Maximiliansweg: Abenteuer deutsche Alpendurchquerung

Posted: 21. Juli 2020

Der Max­i­m­il­ian­sweg quert die deutschen Alpen in über 400km von West nach Ost. Er begin­nt in Lin­dau am Bodensee und endet 21 Tage später in Bercht­es­gaden. Dazwis­chen liegen viele Höhen­meter, Gipfel und kleine Talorte. Auf der Route liegen das berühmte Schloss Neuschwanstein und bekan­nte Gipfel mit fan­tastis­ch­er Aus­sicht wie der Hochfelln. Zuerst geht es durch den hügeli­gen Bre­gen­z­er­wald, dann durch die All­gäuer Berge mit der Nagelfluhkette. Auf die schrof­fen Ammer­gauer Berge fol­gen die Bayrischen Voralpen, dann das Chiem­gau mit der Kam­p­en­wand und schließlich erre­iche ich Bercht­es­gaden.

Mit dem Max­i­m­il­ian­sweg liebäugele ich schon länger und auf­grund der aktuellen Coro­na-Lage liegt ein Aus­flug in die heimis­chen Berge nahe. Also organ­isiere ich mir spon­tan den Max­i­m­il­ian­sweg. Die Unterkün­fte habe ich alle vorge­bucht. Ich begeg­ne keinem anderen, der den Weg eben­falls voll­ständig läuft. Es ist also bis auf die bekan­nten Gipfel wie Wen­del­stein und Hochfelln nicht über­laufen.

1. Tag — Von Lindau nach Wolfurt: Am Bodensee entlang

4,5h / 22km / 0hm

Ich ste­he früh auf und nehme kurz nach sieben Uhr den Zug nach Lin­dau, wo ich ein biss­chen Schlaf nach­hole. In Lin­dau komme ich aus dem Bahn­hof raus und ste­he direkt vor dem bekan­nten Bild mit Leucht­turm und Löwe am Hafen des Bodensees. Mein weit­er­er Weg führt durch die Stadt und dann immer am Bodensee ent­lang. In der Ferne ragen die Schweiz­er Berge auf. Es geht immer am Bodenseer­ad­weg ent­lang, der durch Wälder am Bodensee führt, abseits der Straßen. Ich komme nach Öster­re­ich und dann nach Bre­genz. Ich lasse es heute ruhig ange­hen, mache viele Pausen und schaue auf den Bodensee hin­aus. Heute sind es nur 22km von Lin­dau bis zu mein­er Unterkun­ft in Wol­furt. Lei­der reg­net es gegen Mit­tag und ich wech­sel in die Regen­mon­tur. Es grum­melt auch immer wieder im Him­mel. Der Nach­mit­tag wird dann allerd­ings schön und son­nig. Erst nach­dem ich meine Unterkun­ft erre­icht habe, begin­nt wieder ein Gewit­ter. Glück gehabt. Es geht weit­er am Bodensee ent­lang bis ich zur Mün­dung der Bre­gen­z­er­ach, einem Fluss, komme, dessen Ver­lauf ich nun folge. Nach weit­eren 1,5 Stun­den erre­iche ich Wol­furt, mein erstes Ziel.

