China: Die heiligen Berge von Yading

Posted: 11. September 2015

Heute soll es also doch noch nach Yad­ing gehen, dem Natur­reser­vat mit den drei heili­gen Bergen um 6.000m Höhe. Das Yad­ing Nature Reserve befind­et sich 140km südlich von Daocheng — mit bewalde­ten Tälern, kristal­lk­laren Flüssen, von Gletsch­ern gespeis­ten Seen und die höch­sten Berge von Sichuan, davon ist der Mt. Chen­re­sig mit 6.032m mit Abstand der höch­ste. Es gibt eine heilige Umrun­dung im Uhrzeigersinn (Kora) um diesen höch­sten Berg und es emp­fiehlt sich diesen auf zwei Tagen zu machen. Das ganze Gebi­et liegt auf über 4.000m. Yad­ing ist noch ein echter Geheimtipp, nur wenige Nicht-Chi­ne­sen kom­men hier­her. Das mag vielle­icht an der lan­gen Anfahrt liegen, die jedoch dur­chaus lohnenswert ist.

Anfahrt nach Yad­ing
Um dort hinzuge­lan­gen nehmen wir zuerst den Flughafen­bus auf ein Hoch­plateau auf über 4.000m, steigen dann für eine halbe Stunde in ein Flugzeug um dann wieder mit einem Flughafen­bus in die Stadt Daocheng hineinz­u­fahren. Dort nehmen wir einen Minibus nach Yad­ing, das nochmal zwei Stun­den von Daocheng ent­fer­nt liegt. Bei der Anfahrt fahren wir über inen 4.513m hohen Pass, wo wir anhal­ten und ein wenig die Aus­sicht genießen. Hier geht uns ganz schön die Luft aus. Schon bald stellen sich Kopf­schmerzen ein.

In Yad­ing angekom­men essen wir erst­mal Mit­tag und zahlen dann den safti­gen Ein­tritt in den Park — 270 Yuan pro Per­son inklu­sive oblig­a­torischen Shut­tle-Bus. Am Ein­gang muss man sich mit Name und Pass­num­mer reg­istri­eren und wir steigen dann in den großen Shut­tle-Bus der uns in den Park hinein­bringt. Schon bald sehen wir wie sich die hohen Berge von uns auf­bauen. Die Sicht ist nicht per­fekt und den­noch beein­druck­end. Wir wollen im Yad­ing Vil­lage aussteigen um uns dort eine Unterkun­ft zu suchen, fahren jedoch erst­mal zu weit. Nach Ver­ständi­gung mit dem Bus­fahrer, fahren wir also wieder zurück und wer­den in Yad­ing Vil­lage her­aus­ge­lassen. Wir haben gedacht es gibt vielle­icht irgen­deine Ansage, anson­sten ist näm­lich nicht zu erken­nen wo man sich jet­zt genau befind­et.

Unser Plan für heute ist eigentlich nur auszu­ruhen um uns zu akkli­ma­tisieren. Wir haben Kopf­schmerzen und die Luft ist dünn. Wir leg­en uns also erst ein­mal hin und schlafen zwei Stun­den. Dann wollen wir ein biss­chen durch die Gegend laufen um die nähere Gegend und den Aus­gangspunkt für die zweitägige Kora um den 6.032m hohen Mt. Chen­re­sig, den höch­sten Berg in Yad­ing, aus­find­ig zu machen. Eine Kora ist eine Pil­gerum­run­dung und wir wollen diesen Trek mit unserem Zelt ange­hen.

Dafür brauchen wir auch noch eine Gaskar­tusche um kochen zu kön­nen. In den kleinen Shops in Yad­ing wer­den wir nicht fündig, aber nach ein wenig Hin und Her mit einem Angestell­ten vom Hos­tel gelan­gen wir doch noch an eine Gaskar­tusche, was ohne die Hil­fe ein­er fre­undlichen Chi­nesin, die für uns über­set­zt, nicht möglich gewe­sen wäre. Zuerst ver­ste­ht er entwed­er nicht was wir wollen (dabei zeige ich ein Bild ein­er Gaskar­tusche) oder er will nicht ver­ste­hen, am Ende zaubert er jedoch eine Kar­tusche her­vor, die er uns für 20 Yuan verkauft.

