km / 525hm

Heute kom­men wir tat­säch­lich vor 8 Uhr los. Der Camino liegt direkt vor der Haustür und leit­et uns von der Straße weg auf einen Feld­weg. Dann geht’s über Neben­straßen die 1,6 Kilo­me­ter bis nach Navia, wo wir Früh­stückspause machen. Es ist noch vor 9 Uhr, also ver­schieben wir den Super­mark­teinkauf auf die näch­ste größere Stadt in 10 Kilo­me­tern. Über die Brücke ver­lassen wir Navia wieder. Auf der anderen Seite geht’s bergauf bis zu einem immer steil­eren Feld­weg, der von Mais­feldern gesäumt ist. Wir kom­men durch eine Sied­lung, wo wir einen Sala­man­der ent­deck­en und von der Straße in Sicher­heit bringen.

Wir fol­gen der leicht ansteigen­den Straße bis zu ein­er Auto­bahn­brücke. Von nun an wan­dern wir abwech­sel­nd über Feld­wege und Straße, immer in der Nähe der Land­straße, bis nach La Cari­dad, wo wir einkaufen. Da es später reg­nen soll beeilen wir uns weit­erzukom­men um vorher möglichst viele Kilo­me­ter zu machen. Über Neben­straßen erre­ichen wir Valde­pares, wo uns der Regen erwis­cht. Wir har­ren unter Bäu­men aus und tat­säch­lich dauert der Schauer nicht lange und wir gehen weiter.

Wir fol­gen nicht dem offiziellen Jakob­sweg, son­dern gehen an die Küste über einen Feld­weg bis zum wun­der­schö­nen Cabo Blan­co mit seinen faszinieren­den Fels­for­ma­tio­nen. Langsam kommt auch die Sonne wieder raus und erfüllt die Szener­ie mit Leben. Kraftvoll brechen sich die Wellen an den Felsen. Auch ein klein­er Canyon find­et sich hier. Von nun an fol­gen wir direkt der Küste bis zum näch­sten High­light — dem Pun­ta de la Atalya, wo es eben­falls eine atem­ber­aubende Aus­sicht gibt. Früher gab es hier sog­ar Siedlungen.

Weit­er geht’s an der Küste bis zum Playa de Por­cia, der von einem Fluss geteilt wird. Um zur Brücke über den Fluss zu gelan­gen bedarf es eines kleinen Umwegs über Por­cia. Hin­ter Por­cia muss man sich entschei­den ob man die Vari­ante an der Küste über Tapia de Casariego macht oder dem Weg lan­dein­wärts fol­gt. Wir entschei­den uns natür­lich für den Küstenweg.

Dann fol­gen wir der Straße bis in die Stadt Tapia de Casariego, wo wir Cola­pause machen. Auch hier gibt es schöne Strände und wir gehen an die Küste statt dem Camino zu fol­gen. Wir über­queren einen Fluss am Playa de los Cam­pos und steigen dann bergauf bis zu einem Camp­ing­platz. Dann geht’s durch Mais­felder zum kleinen Playay de la Palo­ma. Wir fol­gen der spek­takulären Küste immer weit­er bis zum wun­der­schö­nen Playa de Serantes.

Wir wan­dern wieder ein Stück lan­dein­wärts um wieder zwei Flüsse auf Brück­en über­queren zu kön­nen. Mit­tler­weile haben sich hin­ter uns dun­kle Wolken aufgetürmt, die sich in der Ferne bere­its abreg­nen. Wir sputen uns dem Unwet­ter davon zu laufen und tat­säch­lich schaf­fen wir es trock­en bis nach Vil­ladun, dem Ort unser­er heuti­gen Unterkunft.

Kurz darauf reg­net es dann doch noch und wir wollen ger­ade essen gehen — zu dem einzi­gen geöffneten Restau­rant weit und bre­it, das am Strand von Penar­ron­da liegt. Unsere Her­bergs­dame schlägt dann total lieb vor uns mit dem Auto dor­thin zu fahren. So kom­men wir trock­en zum Restau­rant, wo sog­ar eine schwarze Katze herum schle­icht. Beim Essen haben wir einen schö­nen Blick auf den Strand zu dem wir danach hin­unter gehen um ihn noch ein wenig zu erkun­den. Der Regen hat aufge­hört und hüb­sche rosa Wolken ste­hen am Hor­i­zont. Dies wird unser let­zter Strand auf dem Camino del Norte sein, denn von nun an dreht der Weg lan­dein­wärts Rich­tung San­ti­a­go de Com­postela. Wir sind also auf der Ziel­ger­aden. So lassen wir mit einem Spazier­gang zurück zum Hotel den Abend ausklingen.

