Neuseeland: Fototour in Auckland

Posted: 5. August 2007

Als ich erwache sendet die Sonne ihre Strahlen in mein Fen­ster. Ich nehme ein Früh­stück zu mir, packe meine Sachen und trete hin­aus um eine Foto­tour für ein Pro­jekt zu begin­nen. Am Tag nach diesen vie­len und starken Regen­fällen fließen die Gullis über und ein Bach bildet sich die Straße nach unten. Er ergießt sich in ein­er Art unterirdis­chem Auf­fang­beck­en, das den Strom irgend­wo unter die Wiese leit­et. Ich muss vor­sichtig sein, damit ich mir keine nassen Füße hole. Kaum befinde ich mich draußen, ver­dunkelt sich der Him­mel und es fängt an zu reg­nen. An der Bahn­sta­tion angekom­men hat es sich zu einem mit­telschw­eren Unwet­ter entwick­elt.

In Down­town gehe ich zur „Tank Farm“, einem Indus­triege­bi­et am Meer mit vie­len inter­es­sant geformten Tanks. Am Meer wohnt ein Mann mit Hund einem Wohn­wa­gen. Direkt mit Blick auf die Har­bour Bridge. Der Aus­blick macht dem Spitz­na­men der Stadt „City of Sails“ alle Ehre. Denn trotz des durch­mis­cht­en Wet­ters find­en sich sehr viele Segel­boote im Wass­er. Die Sonne ver­steckt sich aber auch nicht lange und erfreut mich bald.

Ich spaziere zurück und hole mir einen Chai Lat­te bei Star­bucks um damit die Sonne auf ein­er Bank am Hafen zu genießen. Während dessen schreibe ich das hier. Ich beobachte Men­schen um mich herum. Wie die Fam­i­lie, deren Kind immer wieder am Gelän­der hochk­let­tern möchte, weil das Meer so span­nend ist und die Eltern immer ein wach­sames Auge haben müssen. Als das Kind Papas Son­nen­brille in die Hände bekommt um sie dann wieder abgenom­men zu bekom­men geht großes Gezeter los und die Fam­i­lie geht.

Während ich hier sitze verän­dert sich alles um mich herum. Fähren leg­en an und ab, Leute kom­men und gehen. Sie set­zen sich auf die Bänke um mich herum. Fam­i­lien, rauchende Men­schen, lesende Men­schen, trink­ende Men­schen, fotografierende Men­schen, eisessende Men­schen, in die Ferne blick­ende ihren Gedanken nach­hän­gende Men­schen. Vor die Sonne schieben sich immer wieder Wolken und man wartet sehn­süchtig bis sie vorüber ziehen und sich die Sonne wieder blick­en lässt. Ich muss an den Strand denken, der im Som­mer in mein­er Kind­heit sozusagen zweite Heimat war.

Wenn man aus dem Wass­er kam und die Wolken sich vor die Sonne schoben, fror man immer so und kon­nte es kaum erwarten bis die Sonne wieder her­vorkam. Wenn das geschah kon­nte man die weichen­den Schat­ten im Sand beobacht­en. Eben­so kon­nte man ver­suchen der Sonne hin­ter­herzu­laufen wenn die Wolken sich vor sie schoben. Ein dun­kles Band schien sich über den Strand zu leg­en.

Als eine große dun­kle Wolke kommt, ste­he ich auf, ger­ade rechtzeit­ig um dem näch­sten Regen zu ent­ge­hen. Ich spaziere ein biss­chen die Queen Street ent­lang und nehme dann den Zug zurück nach Mt Albert. Als ich wiederkomme ist der unterirdis­che Abfluss über­flutet und im Zuge dessen auch die Wiese dahin­ter, wo es sich eine Ente bere­its gemütlich gemacht hat. Als ich durch die Tür trete finde ich einen Zettel vor, der einen Rohrbruch bekan­nt gibt. Daher kommt wohl das viele Wass­er auf der Straße. Wenn das so weit­erge­ht, haben wir wenig­stens Wasserblick. Die Sonne scheint noch mal mit ihrer let­zten Kraft in mein Fen­ster.

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