Nun ste­ht dem Trek also nichts mehr im Wege. Oder doch? Tat­säch­lich haben wir nur zwei Tage in Yad­ing und müssen am zweit­en den Park wieder ver­lassen um den Flug am 13. Sep­tem­ber zurück nach Cheng­du zu bekom­men. Wir entschei­den uns dann doch dage­gen, weil es etwas stres­sig wer­den kön­nte, wenn wir am zweit­en Tag unbe­d­ingt den Bus zurück erwis­chen müssen. Außer­dem wis­sen wir noch nicht wie wir mit der Höhe klarkom­men und wollen das mor­gen mit ein­er Tageswan­derung zum Milk Lake und Five Col­or Lake testen, was immer­hin auch schon 10,5km und 480hm sind und vier bis fünf Stun­den dauern soll. Die gesamte Umrun­dung umfasst etwa 30km und 1.080hm. Es soll doch noch anders kom­men als geplant.

Am Abend verbessert sich plöt­zlich die Sicht und wir kön­nen den freien Blick auf den 5.958 Mt. Jam­pelyang bestaunen. Auch ein Stück vom Mt. Chen­re­sig zeigt sich hin­ter den Hügeln. Das Aben­dessen nehmen wir im Hos­tel zu uns, das auch Speisen anbi­etet. Heute gibt’s eine Nudel­suppe.

Wan­derung zu spek­takulären Gletsch­erseen auf 4.500m
Heute geht es uns schon bess­er, die Kopf­schmerzen haben sich über Nacht ver­ab­schiedet. Wir starten früh und stärken uns mit einem chi­ne­sis­chen Früh­stück im Hos­tel, dies­mal essen wir alles kom­plett auf — Reis­porridge, scharfe Gurken, Hefebrötchen und ein Ei. Dann nehmen wir den Bus bis zum eigentlich Ein­gang zum Park und Aus­gangspunkt unser­er Tour. Wir starten auf etwa 3.900m. Zuerst laufen wir zu einem 800 Jahre alten Kloster, das auf 4.000m Höhe liegt. Von den hohen Bergen kön­nen wir am Mor­gen lei­der noch nicht allzu viel sehen, es ver­spricht aber ein guter Tag zu wer­den. Das Kloster ist sehr atmo­sphärisch, da ger­ade ein Mönch ein Mor­genge­bet spricht. Die Innenein­rich­tung ist schön bunt und mit lauter bud­dhis­tis­chen Bildern verse­hen.

Wieder gehen über Holzstufen wieder hin­unter und dann 6km über Git­ter­wege an einem Fluss ent­lang bis zu den Luo­rong Grass­lands, einem aus­gedehn­ten Wiesen­ge­bi­et mit Blick auf alle drei heili­gen Berge — wenn man Glück hat. Die meis­ten Chi­ne­sen nehmen kleine Cad­dys auf der pri­vat­en Straße nebe­nan. Auf unserem Weg begeg­nen wir nur ein­er Gruppe von vier Chi­ne­sen und einem Alle­ingänger, der ver­sucht uns auf chi­ne­sisch etwas über die Gegend zu erk­lären und jedem von uns einen Apfel schenkt, den wir gle­ich ver­putzen. Nicht-Chi­ne­sen tre­f­fen wir auf dem gesamten Weg nicht an. Wir erhaschen einen kurzen Blick auf den gewalti­gen Schneegipfel von Mt. Chana Dor­je und Mt. Jam­pelyang (bei­de auf 5.958m). In etwa 1,5 Stun­den haben wir die Luo­rong Grass­lands erre­icht und die ersten 6km und 180hm hin­ter uns gebracht.

Bei den Luo­rong Grass­lands tre­f­fen wir wieder auf die chi­ne­sis­chen Massen, die mit dem Cad­dy hier her gefahren sind. Einige lassen sich mit dem Maulti­er weit­er trans­portieren, aber die meis­ten laufen tat­säch­lich weit­er, was eini­gen sichtlich schw­er fällt — manche haben sog­ar Sauer­stoff dabei. Die Luo­rong Grass­lands liegen auf 4.180m und bieten an klaren Tagen eine fan­tastis­che Sicht auf alle drei heili­gen Berge. Wir sehen immer­hin den mit­tig liegen­den Mt. Jam­pelyang.

