Malaysia: Unterwasserparadies Semporna Archipelago

Posted: 23. November 2015 by Annika

Das Archipel bei Sem­por­na ist welt­bekan­nt und gilt als eines der schön­sten Tauchge­bi­ete der Welt. Vor allem Sida­pan Island, für das man eine spezielle Erlaub­nis benötigt. Aber auch um Sida­pan herum ist die Unter­wasser­welt vielfältig und wun­der­schön. Von Schild­kröten, über zahlre­iche Fis­che, Rochen bishin zu Seesch­neck­en und Okto­pussen ist alles vorhanden.

Schnup­per­tauchen bei Mataking
Heute geht’s zum Tauchen. Für mich das erste Mal, dass ich mich mit ein­er Sauer­stoff­flasche unter Wass­er begebe und ich will es erst­mal antesten. Ich entschei­de mich für einen Scu­ba Dis­cov­ery Tauch­gang, Alex macht einen Review, da sein let­zter Tauch­gang schon fast zwei Jahre her ist. So kön­nen wir zusam­men tauchen, denn die Inhalte sind fast die gle­ichen. Kleine Übun­gen und eine max­i­male Tiefe von 12m. Mir reicht das für den Anfang vollkommen :)

Kurz vor acht Uhr tre­f­fen wir uns im Scu­ba Junkie Büro in Sem­por­na. Wir holen unsere Aus­rüs­tung, die wir gestern bere­its anpro­biert haben. Eine Stunde dauert die Fahrt mit dem Boot zur Insel Matak­ing wo unser Tauch­aben­teuer stat­tfind­en soll. Auf dem Boot tre­f­fen wir eine deutsche Dame, witziger­weise aus Amberg, was um die Ecke von Alex Heima­tort liegt. Unser erster Tauch­gang startet am Strand der Insel. Wir bekom­men die Geräte erk­lärt und leg­en sie dann an. Wir schwim­men ein wenig hin­aus wo das Wass­er etwa vier Meter tief ist. Dann tauchen wir ab. Ich komme nicht hin­unter. Das erste Mal ist gruselig und der erste Atemzug fühlt sich total komisch an. Ich habe nicht damit gerech­net, dass alles so laut ist und so viele Blasen beim Ausat­men aus­treten :) Ich füh­le mich sehr unwohl.

Um die Sache leichter zu machen wech­seln wir ins seichte Wass­er, wo ich noch ste­hen kann. Hier kann ich Vetrauen sam­meln und dann klappt es auch. Ich muss mich langsam daran gewöh­nen unter Wass­er zu atmen. Bald sind wir alle in drei Meter tiefen Wass­er und knien am Boden. Wir machen erst ein paar Übun­gen: Maske fluten und leeren, Atem­reg­u­la­tor her­aus­nehmen, Bläschen aus dem Mund kom­men lassen, Reg­u­la­tor freis­pülen. Dann begin­nt unser erster Tauch­gang. Für den Druck­aus­gle­ich brauche ich am Anfang etwas länger, Alex aber auch. Bei ca. 5 bis 6m Tiefe geht der Sand­strand in ein Riff über und wir sehen Korallen und ihre Bewohner.

Wir sehen Fis­che und Seesterne. Auf ca. 10m tauchen wir am Riff ent­lang. Der Tauch­lehrer hat mich an der Hand, was mir sehr lieb ist. So kann ich mich auf die Umge­bung konzen­tri­eren und beginne langsam ein besseres Gefühl zu entwick­eln. Unter Wass­er atmen ist mir zwar immer­noch nicht ganz geheuer, aber die faszinierende Unter­wasser­welt entschädigt für alles. Alle Angst ist weg. Trotz­dem ist so ein Scu­ba Dis­cov­ery ganz schön gruselig, so gle­ich im offe­nen Wass­er. Man wird gle­ich ins kalte bzw. hier eher ins warme Wass­er geworden.

Nach ein­er Pause geht es weit­er. Dies­mal wollen wir das Riff auf der anderen Seite abtauchen. Die anderen Tauch­er von unserem Boot haben dort einen sel­te­nen Okto­pus gese­hen und unser Tauch­lehrer ist ziem­lich scharf darauf ihn zu sehen. Alex soll auf mich auf­passen während er sucht. Erst­mal muss ich aber aus dem Boot mit kom­plet­ter Aus­rüs­tung ins Wass­er — das heißt Rück­wärts hinein. Das dauert so seine Zeit bis ich mich endlich traue von der Boot­skante zu sprin­gen ;) Dann habe aber auch ich es geschafft.

