Brünstlkreuz

Die besten Frühjahrstouren in den Bayrischen Alpen

Posted: 3. Mai 2019

Der Früh­ling ist eine schwierige Zeit für uns Bergfre­unde: Oft hat es schon zu wenig Schnee für Ski­touren, aber noch zuviel Schnee zum Wan­dern. Trotz­dem gibt es ein paar schöne Touren, die dank ihrer südlichen Aus­rich­tung, Leichtigkeit und rel­a­tiv geringer Höhe einige schöne Früh­jahrsziele bieten. Ein biss­chen Schneegestapfe lässt sich freilich nicht ver­mei­den und Grödel im Gepäck sind immer eine gute Idee. Und mit ein wenig Glück hat man so manch einen bayrischen Klas­sik­er ganz für sich. 

Jochberg

Der Jochberg ist dank sein­er südlichen Aus­rich­tung sowie geringer Höhe schon früh im Jahr bege­hbar und erste Wahl für die erste Wan­der­tour des Jahres. Erst unter­halb des Gipfels find­en sich noch einige Schneer­este und dank Spuren von Vorgängern meist ohne Grödel zu meis­tern. Als Beloh­nung lockt eine gigan­tis­che Aus­sicht auf zwei von Bay­erns schön­sten Bergseen: Kochel- und Walchensee.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Jochberg (1.565m)
Gehzeit: 3h
Höhen­meter: 750hm
Aus­gangspunkt: Park­platz Kessel­berg (850m)
Schwierigkeit: T2 — Berg­wan­dern

Herzogstand

Der Her­zog­stand ist ein bayrisch­er Klas­sik­er und sel­ten so ein­sam wie im Früh­jahr. Die Hütte hat bis Ende April nur am Woch­enende geöffnet und so kann es passieren, dass man unter der Woche die wun­der­schöne Aus­sicht am Gipfel ganz für sich alleine hat. Als zusät­zlich­er Gipfel bietet sich der gle­ich daneben ste­hende Mar­tin­skopf ein. Die Grat­wan­derung hinüber zum Heim­garten ist jedoch erst im fort­geschrit­te­nen Früh­ling mach­bar. Start der Wan­derung ist fast der gle­iche wie zum Jochberg, ist aber auf­grund der anfangs östlichen Aus­rich­tung deut­lich länger mit Schnee geseg­net. Da der Auf­stieg jedoch größ­ten­teils auf bre­it­em Forstweg erfol­gt ist der Auf­stieg im Schnee unschwierig, aber dur­chaus anstren­gend.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Her­zog­stand (1.731m)
Gehzeit: 4h
Höhen­meter: 840hm
Aus­gangspunkt: Park­platz Kessel­bergsat­tel (880m)
Schwierigkeit: T2 — Berg­wan­dern

Wallberg

Auf den Wall­berg führt zwar ganzjährig eine Seil­bahn, aber auch der Win­ter­weg hin­auf zum Gipfel ist eine lohnenswerte Wan­derung. Auch der benach­barte Gipfel des Set­zbergs bietet eine schöne Gipfe­lal­ter­na­tive, wem es am Wall­berg zu voll sein sollte. Der Anstieg erfol­gt hier jedoch nord­seit­ig und es liegt deut­lich mehr Schnee als auf seinem berühmteren Nach­barn. Trotz Gondel wagen sich bei Schnee nur wenige Wan­der­er bis zum eigentlichen Gipfel des Wall­bergs vor, die Einkehr ist aber auch dem­jeni­gen willkom­men der zu Fuß raufkam. Eine weit­ere, etwas ruhigere Einkehr befind­et sich zu Fuße des Set­zbergs. Grödel sind je nach Schnee­lage beim steilen Schlus­sanstieg empfehlenswert. Auch als Rund­tour mit Abstieg über den Set­zberg möglich.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Wall­berg (1.722m)
Gehzeit: 4–5h
Höhen­meter: 900hm, mit Set­zberg 1.150hm
Aus­gangspunkt: Park­platz Tal­sta­tion Wall­berg­bahn (795m)
Schwierigkeit: T2 — Berg­wan­dern

