Indonesien: Auf einen aktiven Vulkan — Mount Batur bei Sonnenaufgang

Posted: 23. Oktober 2018

Balis Land­schaft ist geprägt von aktiv­en Vulka­nen, die sich bild­schön zwis­chen Reis­feldern erheben. Der Mount Batur ist zwar nicht Balis höch­ster Vulkan, sein Gipfel bietet aber Aus­blick auf ihn: Den 3.142m hohen Mount Agung. Während die Bestei­gung des Mount Agung schon eine ern­sthaftere Wan­derung ist gle­icht der nur fast halb so hohe Mount Batur eher einem Spazier­gang. Der Aus­blick von seinem Gipfel bei Son­nenauf­gang ist jedoch nicht min­der beein­druck­end.

Außer­dem ist es auf der Höhe von 1.717m mit­ten in der Nacht deut­lich wärmer und ich habe auf unser­er Bal­i­tour nur leichte Klei­dung für die Hitze eingepackt. Somit fiel der Mount Agung lei­der aus, denn die Tem­per­atur dort oben wird schon ein­stel­lig in der Nacht. Ich ziehe also das Wärm­ste an was ich dabei habe: Shorts und eine Fleece­jacke. Das reicht jedoch gut aus für den Start um etwa vier Uhr nachts, denn während des Auf­stiegs wird uns schnell warm.

Gegen zwei Uhr nachts wer­den wir in unserem Hotel in Ubud abge­holt und fahren in etwa zwei Stun­den zum Fuße des Mount Baturs, wo sich ein großer Kratersee befind­et. Davon sehen wir in der Nacht allerd­ings noch nicht viel. Zwis­chen­durch hal­ten wir an einem kleinen Warung wo es ein kleines Früh­stück gibt, das aus Tee und Bana­nenpfannkuchen beste­ht. Am Park­platz warten wir etwas auf unseren Guide, der uns auf den Mount Batur führen soll. Ich habe länger recher­chiert um her­auszufind­en ob ma den Mount Batur auch ohne Guide besteigen kann. The­o­retisch kann man das zwar, allerd­ings scheint es eine Art Guide-Mafia zu geben, sodass man von Ein­heimis­chen aufge­hal­ten wird beim Ver­such den Berg alleine zu besteigen. Am Ende gibt man dann mehr Bestechungs­geld aus als ein Guide kosten würde. So schließen wir uns ein­er Gruppe an um den Berg zum Son­nenauf­gang zu besteigen. Am Park­platz haben wir einen wun­der­schö­nen Ster­nen­him­mel über uns und der Mars ist deut­lich zu erken­nen.

Aufstieg auf den Mount Batur

Das erste Stück führt ein­fach über flache Straße bis wir auf einen Pfad durch den Busch wech­seln, der nur in san­fter Stei­gung hin­auf führt. Erst dann geht es steil­er bergauf und es gilt über ein paar Steine und Schot­ter nach oben zu steigen. Regelmäßige Pausen erlauben es auch dem Untrainiertesten immer wieder Atem zu holen. Langsam arbeit­en wir uns aufwärts, immer in einem Tem­po in denen man nicht schnaufen muss. Mit der fortschre­i­t­en­den Zeit fängt es an zu däm­mern und wir kön­nen langsam mehr als nur die Lichter der Städte und Wan­der­er unter uns aus­machen. Der Mount Agung, der sich uns gegenüber befind­et, hebt sich langsam vom heller wer­de­nen Him­mel ab. Nach etwa zwei Stun­den erre­ichen wir dann den Gipfel, wo langsam die Sonne hin­ter dem Wolken­hor­i­zont her­vorkommt und die Szener­ie in warmes Licht taucht. Die Wolken scheinen in Flam­men zu ste­hen. Am Gipfel find­en sich sog­ar Affen und ein paar Hunde ein.

Es ist dur­chaus viel los am Gipfel, es verteilt sich aber einiger­maßen. Wir gehen nun wieder hinab und zum Krater­rand unter­halb des Gipfels. Hier dampft es über­all aus den Felss­pal­ten, da der Mount Batur ein aktiv­er Vulkan ist. Allerd­ings nicht so aktiv wie sein Nach­bar, dem Mount Agung. Denn dieser wird nur wenige Wochen nach unserem Besuch mehrfach aus­brechen und seinen Rauch kilo­me­ter­weit in die Luft blasen.

Es gibt auch die Möglichkeit über einen Rundweg über den höheren Krater­rand zu machen, was aber nur geht, wenn die gesamte Gruppe fit und schnell ist. Wir sind trotz­dem zufrieden mit unserem Spazier­gang auf den Vulkan. Wir müssen nicht mal den gesamten Weg wieder run­terge­hen, son­dern wer­den an einem Park­platz weit­er oben abge­holt.

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