Nun fol­gen wir einem Holz­planken­weg bis es bergauf geht — über matschige Wege. Die Chi­ne­sen sind langsam, da sie ver­suchen dem Matsch auszuwe­ichen. Sie haben oft unpassendes Schuh­w­erk an und ver­suchen dies auszu­gle­ichen in denen sie Plas­tiküberzieher über den Schuhen tra­gen, die einem in Yad­ing über­all ange­boten wer­den. Das sieht aber eher nach ein­er rutschi­gen Angele­gen­heit aus. Außer­dem scheinen sie nicht ger­ade lange zu hal­ten, denn über­all trifft man alte, zer­schlis­sene Über­reste von diesen Überziehern an.

Uns ist der Matsch egal und wir gehen ger­adewegs hin­durch, ziehen an den Chi­ne­sen vor­bei. So kom­men wir flott voran, viel bess­er als gedacht nach den gestri­gen Höhenkopf­schmerzen. Ins­ge­samt brauchen wir nur drei statt vier bis fünf Stun­den zum Milk Lake. Worüber wir am Anfang des Weges noch gescherzt haben — die Umrun­dung ein­fach an einem Tag durchzuziehen, wird nun tat­säch­lich real­is­tisch. Alex fängt an einen ern­sthaften Vorschlag dies­bezüglich zu machen und wer bin ich da Nein zu sagen?!

Am Milk Lake tre­f­fen wir zwei Chi­ne­sen mit denen wir über den Weg sprechen und auf die Karte schauen. Sie haben drei Stun­den alleine von den Grass­lands bis zum Milk Lake gebraucht, was wir in der Hälfte der Zeit geschafft haben. Sie glauben eher nicht daran eine kom­plette Umrun­dung an einem Tag machen zu kön­nen — wir schon. Der Milk Lake befind­et sich auf ein­er Höhe von 4.480m einkesselt zwis­chen Mt. Chen­re­sig und Mt. Jam­pelyang. Wir laufen noch 10 Minuten hin­auf zum Five Col­or Lake und wollen dann entschei­den wie wir weit­er­ma­chen. Der Five Col­or Lake liegt auf 4.530m und dem Mt. Chen­re­sig direkt zu Füßen. Er ist wirk­lich wun­der­schön glasklar und die Bergszener­ie tut ihr Übriges. Wir machen eine kleine Pause, mumpfeln etwas und entschei­den uns dafür diese Tour zu rock­en. Immer­hin haben wir mit dem Milk Lake schon 2/3 der Strecke hin­ter uns.

Eine unge­plante Kora um den Mt. Chen­re­sig an einem Tag
Ins­ge­samt sind es ca. 30km für die man laut Guide­book an einem Tag 12–14 Stun­den braucht, üblicher­weise aber eher 7–8 Stun­den am ersten Tag und nochmal 5,5–6,5 Stun­den am zweit­en Tag. Nun haben wir schon 10,5km davon hin­ter uns. Vor uns liegen noch zwei Pässe mit ins­ge­samt 600hm, der höch­ste davon direkt nach dem Milk Lake auf 4.700m.
Wir laufen nicht hin­unter zurück zum Milk Lake son­dern queren in nördlich­er Rich­tung zum Pass hinüber um möglichst wenig Höhen­meter zu ver­lieren. Dabei sehen wir ganz viele Gäm­sen aus näch­ster Nähe. In etwa 45 Minuten ste­hen wir hoch oben auf windig-kalten 4.700m — so hoch wie noch nie zuvor. Um uns herum wehen Gebets­flaggen. Uns geht es bish­er noch gut. Nun laufen wir erst­mal nur bergab bis es dann zum let­zten Pass ein let­ztes mal länger bergauf geht.

Nach den Gebets­flaggen wen­den wir uns nach rechts und gelan­gen zu weit­eren Gebets­flaggen, die im Wind wehen und auf einem weit­eren Pass zu find­en sind. Von hier kön­nen wir das Tal unter uns sehen in das wir nun hin­ab­steigen. Der Abstieg geht flink, wir passieren einen kleinen See und gelan­gen nach nur 30 Minuten zu ein­er kleinen Stein­hütte, wo emp­fohlen wird zu zel­ten, wenn man den Trek an zwei Tagen macht. Es reg­net kurz, aber nur leicht, dann kommt kurz vor der Hütte die Sonne wieder her­vor.