23. Tag: Einmarsch nach Galizien — Villadun bis Vilanova de Lourenzá

7h / 31,6km / 793hm

Nach einem guten Früh­stück (lei­der wieder erst um 9 Uhr) starten wir auf der Straße, die sich dann an die Auto­bahn annähert und dann auf einem getren­nten Fußweg über die 600m lange Brücke, die uns 35m über dem Ria de Rib­adeo nach Gal­izien führt. Gal­izien ist unsere vierte und let­zte Region in Spanien. Seine Haupt­stadt ist das Ziel: San­ti­a­go de Com­postela. Hier find­et man auch gle­ich die gal­izis­chen Meilen­steine, die die restliche Ent­fer­nung nach San­ti­a­go auf drei Nachkom­mas­tellen genau angeben. Von der Brücke haben wir einen schö­nen Blick auf die Küste auf der einen und die Berge und davor wabernde Wolken­fet­zen auf der anderen Seite.

Wir gehen durch Rib­adeo hin­durch, kaufen kurz ein, gehen an ein­er Kirche und einem großen Platz vor­bei und wieder hin­aus aus der Stadt. Auf der gal­izis­chen Seite gehen wir bergauf und haben beste Aus­sicht auf den Hafen und die riesige Brücke. Nun heißt es endgültig Abschied von der Küste nehmen, was dur­chaus etwas emo­tion­al stimmt. Jed­er Tag am Meer war unab­hängig vom Wet­ter wahnsin­nig wun­der­bar. Der Weg steigt an bis auf 160m und bleibt dann etwa auf gle­ich­er Höhe. Hier tre­f­fen wir den Dänen Hel­mut, der her­vor­ra­gend Deutsch kann und mit dem wir von nun an zusam­men gehen. Wir wan­dern wieder ein Stück hinab und wir erre­ichen den Ort Vilela, von wo es noch ein Stück bergauf bis zur Bar A Pena geht, wo wir eine Cola­pause machen. Der Höhen­weg führt uns nun vor­bei den Euka­lyp­tuswäldern, Feldern, Wei­den und vere­inzel­ten Höfen nach O Vilar und weit­er bis zu ein­er Kirche mit Bänken, wo wir Mit­tagspause machen.

Nun begin­nt der große Anstieg bis auf 360m. Mal auf Forstwe­gen, mal auf kleinen Straßen wan­dern wir durch licht­en Euka­lyp­tuswald und ab und an ergeben sich schöne Blicke auf die grü­nen Hügel um uns herum. Auf einem Feld­weg erre­ichen wir ein Tal, das wir als näch­stes durch­wan­dern. Auf der anderen Seite kön­nen wir bere­its den höch­sten Punkt mit der Stadt Vil­a­martin Grande sehen. Zuerst geht’s aber weit­er bergab bis in die Tal­sohle mit dem Ort Vil­a­martin Pequeno. Dann steigen wir wieder hin­auf auf 340m und erre­ichen Vil­a­martin Grande. Hier ver­ab­schieden wir uns von dem Dänen, mit dem der Weg bis hier­her sehr kurzweilig war. Er weiß ziem­lich viel über Deutsch­land und ist schon 11 Caminos gelaufen. Er ist bere­its in Tapia ges­tartet und hat nun schon 30km hin­ter sich.

Nun geht’s wieder runter bis nach Gondán und weit­er nach San Xan, das auf 56m liegt. Dann biegen wir nach Vilano­va de Louren­zá ab und gehen auf Forststraße durch Euka­lyp­tuswald wieder steil bergauf auf 230m, dem let­zten Anstieg für heute. Ohne Aus­sicht geht’s dann wieder bergab bis wir die Straße hinein nach Vilano­va de Louren­zá erre­ichen, unserem heuti­gen Ziel.

