Fränkische Schweiz: Ausflug ins Frankenjura — Klettern & Unterwelt

Posted: 3. Mai 2015

Das Franken­ju­ra ist mit über 10.000 Routen das größte Klet­terge­bi­et Deutsch­lands. Es liegt in der Nähe von Nürn­berg, Amberg und Bayreuth. Die meis­ten Routen im Franken­ju­ra sind eher in den oberen Graden zu find­en, aber bei Gößwe­in­stein gibt es auch ein paar leichtere Routen.

Das Wet­ter im Süden Deutsch­lands lässt mal wieder zu wün­schen übrig, also flücht­en wir gen Nor­den ins Franken­ju­ra, genauer zu einem Camp­ing­platz in Allers­dorf. Nur 100m vom Zelt­platz auf dem “Korm­er­shof” befind­en sich im Fels die drei Sek­toren des Lin­den­steins. Wir gehen zum drit­ten Sek­tor “Hex­en­meis­ter” und vergnü­gen uns dort in eini­gen Routen. Der Fels ist super grif­fig, aber wie es im Franken­ju­ra so üblich ist, sind die Absicherun­gen recht spär­lich gesät. Die erste Absicherung befind­et sich in 3m Höhe, auf 12m find­en sich gerne mal nur zwei Bohrhak­en. Der Fels ist jedoch bestens geeignet um ein paar Schlin­gen zu set­zen — Fel­snasen und San­duhren find­en sich hier alle Nase lang. Auch Klemmkeile kön­nten in der ein oder anderen Route sich­er von Vorteil sein.

Wir sind erst später am Abend am Fels und teilen uns den Fels nur mit ein­er Kinder­gruppe — im Franken­ju­ra sind leichte Routen Man­gel­ware und wohl eher bei Kindern beliebt. Franken­klet­ter­er sind meis­tens eher in den höheren Routen unter­wegs, der­er es viele gibt. Dementsprechend über­laufend kön­nten die leichteren Routen an guten Tagen sein.

Unter www.frankenjura.com/klettern kann man sich Über­sicht über die vie­len ver­schiede­nen Felsen ver­schaf­fen.

Wir klet­tern bis zur Däm­merung und kehren dann zu unserem Zelt zurück. Der Mond scheint uns ins Zelt — ein schön­er Abend.

Teufelshöhle

Der näch­ste Tag wird lei­der nicht so gut wie ver­sprochen. Es reg­net den ganzen Son­ntag durch. Bestens geeignet für einen ver­reg­neten Tag ist die “Teufelshöh­le”, die Tropf­stein­höh­le Pot­ten­stein, die kon­stant bei 9°C liegt. Die Teufelshöh­le ist die größte der ins­ge­samt ca. 1.000 Höhlen der Fränkischen Schweiz. Die Höh­le ist etwa 3km lang, die Hälfte davon ist mith­il­fe von 400 Stufen für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die erste Halle der Höh­le nen­nt sich “Teufel­sloch” und ist ca. 10m hoch und von 15m Fels bedeckt. Erst 1922 wurde die weit­ere Höh­le ent­deckt. Kurz danach lassen sich schon die ersten Sand­stein-For­ma­tio­nen begutacht­en, feucht­glitzernde Sta­lagtiten und -niten find­en sich an allen Eck­en und Enden. Die Sand­ste­in­for­ma­tio­nen sind zwis­chen 10.000 und 12.000 Jahre alt. Es dauert 13 Jahren um 1mm Sand­stein wach­sen zu lassen.

Sog­ar ein 30.000 Jahre altes, kom­plettes Höh­len­bären-Skelett lässt sich bewun­dert. Der Bär war etwa 3,5m hoch und wog über 400kg schw­er.

Die höch­ste Halle ist 13m hoch und darüber befind­en sich 44m Gestein.  Hier befind­en sich auch die ältesten Sand­ste­in­for­ma­tio­nen der Teufelshöh­le — über 300.000 Jahre alt.


FAKTEN ZUM KLETTERGEBIET
Klet­ter­ge­biet Lin­den­stein
Stand­ort: Allers­dorf, Deutsch­land
Zustieg: 100m durch den Wald
Rou­ten: 36 Rou­ten in drei Sek­toren, III bis VIII, Schwer­punkt jedoch im IV. bis VI. Grad.
Mehr zum Klet­terge­bi­et Lin­den­stein gibt’s hier.

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