Überschreitung der Blauberge

Halserspitze: Überschreitung der Blauberge

Posted: 5. November 2019

Die genuss­re­iche Über­schre­itung der Blauberge zur Halser­spitze ver­langt etwas Aus­dauer und Trittsicher­heit. Die weite Grat­wan­derung belohnt uns mit einem fan­tastis­chen Panora­ma von den Hohen Tauern über die Bayrischen Voralpen bis zur Zugspitze.

Vom Wan­der­park­platz laufen wir zunächst auf der Straße zum Wild­bad. Hin­ter dem Gasthof „Altes Bad“ führt ein bre­it­er, flach­er Weg über die Sieben­hüt­ten, dann durch den Wald Rich­tung Wolf­ss­chlucht. Atmo­sphärisch umspie­len Wolken­fet­zen die Berggipfel um uns herum. Der Weg geht in einen Pfad über, der am Bach ent­lang durch die wilde Wolf­ss­chlucht führt. Immer mal wieder gilt es den Bach dabei zu über­queren. Dann steigt der Pfad bei einem Wasser­fall in die Fel­swand ein und mit Hil­fe von Draht­seilen schwin­gen wir uns empor. In Ser­pen­ti­nen, in der sich Klet­ter­stellen immer mal wieder mit waldigem Gehgelände abwech­seln, geht es aufwärts. Zum Schluss führt eine Querung anhand eines Draht­seils aus der Wolf­ss­chlucht her­aus.

Am grasi­gen Blaubergkamm angekom­men wan­dern wir im ein­fachen und flacheren Latschen­gelände weit­er aufwärts. Die Abzwei­gung zum Schilden­stein lassen wir dabei dabei unbeachtet. Nun gilt es einige unbekreuzte Gipfel zu über­schre­it­en – Predigt­stuhl, Wichtlplat­te, Blaubergschneid, Blaubergkopf und Kar­spitze. Hin­ter dem Predigt­stuhl fol­gen wir ein­er falschen Spur mit­ten in die Latschen, durch die wir uns kämpfen müssen. Glück­licher­weise tre­f­fen wir aber wieder auf den richti­gen Weg. Der richtige Steig ist nach rechts aus­gewichen anstatt ger­adewegs in die Latschen zu führen.

Überschreitung der Blauberge

Bald schon kön­nen wir das Ziel – das große Kreuz der Halser­spitze – in der Ferne erken­nen. Zuerst geht es jedoch im ständi­gen Auf und über die ver­schiede­nen kleinen Gipfel zur Halser­spitze, dem höch­sten Punkt des Grats. Der Weg ist lang, aber nie schwierig. Mit­tler­weile sind Wolken aufge­zo­gen, aber in der Ferne kön­nen wir die Hohen Tauern mit dem markan­ten Großvenedi­ger im Son­nen­licht leucht­en sehen. Von der Halser­spitze (1.862m) kön­nen wir die gesamte Über­schre­itung überblick­en sowie den Tegernsee, die Gipfel der Bayrischen Voralpen, Guf­fert und Zugspitze aus­machen.

Um die lange Rund­tour per­fekt zu machen steigen wir die Halser­spitze wieder hin­unter und hal­ten uns an der Abzwei­gung nach rechts Rich­tung Wild­bad Kreuth. Es gilt einige steile Felsstufen zu bewälti­gen, die sich mit schot­tri­gen Pas­sagen abwech­seln. Wir tauchen in licht­en Wald ein und erre­ichen eine kleine Hütte. Bald darauf müssen wir noch zwei Gege­nanstiege von etwa 50 Höhen­metern bewälti­gen. Gemütlich führt uns der Weg durch den Wald abwärts bis wir wieder auf den Anstiegsweg bei den Sieben­hüt­ten tre­f­fen.

 


FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Halser­spitze (1.862m) mit Über­schre­itung der Blauberge
Gehzeit: 5–6h
Höhen­meter: 1.200hm
Aus­gangspunkt: Wan­der­park­platz in Wild­bad Kreuth (783m)
Schwierigkeit: T3 — anspruchsvolles Berg­wan­dern

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