Hoher Kranzberg: Winterwanderung im Karwendel

Posted: 17. Januar 2022 by Annika

Die leichte Wan­derung auf den Hohen Kranzberg eignet sich mit ihren weni­gen Höhen­metern auf den nur 1.391m hohen Gipfel her­vor­ra­gend als Win­ter­wan­derung. Trotz geringer Höhe erwartet uns ein wun­der­schönes Panora­ma der bayrischen Berge. Der Gipfel ist schnell erre­icht, jedoch lässt sich die Tour mit der Abstiegsvari­ante über zwei Seen ordentlich aus­dehnen. Ganzjährig geöffnete Einkehrmöglichkeit­en machen die Tour noch zusät­zlich attraktiv.

Die Wan­derung startet am Ses­sel­lift zum Hohen Kranzberg ober­halb von Mit­ten­wald. Mit ihm lässt sich ein Stück (240hm) der Tour abkürzen, führt aber nicht bis zum Gipfel son­dern nur bis zum Gasthof St. Anton auf 1.220m Höhe. 170hm müssen also noch über­wun­den wer­den. Wir starten von unten. Ein bre­it­er Fahrweg führt uns anfangs recht steil hin­auf, flacht dann aber ab und führt in angenehmer Stei­gung hin­auf. Viele son­nige Bänke am Weges­rand laden zum Ver­weilen ein. Nur stel­len­weise befind­et sich Schnee auf dem Weg, der aber auch ohne Grödel prob­lem­los passiert wer­den kann. Möglich ist auch ein Umweg über die Korbini­an­hütte, die ganzjährig bewirtschaftet ist. Wir kön­nen den Fahrweg immer mal wieder kurz nach links ver­lassen und auf einen kleineren und oft mit Stufen aus­ge­baut­en Pfad ausweichen.

Nach etwa ein­er Stunde Gehzeit erre­ichen wir die Bergsta­tion des Kranzber­glifts und den eben­falls ganzjährig bewirtschafteten Berggasthof St. Anton daneben in dem wir auf ein heißes Getränk einkehren. Hier befind­et sich sog­ar eine kleine Rodel­bahn für Kinder mit aktuell genü­gend Schnee. Sog­ar auf opti­mistis­che Ski­tourenge­her tre­f­fen wir hier. Tat­säch­lich lässt sich mit der richti­gen Routen­wahl noch eine rel­a­tiv schneere­iche Strecke find­en, aber ob sich das lohnt ist eine andere Frage.

Nach weit­eren 30 Minuten erre­ichen wir das Kranzberghaus kurz unter­halb des Gipfels, das momen­tan bis auf Weit­eres geschlossen ist. Von hier führt nun ein schmalerer Pfad hin­auf zum Hohen Kranzberg, der mit vie­len Son­nen­bänken aus Holz verse­hen ist. Von hier genießen wir einen Wahnsinnsaus­blick auf die Gipfel des Kar­wen­dels, Wet­ter­steins und bis zum Jochberg und Her­zog­stand. Es ist immer wieder beein­druck­end wie gut die Aus­sicht auch auf einem kleinen Gipfel sein kann.

Abstieg über Ferchensee und Lautersee

Wir gehen zurück zum Kranzberghaus und an jen­em rechts vor­bei Rich­tung Ferchensee. Dabei haben wir wun­der­schöne Aus­blicke auf die umgebende Berg­welt. Lei­der ver­schwindet aber auch ger­ade die Sonne hin­ter den schneebe­deck­ten Gipfeln und es wird ordentlich zap­fig. Zunächst führt der Weg rel­a­tiv flach über das Hoch­plateau, dann steil­er bergab durch den Wald. Nach etwa ein­er hal­ben Stunde kön­nen wir uns entschei­den ob wir links einem steil­eren Pfad durch den Wald fol­gen oder der Forststraße zum Lautersee rechts, der etwa 4km länger ist, aber nochmal schöne Aus­sicht­en bietet. Wir wählen den kürz­eren Pfad durch den Wald bei dem man sich wenig später eben­falls entschei­den kann ob man nach links direkt hinab zum Lautersee hin­ab­steigt oder nach rechts zum Ferchensee um diesen auch noch mitzunehmen. Auf­grund der vorg­erück­ten Stunde wählen wir den direk­ten Weg zum Lautersee. Sowohl am Ferchensee als auch am Lautersee befind­et sich nochmal eine Einkehr. Der Lautersee ist ordentlich zuge­froren, bege­hen kann man ihn aber noch nicht.

Wir lassen den See hin­ter uns und wählen den linken Weg, der uns san­ft abwärts führt. Schilder weisen den Weg zurück zum Kranzber­glift. Dabei kom­men wir an einem Geop­ark und am Lein­bach­wasser­fall vor­bei, let­zter­er lässt sich von der Aus­sichts­bank ober­halb des Wasser­falls allerd­ings nicht erken­nen. Wir bekom­men nochmal einen schö­nen Blick auf Mit­ten­wald während wir rel­a­tiv eben zum Park­platz zurückkehren.


FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Hoher Kranzberg (1.391m)
Gehzeit: 3:30h
Höhen­meter: 480hm
Aus­gangspunkt: Park­platz Kranzber­glift (980m) ober­halb von Mittenwald
Schwierigkeit: T2 — Bergwandern

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