Die schönsten Herbstbergtouren in den Bayrischen Alpen

Posted: 2. November 2020

Der Herb­st ist eine schwierige Zeit für uns Bergfre­unde: Oft hat es noch zu wenig Schnee für Ski­touren, aber bere­its zuviel Schnee zum Wan­dern. Trotz­dem gibt es ein paar schöne Touren, die dank ihrer südlichen Aus­rich­tung, Leichtigkeit und rel­a­tiv geringer Höhe einige schöne Herb­stziele bieten. Ein biss­chen Schneegestapfe lässt sich oft nicht ver­mei­den und Grödel im Gepäck sowie eine Stirn­lampe sind immer eine gute Idee. Und mit ein wenig Glück hat man so manch einen bayrischen Klas­sik­er ganz für sich. 

Brecherspitze

Die Brech­er­spitze (1.683m) am Spitz­ingsee ist mit kurz­er Anfahrt und mit 3h Gehzeit wirk­lich schnell erre­icht. Ein Klas­sik­er und dementsprechend über­laufen, wenn man aber spät los­ge­ht hat man den Gipfel ganz für sich allein. Vom Spitz­ingsat­tel geht’s über bre­it­en Forstweg zur Oberen Firstalm. Nach etwa 45 Minuten bre­it­et sich ein Wiesen­hang vor uns aus. Ein Pfad schlän­gelt sich die Wiese hin­auf zu ein­er Wet­ter­sta­tion. Dann erstreckt sich vor uns der schöne, schrofige Grat. Es geht ein Stückchen hin­unter, dann über ein paar Felsen mit Draht­seilen ver­sichert wieder hin­auf und beina­he eben durch Latschen­gassen zum Gipfe­lauf­bau. Ein let­zter steil­er Auf­schwung und dann ste­hen wir am Gipfelkreuz, unter uns Spitz­ingsee und Schliersee — zu sehen viele bekan­nte und schon besteigene Gipfel der Voralpen: Brau­neck, Fock­en­stein, Jägerkamp, Rot­wand, Zwiesel und so viele mehr.

FAKTEN ZUTOUR
Berg­tour Brech­er­spitze (1.683m)

Gehzeit: 3,5h
Höhen­meter: 560m
Aus­gangspunkt: Spitz­ingsat­tel (1.129m)
Schwierigkeit: T2 — Bergwandern
Mehr zur Tour auf die Brech­er­spitze find­et ihr hier»

 

Teufelskanzel, Naunspitze & Petersköpfl

Diese Über­schre­itung von der Teufel­skanzel bis zum Peter­sköpfl im Zah­men Kaiser bietet eine abwech­slungs- und aus­sicht­sre­iche Rund­tour. Schmale, alte Spuren führen im steilen Gelände hin­auf bis zum Fel­sturm der Teufel­skanzel, die hoch über dem Inntal aus dem Wald her­aus ragt.

Über eine Rinne steigen wir im II- Gelände hin­auf und oben haben wir einen schö­nen Blick über das Inntal. Wir klet­tern ab und gehen zum näch­sten Felshügel, dem Rogerkopf. Von hier aus steigen wir hinab zur Forststraße. Wir sind nun wieder auf dem nor­malen Wan­der­weg und fol­gen diesem weit­er zur Naunspitze.

Nach der steilen Forststraße, gelan­gen wir in den Wald, wo sich der Pfad in Ser­pen­ti­nen hin­auf schlän­gelt. Erst hier begeg­nen wir dem ersten Schnee, der aber leicht zu durch­stapfen ist. Viele Leute sind an diesem her­rlichen Tag hier oben und haben den Schnee matschig getram­pelt. Schon bald ste­hen wir auf dem wun­der­schö­nen Gipfel der Naun­spitze. Von hier sehen wir die Aus­läufer des Wilden Kaisers, das Inntal sowie das Peter­sköpfl vor uns aufragen.