In der Her­berge tre­f­fen wir wieder auf Tina und Anja, die wir bere­its vor ein paar Tagen ken­nen­gel­ernt haben und unter­hal­ten uns auf der Ter­rasse der Her­berge während wir unsere Wäsche waschen. Was übri­gens kein Prob­lem ist, denn bish­er hat­ten alle Her­ber­gen Waschmas­chine und Trock­n­er. Dann gehen wir essen und tre­f­fen dabei über­raschend wieder auf den Dänen, der bis hier­her mit dem Taxi gefahren ist, weil die Her­berge in die er wollte bere­its voll war.

Spon­tan loslaufen und sehen wie weit man am Tag kommt ist zwar echt schön, aber wie man sieht funk­tion­iert das nicht immer und man muss dann weit­er­laufen. Da wir wo es geht auch auf Dop­pelz­im­mer wert leg­en buchen wir einen Tag im Voraus. Anfangs haben wir tat­säch­lich 11 Tage im Voraus gebucht, da Ende August noch Ferien­zeit der Spanier war und die Unterkün­fte vor allem an der Küste in den beliebten Bade­orten gut aus­ge­bucht und deut­lich teur­er waren.

Das Restau­rant Mesón o Pipote scheint so ziem­lich das einzige geöffnete zu sein und heute essen wir mal ganz nach spanis­ch­er Art erst nach 21 Uhr. Es bietet ein üppiges Menü für nur 13,50 Euro an inklu­sive Weinflasche.

24. Tag: Im Land der Windräder — Vilanova de Lourenzá bis Abadín

6h / 26km / 934hm

Wir ver­lassen die Stadt und gelan­gen auf einem schmalen Waldp­fad steil bergauf bis zum Fried­hof, was noch ordentlich in den Waden ziept. Auch nach 23 Tagen spüre ich am Mor­gen noch meine Muskeln, aber ich hab nun wed­er Blasen noch Fußschmerzen wie am Anfang. Heute Mor­gen hängt der Nebel tief in den Hügeln und es wirkt eher reg­ner­isch. Wir kom­men auf eine Forststraße, die nun san­fter bergauf führt bis sie wieder steil­er wird und schließlich wieder abfällt. Wir unter­queren die Auto­bahn und kom­men durch kleine Sied­lun­gen, vor­bei an Kürbis‑, Bohnen- und Paprikafeldern. Auf der Straße geht es wieder leicht bergauf und wir erre­ichen Mon­doñe­do, wo wir eine kurze Kaf­feep­ause machen und von wo es weit­er bergauf geht. Zwis­chen­durch fängt es leicht an zu reg­nen, wir stellen uns kurz unter den Bäu­men unter bis der Schauer vorüber gezo­gen ist.

Im Auf und Ab, aber ten­den­ziell bergauf fol­gen wir der Straße an ein­samen ein­fachen Häuschen bis nach Lou­sa­da, wo wir eine Mit­tagspause machen. Um uns herum ste­hen Win­dräder auf Hügeln, die Geräusche wie Flugzeuge machen. Über­haupt fall­en mir hier die vie­len Win­drädern auf den Hügeln Spaniens auf, den­noch ist der Anteil erneuer­bar­er Energien in Spanien eher ger­ing, aber immer­hin größer als in Deutschland.

Die ganze Zeit kämpfen Regen­wolken und Sonne gegeneinan­der an und mal gewin­nt der eine, dann wieder der andere. Nun geht’s wieder stramm bergauf bis es zur Auto­bahn hin wieder abflacht und uns seicht zum höch­sten Punkt des Tages auf 565m führt. Dann wan­dern wir wieder ein Stück bergab bis es aber­mals auf 654m hin­auf geht. Jet­zt wan­dern wir nur noch bergab durch offene Land­schaft bis Gontán und schließlich nach Abadín, wo unser heutiges Ziel liegt. Bei unser­er Pen­sion liegt auch ein Restau­rant, das ein her­vor­ra­gen­des Menü für 12 Euro anbi­etet. Außer­dem gehen wir bere­its für mor­gen einkaufen.

25. Tag: Den Kühen entgegen — Abadín bis Vilalba

4,5h / 20,6km / 289hm

Heute haben wir nur 20 Kilo­me­ter vor uns, denn son­st hät­ten wir nur noch die Wahl gehabt 39 Kilo­me­ter bis Baa­monde zu laufen, was dann doch ein biss­chen zu viel ist. Mal abge­se­hen davon, dass die Unterkun­ftssi­t­u­a­tion dort eher schlecht aussieht. Deshalb gehen wir auch erst um 9 Uhr los. Wir fol­gen der Straße aus Abadín hin­aus bis wir nach rechts auf den Feld­weg ein­schwenken. Er bringt uns über einen Bach zu ein­er kleinen Straße, die in einen Wald­weg mün­det. Die Sonne kämpft sich durch die Wolken und sendet ihre Strahlen auf die Erde. Wir näh­ern uns der Auto­bahn und über­queren sie um kurz darauf unter ihr durchzugehen.