2. Tag — Wolfurt nach Lingenau: Durch den Bregenzerwald

6h / 23km / 1.160hm

Am Mor­gen gibt’s gle­ich ein Gewit­ter und ich warte bis es aufge­hört hat zu reg­nen. Allerd­ings ist die Regen­pause nur kurz und als ich loslaufe fängt es wieder an zu schüt­ten. Ich warte eine Weile an ein­er über­dacht­en Bushal­testelle und ziehe mir die Regen­klei­dung an. Dann wage ich mich in den Regen hin­aus, der zum Glück aufhört als ich die Stadt ver­lasse. Der Weg führt mich durch Wald bergauf. Ich bin froh die Regen­klei­dung wieder ausziehen zu kön­nen, denn beim Auf­stieg wird mir ordentlich warm. Ich erre­iche eine Teer­straße mit schnuck­e­li­gen Häusern rechts und links. Über Wiesen geht es wieder abwärts und hinein nach Alber­schwende, das etwa die Hälfte des Tages­marschs markiert. Von hier kann ich schon das Gipfelkreuz des Brüggelekopfs sehen auf den es nun geht. Die Teer­straße mün­det in einen Forstweg und wird schließlich zu einem kleinen Pfad steil bergauf durch den Wald. Hier stoße ich auch auf die ersten Wan­der­er, die eben­falls des Max­i­m­il­ian­sweg wan­dern, allerd­ings nur einen Abschnitt davon. Nach etwa ein­er Stunde erre­iche ich den Brüggelekopf und genieße die Aus­sicht, die sich bis zum Bodensee erstreckt. Ich kehre im Alpen­gasthof unter­halb des Gipfels ein und esse Mit­tag. Mit­tler­weile scheint die Sonne auch mit voller Kraft und der Gasthof ist gut besucht.

Nun geht es nur noch bergab, erst auf Teer­straße, dann auf einem Pfad durch den Wald und schließlich wieder auf Teer­straße bis Müsel­bach. Es geht an der großen Straße über die Lin­ge­nauer Hochbrücke, die spek­takulär über die Schlucht der Bre­gen­z­er­ach führt. Glück­licher­weise gibt es einen Fußweg an der Straße, der allerd­ings nach der Brücke aufhört und mich zwingt am Straßen­rand etwa 200m bis zur näch­sten Abzwei­gung zu gehen. Nun geht es wieder ein Stück bergauf und auf kleinem Teer­sträßchen vor­bei an schö­nen Holzhäusern bis nach Lin­ge­nau, meinem heuti­gen Tagesziel. Ich habe Glück, denn bald nach mein­er Ankun­ft begin­nt es wieder zu reg­nen. Und das obwohl im Wet­ter­bericht nichts von Regen stand, den ganzen Tag nicht. Beson­ders freue ich mich heute über die Dusche, denn ich bin bei den Auf­stieg ordentlich ins Schwitzen gekom­men.

3. Tag — Lingenau bis zum Staufener Haus: Gratwanderung

6,5h / 18 km / 1.600hm

Der erste Teil heute führt mich von Lin­ge­nau nach Hit­ti­sau. Hier geht’s in den Wald hinein, der mich bis nach Hit­ti­sau begleit­et. Nun habe ich mich für eine Vari­ante des Max­i­m­il­ian­sweg entsch­ieden. Anstatt der offiziellen Route weit­er südlich zu fol­gen, steige ich hin­auf zum Hochhäderich. Dafür über­quere ich den Fluss. Dann geht’s über Wiesen- und Waldgelände steil bergauf bis ich das Berggasthaus Hochhäderich erre­iche, das kurz unter­halb des Gipfels ste­ht. Hier mache ich Mit­tagspause und esse eine Kleinigkeit, bevor es weit­er auf den Gipfel geht. Die Sonne ver­ab­schiedet sich nun lei­der für heute, aber wenig­stens reg­net es nicht wie ange­sagt. Der Wet­ter­bericht ist dieser Tage echt unbrauch­bar.

Vom Hochhäderich geht es nun immer am Kamm ent­lang, der die west­liche Nagelfluhkette bildet. Es geht immer wieder Auf und Ab und der Weg nimmt einige Gipfel mit: Den Falken, die Rhone­höhe, den Hochfluhalpenkopf und zu guter Let­zt den Seelekopf. Dabei sum­mieren sich die Höhen­meter auf 1.600 bis zum Staufn­er Haus, meinem Tagesziel. Bald ziehen Wolken auf und plöt­zlich ste­he ich mit­ten­drin. Lei­der keine Aus­sicht mehr heute, aber wenig­stens bleibt es trock­en. Nach etwa drei Stun­den auf der Über­schre­itung vom Hochhäderich erre­iche ich das Staufn­er Haus.

