China: Der Temple of Heaven Park

Posted: 30. August 2015

Heute erkun­den wir den Tem­ple of Heav­en Park zusam­men. Der Park war ursprünglich der Ort wo der jew­eilige Kaiser für gute Ern­ten gebetet und göt­tliche Erleuch­tung und Sühne gesucht hat.

Der Park ist nach kon­fuzian­is­chen Prinzip­i­en angelegt — beherrscht von ger­aden Lin­ien und Regelmäßigkeit­en, die Natur unter­w­er­fend. Typ­is­cher­weise also keine großen Grün­flächen, son­dern Beton über­all. Trotz­dem ste­hen 4.000 alte Zypressen hier, manche davon 800 Jahre alt, dazu alte Gebäude wie Altare und Tem­pel­hallen. Die Tem­pel­hallen sind rund, die Fun­da­mente eck­ig, ganz nach der Vorstel­lung, dass der Him­mel rund und die Erde eck­ig ist. Eine Ikone von Peking ist die Halle der Gebete für gute Ern­ten mit einem blau-lila Dach, das auf ein­er dreistu­fi­gen Mar­morter­rasse ste­ht. Die Holzsäulen stützen das Dachen ohne Nägel oder Zement, was für ein Gebäude von 38m Höhe und 30m Durchmess­er eine erstaunliche Leis­tung ist. Hier ste­hen viele Braut­paare, die für Fotos posieren.

Offen­bar kann man Klei­der lei­hen und geht zum Foto­shoot­ing bevorzugt hier­her um sich in Szene set­zen zu lassen. Die wun­der­schö­nen Klei­der der Damen reichen von tra­di­tionellen Sei­den­klei­dern bis zu mod­ern west­lichen weißen Klei­dern. Lei­der haben sie sich nicht ger­ade den besten Tag dafür aus­ge­sucht, denn dun­kle Wolken dro­hen sich jeden Moment zu ergießen. Wir erkun­den das große Gebäude von außen und sicht­en dabei die deutsche Bronzegewin­ner­in Nadine Müller vom Diskuswer­fen sowie eine Teil­nehmerin vom Stab­hochsprung. Die Diskuswer­ferin ist ein­deutig wieder zu erken­nen, über­ragt sie doch die meis­ten Men­schen um mehrere Köpfe. Wir gehen zu ihnen und machen ein Foto zusam­men :)

Außer­dem gibt es einen großen Fit­ness-Bere­ich, wo einige chi­ne­sen zeigen was sie drauf haben. Wir staunen nicht schlecht — ganz schön gelenkig. Daneben tanzen einige oder spie­len Schach. Ganz Peking scheint hier zu sein — ver­tieft in Sport, Spiel oder Spazier­gang. Weit­er südlich befind­et sich die Echowand wo ange­blich ein Flüstern von einem Ende zum anderen wan­dert und klar hör­bar ist. Es ist lei­der zu viel los um das mit Erfolg zu testen. Hin­ter der Echowand befind­et sich der fünf Meter hohe Runde Altar — ein ziem­lich großes Teil beste­hend aus drei Stufen. Oben befind­et sich der sym­bol­is­che Him­mel — ein Mosaik aus neun Rin­gen bestehend.Ungerade Zahlen haben himm­lis­che Bedeu­tung und die neun ist die höch­ste. Auch die Stufen und Bal­lustraden sind Mul­ti­p­lika­toren von der Zahl Neun.

Nach dem Park laufen wir zur Fußgänger­zone Qian­men Dajie um dort zu essen und Sou­venirs zu erste­hen, die wir Matthias mit nach Hause geben — unter anderem eine schöne bunte Lat­er­ne :)

Besuch des Tian’anmen Platz

Dann laufen wir vor bis zum Tian’anmen Platz um ihn Matthias aus der Ferne zu zeigen, aber er hat über­raschen­der­weise sog­ar offen. Maos Mau­soleum hat zwar noch geschlossen, aber wir kön­nen über den Platz gehen. Immer­hin ist der Platz das sym­bol­is­che Zen­trum Chi­nas. Haufen­weise Kam­eras und Sicher­heit­skon­trolle an den Eingän­gen machen einem klar, dass der Platz mehr der Regierung gehört als dem Volk. Mao ließ den Platz erricht­en um die Größe der CCP darzustellen und während der Kul­tur­rev­o­lu­tion fan­den Paraden mit bis zu eine Mil­lion Men­schen hier statt. Nördlich des Platzes befind­et sich das Tor des himm­lis­chen Friedens wo Mao die People’s Repub­lic of Chi­na 1949 aus­gerufen hat. Massen­mil­itär­pa­raden wie die bevorste­hende wer­den von Tribü­nen dort beobachtet.

Wir brin­gen Matthias zum Haupt­bahn­hof, wo wir ihn im Regen ver­ab­schieden. Hier ist die Hölle los — soviele Men­schen drän­gen in den Bahn­hof, den man nur mit Fahrkarte betreten darf. Wir fahren zurück ins Hos­tel und leg­en uns früh ins Bett. Bis auf Hostel­buchung für Xi’an schaf­fen wir heute nichts mehr.

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