Nach dem kleinen Stein­häuschen, das offen­bar bere­its öfter von ver­mut­lich chi­ne­sis­chen Trekkern in Beschlag genom­men wurde und dementsprechend viel Müll darum herum liegt, geht es ein kleines Stück bergauf, dann wieder hin­unter. Zu den näch­sten Stein­hüt­ten laufen wir immer wieder bergauf und bergab. Kurz vor den weit­eren Hüt­ten füllen wir unser Wass­er an einem Fluss auf, denn danach geht es bergauf zum zweit­en und let­zten Pass und es gibt kein Wass­er mehr.

Der anstren­gende zweite und let­zte Pass
Nun fol­gt das anstren­gend­ste Stück des gesamten Weges: Der let­zte Auf­stieg von ca. 350hm. Wir sind in der dün­nen Luft schon ein wenig angeschla­gen und bergauf gehen ver­langt uns nun plöt­zlich alles ab. Wir kom­men schnell außer Atem auf den 4.400m. Schon bald glaubt man bere­its auf dem Pass zu sein, aber das ist nur eine Art Vorstufe. Der eigentliche Pass liegt noch 250m über uns und wir sehen die Gebets­flaggen hoch über uns auf dem Pass wehen. Puh, das erste Mal kom­men uns leichte Bedenken. Aber es gibt keinen Weg zurück, nur Vor­wärts. Der Gedanke, dass dies der let­zte Anstieg ist, erle­ichtert uns den Weg.

Die let­zten 250hm sind steil und führen über Felsen. Wir machen mehrere Pausen in denen wir uns mit Bana­nenchips Energie zuführen. Wir merken die Höhe gescheit und schle­ichen ganz langsam und möglichst beständig den Berg hin­auf. Die let­zten 200hm sind eine Qual, ich schnaufe wie ver­rückt, meine Beine sind schw­er. Ich ver­folge eine Tak­tik in der ich alle 60 Schritte kurz ste­hen­bleiben darf. Das führt mich in knapp 2h bis zum Pass, der wirk­lich wun­der­schön ist. Eine Art Scharte führt zur anderen Seite, die mit haufen­weise Gebets­flaggen verse­hen ist. Es ist kalt und windig hier oben, aber wir genießen unseren Moment. Dieser Pass ist 4.665m hoch und nun geht es nur noch bergab.

Wir bekom­men einen neuen Moti­va­tion­ss­chub und steigen hin­unter. Nun geht es ein­fach und schnell voran, bergab und ger­adeaus ist kein Prob­lem. Nach etwa ein­er hal­ben Stunde kom­men wir zu ein­er Wiese mit Yaks und weit­eren Gebets­flaggen. Ab und zu gewährt uns der Mt. Chen­re­sig, den wir nun fast umrun­det haben, ein paar Blicke auf seine gewaltige Nord­flanke, die ziem­lich unbesteig­bar aussieht. Tat­säch­lich wurde der Mt. Chen­re­sig noch nicht bestiegen. Es wurde zwar ver­sucht, aber bish­er hat keine Expe­di­tion den Gipfel erre­icht. Nun ist es nicht mehr erlaubt den Berg zu besteigen.

 

Die Beloh­nung nach dem Aufladen unseres Kar­mas
Weit­er geht es bergab, durch Wald bis zum Pearl Lake, den wir allerd­ings irgend­wie ver­passen. Ist uns aber auch egal, denn alle Stra­pazen zahlen sich nun aus: Als Beloh­nung für unsere Pil­ger­wan­derung klaren die Wolken am Mt. Chen­re­sig auf und gewähren uns einen fan­tastis­chen Blick auf diesen riesi­gen Berg, den wir zwar den ganzen Tag umrun­det haben, aber nie kom­plett sehen kon­nten. Wir set­zen uns hier hin und blick­en staunend den Berg an. Dann nutzen wir unsere Gaskar­tusche und machen uns etwas zu essen: Rus­sis­che Instant­nudeln und Borscht-Trekking-Mahlzeit, durch Zufall eine ganz rus­sis­che Mahlzeit. Das tut so gut und scheint das beste Essen seit Ewigkeit­en zu sein. Kein Wun­der, nach dem was wir hin­ter uns haben. Wir sind eupho­risch, kön­nen es kaum glauben, dass wir es tat­säch­lich geschafft haben.

