Kramer: Erste Reihe Zugspitzblick

Posted: 16. Oktober 2019

Der Kramer bei Garmisch-Partenkirchen bietet eine abwech­slun­gre­iche Rund­wan­derung mit traumhaften Aus­blick auf Wet­ter­stein und Ammer­gauer Alpen. Die Tour ist tech­nisch unschwierig, erfordert aber auf­grund ihrer Länge einige Kon­di­tion. Zur Einkehr laden gle­ich zwei Almen ein: Das St. Mar­tin Haus und die urige Step­ber­galm.

Auf dem ebe­nen Kramer­plateauweg wan­dern wir etwa 20 Minuten bis der Weg abzweigt und uns ein Forstweg Rich­tung St. Mar­tins Haus seicht bergauf führt. Wir wan­dern durch wun­der­schö­nen herb­stlichen Mis­chwald. Die Blät­ter der Bäume leucht­en gold­en in der Sonne. Dann geht der bre­ite Weg in einen schmalen Bergp­fad über und bald wird der Blick auf das Wet­ter­steinge­birge und über Garmisch-Partenkirchen frei. Wir erre­ichen eine kleine Fel­skanzel, eine über dem Abgrund hän­gende Aus­sicht­splat­tform.

Immer steiler zum Gipfel

Der Pfad wird immer schmaler und steil­er und zieht sich in Ser­pen­ti­nen den Berghang hin­auf. Der Wald weicht zurück und wir steigen nun­mehr durch Latschen­gelände, immer mal wieder ein kurzes Stück über Felsen, bis wir den Bergkamm erre­ichen. Nun kön­nen wir auch auf die andere Seite blick­en: Die Ammer­gauer Gipfel wie Notkar­spitze und Brün­stelkopf sind deut­lich zu erken­nen. Darunter im Wald ein Gemisch aus leuch­t­en­dem Grün, Gold und Rot – die Far­ben des Herb­sts. Hier geht es nun zu einem kleinen Vorgipfel, dem Mit­terg­ern, den ein kleines Holzkreuz ziert. Weit­er vorne und etwas niedriger ste­ht ein großes Gipfelkreuz, das wir bere­its vom Tal erken­nen kon­nten, sowie ein kleineres auf ein­er Fel­snadel unter uns. Das Gipfelkreuz des Kramers ist nun link­er Hand deut­lich zu erken­nen und wir sehen einige Wan­der­er am Grat ent­langlaufen. Der Gipfel scheint noch weit weg zu liegen, ist dann aber doch erstaunlich schnell erre­icht. Erst­mal gilt es aber im schot­tri­gen Gelände abzusteigen um uns auf der anderen Seite wieder hochzukämpfen. Schließlich erre­ichen wir einen grasi­gen Bergrück­en, der uns zum finalen fel­si­gen Anstieg auf den Kramer auf 1.983m führt.

Die Aus­sicht vom Kramer ist gigan­tisch: Wir überblick­en ganz Garmisch-Partenkirchen, Zugspitz­mas­siv, Alp­spitze, Wax­en­steine, daneben das Ester­bergge­birge, dahin­ter das Kar­wen­del und auf der anderen Seite die Gipfel der Ammer­gauer Alpen.

Abstieg vom Kramer

Um die Tour zu ein­er Rund­wan­derung auszubauen steigen wir nach West­en ab und ver­lieren durch stetiges Auf und Ab erst­mal nur wenige Höhen­meter. Dabei passieren wir noch den Predigt­stuhl bis wir nach etwa 45 Minuten die Step­ber­galm erre­ichen, wo wir uns küh­le Getränke und leck­eren Kaiser­schmar­rn gön­nen. Das alles bei fan­tastis­ch­er Aus­sicht auf die Zugspitze und ihre Nach­barn. Der weit­ere Abstieg wartet immer mal wieder mit Gege­nanstiegen auf, die die Höhen­meter von 1.200 auf 1.300 steigen lassen. Eine wun­der­schön gele­gene Bank lädt nochmal zum Ver­weilen mit Aus­blick ein. Schließlich erre­ichen wir wieder den Kramer­plateauweg und kurze Zeit später den Aus­gangspunkt der Tour.


FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Kramer (1.983m)

Gehzeit: 6–7h
Höhen­meter: 1.300 hm
Aus­gangspunkt: Wirtshaus Almhütte in Garmisch (800m)
Schwierigkeit: T3 — anspruchsvolles Berg­wan­dern

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