Das Peter­sköpfl ist nicht weit ent­fer­nt, wir klet­tern wieder ein Stück ab um dann über den Sat­tel zum Fuße des Peter­sköpfls zu gelan­gen. Jet­zt kön­nen wir den Wilden Kaiser kom­plett überblick­en — Schef­fauer, Zettenkaiser, Elmauer Halt — alles ist zu sehen. Über die Nord­seite steigen wir dann ab, wo noch deut­lich mehr Schnee liegt. Hier scheinen auch nicht allzu viele Leute gegan­gen zu sein, da wenige Spuren auszu­machen sind. Durch Latschen­gassen laufen wir wieder hinab bis zur Ritzau-Alm, wo wir dem Anstiegsweg begegnen.

Krähe

Die 2.010m hohe Krähe in den Ammer­gauer Alpen bietet eine her­rliche Aus­sicht bis über die Ammer­gauer hin­aus nach Füssen. Die Vari­ante über den Gabelschro­fen­sat­tel gibt der Tour auch einen anspruchsvollen Anstrich. Wir wan­dern durch den Wald hin­auf zum Nieder­straußbergsat­tel. Es fol­gt eine Querung und wir erre­ichen über Ser­pen­ti­nen den Gabelschro­fen­sat­tel. Wir begeben uns über den West­grat zur Krähe. Hier gilt es ein paar Klet­ter­stellen inner­halb ein­er Rinne zu über­winden bis wir das Gipfelkreuz erreichen.

Oben angekom­men erwartet uns ein her­rlich­er Blick und die Umrisse der schat­ti­gen Berge ragen bild­schön in den Him­mel. Die umliegen­den Ammer­gauer Berge, das Wet­ter­steinge­birge und das All­gäu bre­it­en sich vor uns aus. Die Sonne geht ger­ade unter und zaubert wun­der­schöne Licht­spiele zwis­chen die Gipfel. Wir haben diesen wun­der­schö­nen Anblick ganz für uns. Nur Dohlen gesellen sich zu uns und stre­it­en sich um die Brotkru­men unser­er Brotzeit. Für den Abstieg wählen wir die leichtere Vari­ante über das Fen­sterl. Über die bre­it­en Schro­fen­hänge der Krähe queren wir nach Osten um nach der Fen­sterl-Fels­for­ma­tion zwis­chen Krähe und Hoch­plat­te in den Wald einzutauchen.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Krähe (2.010m)

Gehzeit: 4,5h
Höhen­meter: 1.000 hm
Aus­gangspunkt: Park­platz Hotel Ammerwald
Schwierigkeit: T4 — Alpin­wan­dern (T3 — anspruchsvolles Berg­wan­dern bei der Vari­ante übers Fensterl)
Mehr zur Tour auf die Krähe find­et ihr hier»

Weitalpspitz

Wir starten auf der Forststraße, die uns in gemütlich­er Stei­gung bergauf bringt. Bald verzweigt sich der Weg und wir biegen rechts ab. Kurz darauf zweigt ein schmaler Waldp­fad rechts ab, der sich super­le­icht überse­hen lässt. Es gibt keinen Weg­weis­er oder Markierung, am besten schaut man hier auf sein GPS. Es geht schweißtreibend in Ser­pen­ti­nen durch den Wald, dabei sind ein paar Baum­stämme zu überkrax­eln. Der Pfad ist nicht markiert, aber die Steigspuren sind meist deut­lich zu erken­nen. Der Wald weicht langsam zurück, wir gelan­gen auf einen Rück­en und tre­f­fen auf eine kleine Hütte. Die ersten Blicke auf die umgebende Berg­welt wer­den frei. Wir gelan­gen auf einen latschenbe­stande­nen Gra­trück­en und erre­ichen kurz darauf den Gipfel und das hüb­sche Kreuz. Eine wun­der­schöne Aus­sicht auf die Ammer­gauer Berge und die Zugspitze erwartet uns oben. Es ist wun­der­bar warm in der Sonne wie sel­ten Ende Oktober.