Gestern haben wir noch den Zwei-Tages-Plan für diesen Trek aufgegeben und nun haben wir es spon­tan an einem Tag gemacht, was wir nicht für möglich gehal­ten hät­ten. Immer­hin ging es uns gestern auf der immensen Höhe gar nicht mal so gut. Alles ging aber so viel bess­er als gedacht und vielle­icht war es ein biss­chen arg ambi­tion­iert, aber das Gefühl ist großar­tig — ger­ade auch wegen der Stra­pazen am zweit­en Pass.

Wir tre­f­fen hier sog­ar auf einen deutschen mit sein­er chi­ne­sis­chen Fre­undin und unter­hal­ten uns ein wenig. Son­st ist hier noch nichts los. Es tat so gut mal ganz alleine die Natur genießen zu kön­nen, ohne die immer laut­en Chi­ne­sen um uns herum, was uns Chi­na stets ein biss­chen ver­mi­est hat. Über 7 Stun­den waren wir nun ganz alleine — nur ein paar Eich­hörnchen, Vögel, Gämse und Yaks um uns herum. Her­rlich. Die Anfahrt hat sich defin­i­tiv gelohnt! Dieses Erleb­nis war ein­ma­lig, vielle­icht ein­er der anstren­gend­sten Dinge die wir je getan haben, aber auch eines der schön­sten.

Von hier geht es nun die let­zten Höhen­meter hin­unter bis zum Aus­gangspunkt unser­er Tour, vor­bei am Kloster und bis zum Bus-Stop am Ein­gang, wo wir den Bus zurück nach Yad­ing Vil­lage nehmen. Wir genehmi­gen uns eine Cola zur Feier des Tages, quatschen noch mit zwei Bel­giern, die ganz begeis­tert von unseren Erzäh­lun­gen sind. Wir empfehlen ihnen zu check­en wie es ihnen am Milk Lake geht und wie lange sie bis dahin gebraucht haben um daraufhin zu entschei­den ob sie weit­er­ma­chen. Bei der Bestei­gung des ersten Pass sollte man sich auf jeden Fall noch sehr fit fühlen um den Rest des Weges an einem Tag zu bewälti­gen. Sollte dies nicht der Fall sein, tut man bess­er daran umzukehren und nur noch bergab zu gehen, zur Not die 6km mit dem Cad­dy abkürzend.

Der Schlaf stellt sich heute Nacht nicht so schnell ein wie erwartet nach so ein­er Anstren­gung, was ein­deutig an der Höhe liegt, die auch Schlaf­prob­leme zur Folge haben kann. Wir liegen noch ein paar Stun­den wach bis die Äuglein sich schließen.

Faz­it
Ein­er der schön­sten Treks, die wir je unter­nom­men haben, aber auch ein­er der anstreng­sten. Die Höhe ist nicht zu unter­schätzen und man sollte genau auf den eige­nen Kör­p­er hören wie schnell und weit man sich den Weg zutrauen kann. In zwei Tagen ist es sicher­lich entspan­nter, bringt aber auch mehr Gepäck mit sich. Die Ori­en­tierung auf dem Trek ist rel­a­tiv ein­fach — wenn es sich irgend­wo gabelt, dann muss man ein­fach immer den recht­en Weg nehmen, den Mt. Chen­re­sig immer auf sein­er recht­en Seite behal­tend. Untern­immt man diesen Trek wird man mit atem­ber­auben­den Aus­blick auf hohe Berge, Pässe und Seen belohnt.

Viel geholfen bei der Ori­en­tierung und Pla­nung des Treks hat uns die Seite http://www.thelandofsnows.com/yading-sichuan/

FAKTEN ZUR KORA IN YADING (1–2 Tage)
Gehzeit: ca. 10–12 Stun­den
Länge: ca. 30km
Höhen­meter: ca. 1080hm
Aus­gangspunkt: End­sta­tion des Park-Shut­tle-Busses am eigentlichen Ein­gang
Schwierigkeit: Vom Weg her max­i­mal T3, aber durch die Höhe sehr anspruchsvoll und nicht zu unter­schätzen
Mehr zu dieser Tour und anderen in Yad­ing gibt’s hier.

ANFAHRT NACH YADING
Von Daocheng mit Minibus (50Y) in ca. 2h nach Riwa (auch Shangri La) genan­nt, dann mit dem oblig­a­torischen Park-Shut­tle-Bus in ca. 1h nach Yad­ing hinein (Ein­tritt 270Y inkl. oblig­a­torischem Shut­tle Bus)

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