Hochries & Feichteck: Winterliche Überschreitung über den Wolken

Posted: 11. November 2019

Da es bere­its den ersten Schnee in den Alpen gegeben hat, suchen wir uns eine Tour auf weniger hohe Gipfel aus. Die Rund­tour über den Hochries, den Karkopf bis zum Feichteck bietet wun­der­schöne Aus­sicht­en auf die vom Schnee überzuck­erte Berg­land­schaft. Die ein­fache Tour ist auch im win­ter­lichen Spätherb­st mach­bar, nur beim Abstieg vom Karkopf ist Vor­sicht geboten.

Der Weg begin­nt matschig, dann auf ein­er Straße hin­auf. Wir zweigen auf einen Pfad ab und gelan­gen zügig hin­auf und bringt uns schon bald in den Schnee. Es ist inner­halb ein­er Woche richtig win­ter­lich gewor­den. Das Gelände öffnet sich und wir kom­men an der Spate­nau-Alm vor­bei. Nach einem bre­it­en Weg mit Blick auf Karkopf und Feichteck führt ein Pfad an weit­eren Almen auf Trep­pen­stufen hin­auf. Die Stufen sind teil­weise eisig und rutschig. Oben auf dem Kamm führte eine Querung nach links zum Hochries. Rechts gin­ge es zum Karkopf, den wir für später aufheben. Unter uns ist eine riesige Wolk­endecke, die sich über das Flach­land aus­ge­bre­it­et hat. Nach gut 650hm ste­hen wir am über­laufe­nen Hochries. Die Hütte hat lei­der geschlossen, aber es lässt sich her­vor­ra­gend auf der Ter­rasse Win­ter­son­ne tanken. Aus­sicht haben wir auf die Chiem­gauer Berge bishin zum Kaiserge­birge und zu den Hohen Tauern. Zwis­chen den Berges wabern Wolken­fet­zen und machen die Szener­ie richtig atmo­sphärisch.

Überschreitung des Karkopfs bis zum Feichteck

Wir gehen wieder den gle­ichen Weg zurück und wen­den uns dann am Schild ger­adeaus weit­er Rich­tung Karkopf und Feichteck. Zuerst geht es bergab bis wir im Sat­tel zwis­chen Hochries und Karkopf ste­hen. Hier geht es dann wieder hin­auf bis zum Gipfel des Karkopfs mit kleinem Kreuz. Beim Abstieg gibt es zwei, drei Steil­stufen krax­el­nd zu über­winden, wovon min­destens eine recht ungemütlich mit Schnee ist (kurze Stelle I). Die anderen sind glück­licher­weise trock­en und ein­fach zu meis­tern. Bei diesen Ver­hält­nis­sen ist es tat­säch­lich bess­er die Tour ander­sherum zu machen, sodass man die Klet­ter­stellen im Auf­stieg hat. Vom Karkopf geht es wieder bergab bis zum Sat­tel zwis­chen ihm und dem Feichteck, der Pölch­er Schneid. Nun tren­nen uns nur noch 15 Minuten durch den ver­schneit­en Wald bergauf vom Gipfel. Im Gegen­satz zum Hochries haben wir das Feichteck ganz für uns alleine.

Abstieg

Wir gehen auf gle­ichem Weg zurück zum Sat­tel und von dort nach links hin­unter, den Schildern Rich­tung Spate­nau fol­gend. Hier gibt es zwei Wege abwärts und es ist etwas Aufmerk­samkeit erforder­lich den richti­gen Weg hinab zu wählen. Der Weg, der mit “Wald­park­platz” aus­geschildert ist, führt einen zwar auch hinab, aber in einem größeren Bogen. Wir gelan­gen in hüb­schen Win­ter­wald und schließlich tauchen wir in die Wolk­endecke ab und dichter Nebel umschließt uns auf dem Weg bis zum Park­platz.


FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Hochries (1.569m), Karkopf (1.4.96m) und Feichteck (1.514m)

Gehzeit: 3,5–4h
Höhen­meter: 840hm
Aus­gangspunkt: Park­platz in der Spate­nau (750m)
Schwierigkeit: T2 — Berg­wan­dern bis T3 — anspruchsvolles Berg­wan­dern (nur bei Abstieg vom Karkopf, kurze I‑er Stelle)

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