Wir kom­men durch eine kleine Sied­lung über eine Straße auf einen von Eichen und Wei­den gesäumten Weg. Dann erre­ichen wir aber­mals die Auto­bahn und kurz darauf Mar­tiñan, wo es ein Stück abseits des Weges eine Bar gibt, wo wir eine Früh­stückspause ein­le­gen. Nach einem Stück an der Straße kom­men wir zu ein­er alten Brücke, wo ein junger Mann sitzt und selb­st­gemacht­en Schmuck verkauft. Wir unter­hal­ten uns ein wenig bevor wir weit­erziehen. Über einen Feld­weg wan­dern wir weit­er. Wir tre­f­fen auf einen Trak­tor, der Kühe hin­ter sich schart und sie zu ein­er anderen Wei­de bringt. Hin­ten dran zwei Hunde, die sich um die Nachzü­gler küm­mern. Wir beobacht­en den Zug bis der Weg wieder frei ist.

Wir erre­ichen den Ort Goi­riz mit ein­er alten Kirche, wo wir Mit­tagspause machen. Heute ist es echt kühl und ziem­lich windig und bei der Kirche find­en wir ein windgeschütztes Plätzchen. Kein Ver­gle­ich zu den Tem­per­a­turen von über 30°C von vor vier Wochen. Der Herb­st zieht auch in Spanien ein. Der Weg heute ist auch leicht, es gibt kaum Stei­gun­gen. Es fol­gt eine Mis­chung aus Straße und Feld­weg an Wei­den mit Kühen, Schafen und Ziegen vor­bei bis wir Vilal­ba erre­ichen und kurz darauf unsere Unterkun­ft. Vilal­ba ist deut­lich größer als ich es mir vorgestellt habe. Heute sind wir früh am Ziel, es ist erst 14:30 Uhr. Nach ein­er Dusche kaufen wir ein — Snacks für jet­zt bis zum Aben­dessen und Pro­viant für morgen.

26. Tag: Zwei Wege — Vilalba bis Miraz

7h / 33,3km / 420hm

Auf dem Weg aus der Stadt wer­den wir auf einen schmalen Pfad zwis­chen Mauern geleit­et. Wir erre­ichen eine kleine Straße und eine Brücke bis wir auf einen Wald­weg gelan­gen, der uns unter der Auto­bahn durch­führt. Wir kom­men zur näch­sten Brücke. Dann geht’s auf einem Wald­weg durch licht­en Kiefer­n­wald, wir über­queren die Auto­bahn und erre­ichen eine Kirche mit Fried­hof. Über­wiegend auf einem Feld­weg wan­dern wir par­al­lel zur Land­straße, dann wieder unter der Auto­bahn hin­durch zur näch­sten mit­te­lal­ter­lichen Brücke.

Der Weg macht einen Bogen und leit­et uns aber­mals unter der Auto­bahn hin­durch. Auf einem Feld­weg gehen wir weit­er durch mehrere ver­streute Höfe. Oft tauchen hier senkrecht gestellte Gran­it­plat­ten als Zäune auf. Sieht nach mächtig viel Arbeit aus. Ein Stück geht’s weit­er an der Auto­bahn und schließlich nach Baa­monde, wo wir eine Pause ein­le­gen. Hier tre­f­fen wir auf zwei Deutsche mit denen wir uns unterhalten.

Nun haben wir noch 15km vor uns. Wir fol­gen der Land­straße (dies­mal mit bre­it­em Seit­en­streifen) bis zu ein­er hüb­schen Brücke. Dabei passieren wir die 100 Kilo­me­ter Marke. Nun ist San­ti­a­go nur noch drei weit­ere Tage ent­fer­nt. Es gibt auch einen schöneren Weg am Fluss ent­lang, aber das habe ich vercheckt. Wir hat­ten auch die Hoff­nung einen 100,000km Stein zu find­en, aber es gibt nur 99,9…km. Am Fluss unter­halb der Brücke machen wir eine Mittagspause.