Für die geplante Route schwim­men wir mit der Strö­mung. Es dauert nicht lange und wir sehen eine Schild­kröte. Sie schwebt langsam und majestätisch durch das Wass­er. Wir sehen einen Feuer­fisch und freuen uns all die Tiere in freier Wild­bahn zu sehen. Dann macht sich unser Tauch­lehrer auf der Suche nach dem Okto­pus, bleibt aber immer in der Nähe. Zusam­men mit Alex fliege ich durch die Unter­wasser­welt, vor­bei an Nemo und weit­eren Schild­kröten. Was sich roman­tisch anhört, hat aber auch seine Nachteile, denn Alex hat auch noch ein biss­chen mit sich zu tun. Es kommt auch zu kom­mu­nika­tiv­en Mis­ver­ständ­nis­sen. Wenn ich zum ein­facheren Druck­aus­gle­ich etwas nach oben gehe, hält er mich fest, weil er denkt ich drifte zu sehr nach oben ab. Ins­ge­samt läuft es aber ganz gut. Nach 40 Minuten sind wir wieder an der Oberfläche.

Zum Mit­tagessen fahren wir auf eine kleine Insel. Neben uns tauchen immer wieder Schild­kröten zum Luft­holen auf. Wir passieren kleine Inseln mit Sand­strän­den und Pal­men. In der Ferne sind bere­its die Philip­pinen zu sehen. Der zweite Tauch­gang ver­lief viel bess­er, weshalb ich mich entschei­de einen drit­ten Tauch­gang und den Open Water Course zu machen. Alleine die vie­len Schild­kröten waren wahnsin­nig toll. Wir essen Mit­tag am Ufer der Insel, unter Pal­men, auf weißen Sand­strand. Wie im Traum. Danach entspan­nen wir ein wenig, ich lege mich ins flache Wass­er. Dabei ent­decke ich eine kleine Seeschlange, die in Ufer­nähe unter­wegs ist.

Am Nach­mit­tag ste­ht der dritte Tauch­gang an. Alex hat etwas Prob­leme mit dem Druck­aus­gle­ich, vielle­icht hat er sich etwas erkäl­tet. Bei mir läuft es gut. Langsam füh­le ich mich wohl und ich kann nun alleine tauchen, ohne Händ­chen­hal­ten. Wir sehen Schild­kröten ohne Ende. Sie tauchen immer wieder auf oder liegen vor uns auf dem Boden. Unser Tauch­lehrer schätzt die Anzahl auf 40 Stück, Wahnsinn. Wir sehen zwei Arten: Sup­pen­schild­kröten und zwei Karettschild­kröten. Außer­dem Rochen, genauer Blue Spot­ted Stingrays, Feuerko­rallen mit ver­schiede­nen Anemo­nen­fis­chen, eine ziem­lich große ca. 60 cm See­gurke und eine kleine aber sehr bunte Seeschnecke.

Nach 45 Minuten sind wir wieder oben und fahren zurück nach Sem­por­na. Auf dem Rück­weg sehen wir einige Delfine aus dem Wass­er hüpfen. Sie schwim­men aber vor uns davon, weshalb wir keine Gele­gen­heit haben mit ihnen zu schnorcheln, was wohl dur­chaus keine Sel­tenheit ist. In Sem­por­na regeln wir alles für die näch­sten Tage. Ich will meinen Open Water Tauch­schein machen, der drei Tage in Anspruch nehmen soll. Dafür wollen wir nach Mab­ul Island umziehen, wo es viel schön­er ist als im eher hässlichen Semporna.

Zum Aben­dessen gehen wir an den Hafen, wo sich viele Restau­rants befind­en, vor allem Seafood Restau­rants. Im Fat Mom’s tre­f­fen wir auf Tauch­er von unserem Boot und wir schließen uns an. Hier ist es leck­er, es gibt mehr als nur Seafood, die Por­tio­nen sind groß, das Bier schmeckt. Wir sind zufrieden.