Fockenstein

Auch die Wan­derung zum Fock­en­stein ist leicht, dank der Aueralm viel began­ge­nund somit selb­st bei Schnee gut zugänglich. Lohn für das Schneegestapfe sind die Gipfe­laus­sicht und Einkehr auf der ganzjährig geöffneten Aueralm. Die let­zten Höhen­meter zum Gipfel sind steil und Grödel von Vorteil. Für den Abstieg lässt sich auch der direk­ten Route fol­gen bei der man schnell durch den Schnee hinab hüpfen kann.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Fock­en­stein (1.564m)
Gehzeit: 4h
Höhen­meter: 750hm
Aus­gangspunkt: Park­platz Son­nen­bichl (820m)
Schwierigkeit: T2 — Berg­wan­dern

Hirschberg

Eben­falls ein Klas­sik­er in den Bayrischen Voralpen ist der Hirschberg. Der Anstieg über die Skip­iste ist rel­a­tiv steil, aber meist schon früh schneefrei. Ober­halb der Piste gilt es erst auf einem leicht ansteigen­den Forstweg und durch Altschneefelder zur Rauheckalm  zu gehen von wo aus es durch Schnee zum Gipfel zu stapfen gilt, der mit ein­er wun­der­schö­nen Aus­sicht auf den Tegernsee belohnt.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Hirschberg (1.668m)
Gehzeit: 3–4h
Höhen­meter: 900hm
Aus­gangspunkt: Park­platz Hirschber­glifte am Tegernsee (750m)
Schwierigkeit: T2 — Berg­wan­dern

Ettaler Manndl & Laber

Das Ettaler Man­ndl in den Ammer­gauer Alpen ist zwar ein Fels­gipfel, der sowohl Schwindel­frei­heit als auch Klet­terkön­nen ver­langt, ist jedoch auf­grund seines freis­te­hen­den Felsen früh schneefrei. Nur unter­halb des Felsens und dem Ein­stieg zum seil­ver­sicherten Steig zum Gipfel find­en sich meist noch Altschneefelder, die je nach Vorhan­den­sein ein­er Spur etwas knif­fe­lig zu queren sein kön­nten. Der Anstieg erfol­gt süd­seit­ig und somit mit rel­a­tiv wenig Schnee. Als Alter­na­tive oder Zusatz bietet sich die Querung hinüber zum Laber mit seinem ganzjährig geöffneten Berggasthof an. Ein weit­eres High­light sind die süßen Käl­bchen von der Schaukäserei nahe des Park­platz.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Ettaler Man­ndl (1.633m) & Laber (1.686m)
Gehzeit: 3–4h
Höhen­meter: 780hm, mit Laber 900hm
Aus­gangspunkt: Ettal (875m)
Schwierigkeit: T2 — Berg­wan­dern bzw. Klet­ter­steig A/B

Brünstlkopf

Der erste Teil der Tour auf den Brün­stlkopf führt über Forststraße, erst an der Abzwei­gung zum Gipfel mün­det der Weg in einen Steig auf dem der Schnee es einem je nach Höhe schw­er machen kann. Die let­zten Meter zum Gipfel wer­den fel­sig, erfordern Trittsicher­heit und eine bere­its angelegte Spur. Zuerst kommt man am aus­sicht­sre­ichen Brün­stlkreuz mit Bank an und wenige Meter weit­er erre­icht man den kreu­zlosen und nur wenig höheren Brün­stlkopf. Bei wenig Schnee und gespurtem Weg ist auch eine Über­schre­itung zum Feldernkopf (1.928m) oder ein Über­gang über das Hasen­jöchl hinüber Notkar­spitze (1.888m) möglich. Am Ende der Tour bietet sich eine Einkehr im Gasthof am von Bergen umrahmten Pflegersee an.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Brün­stlkopf (1.752m)
Gehzeit: 4:30h
Höhen­meter: 1.000hm
Aus­gangspunkt: Park­platz Pflegersee (854m)
Schwierigkeit: T2 — Berg­wan­dern

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