Kurz darauf tre­f­fen wir auf eine schöne Kapelle mit­ten im Wald. Nun geht’s bergauf durch einen wun­der­schö­nen Wald. Endlich nicht mehr diese Euka­lyp­tuswälder, son­dern mit Flecht­en und Moosen bewach­sene Birken und Eichen. Nun teilt sich der Weg: Es gibt eine kürzere Vari­ante (32km) und eine län­gere (39,8km). Wir nehmen die län­gere Vari­ante nach links denn auf der kürz­eren ist die einzige Unterkun­ft aus­ge­bucht. Durch kleine Sied­lun­gen, teil­weise ver­fall­en, und abwech­sel­nd auf Sträßchen und Wald­we­gen gelan­gen wir bis nach Miraz, wo unsere heutige Her­berge ist. Nach­dem wir angekom­men sind fängt es an zu reg­nen — Glück gehabt.

27. Tag: Zum höchsten Punkt — Miraz bis Sobrado dos Monxes

5,5h / 25,7km / 476hm

Heute schaf­fen wir es mal wieder zeit­ig loszukom­men und der Mor­gen beschenkt uns mit Nebelschwaden, die mys­tisch in den Bäu­men und Hügeln hän­gen. Gle­ich nach dem Auf­bruch tre­f­fen wir auf ein bekan­ntes Gesicht und gehen ein Stück gemein­sam. Anja hat heute 40km vor sich und so tren­nen sich unsere Wege bald wieder, da sie einen flot­teren Schritt vor­legt. Hin­ter den let­zten Häuschen von Miraz steigen wir durch eine von Felsen durch­set­zte Hei­de­land­schaft leicht an. Teil­weise führt der Weg über Fel­splat­ten. Gin­ster und Kiefern säu­men den mal sandi­gen, mal grasi­gen Pfad.

Bei einem Haus gelan­gen wir auf eine ein­same Straße. Vor­bei an Feldern und Äck­ern erre­ichen wir den ersten hohen Punkt auf 640m. Die Stei­gung heute ist sehr san­ft und kaum merk­lich. Die Straße bringt uns erst bergab, dann in leichtem Auf und Ab in die Sied­lung A Rox­i­ca, wo es eine Her­berge mit Café gibt. Diese lassen wir links liegen und wan­dern über eine Kuppe zur näch­sten Sied­lung. Dann geht’s kurz auf einem Schot­ter­weg bergauf bis wir wieder auf die Straße stoßen.

Es fängt an zu reg­nen und wir warten den Schauer kurz unter einem Baum ab. Kurze Zeit später fängt es wieder an zu reg­nen und wir stellen uns bei ein­er über­dacht­en Bushal­testelle unter. Ob hier jemals ein Bus hält? Es wirkt ganz schön ein­sam. Wir gelan­gen durch weit­ere kleine Sied­lun­gen bis zu ein­er Forststraße, die uns zur Land­straße bringt. Hier gibt es einen beque­men sep­a­rat­en Fußweg neben der Straße. Wieso kann es das nicht immer geben anstatt auf Straßen ohne Seit­en­streifen gehen zu müssen?

Auf diesem Weg erre­ichen wir den höch­sten Punkt der gesamten Tour auf 710m. Es ist aber sehr unspek­takulär, keine Aus­sicht, nur die Straße und Bäume neben uns. Auf fast fünf Kilo­me­tern geht’s an der Straße ent­lang bis zu einem Ort mit zwei Bars und wir bei ein­er einkehren. Danach schwenkt der Weg nach rechts auf eine kleine Straße und auf einem Feld­weg vor­bei an ein­er archäol­o­gis­chen Stätte, von der wir nicht mehr als ein paar Felsen sehen. Der Feld­weg ist teil­weise matschig vom Regen. Wir erre­ichen wieder die Land­straße an der wir nun wieder knapp zwei Kilo­me­ter ohne Fußweg ent­lang laufen.

Wir kom­men an einem hüb­schen See vor­bei und gelan­gen dann nach Sobra­do dos Monx­es, das ein großes Kloster behei­matet. Das Kloster hat auch eine Her­berge, die aber derzeit geschlossen ist. Wir erkun­den ein wenig das Klostergelände und begeben uns dann zu unser­er Unterkun­ft in der Stadt.

