Malaysia: Die Korallengärten von Lahad Datu

Posted: 12. November 2018

Lahad Datu bietet wun­der­schöne, unberührte Korallen in wun­der­schö­nen Unter­wassergärten. Zwis­chen den riesi­gen gesun­den Korallen schwim­men Nud­is, Nemos und Schnap­per. Glen, der Tauchguide hier, ken­nt jeden Fisch, denn er hat die Tauch­sites hier ent­deckt, ihnen Namen gegeben und deren Topografie kartiert. 

Zu Lahad Datu kam ich nur, weil ich an meinen zwei freien Tagen vom BSBCC unbe­d­ingt tauchen gehen wollte. Bei San­dakan selb­st gibt es nur ein Luxus-Tauch-Resort, das min­destens für zwei Nächte gebucht wer­den muss und Sem­por­na ist zu weit weg für zwei Tage. Nach eini­gen Recherchen stoße ich auf Lahad Datu, wo es genau einen Anbi­eter gibt. Gehört habe ich von diesem Tau­chort bish­er noch nichts. Bekan­nt ist Lahad Datu vor allem für seine riesi­gen Palmölplan­ta­gen, aber auch für die Nähe zum Danum Val­ley und Tabin Wildlife Reserve. Das Tauchen hier ist sehr untouris­tisch — meis­tens kom­men nur Ein­heimis­che hier­her — was aber für die Gesund­heit der Riffe sehr förder­lich ist. Das kön­nte sich jedoch in den näch­sten Jahren ändern.

Inge­samt ver­bringe ich einen hal­ben Tag damit mit dem Bus von San­dakan nach Lahad Datu zu fahren. In Lahad Datu entspanne ich mich im Regen am Pool und den zweit­en Tag nutze ich zum Tauchen bevor ich den Bus zurück nach San­dakan nehme. Dur­chaus ein etwas stres­siges Pro­gramm, aber das Tauchen war es abso­lut wert.

Tauchguide Glen und seine Frau Kristy küm­mern sich so lieb um mich als wäre ich bere­its Teil der Fam­i­lie. Neben mir sind nur noch zwei Sin­ga­pur­er mit an Board zum tauchen.

Das Tauchen in Lahad Datu

Zuerst tauchen wir die Side­mount Reefs, eine Art Plateau, das mit Korallen bedeckt ist und bis 23 Meter unter die Wasser­ober­fläche reicht. Wir haben etwa 18 Meter Sichtweite. Ich komme kaum noch aus dem Staunen her­aus beim Anblick der riesi­gen Korallen: Tisch-, Pilz-, Hirschgeweih-, Wei­h­nachts­baum-, Feuer-, Hirnko­rallen und viele mehr. Nud­is liegen inmit­ten wun­der­schön­er Algen­blu­men. Große Dor­nenko­r­nenseesterne bedeck­en den Boden und in Anemo­nen tum­meln sich Clown­fis­che.

Bei der zweit­en Divesite Koral­len­garten haben wir schlechtere Sicht auf­grund von Schwebteilen im Wass­er, aber der Tauch­gang ist nicht min­der faszinierend. Ich bekomme meinen eige­nen Putzer­fisch, der mich über 20 Minuten lang bear­beit­et. Er hält mich wohl für einen Wal­hai oder sowas.

Nach dem Tauchgang

Nach den Tauchgän­gen und ein­er Eimer-Dusche im Tauchshop unter­halte ich mich noch eine Weile mit Glen und Kristy. Er zeigt uns seine viele Karten, die er von den Tauch­sites ange­fer­tigt hat. Er ist unglaublich lei­den­schaftlich dabei dieses vielfältige Riff seit neun Jahren zu erkun­den. Außer­dem ist er auch sehr aktiv beim Schutz der Umwelt und der Riffe. Ein paar Katzen kom­men auch noch zum Kuscheln vor­bei. Es fällt mir schw­er Abschied von den bei­den zu nehmen, die mir ein so familäres Gefühl geben als wür­den wir uns schon ewig ken­nen. Ich fahre zurück nach Lahad Datu und esse noch etwas bevor ich den Bus zurück nach San­dakan nehme.

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