China: Kangding — Das Tor zu Tibet

Posted: 8. September 2015

Heute fahren wir weit­er nach Kangding, das eins der Tore zum tibetis­chen Teil von Sichuan ist. Kangding liegt auf über 2.500m in einem Flusstal mit steilen Bergen ring­sherum. Yad­ing haben wir eigentlich schon abgeschrieben, denn seit Cheng­du check­en wir dort das Wet­ter und es ist immer nur Regen ange­sagt. Als kleinen Ein­stieg und ein biss­chen Akkli­ma­tisierung für Lhasa wollen wir aber nach Kangding weit­er fahren, was immer­hin auf dem Weg nach Yad­ing liegt und ein paar schöne Tagesziele in den Bergen bieten soll. Vielle­icht wen­det sich ja alles noch zum Guten.

Statt im Lone­ly Plan­et beschriebe­nen 4,5 Stun­den benötigt der Bus über 8 Stunde von Cheng­du nach Kangding. Wir kom­men erst am Abend in Kangding an und sind ein wenig gerädert von der lan­gen Bus­fahrt, die wieder von Spuck­geräuschen begleit­et wurde. Auf der Fahrt haben wir aber immer mal wieder schöne Aus­blick auf Flüsse, Berge und immer mal wieder blauen Him­mel, was Hoff­nung macht. Als wir aussteigen nehmen wir gle­ich das Hos­tel, das dem Bus­bahn­hof am näch­sten liegt. Es ist nicht das gemütlich­ste, aber es reicht.

In Kangding find­et man eine Mix­tur aus Chi­na und Tibet, was sich nicht nur im Essen wieder­spiegelt. Wir gehen in ein Tibetis­ches Restau­rant und essen dort Yak-Burg­er mit Kartof­fel­brei und Brokkoli, was sehr leck­er ist. Dabei darf man sich aber keinen klas­sis­chen Burg­er vorstellen — viel mehr bekommt man Yak-Fleisch zusam­men mit Zwiebeln, Kartof­feln und Papri­ka und darüber liegt Fladen­brot. Dazu gibt es Yak-But­ter­tee, nom nom. Wir über­legen außer­dem wie es die näch­sten Tage weit­erge­ht. Ich würde nach wie vor immer noch am lieb­sten nach Yad­ing weit­er­reisen, Alex schreckt aber vor allem die 11 Stun­den lange Bus­fahrt nach Daocheng und dann nochmal 3h bis nach Yad­ing ab. Die let­zte Bus­fahrt steckt ihm noch in den Knochen. Wir wollen also vor­erst in Kangding bleiben und dann mal sehen, vielle­icht noch den Emei Shan bei Cheng­du besteigen oder irgend­was ähn­lich­es.

Wir schlafen erst­mal aus und erholen uns von der lan­gen Bus­fahrt gestern. Es ist schönes Wet­ter heute, die Sonne scheint. Ich habe eine neue Idee Yad­ing betr­e­f­fend. Von Kangding aus kann man in nur ein­er hal­ben Stunde nach Daocheng fliegen. Schlussendlich kann ich Alex davon überzeu­gen und wir buchen einen Flug nach Daocheng. Dann check­en wir aus wann der Shut­tle­bus zum Flughafen fährt, was man im Air­port Hotel in der Innen­stadt in Erfahrung brin­gen kann. Dort kann man im Übri­gen auch Flüge buchen. Der Shut­tle­bus geht mor­gen um 6 Uhr und bringt uns in ein­er Stunde zum Flughafen.

Der gebetsflaggengesäumte Paoma Shan

Dann wollen wir auf den Pao­ma Shan Berg hin­auf. Da es schon spät ist, wollen wir die Gondel hin­auf nehmen, haben aber ein biss­chen Schwierigkeit­en diese zu find­en. Die Auss­childerung ist etwas dürftig. Auf dem Weg kom­men wir an vie­len kleinen tibetis­chen Läden vor­bei. Am Ende der Gondel muss man nochmal zahlen um weit­er bergauf zu kom­men und sich das Kloster Pao­ma Si anschauen zu kön­nen. Wir erkun­den die Kloster­an­la­gen und gehen über einen Wald­weg, der von vie­len Gebets­flaggen gesäumt ist, weit­er bergauf.

Tänze in Kangding

Wir gehen den Berg zu Fuß hin­unter und auf dem Weg zum Aben­dessen kom­men wir am People’s Square vor­bei, wo jeden Abend ab 19 Uhr die Ein­heimis­chen zu tanzen begin­nen. Wir beobacht­en das eine Weile und gehen dann wieder in das tibetis­che Restau­rant, das uns so gut gefall­en hat und essen heute tibetis­che Dumplings, Momos genan­nt.

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