28. Tag: Ruhe vor dem Sturm — Sobrado dos Monxes bis Salceda

7h / 34,2km / 510hm

Wir schaf­fen es heute wieder zeit­ig los und nehmen nur Kaf­fee und Tee zu uns. Dann gehen wir ein Stück an der Land­straße ent­lang und haben einen schö­nen Rück­blick auf Sobra­do mit dem großen Kloster. Wir wech­seln auf eine kleine Straße auf der wir durch eine kleine Sied­lung kom­men. Dann nimmt uns ein ansteigen­der Feld­weg auf. Wir tre­f­fen wieder auf die Land­straße, ver­lassen sie aber schnell auf einen Wald­weg nach rechts. Wieder auf der Straße gelan­gen wir in die näch­ste Sied­lung und durch Wald und Wiesen nach Madelos.

Der Weg führt nun bergab, dann im leicht­en Auf und Ab durch einen licht­en Euka­lyp­tuswald. Wir erre­ichen wieder die Land­straße und die Ortschaft As Corre­doiras, wo wir kurz in ein­er Bar einkehren. Weit­er geht’s an der Land­straße bis wir auf kleinere Straße abzweigen und einen weit­en Bogen zurück zur Land­straße schla­gen. Wir über­queren sie nur kurz und fol­gen der kleineren Straße durch eine weite, land­wirtschaftliche Region. Zwis­chen kleinen Wald­stück­en liegen Wei­den und Felder. Zwis­chen­durch machen wir eine frühe Mit­tagspause.  So erre­ichen wir das Stadt­ge­bi­et von Arzua.

Hier tre­f­fen gle­ich mehrere Caminos aufeinan­der — Camino del Norte, Camino Francés und Camino Prim­i­ti­vo — und teilen sich den Rest des Weges nach San­ti­a­go. Es wird nun also deut­lich voller wer­den, aber dafür gibt es auch viele Unterkun­ftsmöglichkeit­en. Wir kaufen ein biss­chen für mor­gen ein und kehren in ein Café ein.

Nun liegen noch 11km vor uns. Weit­er geht’s auf einem Wald­weg, der von Eichen gesäumt ist und uns durch den Wind mit ihren Eicheln von oben tor­pediert. Nur kurz gehen wir auf Straßen, die meiste Zeit ver­läuft der Weg durch schö­nen Wald. Gegen Ende fängt es leicht an zu nieseln, aber dann erre­ichen wir auch schon Sal­ce­da und die Land­straße. Kurz darauf kom­men wir an unser­er heuti­gen Unterkun­ft an.

29. Tag: Auf der Zielgeraden — Salceda bis Santiago de Compostela

5,5h / 27km / 415hm

Wir laufen um 8 Uhr los als es ger­ade hell wird. Anfangs sind wir noch alleine unter­wegs, aber bald wer­den es immer mehr Men­schen, es ist eine richtige Ameisen­straße. Dage­gen war der Camino del Norte bish­er ein­sam. Es ist ein richtiger Kul­turschock. Wir kom­men aus dem “Hola-” und “Buen Camino”-Sagen gar nicht mehr raus. Wenn das auf dem Camino Francés, der beliebteste Jakob­sweg, jeden Tag so ist, hätte ich ja keine Lust darauf. Tat­säch­lich gehen 55% der Pil­ger den Francés. Den Camino del Norte gehen ver­gle­ich­sweise nur 5%. Aber es gehen wohl viele auch nur die let­zten 100km des Caminos, sodass es deut­lich voller wird auf dieser Strecke. Man braucht näm­lich nur 100km zu Fuß gelaufen oder 200km mit dem Fahrrad gefahren zu sein um die Com­postela zu bekommen.

Der Weg führt uns heute größ­ten­teils durch schö­nen Wald und nur wenig auf Straßen. So erre­ichen wir Ame­nal, wo wir in ein­er der zahlre­ichen Bars auf dem Weg einkehren. Nun sind es noch 16km bis San­ti­a­go. Im Wald geht es erst­mal hin­auf. Auf der Anhöhe stoßen wir auf den Flughafen von San­ti­a­go. Wir gehen wieder leicht bergab bis nach Lava­col­la. Eine Straße führt uns wieder bergauf bis zum höch­sten Punkt auf 390m, dem Monte do Gozo. Wir über­queren die Auto­bahn und gelan­gen nun ins Stadt­ge­bi­et von Santiago.