Wir über­schre­it­en den Gipfel nach Nor­den und fol­gen nun durch Latschen und Restschnee dem Grat, der im Auf und Ab und schließlich steil durch Matsch hinab zum Weitalpjoch führt. Wir machen hier noch eine Pause auf der son­nenbeschienen Wiese bevor wir im Abstieg der Auf­stiegsroute zur Hoch­plat­te fol­gen. Hier gilt es  ein paar Baum­stämme und Flüsse mit rauschen­den Wasser­fällen zu überwinden.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Weitalp­spitz (1.870m)
Gehzeit: 3h
Höhen­meter: 815hm
Aus­gangspunkt: Klein­er Park­platz (1100 m), 700 Meter vor der Ammer­wald­hütte Rich­tung Plansee
Schwierigkeit: T2 - Berg­wan­dern

Hochries, Karkopf & Feichteck

Die Rund­tour über den Hochries, den Karkopf bis zum Feichteck bietet wun­der­schöne Aus­sicht­en auf die vom Schnee überzuck­erte Berg­land­schaft. Die ein­fache Tour ist gut für den win­ter­lichen Spätherb­st geeignet, nur beim Abstieg vom Karkopf ist Vor­sicht geboten.

Der Weg begin­nt matschig, dann auf ein­er Straße hin­auf. Wir zweigen auf einen Pfad ab und gelan­gen zügig hin­auf und bringt uns schon bald in den Schnee. Das Gelände öffnet sich und wir kom­men an der Spate­nau-Alm vor­bei. Nach einem bre­it­en Weg mit Blick auf Karkopf und Feichteck führt ein Pfad an weit­eren Almen auf Trep­pen­stufen hin­auf. Oben auf dem Kamm führt eine Querung nach links zum Hochries. Nach gut 650hm ste­hen wir am über­laufe­nen Hochries. Aus­sicht haben wir auf die Chiem­gauer Berge bishin zum Kaiserge­birge und zu den Hohen Tauern.

Wir gehen wieder den gle­ichen Weg zurück und wen­den uns dann am Schild ger­adeaus weit­er Rich­tung Karkopf und Feichteck. Zuerst geht es bergab bis wir im Sat­tel zwis­chen Hochries und Karkopf ste­hen. Hier geht es dann wieder hin­auf bis zum Gipfel des Karkopfs mit kleinem Kreuz. Beim Abstieg gibt es zwei, drei Steil­stufen krax­el­nd zu über­winden, wovon min­destens eine recht ungemütlich mit Schnee ist (kurze Stelle I). Die anderen sind glück­licher­weise trock­en und ein­fach zu meis­tern. Bei diesen Ver­hält­nis­sen ist es tat­säch­lich bess­er die Tour ander­sherum zu machen, sodass man die Klet­ter­stellen im Auf­stieg hat. Vom Karkopf geht es wieder bergab bis zum Sat­tel zwis­chen ihm und dem Feichteck, der Pölch­er Schneid. Nun tren­nen uns nur noch 15 Minuten durch den ver­schneit­en Wald bergauf vom Gipfel. Im Gegen­satz zum Hochries haben wir das Feichteck ganz für uns allein.

Wir gehen auf gle­ichem Weg zurück zum Sat­tel und von dort nach links hin­unter, den Schildern Rich­tung Spate­nau fol­gend. Hier gibt es zwei Wege abwärts und es ist etwas Aufmerk­samkeit erforder­lich den richti­gen Weg hinab zu wählen. Wir gelan­gen in hüb­schen Win­ter­wald und schließlich tauchen wir in die Wolk­endecke ab und dichter Nebel umschließt uns auf dem Weg bis zum Parkplatz.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Hochries (1.569m), Karkopf (1.4.96m) und Feichteck (1.514m)

Gehzeit: 3,5–4h
Höhen­meter: 840hm
Aus­gangspunkt: Park­platz in der Spate­nau (750m)
Schwierigkeit: T2 — Berg­wan­dern bis T3 — anspruchsvolles Berg­wan­dern (nur bei Abstieg vom Karkopf, kurze I‑er Stelle)
Mehr zur Tour auf Hochries, Karkopf und Feichteck find­et ihr hier»

Halserspitze

Die genuss­re­iche Über­schre­itung der Blauberge zur Halser­spitze ver­langt etwas Aus­dauer und Trittsicher­heit. Die weite Grat­wan­derung belohnt uns mit einem fan­tastis­chen Panora­ma von den Hohen Tauern über die Bayrischen Voralpen bis zur Zugspitze.

