Datensicherung auf Reisen

Tipps: Datensicherung auf Reisen

Posted: 3. Mai 2019

Es ist das absolute Hor­rorszenario: Eure zahlre­ichen in Fotos gespe­icherten Erin­nerun­gen sind plöt­zlich weg. Etwas geht kaputt oder wird im schlimm­sten Fall sog­ar gestohlen. Es ist eine Sache, wenn einem Gegen­stände abhan­den kom­men. Es ist schon schlimm genug vielle­icht ohne Pass, Geld, Handy oder Kam­era dazuste­hen. Eine ganz andere ist es wenn unwieder­bringliche, unbezahlbare Erin­nerun­gen ver­loren gehen. Ich zeige euch ver­schiedene Möglichkeit für die Daten­sicherung auf euren Reisen.

Es gibt ein­fach Dinge, die kann man nicht erset­zen. Bei mir gehört dazu mein treuer Plüschbe­gleit­er, das Knutschekrokodil, und meine vie­len Bilder und Videos mein­er Reisen. Es sind meine kost­barsten Momente, die da in Bits und Bytes verewigt wur­den. Ger­ade auf Langzeitreisen wird das The­ma Daten­sicherung extrem wichtig um nicht in eine schmerzhafte Sit­u­a­tion zu ger­at­en.

Rechner, ja oder nein?

Grund­sät­zlich gilt es zu entschei­den ob ihr einen Rech­n­er mit­nehmt. Mit den mod­er­nen Tablets mit Tas­tatur ist ein mobiles Arbeit­en mit­tler­weile auch auf Reisen gewichts­parend möglich. Trotz­dem ist es natür­lich zusät­zliche Tech­nik und eine Frage des Bud­gets. Mit dem eige­nen Rech­n­er ist es sicher­lich ein­fach­er und beque­mer eure Dat­en noch zusät­zlich zu sich­ern, es ist aber auch über Inter­net­cafés möglich.

Die meis­ten mein­er Vorschläge ste­hen oder fall­en sowieso mit ein­er sta­bilen und einiger­maßen schnellen Inter­netverbindung. Mein­er Erfahrung nach ist das in den meis­ten Län­dern Man­gel­ware. Inner­halb Europas und Asien ist sowohl die Net­z­ab­deck­ung als auch die Geschwindigkeit oft erstaunlich gut, außer­halb sieht es aber schon ganz anders aus. Große Daten­men­gen wie von ein­er Spiegel­re­flexkam­era wer­den dann also zum Geduldsspiel, vor allem wenn man keinen eige­nen Rech­n­er dabei hat um die Über­tra­gung auch mal über Nacht laufen zu lassen.

Ich empfehle eure Fotos und Videos auf jeden Fall auf mehrere Spe­icher­me­di­en aufzuteilen, sodass bei einem Ver­lust immer eine redunante Sicherung existiert. Trotz eventuell eigen­em Rech­n­er soll­tet ihr eure Dat­en immer auf min­destens einem weit­eren Spe­ich­er absich­ern (gilt übri­gens auch für zu Hause).

Ihr müsst also nach fol­gen­den Fak­toren entschei­den:

  • Gewicht
  • Bud­get
  • Bequem­lichkeit
  • Größe der Daten­men­gen

Da ich blogge und meine Fotos bear­beite ist ein Rech­n­er unab­d­inglich. Bei mein­er Wel­treise hat­te ich mein schw­eres Leno­vo Idea­pad dabei und bin mit­tler­weile auf ein leicht­es Huawei Mate­Book E umgestiegen. Das ermöglicht mir sowohl zu bloggen als auch meine Bilder mit Light­room und Pho­to­shop bear­beit­en.

Lokale Speichermedien

Hier habt ihr drei Möglichkeit­en: Eine Externe Fest­plat­te, USB-Sticks und SD-Karten. Bei allen habt ihr die Möglichkeit diese auch an frem­den Rech­n­ern zu nutzen. Je nach Menge der Fotos, die ihr so schießt, und wie groß diese durch­schnit­tlich sind, soll­tet ihr euch für eur­er Spe­icher­medi­um entschei­den. Zum Beispiel hat ein JPG Foto ein­er Spiegel­re­flexkam­era ca. 10MB, im RAW-For­mat sog­ar 10MB. Die Bilder von kleineren Kom­pak­tkam­eras und Handykam­eras dafür lediglich um die 5MB.

Soll­tet ihr große Dat­en zu sich­ern haben ist die Externe Fest­plat­te eure erste Wahl. So oder so emp­fiehlt es sich mehrere SD-Karten dabei zu haben. Ich reise immer mit vier SD-Karten. So ist es nicht so drama­tisch wenn euch eine (hof­fentlich leere) abhan­den kommt und ihr ger­ade mit­ten im Dschun­gel seid. Habt ihr volle SD-Karten, so bleiben euch wenig­stens die anderen Erin­nerun­gen.

Grund­sät­zlich beste­ht auch die Möglichkeit Fest­plat­ten oder USB-Sticks zwis­chen­durch per Post nach Hause zu schick­en. Je nach Absender­land ist das jedoch mehr oder weniger ver­lässlich und die ver­lässlicheren Dien­ste sind oft recht teuer.

Virtuelle Speicher

Cloud Ser­vices sind in den let­zten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Ob Google Dri­ve, Drop­box, One Dri­ve oder Mega. Auf den gängi­gen Plat­tfor­men gibt es unter­schiedlich viel Spe­icher­platz kosten­los und sind gegen Geld erweit­er­bar. Bei Google und One Dri­ve gibt’s 15GB gratis, bei Mega sog­ar sat­te 30GB.

Wer aber kein Fan davon ist dig­i­tale Spuren zu hin­ter­lassen und Sicher­heits­be­denken hat, der kann auch über einen eige­nen Serv­er, soge­nan­nte NAS Serv­er Sys­teme, daheim nach­denken.

Der Vorteil von Cloud Dien­sten liegt auf der Hand: Es ist kein zusät­zlich­es Equip­ment nötig, somit kein Extragewicht und ihr habt über­all darauf Zugriff. Hier geht nichts so ein­fach ver­loren.

Eine andere Möglichkeit ist es Dat­en an Fre­unde und/oder Fam­i­lie per WeTrans­fer oder ganz ein­fach per Mail (zumin­d­est bei kleineren Daten­men­gen) zu versenden.

Social Media

Klar, auf Face­book und Co. wer­den eure Bilder kom­prim­iert. Aber bess­er ein kom­prim­iertes Foto als gar kein Foto, oder? Und je nach­dem was ihr mit euren Fotos vorhabt, reicht vielle­icht sog­ar eine kom­prim­ierte Ver­sion. Es gibt allerd­ings auch die Möglichkeit die Bilder in hoher Auflö­sung bei Face­book hochzu­laden. Dafür ein­fach das Häkchen bei “High Qual­i­ty” anklick­en. Entsprechend dauert der Bilder Upload allerd­ings auch länger.

 

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