Wir laufen durch die Gassen bis zu einem Tor wo eine Dudel­sack­spielerin den Sound­track zu unser­er Ankun­ft liefert. So erre­ichen wir nach 834 Kilo­me­tern die Kathe­drale von San­ti­a­go. Der Moment ist dieses Jahr emo­tionaler als let­ztes Jahr nach dem por­tugiesis­chen Jakob­sweg, sich­er vor allem da die Reise hier­her deut­lich länger war. Auf den let­zten Kilo­me­tern wollte ich gar nicht, dass die Reise schon endet. Ich kön­nte ewig weit­er­laufen. Lange Zeit sich meinen gemis­cht­en Gefühlen aus Freude und Trauer hinzugeben habe ich allerd­ings nicht, denn Anja und Tina warten bere­its mit Bier und Radler auf uns. Sie sind schon mor­gens angekom­men und begrüßen uns herzlich.

Wir machen die oblig­a­torischen Ankun­fts­fo­tos und gehen dann zum Pil­ger­büro um uns eine Wartenum­mer für die Com­postela zu holen. Mit einem QR-Code gelangt man auf eine Web­site auf der man sieht welche Num­mer ger­ade dran ist und kann so die Wartezeit für andere Dinge nutzen. Wir gehen zu unserem Hotel, wo ich erst­mal ein Nick­erchen mache. Dann gehen wir nochmal raus und schlen­dern durch San­ti­a­go und schließlich zum Pil­ger­büro um uns unsere Com­postela abzu­holen. Abends gehen wir noch mit den anderen zusam­men essen.

So endet unser Aben­teuer auf dem Camino del Norte, dem spanis­chen Küsten­weg. Halt, nicht ganz, denn nach­dem wir let­ztes Jahr nach Fin­is­terre weit­er gewan­dert sind wollen wir dieses Mal von Fin­is­terre nach Mux­ia laufen. Ein Tag wan­dern gön­nen wir uns also noch. Hier kön­nt ihr alles über die Strecke Fin­is­terre nach Mux­ia lesen.

Fazit

Ich will nicht lügen — der Camino del Norte hat wirk­lich viel Asphalt. Min­destens 50% des Weges ver­laufen auf Straßen, meis­tens jedoch auf kleinen, wenig befahre­nen Neben­straßen, was es deut­lich angenehmer macht. Manch­mal muss man jedoch auch an großen Straßen auf dem Seit­en­streifen gehen, was nicht so schön ist. Am schön­sten waren für mich die Abschnitte auf kleinen Pfaden direkt an der wilden Küste Spaniens. Aber auch die ein oder andere Stadt war sehr inter­es­sant und vor allem die Leck­ereien, die es in den Städten gab, haben es mir ange­tan. Ich bin zu einem großen Sidrafan (Apfel­wein) geworden.

Schwierigkeit

Ins­ge­samt ist das Wan­dern auf den Jakob­swe­gen nicht mit meinen anderen Fer­n­wan­derun­gen zu ver­gle­ichen. Man ist nicht in der Wild­nis, braucht kein Zelt und Essen für mehrere Tage mitzuschlep­pen. Jeden Tag kommt man durch mehrere Städte, in denen es Restau­rants und Super­märk­te gibt. Es ist richtiges Luxu­swan­dern, da wir mit wenig Gepäck auskom­men. Auch diese Art des Wan­dern ist schön, aber eben anders. Wer das große Natur­erleb­nis sucht ist auf den Jakob­swe­gen falsch. Wer aber auch die kul­turelle Erfahrung zu schätzen weiß, wird die Jakob­swege lieben. Sie eignen sich auch her­vor­ra­gend für Fernwander-Anfänger.

Anspruchsvoll ist das Gelände auf dem Camino del Norte nicht. Nur die Vari­ante über den Berg zwis­chen Oriñón und Lare­do ist als schw­er einzustufen, was aber nicht zum offiziellen Camino gehört. Den­noch müssen einige Höhen­meter über­wun­den wer­den, ins­ge­samt 16.700hm, was im Durch­schnitt immer­hin mehr als 500hm pro Tag sind.

Markierung

Die Markierung auf dem Camino del Norte ist durchge­hend gut. Gelbe Pfeile oder Muscheln (die den Strahlen abge­wandte Seite zeigt d