The­o­ri­etag auf Mab­ul Island
Wie tags zuvor ste­hen wir nach einem Ing­w­er­tee und einem Schokowaf­fel am Scu­ba Junkie Büro in Sem­por­na. Hier lagern wir nicht benötigtes Gepäck ein und begeben uns mit einem leicht­en Tages­ruck­sack auf das Boot nach Mab­ul. Alex Ohr ist seit gestern block­iert, seine Nase auch. Er hat sich wohl eine Erkäl­tung einge­fan­gen und dem­nach fällt Tauchen für ihn erst­mal aus.

Nach 45 Minuten erre­ichen wir Mab­ul Island. Der Anleger ist durch einen lan­gen Steg mit dem Strand ver­bun­den. Schon von hier kön­nen wir viele Fis­che und Korallen sehen. Meine Tauch­lehrerin begrüßt mich direkt am Anleger und nimmt mich gle­ich mit zum The­o­rie­un­ter­richt. Der sieht vor in kurz­er Zeit viele Infor­ma­tio­nen in den Kopf zu bekom­men. Die gesamte The­o­rie erfol­gt an einem Tag. Ich muss mir viele Tauchvideos von PADI anse­hen, dazu Fra­gen beant­worten. Es fällt mir nicht leicht allem zu folgen.

Ich habe zwar auch ein Buch, aber ich kann schw­er gle­ichzeit­ig die Fra­gen beant­worten, den Film schauen und im Buch nach­le­sen. Es ist alles etwas stres­sig. Ich kann nur jedem empfehlen den The­o­rie-Kurs online zu machen, dann kann man sein eigenes Tem­po wählen. Da man auch vor Ort nur Videos guckt und nur die ein oder andere Frage an den Tauch­lehrer stellt, ist es über­flüs­sig ihn in Anwe­sen­heit eines Instruc­tors zu machen. Das gibt dann auch Rabatt auf den Open Water Kurs.

Alex geht in der Zwis­chen­zeit schnorcheln, was prob­lem­los am soge­nan­nten Haus­riff am Anleger geht. Schnorchelaus­rüs­tung kann man sich gratis auslei­hen. Das Wass­er ist keine zwei Meter tief und er kann viele Fis­che, Korallen und auch eine Schild­kröte sehen.

Wir tre­f­fen uns wieder zum Mit­tagessen und Alex checkt in unser Zim­mer ein. Auf dem Weg läuft ihm ein großer Waran über den Weg. Ich sitze wieder vor mein­er The­o­rie und bekomme von all dem nichts mit. Aber irgend­wann habe ich es auch geschafft und alle Lek­tio­nen hin­ter mich gebracht, alle Fra­gen beant­wortet und schließlich den Abschlusstest bestanden. Nun gehe ich mit mein­er Tauch­lehrerin an den Anleger, wo ich einen Schwimmtest absolvieren muss. Ich muss eine gewisse Dis­tanz schwim­men und danach etwa 10 Minuten im Wass­er bleiben. Alles läuft ohne Prob­leme. Wir tre­f­fen dabei auf Alex, der wieder schnorchelt und nach meinem Tage­spro­gramm begleite ich ihn auf einen Schnorchel­gang. Dabei sehen wir viele Seesterne, bunte Korallen, Krokodil­fis­che, Bar­racu­d­as, Igelfis­che, Seeigel, Papageien­fis­che, Spaten­fis­che, Hal­ter­fis­che, Anemo­nen­fis­che, Fal­ter­fis­che, Croc­o­dile Fish, Razor­fish, Seenadeln, Flöten­fis­che und viele mehr.

Der Open Water Tauchkurs
Die näch­sten Tage lerne ich alle Fähigkeit­en, die ich für die Open Water Lizenz benötige. Maske von Wass­er befreien und ganz abnehmen, Übun­gen zur Tarierung unter Wass­er, Reg­u­la­tor neu ein­holen, Notauf­stieg, die Luft mit einem anderen Tauch­er teilen, usw. All das wird auf ver­schiede­nen Tiefen geübt. Hinzu kommt der Umgang mit der Tauchaus­rüs­tung, und dem Tauch­com­put­er, Pla­nung und Durch­führung von Tauchgän­gen, die Vor­beu­gung und Hand­habung von Prob­lem und vier Open Water Tauchgänge.