Hin­ter dem Gasthof „Altes Bad“ führt ein bre­it­er, flach­er Weg über die Sieben­hüt­ten, dann durch den Wald Rich­tung Wolf­ss­chlucht. Der Weg geht in einen Pfad über, der am Bach ent­lang durch die wilde Wolf­ss­chlucht führt. Dann steigt der Pfad bei einem Wasser­fall in die Fel­swand ein und mit Hil­fe von Draht­seilen schwin­gen wir uns empor. In Ser­pen­ti­nen, in der sich Klet­ter­stellen immer mal wieder mit waldigem Gehgelände abwech­seln, geht es aufwärts. Zum Schluss führt eine Querung anhand eines Draht­seils aus der Wolf­ss­chlucht heraus.

Am grasi­gen Blaubergkamm angekom­men wan­dern wir im ein­fachen und flacheren Latschen­gelände weit­er aufwärts. Nun gilt es einige unbekreuzte Gipfel zu über­schre­it­en – Predigt­stuhl, Wichtlplat­te, Blaubergschneid, Blaubergkopf und Kar­spitze. Bald schon kön­nen wir das Ziel – das große Kreuz der Halser­spitze – in der Ferne erken­nen. Zuerst geht es jedoch im ständi­gen Auf und über die ver­schiede­nen kleinen Gipfel zur Halser­spitze, dem höch­sten Punkt des Grats. Von der Halser­spitze (1.862m) kön­nen wir die gesamte Über­schre­itung überblick­en sowie den Tegernsee, die Gipfel der Bayrischen Voralpen, Guf­fert und Zugspitze ausmachen.

Um die lange Rund­tour per­fekt zu machen steigen wir die Halser­spitze wieder hin­unter und hal­ten uns an der Abzwei­gung nach rechts Rich­tung Wild­bad Kreuth. Es gilt einige steile Felsstufen zu bewälti­gen, die sich mit schot­tri­gen Pas­sagen abwech­seln. Wir tauchen in licht­en Wald ein und erre­ichen eine kleine Hütte. Bald darauf müssen wir noch zwei Gege­nanstiege von etwa 50 Höhen­metern bewälti­gen. Gemütlich führt uns der Weg durch den Wald abwärts bis wir wieder auf den Anstiegsweg bei den Sieben­hüt­ten treffen.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Halser­spitze (1.862m) mit Über­schre­itung der Blauberge
Gehzeit: 5–6h
Höhen­meter: 1.200hm
Aus­gangspunkt: Wan­der­park­platz in Wild­bad Kreuth (783m)
Schwierigkeit: T3 — anspruchsvolles Bergwandern
Mehr zur Tour der Über­schre­itung der Blauberge zur Halser­spitze find­et ihr hier»

Rotwand

Die Rot­wand ist ein­er der beliebtesten Münch­n­er Haus­berge und ein Ort wo man als Münch­n­er Kindl mal gewe­sen sein muss. Wir starten hin­ter der Wurzhütte auf der Bergstraße, erst seicht bergauf, vor­bei an der Unteren Maxl­rain­er-Alm, dann über einen steilen Wald­steig direkt an der Skip­iste hin­auf bis zur Tauben­stein Bergsta­tion. Wir machen einen kleinen Abstech­er auf den Gipfel des Tauben­steins (1.693m) und genießen den Aus­blick auf die Berg­welt von hier. Dann gehen weit­er über Stock, Stein und Schnee bis zur Rot­wand und wir besteigen auch diesen Berg. Wieder mal eine wun­der­schöne Aus­sicht. Nach aus­giebiger Berg­panora­ma-Schau begin­nen wir wieder den Abstieg über das Rot­wand­haus und eine Forststraße nach unten. Wer noch Kraft hat kann den Gipfel der Alten Rot­wand besteigen, einem schö­nen Fels­gupf vor der Rotwand.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Rot­wand (1.884m)
Gehzeit: 4,5h
Höhen­meter: 850hm
Aus­gangspunkt: Park­platz an der Kirche in Spitz­ingsee (1.080m)
Schwierigkeit: T2 — Bergwandern
Mehr zur Tour auf die Rot­wand find­et ihr hier»

