Indonesien: Balis Leckereien entdecken — Balinesischer Kochkurs

Posted: 19. Oktober 2018

Ver­liebt habe ich mich in das bali­ne­sis­che Essen, dessen veg­e­tarische Auswahl groß und vielfältig ist. Deshalb ste­ht ein Kochkurs weit oben auf unser­er Liste. Diese wer­den zahlre­ich und kurzfristig ange­boten.

Wir verknüpfen diesen Kochkurs mit einem Mark­tbe­such bei dem uns unsere Kochlehrerin die ver­schiede­nen Zutat­en zeigt, mit denen wir die leck­eren Gerichte zubere­it­en wer­den. Hier lerne ich, dass es auf Bali ganze fünf Ing­w­er­sorten gibt. Einige wer­den eher wegen der Geschmack­srich­tung ver­wen­det, andere hinge­gen dienen auch dazu um Schärfe oder Frische in das Gericht zu brin­gen. In Deutsch­land haben wir es meist nur mit dem beige­far­be­nen knol­lenar­ti­gen Ing­w­er aus Chi­na zu tun und ich hat­te keine Ahnung, dass es noch viel mehr gibt. Beson­ders leck­er finde ich Tem­peh, das aus ein­er Mis­chung aus Pilzen und Soja beste­ht. Im Ver­gle­ich zu Tofu schmeckt es sehr nus­sig und ist knus­prig. Aber auch Tofu kommt zusam­men mit vie­len Gemüseart­en und Gewürzen zum Ein­satz in der veg­e­tarischen Küche.

Opfer für die Götter

Nach dem Mark­tbe­such fahren wir in unsere Freiluftküche, das mit­ten in Reis­feldern liegt. Zusam­men kochen wir ver­schiedene Speisen in zwei Grup­pen, ein­er veg­e­tarischen und ein­er Fleisch-Fisch-Gruppe, die wir dann zusam­men ver­til­gen. Bevor es los­ge­hen kann ler­nen wir jedoch noch wie man eine der Opfer­schalen bastelt, die im hin­duis­tisch geprägten Bali über­all auf den Straßen liegen. Diese Opfer­gaben sind dafür da Göt­tern zu huldigen und Dämo­nen zu besän­fti­gen und gehören zum fes­ten Tagesablauf eines jeden Bali­ne­sen. In die aus Palm­blät­tern gebaut­en Kör­bchen wer­den Gaben wie Blüten, Reis und Räuch­er­stäbchen gelegt um diese dann vor seinem Haus oder seinem Geschäft zu platzieren.

Kochen

Dann starten wir damit die soge­nan­nte Basis-Soße vorzu­bere­it­en, die für fast jedes Gericht Ver­wen­dung find­et. Es ist eine Art Cur­ry­paste, die aus ver­schiede­nen Gewürzen wie Chili, Ing­w­er, Zwiebeln, Knoblauch und Zitro­nen­gras beste­ht. Dann geht es weit­er mit ein­er Gemüs­esuppe, gewürztem Gemüse, Tofu­cur­ry, gebraten­em Tem­peh, Satay-Tofu-Tem­peh-Spießen, Tofu in Bana­nen­blät­tern und abschließend grü­nen Pfannkuchen. Fleißig bere­it­en wir in kleinen Teams alle Zutat­en zu, kochen, brat­en, grillen und frit­tieren. Zwis­chen­durch gibt’s immer wieder etwas zu naschen.

Den Reis, den es stets als Beilage gibt, wird in ein­er sehr aufwendi­gen Art und Weise gekocht. Zuerst wird er in war­men Wass­er gewaschen, anschließend in Wass­er quellen gelassen um dann in ein Kor­bge­flecht gegeben und über kochen­dem Wass­er posi­tion­iert und zugedeckt zu wer­den. Nach ein­er etwa ein­er Vier­tel Stunde wird er mit ein paar Gewürzen wie Nelken und etwas Ing­w­er ver­mengt und wiederum über dem kochen­den Wass­er weit­erge­gart.

Das große Buffet

Abschließend kommt alles auf ein großes Buf­fet von dem wir dann alle gemein­sam essen. Die meis­ten dieser Gerichte sind allerd­ings ziem­lich scharf, was mir mit meinem empfind­lichen Magen doch etwas zu schaf­fen macht. Trotz­dem sind unsere Gerichte super­leck­er.

 

1 Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.