Neuseeland: East Cape — Wo die Sonne zuerst aufgeht

Posted: 14. Dezember 2007

Cooks Cove Walkway

Der Tag begin­nt reg­ner­isch, aber ich bin voller Hoff­nung auf Besserung. So würde es wenig­stens nicht so heiß sein. Am Mor­gen gehe ich den Cooks Cove Walk­way. Ein Weg über Wei­de­land bis ans Meer. Min­destens 500 Schafe geben wegen mir ein Konz­ert und set­zen sich in Bewe­gung. Manche beäu­gen mich mis­strauisch bevor sie entschei­den wegzu­laufen. Es sieht so hüb­sch aus wie sie schauen. Nach dem Wei­de­land erre­icht man einen Look­out von wo aus man einen fan­tastis­chen Aus­blick auf das Meer hat. Dann geht es durch einen kleinen Wald nach unten. Bevor ich zur Cooks Cove gehe, bin ich am “Hole in the Wall“. Ein großer Felsen mit Durch­gang. Für diesen Moment zeigt sich auch die Sonne, per­fekt.

Dann gehe ich weit­er zur Cooks Cove, wo Cap­tain Cook 1769 lan­dete. Bei der Cooks Cove klet­tere ich auf einen Hügel von dem aus man bis zur Tola­ga Bay schauen kann, Neusee­lands läng­ste See­brücke (660m). Der Rück­weg gestal­tet sich trotz fehlen­der Sonne als ziem­lich anstren­gend. In dem Wald geht es lange bergauf bis man wieder den Hügel erre­icht.

An der Ostküste entlang bis zum Ostkap

Nicht weit war von dort aus befind­et sich die Tola­ga Bay mit ihrer See­brücke, wo es große kräftige Wellen gibt. Ich laufe ein­mal die Brücke ans Ende und wieder zurück. Die Straße windet sich weit­er durch grüne Hügel bis zur Toko­moru Bay, die man schon von oben sehen kann. Wun­der­schön. Dann weit­er zur Waipiro Bay. „An absolute stun­ner“ wie man auf Englisch sagen würde. Die kleine Kirche am Meer ist auch hüb­sch anzublick­en. Was für ein tollen Aus­blick man von dieser Kirche hat.

Es ist noch ein langer Weg die SH 35 ent­lang, die sich an der Küste der East Coast ent­lang windet. Bis zum East Cape fahre ich eine 20km Schot­ter­straße ent­lang, die es wirk­lich in sich hat. Langsam und vor­sichtig fahre ich weit­er bis zum Leucht­turm, auch wenn Valerie sich gerne mal weigern möchte.

Der Auf­stieg zum Leucht­turm dauert 25 Minuten und ist 661 Stufen lang. Der Leucht­turm selb­st stand früher auf der Insel, die nicht weit ent­fer­nt liegt. Der Leucht­turm wurde auseinan­derge­baut und am East Cape wieder aufge­baut, eben­so wie ein paar andere Häuser von der Insel. Zu viele Erd­brüche und andere Katas­tro­phen ereigneten sich, weswe­gen ein­fach umge­siedelt wurde. Am East Cape geht auf der ganzen Welt zuerst in die Sonne auf. Wir wer­den als erstes das Licht des neuen Jahres sehen.

Ein langer Weg an den Ostküstenstränden entlang

Der Rest des Weges stellt sich als viel länger her­aus als ich gedacht habe, trotz War­nung im Reise­führer, dass man lieber zwei Tage ein­pla­nen sollte. Ich fahre weit­er zur Hicks Bay, Wai­hai Bay und der pit­toresken Kirche von Raukoko­re.

In Omaio habe ich dann einen kleinen Unfall. Es hat ange­fan­gen zu reg­nen und so komme ich in ein­er schar­fen Kurve bei ein­er Tankstelle zum Rutschen was mich ein­mal quer über die Fahrbahn schleud­ert. Hin­ter mir ist ein Truck, aber zum Glück noch weit genug ent­fer­nt. Das hätte böse enden kön­nen. Dort tanke ich dann erst­mal und erhole mich von dem Schock. Valeries Reifen haben nicht mehr den besten Grip…

Im Regen geht es weit­er nach Hawai und Torere, mit vie­len schöne Strände. Endlich in Opo­to­ki angekom­men (Ende der SH 35), muss ich die SH 2 durch die Schlucht­en zurück nach Gis­borne, was eben­falls schi­er ewig dauert. Erst 22 Uhr trudel ich zu Hause ein. Der Weg war trotz­dem sehr schön. Immer an der Küste ent­lang, durch blühend rote Pohutukawa Bäume hin­durch.

Kirche von Raukokore
Kirche von Raukoko­re

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