Am ersten Tag füh­le ich mich sehr gestresst durch die vie­len Übun­gen und die Kürze des Kurs­es. Immer­hin soll die gesamte Prax­is an zwei Tagen absolviert wer­den. Schon gestern war die The­o­rie so stres­sig und so soll es nun weit­erge­hen? Es soll doch Spaß machen und sich unter Druck geset­zt zu fühlen macht keinen Spaß. vor allem nicht wenn die Tauch­lehrerin einen darauf hin­weist wie lange man für irgend­was gebraucht hat. Keine Ahnung wie das in zwei Tagen gehen soll, wenn die Gruppe größer ist.

Ich füh­le mich unwohl und wir beschließen die Sache etwas zu entspan­nen und den Prax­is­teil auf drei Tage zu machen. Dabei ist mir sofort wohler zumute. Anscheinend ver­ste­ht meine Tauch­lehrerin die Sache jedoch falsch und emp­fiehlt mir am zweit­en Tag nicht den Open Water zu machen, son­dern lediglich den Scu­ba Div­er, der einen auf zwölf Meter Tiefe und Tauchen mit Guide beschränkt. Sie ist der Mei­n­ung dass ich mich Unter­wass­er nicht wohl fühle.

Ich ver­ste­he die Welt nicht mehr, da für mich alles gut war seit­dem wir den Kurs entspan­nt haben, denn ich habe mich ja nicht unwohl unter Wass­er gefühlt son­dern gestresst durch die Dichte des Pro­gramms. Wir kom­men nicht zusam­men, ich kann sie nicht überzeu­gen und gebe mich geschla­gen. Im End­ef­fekt geht man ja auch nicht auf einen Berg wenn ein Profi davon abrät ihn zu besteigen. Ich füh­le mich aber unfair behan­delt, denn kann ich nicht selb­st beurteilen wobei ich mich wohl oder unwohl füh­le? Es fühlt sich halt wie durchge­fall­en an, dage­gen kann man schw­er was machen. Alex bestätigt mir das auch, dass es nor­mal ist das so zu empfind­en, obwohl meine Tauch­lehrerin das anders gese­hen hat und nicht ver­ste­hen kon­nte warum ich mit einem Scu­ba Div­er nicht zufrieden sein sollte.

Beim Mit­tagessen bekomme ich nichts runter, ich füh­le mich elend. Die Man­agerin kommt und fragt mich was mit meinem Kurs passiert sei und will sich nicht damit zufrieden geben, dass er abge­brochen wird. Sie nimmt mich mit in eine ruhige Ecke und spricht sehr ver­ständ­nisvoll mit mir. Offen­bar gab es lediglich ein Kom­mu­nika­tion­sprob­lem, denn sie wollte von mein­er Tauch­lehrerin nur dass sie mich fragt ob ich den let­zten Tag des Kurs­es mit einem anderen Tauch­lehrer machen will oder lieber nur den Scu­ba Div­er mache, da meine derzeit­ige Tauch­lehrerin am let­zten Tag nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­ht und ich den Train­er wech­seln müsste.

Sie sagt dass es vol­lkom­men nor­mal ist sich anfangs nicht total wohl unter Wass­er zu fühlen, das liegt in der Natur der Sache weshalb es nicht heißt dass es ein Prob­lem für den Kurs ist. Es dauert eben bis man sich richtig wohl dabei fühlt. Ganz meine Mei­n­ung. Wir kom­men zusam­men und sie überzeugt mich weit­erzu­machen. Heute füh­le ich mich aber nicht mehr danach, weshalb sie mir vorschlägt einen Fun Dive mit meinem neuen Lehrer zu machen um ihn ken­nen­zuler­nen, also ganz entspan­nt tauchen ohne irgendwelche Übun­gen. Ich lerne Jason, meinen neuen Instruc­tor, ken­nen und mag ihn sofort.

Er ist etwas aufge­dreht, aber er wirkt sehr entspan­nt und ver­mag es den ganzen Kurs zu einem einzi­gen Spaß zu machen. Bei mein­er vorheri­gen Tauch­lehrerin fiel es mir schw­er Spaß zu empfind­en, ich hat­te immer das Gefühl, dass ich alles falsch mache. Ich schätze wir haben ein­fach nicht miteinan­der har­moniert. Ich mochte alleine schon nicht die ganze Zeit “sweet­ie” genan­nt wer­den. Alex meint ja, dass es an dem muskulösen Kör­per­bau des Tauch­lehrers liegt, dass ich Jason mehr mag :) Egal, woran es gele­gen haben mag, am drit­ten Tag beende ich erfol­gre­ich und ohne Prob­leme meinen Open Water Kurs. Juhu!