Teufelstättkopf

Die abwech­slungsre­iche Rund­tour über den Teufelsstät­tkopf führt zuerst durch die Schleifmühlen-Klamm, die mit Wasser­fällen und Gumpen geseg­net ist. Auf der Forststraße geht es weit­er hin­auf bis zum Pürschling-Haus. In ein­er Querung wan­dern wir Rich­tung Teufel­stät­tkopf, dessen let­zte Meter mit ein­er Krax­el­tour an Draht­seilen enden. Von oben haben wir die Aus­sicht auf viele bekan­nte Berge wie dem Krot­tenkopf, Zugspitze und die Berge der Ammer­gauer Alpen wie Hoch­plat­te und Klamm­spitze. Abwärts fol­gen wir dem Grat durch Latschen zur Küh-Alm, von wo es wieder zum Anstiegsweg zurückgeht.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Rot­wand (1.884m)
Gehzeit: 4,5h
Höhen­meter: 850hm
Aus­gangspunkt: Park­platz an der Kirche in Spitz­ingsee (1.080m)
Schwierigkeit: T2 — Bergwandern

Krottenkopf

Die Tour auf den Krot­tenkopf ist kon­di­tionell anspruchsvoll, da sie mit reich­lich Höhen­meter aufwartet. Dafür belohnt einen die schöne Aus­sicht vom höch­sten Gipfel der Bayrischen Alpen. Über Almwiesen und durch Wald geht es steil hin­auf bis zur Schafalm. Der Wald lichtet sich mehr und mehr und wir gelan­gen ins ver­schneite Frick­enkar. Wir erre­ichen die Weil­heimer Hütte, die sich auf einem Sat­tel zwis­chen Kareck und Krot­tenkopf befind­et, und schließlich in Ser­pen­ti­nen den Gipfel des Krot­tenkopfs. Hier bietet sich ein schönes Panora­ma über die Bayrischen Voralpen, Kar­wen­del, Wet­ter­steinge­birge, Ammer­gauer Alpen bishin zu den ent­fer­n­ten Gipfeln der Lech­taler und All­gäuer Alpen.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Krot­tenkopf (2.086m)
Gehzeit: 7h
Höhen­meter: 1.430hm
Aus­gangspunkt: Wan­der­park­platz in Ober­au (ca. 660m)
Schwierigkeit: T3 — anspruchsvolles Bergwandern

Aufacker

Die Wan­derung auf den Großen und Kleinen Aufack­er ist leicht und ver­läuft stets auf ein­fachen Wan­der­we­gen, was die Tour auch win­ter­tauglich macht. Vom Park­platz geht’s hinein in den Wald. Lich­tun­gen und Wald wech­seln sich ab bis wir auf die Forststraße gelan­gen. Diese über­queren wir und fol­gen dem Wald, der wieder zurück in den Wald geht. Wir wan­dern an einen Kamm hin­auf bis wir die freien Hänge vor dem Gipfel des Großen Aufack­ers erre­ichen. Den unbekreuzten Gipfel des Kleinen Aufack­ers kann man mit einem 10-minüti­gen Abstech­er mitnehmen.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Aufack­er (1.545m)
Gehzeit: 3,5h
Höhen­meter: 660hm
Aus­gangspunkt: Park­platz Wellen­Berg, Ober­am­mer­gau (880 m)
Schwierigkeit: T2 — Bergwandern

