Frankreich: Roadtrip durch Westfrankreich — Von Bordeaux in die Normandie

Posted: 29. April 2019

West­frankre­ich — Das sind end­lose Strände, mit­te­lal­ter­liche Städte und ganz viel Sonne. Der Atlantikküste nach Nor­den fol­gend erkun­den wir die Gassen von Bor­deaux, die Strände vor La Rochelle und der Île de Ré, die mech­a­nis­chen Wun­der von Nantes, die Bre­tagne mit dem mit­te­lal­ter­lichen St Malo und schließlich der pit­toresken Klosterin­sel Mont St Michel mit­ten im Wat­ten­meer der Nor­mandie.

Bordeaux

Den Anfang unseres Road­trips macht Bor­deaux, das wir die ersten Tage erkun­den. Bor­deaux ist vor allem bekan­nt für Wein, den man in zahlre­ichen Touren in und um Bor­deaux testen kann. Bor­deaux wird auch “La Belle Au Bois Dor­mant” (Schlafende Schön­heit) genan­nt. Tat­säch­lich kann man hier keine großen Sehenswürdigkeit­en erwarten. Durch die Gassen zu schlen­dern, an den Ufern der Garonne zu flanieren, in den zahlre­ichen Cafés und Restau­rants einzukehren und ein Glas Wein genießen ist ein Erleb­nis an sich, das kein Reise­führer beschreiben muss. Vom Turm der Kathe­drale St André genießen wir einen wun­der­schö­nen Aus­blick über die gesamte Stadt.

La Rochelle

Nach zwei Tagen in Bor­deaux machen wir uns auf den Weg Rich­tung Nor­den. Am Strand von Aytré lassen wir den Tag bei einem wun­der­schö­nen Son­nenun­ter­gang und Wein ausklin­gen um am näch­sten Tag die “Weiße Stadt” La Rochelle zu erkun­den, die ihren Beina­men dank ihrer vie­len weißen Sand­ste­in­fas­saden erhielt. Von hier aus lassen sich Aus­flüge über das Meer zu kleinen Inseln machen, darunter die bekan­nte Fes­tund Fort Boyard. Es lässt sich aber auch ein ziem­lich entspan­nter Tag zwis­chen den Sand­stein­tür­men der Stadt ver­brin­gen, Mit­tag in ein­er Crêperie essen und dazu ein Cider trinken.

Île de Ré

Direkt vor der Haustür von La Rochelle liegt die 30km lange Insel Île de Ré, die beson­ders im Som­mer sehr beliebt ist. Kein Wun­der: Hier find­en sich ganz viel Strand, Wellen und Sonne. Falls es auch etwas Kul­tur sein darf bietet sich das Städtchen St Mar­tin dé Ré mit seinem kleinen Hafen und der Zitadelle an. Auf dem örtlichen Markt lassen sich leckere Spezial­itäten der Umge­bung verkösti­gen. Nicht weit von St Mar­tin ent­fer­nt find­et sich ein Leucht­turm mit spek­takulär­er Aus­sicht auf den Atlantik und umfan­gre­iche Salzfelder, die sich mit einem Spazier­gang erkun­den lassen.

Nantes

High­light von Nantes sind auf jeden Fall der riesige mech­a­nis­che Ele­fant und das Jules Verne Karus­sell hin­ter ihm als Teil von den “Machines de l’Île de Nantes”. Als großer Jules Verne Fan ist es eine große Freude eine sein­er von ihm inspiri­erten Fig­uren im “Car­rousel des Mon­des Marins” zum Leben zu erweck­en. Zahlre­iche Schal­ter und Hebel sor­gen für Spezial­ef­fek­te wie Rauch aus dem Maul eines Drachen oder Schaukeln eines Boots. Ein fan­tastis­ches The­ater, das eine Traumwelt zum Leben erweckt.

Vor dem Karus­sell wartet der 12m hohe “Grand Ele­phant” ent­fes­selt zu wer­den und Schaulustige mit Wass­er aus seinem mech­a­nis­chen Rüs­sel zu bespritzen. Auf ihm find­en 50 Men­schen Platz, die sich 40 Minuten lang von ihm tra­gen lassen kön­nen. Dazu gehört noch eine Art Galerie in der man sich weit­ere mech­a­nis­che Kon­struk­tio­nen anse­hen kann sowie einen Pro­to­typ für eine weit­ere Attrak­tion: Einen bege­hbaren Baum, der von mech­a­nis­chen Krea­turen bevölk­ert wird.

Daneben bieten sich für weniger schönes Wet­ter ein Besuch des Kun­st­mu­se­ums, der Kathe­drale St Pierre et Paul und des Châteaus de Ducs de Bre­tagne an während zahlre­iche Crêpe­rien in den engen Gassen der Alt­stadt für das leib­liche Wohl sor­gen. Ich tue mich lei­der schw­er mit typ­isch franzö­sis­chen Restau­rants, da die Gerichte meist sehr fleis­chlastig sind. Crêpe­rien sind da eine gute Alter­na­tive.

Saint Malo

Weit­er geht’s in die Bre­tagne und zu der ummauerten Stadt St Malo. Rund herum schla­gen Wellen an die Strände und die Häfen sind voller Segel­boote, deren Mas­ten in den blauen Him­mel ragen. Nicht allein die Stadt selb­st ist einen Spazier­gang wert, son­dern vor allem die Strände rund um die Mauern mit der kleinen vorge­lagerten Felsin­sel Île du Grand Bé sind wun­der­schön. Uns umwe­ht kalter Wind während wir Meer und Hafen erkun­den, der bere­its den Herb­st ankündigt und doch mögen wir gar nicht mehr hier weg.

Atlantikküste

Auf dem weit­eren Weg nach Mont Saint Michel lässt sich noch die wun­der­schöne Atlantikküste bewun­dern. Bei den Fels­for­ma­tio­nen, die ein Mönch im 19. Jahrhun­dert in den Fels geschla­gen hat, lässt sich eine her­rliche Küsten­land­schaft bestaunen. Ignori­ert ein­fach die Kasse am Ein­gang zu den Fels­for­ma­tio­nen und fol­gt links dem GR34 um zu wun­der­schö­nen Klip­pen und Strän­den zu gelan­gen.
Ein Stück weit­er befind­et sich der Aus­sicht­spunkt an den Klip­pen vom Kap Pointe du Grouin.

Mont Saint Michel

Als let­ztes High­light auf unser­er Reise ste­ht die ikonis­che Insel Mont St Michel mit seinen Gäss­chen, steilen Mauern und Türm­chen auf dem Pro­gramm. Mit­tler­weile ermöglicht eine Brücke die Insel stets zu erre­ichen während sie vor ein paar Jahren nur zu Zeit­en der Ebbe besucht wer­den kon­nte. Wir besuchen die Insel ein­mal am Abend, wo abendliche Lichter eine ganz beza­ubernde Atmo­sphäre schaf­fen, und sich zudem die Massen des Tages bere­its zurück gezo­gen haben. Und wenn der Mond über dem Meer aufge­ht wird die Szener­ie in ein Licht getaucht, das fast zu kitschig wird. Tagsüber bietet es sich bei Ebbe an ein­mal um die Insel durch das Wat­ten­meer zu spazieren — so ent­ge­ht man pri­ma den Massen, die sich inner­halb der Mauern tum­meln.

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