Hochplatte & Hochblasse: Gratwanderung in den Ammergauern

Posted: 22. September 2019

Die Hoch­plat­te in den Ammer­gauer Alpen ist ein beliebter Gipfel, der eine ein­drucksvolle Grat­wan­derung bietet. Die Hochblasse lässt sich bei der abwech­slungsre­ichen Rund­tour sehr gut mit ein­bauen und hier find­et sich auch noch ein biss­chen Ein­samkeit im Ver­gle­ich zur Hoch­plat­te.

Durch das mit Wasser­fällen durch­set­zte Roggen­tal geht es ent­lang eines Bach­es steil hin­auf. Der Wald lichtet sich immer mehr und wir erre­ichen eine Wegverzwei­gung und hal­ten uns links um weit­er Rich­tung Fen­sterl aufzusteigen. Hier lässt sich bald das erste Zwis­chen­ziel aus­machen: Der Sat­tel zwis­chen Hoch­plat­te und Hochblasse. Der Weg zieht sich nun durch offenes Gelände in Ser­pen­ti­nen hin­auf und gibt den Blick auf die Umge­bung frei. Rechts von uns erhebt sich die Fel­swand der Hoch­plat­te, links von uns lässt sich der Weg zur Hochblasse erah­nen. Vom Sat­tel gibt es eine schöne Aus­sicht auf den Gipfel der Krähe vor uns und wir sehen schon die vie­len Men­schen, die am Rück­en der Hoch­plat­te hin­auf­steigen.

Besteigung der Hochblasse

Zuerst wen­den wir uns nach links und krax­eln über ein paar Felsstufen Rich­tung Hochblasse. Der Weg ist nicht markiert, aber ein­fach zu find­en. Wir hal­ten uns immer auf dem Grat. Nach ein­er kurzen exponierten Stelle am Grat erre­ichen wir ein­fach­es Wiesen­gelände, das uns zum Gipfel der Hochblasse bringt. Nach etwa 10 Minuten ste­hen wir am Gipfelkreuz. Hier gibt es eine schöne Aus­sicht auf Hoch­plat­te und Krähe. Die Hochblasse ist ver­hält­nis­mäßig ein­sam und bietet viel Platz am grasi­gen Gipfel­hang. Eine Über­nach­tung hier oben wäre sich­er schön.

Überschreitung der Hochplatte

Wieder zurück am Roggen­tal­sat­tel fol­gen wir den Weg­weis­ern Rich­tung Fen­sterl, das wir nach ein­er kurzen Querung erre­ichen. Das Fen­sterl ist ein Felsen­tor vor dem Anstieg auf die Hoch­plat­te. Über den Rück­en der Hoch­plat­te geht es erst­mal hin­auf um dann auf dem Grat der Hoch­plat­te Rich­tung Gipfelkreuz zu gehen. Hier ist einiges los an einem so schö­nen Tag wie heute. Trotz der Massen ist die Gratüber­schre­itung sehr schön und bietet an der einen oder anderen Stelle kurze Krax­el­stellen, die zumeist mit Draht­seil verse­hen sind. Dabei haben wir schöne Aus­sicht­en auf die Ammer­gauer Alpen ring­sherum sowie den Forggensee, der hin­ter ein­er Fel­swand zum Vorschein kommt.

Wir erre­ichen den Gipfel, wo sich trotz der vie­len Men­schen ein Plätzchen zum Brotzeit­machen und Aus­sicht­ge­nießen find­et. Wo viele Men­schen sind, sind auch immer viele Dohlen, die auf ihren Anteil der hier ein­genomme­nen Brotzeit­en hof­fen.

Abstieg

Der Abstieg führt uns nun die Hoch­plat­te weit­er nach Osten über­schre­i­t­end über einen schmalen Grat, der mit Draht­seilen ver­sichert ist. Nun geht es durch karstiges Gelände bergab und wir erre­ichen das Weitalpjoch. Wo am Grat der Wind noch angenehme Küh­lung gebracht hat, ist es hier ziem­lich heiß und wir schwitzen uns voran. Diese Spät­som­mertage sind immer wieder schön. Es geht hin­unter und wir erre­ichen wieder die Weg­ga­belung, die uns zuvor nach links zum Fen­sterl geführt hat. Ab hier fol­gen wir dem gle­ichen Weg wie beim Anstieg durch das Roggen­tal hin­unter. Unten am Park­platz lockt die Ammer­wal­dalm mit leck­eren Schmankerln als Beloh­nung für die Tour.


FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Hochblasse (1.989m) & Über­schre­itung der Hoch­plat­te (2.082m)

Gehzeit: 5–6h
Höhen­meter: 1.100 hm
Aus­gangspunkt: Park­platz an der Ammer­wal­dalm (1.090m)
Schwierigkeit: T3+ — anspruchsvolles Berg­wan­dern / I. Grat

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