Schweinsberg

Die ruhige Tour auf den Schweins­berg bietet schöne land­schaftliche Ein­drücke und tolle Aus­blicke. Über Forststraße erre­ichen wir die Kesse­lalm, die bis in den Novem­ber hinein bewirtschaftet ist. Weit­er geht’s auf de Straße Rich­tung Bre­it­en­stein. Kurz nach der Alm zweigt der Weg auf die Wiesen­hänge querend ab. Der Weg führt einen Rück­en hin­auf und bietet schöne Aus­sicht­en. Wir erre­ichen einen Sat­tel und fol­gen dem Weg­weis­er nach links durch licht­en Wald zum Gipfel des Schweinsbergs.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Schweins­berg (1.514m
)
Gehzeit: 3,5h
Höhen­meter: 670hm
Aus­gangspunkt: Park­platz von Birken­stein (853 m)
Schwierigkeit: T2 — Bergwandern

Dürrnbachhorn

Die Rund­tour über das Dür­rn­bach­horn ist trotz ihrer Kürze eine über­raschend schöne Tour und bietet großar­tige Aus­blicke. Wir fol­gen der Straße, vor­bei der Nos­tal­giebahn, mit der man auf ein­fache Art hin­aufge­lan­gen kann. Kurz vor der Dür­rn­bachalm führt ein steil­er Wiesen­weg hin­auf zur Bergsta­tion der Bahn, von wo wir bere­its eine wun­der­volle Aus­sicht haben. Hier gibt es auch eine Einkehr, die bis in den Okto­ber hinein geöffnet hat. Von hier sind es noch ein paar steile Höhen­meter hin­auf zum Gipfel des Dür­rn­bach­horns. Von hier haben wir einen her­rlichen Aus­blick auf den Wilden Kaiser, Lofer­er Stein­berge und Watz­mann. Zum Abstieg über­schre­it­en wir das Dür­rn­bach­horn und fol­gen dem Grat hinab zur Fin­ster­bachalm. Bei Nässe ist dieser Weg recht matschig und rutschig. Von der Alm führt eine Forststraße zurück zum Parkplatz.

FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Dür­rn­bach­horn (1.776mm
)
Gehzeit: 3h
Höhen­meter: 630hm
Aus­gangspunkt: Win­kl­moosalm (1160m)
Schwierigkeit: T2 - Berg­wan­dern

Kofel & Brunnbergkammüberschreitung

Der Kofel ist ein deut­lich her­aus­ra­gen­der Fels­gipfel ober­halb von Ober­am­mer­gau. Eine schöne kurze, aber knack­ige Tour mit Finale am Fels. Vom Wan­der­park­platz gehen wir über Teer­straße in den Wald hinein und gelan­gen schon nach kurz­er Zeit auf den Wald­weg, der sich in Ser­pen­ti­nen hin­auf windet. Wir sehen schon die ersten steilen Fel­swände des Kofels vor uns aufra­gen und erre­ichen den Kofel­sat­tel. Über den schrofi­gen Wal­drand gehen wir zum Gipfe­lauf­bau und über die ersten Draht­seil­sicherun­gen hin­auf. Hier kann man ohne die Draht­seil­sicherun­gen schön krax­eln, Trittsicher­heit und Schwindel­frei­heit vorausgesetzt.

Über einen let­zten steil­eren Rück­en erre­ichen wir das Gipfelkreuz und genießen die fan­tastis­che Aus­sicht zum Ettaler Man­ndl und Laber. Es geht wieder hin­unter und zurück zum Kofel­sat­tel und wir machen uns hier über die Kol­ben­sat­tel­hütte an den Abstieg. Wir queren ohne an viel Höhen­meter zu ver­lieren die bewalde­ten Nord­hänge von Rap­penkopf und Brunnberg, deren geza­ck­te Gipfel dur­chaus auch span­nend ausse­hen. Nach ein­er Weile kreuzt der Forstweg, der an der Kol­be­nalm zurück ins Tal führt.

Eine andere Vari­ante ist die abwech­slungsre­iche Über­schre­itung des Brunnbergkamms zum Zahn, wenn die Ver­hält­nisse es zulassen.E Dafür schla­gen wir hin­ter dem Kofel­sat­tel einen unschein­baren Pfad links des Weges ein. Der Weg ist nicht markiert und der Pfad ver­liert sich immer mal wieder im Wald. Es geht im Auf und Ab über teil­weise aus­ge­set­zte Stufen und Felsen. Diese Wan­derung ist her­rlich ein­sam und erfordert absolute Trittsicher­heit. Schließlich gelangt man auf diesem Weg eben­falls zur Kolbensattelhütte.

