Goinger Halt: Kraxelei im Wilden Kaiser

Posted: 20. September 2019

Die Hin­tere Goinger Halt zählt zu den ein­facheren Gipfeln des Wilden Kaisers, aber bietet trotz­dem einige Krax­el­stellen im Gipfel­bere­ich. Die Vordere Goinger Halt erfordert jedoch berg­steigerisches Kön­nen und einen guten Ori­en­tierungssinn.

Der Anfang führt über eine bre­ite Forststraße durch idyl­lis­ches Almgelände mit Kühen bis zur Gaudea­mushütte. Von hier biegen wir links ab und gehen durch das Kübelkar in zahlre­ichen Ser­pen­ti­nen zuerst durch Latschen­gassen, dann durch Geröllfelder bis zum Ell­mauer Tor. Es ist unglaublich heiß heute und der süd­seit­ige Anstieg fordert seinen Trib­ut. Das let­zte Stück zum Ell­mauer Tor wartet mit einem Altschneefeld auf. Wahnsinn, wie sich der Schnee des Win­ters lange in schat­ti­gen Eck­en des Wilden Kaisers hält. Eine kurze Krax­elei später ste­hen wir am Ell­mauer Tor, wo sich ger­ade jemand vom Helikopter abseilen lässt. Warum lässt sich nicht erken­nen, vielle­icht eine Übung.

Von hier wan­dern wir über ein steiles Schro­fen­feld und leichter Klet­terei im Fels zum Gipfel der Hin­teren Goinger Halt. Hier wartet eine grandiose Aus­sicht auf die geza­ck­ten Fels­gipfel des Wilden Kaisers. Und erstaunlicher­weise teilen wir das winzige Gipfelplateau nur mit ein paar Dohlen, obwohl am Ell­mauer Tor noch soviel los war. Direkt gegenüber sehen wir die Fleis­chbank in dessen Flanken sich ger­ade einige Klet­terei hin­auf mühen.

Vordere Goinger Halt

Die Goinger Halt beste­ht eigentlich aus zwei Gipfeln: Der leichter zu erre­ichen­den Hin­teren Goinger Halt und der anspruchsvollen Vorderen Goinger Halt, der nur erfahre­nen Berg­steigern vor­be­hal­ten ist. Von der Hin­teren Goinger Halt kom­mend zweigt ein unbeschildert­er Pfad nach links zur Vorderen Goinger Halt ab. Bald schon geht der Pfad in Fels­gelände im I. bis II. Grat über. Lei­der gibt es keine Markierun­gen, nur Stein­man­ndl weisen hier und da den Weg. Diese kennze­ich­nen aber nicht immer die ein­fach­ste Auf­stiegsvari­ante. Wir steigen durch Rin­nen und fol­gen den Stein­man­ndln. Als wir vor einem steilen Abhang ste­hen wis­sen wir nicht mehr weit­er und gehen schließlich zurück, da wir den weit­eren Weg nicht find­en. Offen­bar hät­ten wir erst­mal nach oben klet­tern müssen um den weit­eren Weg zu find­en. Immer­hin sehen wir noch ein paar uns neugierig mustern­den Gämse.

Der Abstieg erfol­gt auf dem Anstiegsweg.


FAKTEN ZUR TOUR

Berg­tour Hin­tere Goinger Halt (2.192m) und Vordere Goinger Halt (2.242m)
Gehzeit: 5h
Höhen­meter: 1.100 hm
Aus­gangspunkt: Wochen­brun­ner Alm (1.083m)
Schwierigkeit: Hin­tere Goinger Halt: T3+ — anspruchsvolles Berg­wan­dern // Vordere Goinger Halt: T5 / II.Grat

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