Bei meinen Tauchgän­gen kon­nte ich Schild­kröten, Trig­ger­fis­che, Papageien­fis­che, Seesch­neck­en, Schnap­per, Nemos, Bar­racu­d­as, Spaten­fis­che, Seesterne, Rochen, Trompe­ten­fis­che, Kof­fer­fis­che, Murä­nen, Igelfis­che, und sog­ar einen Angler­fisch (Frog­fish) sehen. Angler­fis­che sind ziem­lich cool wegen ihrer abson­der­lichen Erschei­n­ung. Sie scheinen sich eher gehend als schwim­mend vor­wärts zu bewegen.

Da Alex Ohr noch immer zu ist, ver­bringt er seine Zeit mit schnorcheln während ich meinen Kurs mache. Er fährt mit dem Boot zusam­men mit den Tauch­ern hin­aus und ent­deckt dabei mehr von Mab­ul und auch Kapalai. Dabei begeg­net er Bar­racu­d­as, Schild­kröten, Croc­o­dile Fish­es, Rochen, Shrimps, Murä­nen, Tin­ten­fis­che, die ihre Farbe ändern, Seeschlange, Nemos, Feuer­fis­che und vielem mehr.

Fun Dives auf dem Boot
Da wir noch einen Tag hier haben, gehe ich am let­zten Tag mit Alex zusam­men auf ein Boot und mache drei Fun Dives mit mein­er neuen Lizenz, während Alex schnorchelt. Wun­der­bar es endlich ein­fach nur zu genießen! Mit­tler­weile habe ich schon einige Tauchgänge zusam­men, schon fast so viele wie Alex in acht Jahren.

Das große Schildkrötenschlüpfen
Am zweit­en Abend schlüpfen einige kleine Schild­kröten in der zum Resort gehören­den Schild­kröte­naufzucht­sta­tion und wir kön­nen beobacht­en wie sie freige­lassen wer­den. Aus dem Nest holen sie ins­ge­samt 90 kleine Schild­kröten der Spezies Sup­pen­schild­kröte (klingt auf Englisch mit “Green Tur­tle ” irgend­wie schön­er, Green wer­den sie genan­nt, da ihr Fett grün ist). So klein sehen sie noch ganz blau-grau aus und sind nur wenige Zen­time­ter groß. Wir sehen zu wie sie sie etwa 10m vom Meer ent­fer­nt aus­set­zen und sie hin­unter zum Wass­er watscheln. Extrem knutschig!

Die kleinen Schild­kröten haben viele Feinde im Wass­er, weshalb in der freien Wild­nis nur eine von tausend Schild­kröten tat­säch­lich auswach­sen. Hier sind es ver­mut­lich mehr, da die Eier geschützt sind und eines Tages wird die ein oder andere hier­her zurück kehren und ihrer­seits Eier able­gen. Wenig später schlüpfen die kleinen aus dem zweit­en Nest und mit ein­er Taschen­lampe wird der Mond simuliert, denn die Babyschild­kröten ori­en­tieren sich an der Reflek­tion des Mon­des auf dem Wass­er. Es ist heutzu­tage aber durch die kün­stliche Beleuch­tung so hell über­all, dass die Schild­kröten sich ver­laufen kön­nten, weshalb mit der Taschen­lampe Abhil­fe geschaf­fen wird.

Schild­kröten schlüpfen mach etwa zwei Monat­en zu einem Zeit­punkt wenn die Tem­per­atur genau richtig ist. Übri­gens hat die Tem­per­atur im Nest auch Ein­fluss auf das Geschlecht der Schild­kröte. Die Ein­heimis­chen bekom­men Geld dafür wenn sie Nester zeigen, damit sie diese nicht plün­dern und die Eier essen oder auf dem Schwarz­markt verkaufen. In Chi­na wer­den kleine Babyschild­kröten über­all auf der Straße in winzi­gen Plas­tik­tüten gefüllt mit Wass­er verkauft :(

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