FAKTEN ZU DEN TOUREN
Berg­tour Ober­am­mer­gauer Kofel (1.342m)
Gehzeit: 3 bis 3,5h
Höhen­meter: 560hm
Aus­gangspunkt: Ober­am­mer­gau (837m)
Schwierigkeit: T3 — anspruchsvolles Berg­wan­dern / I. Grad

Berg­tour Über­schre­itung Brunnbergkamm 
Gehzeit: 4h
Höhen­meter: 950hm
Aus­gangspunkt: Ober­am­mer­gau (837m)
Schwierigkeit: T3 — anspruchsvolles Berg­wan­dern / I. Grad

Hochblasse

Am Hotel Ammer­wald gehen wir über den Schützen­steig hin­auf zur Jäger­hütte. Erst auf Forststraße, dann schnell auf steilen Kehren in 1,5h hin­auf zur Hütte auf 1.431m. Wir fol­gen den Spuren hin­auf, kämpfen uns durch den Schnee.  Eis­ern stapfen wir langsam voran. Über einen Grat geht es durch Latschen­gelände weit­er über den Schnee zum Gipfel der Hochblasse. Die Hochblasse ist ver­hält­nis­mäßig ein­sam und bietet viel Platz am grasi­gen Gipfel­hang. Von hier hat man wun­der­schöne Aus­blicke auf die Ammer­gauer Bergwelt.

Feigenkopf & Grubenkopf

Feigenkopf und Grubenkopf sind eher ein­same Wan­derun­gen. Wir gehen auf ein­er nur leicht bergauf führen­den Forststraße hinein ins Säger­tal an dessen Seite ein munter­er Bach fließt. Dann gelan­gen wir langsam weit­er hin­auf bis der Weg steil­er ansteigt und in den Wald hinein führt. Aus dem bre­it­en Weg wird ein schmaler Pfad, der bei Schnee nicht ger­ade leicht zu find­en ist, und wir gehen erst durch den Wald und dann über matschige Wiesen­hänge bis zum Bäck­e­nalm­sat­tel auf 1.309m.

Der Pfad geht rechts weit­er und wir queren steile Wiesen­hänge bis wir schließlich die son­nige Hochebene erre­ichen, wo eine kleine Hütte ste­ht. Wir wan­dern auf den bre­it­en Wiesen­rück­en des Feigenkopfs hin­auf, kom­men dabei zuerst über den Hirschwang und schließlich über einen Wiesenkamm zum kreu­zlosen Gipfel des Feigenkopfs. Von hier haben wir einen schö­nen Blick auf die Klamm­spitze, die man von hier erre­ichen kann. Die lassen wir links liegen und steigen stattdessen ab und ab der Hochebene links hal­tend noch hin­auf auf den Grubenkopf, der eben­falls einen her­rlichen Aus­blick auf die Ammer­gauer Berg­welt bietet.

Berg­tour Feigenkopf (1.868m) & Grubenkopf
Gehzeit: 4,5h
Höhen­meter: 1.000hm
Aus­gangspunkt: Park­platz Säger­tal im Graswang­tal (970m)
Schwierigkeit: T3 — anspruchsvolles Bergwandern

Eibsee & Partnachklamm

Wenn alle Stricke reißen sind der Eib­see und die Part­nachk­lamm immer einen Besuch wert. Ein etwa zweistündi­ger Wan­der­weg führ ein­mal ring­sum den Eib­se hin­ter dem die Zugspitze 2.000m über uns thront. Die Part­nachk­lamm ist auch im Win­ter ein schönes Aus­flugsziel, wenn über­all Eiszapfen hän­gen. Die Part­nachk­lamm ist immer schön — egal bei welch­er Wet­ter­lage. Zu jed­er Jahreszeit hat sie ihren eige­nen Charme, eine beson­dere Atmosphäre.

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