4. Tag — Staufner Haus nach Gunzesried: Überschreitung in den Wolken

5,5h / 16km / 867hm

Der Mor­gen begin­nt mit Regen und ich hänge inmit­ten von Wolken. Hil­ft nix — Regen­klei­dung an und los. Zuerst geht es rauf auf den Hochgrat, wo die Sicht gle­ich null ist. Die Über­schre­itung der Nagelfluhkette ist nor­maler­weise ein­er der schön­sten Abschnitte auf dem Max­i­m­il­ian­sweg, lei­der ist davon heute nicht viel zu sehen. Der näch­ste Gipfel ist das Rindalphorn, dessen Spitze ich links liegen lasse. Langsam verziehen sich die Wolken und geben immer mal wieder die Sicht auf den Grat und die steilen Abhänge rechts und links von mir frei. Die wabern­den Wolken machen’s so richtig atmo­sphärisch. Zweimal kommt sog­ar kurz die Sonne raus, mehrheitlich reg­net es allerd­ings. Zum Glück nicht stark, aber der Weg ist trotz­dem unan­genehm schmierig und rutschig. Es geht immer wieder Auf und Ab von Gipfel zu Gipfel. Der näch­ste ist der Buralp­kopf.

Ich komme zum let­zten Gipfel, den Seder­ers­tu­iben auf 1.772m. Hier habe ich sog­ar Aus­sicht auf den Grat und die grü­nen Hügel um mich herum. Kurz danach lande ich in ein­er Senke von der nun der Abstieg fol­gt. Eigentlich kön­nte man noch über den Stu­iben weit­erge­hen, was sich aber nur bei trock­e­nen Ver­hält­nis­sen emp­fiehlt. Ich bin froh den Grat nun ver­lassen zu kön­nen. Auch beim Abstieg ver­fol­gt mich der Regen, der aber immer mal wieder aufhört. In lan­gen Kehren geht es teil­weise rutschig über Geröll und Steine hinab. Ich erre­iche eine Alm und von nun an geht es entspan­nt auf ein­er Forststraße bis nach Wiesach, wo bald asphaltierte Straße begin­nt. Ich wage es meine Regen­sachen auszuziehen und endlich kommt ein biss­chen die Sonne zum Vorschein. Ich erre­iche das kleine Dorf Gun­zes­ried nach 5,5h wo ich meine Unterkun­ft für heute habe.

5. Tag — Sonthofen nach Pfronten: Zwei Gipfel

7,5h / 30km / 1.182hm

Am Mor­gen fahre ich mit dem Bus nach Son­thofen, da der Weg nur an der Straße ent­lang ver­läuft und vom Wan­der­buch wird der Bus emp­fohlen um die Strecke zu ver­mei­den. Als erstes gehe ich zum näch­sten Elek­tro­markt um neue Kopfhör­er zu kaufen, denn meine haben vorgestern den Geist aufgegeben. Dann mache ich mich um 10 Uhr auf den Weg. Zuerst geht’s durch die Stadt Son­thofen. Ein kurzes Stück geht’s über eine Wiese und dann eine ganze Weile über Teer­straße bergauf bis ein Pfad in den Wald hinein führt. Immer mal wieder steil hin­auf steige ich bis zum Tiefen­bach­er Eck auf 1.569m. Von hier kann ich schon den näch­sten Gipfel erken­nen — den Spieser. Erst­mal geht’s aber wieder bergab um auf der anderen Seite wieder hochzusteigen. Nach fast vier Stun­den ste­he ich am Gipfel des Spiesers. Nun führt mich der Weg wieder bergab bis nach Unter­joch, wo ich an ein­er Bäck­erei Mit­tagspause mache.

Es geht wieder bergauf bis zum Land­ho­tel Rehbach, das ger­ade ren­oviert wird und somit geschlossen hat. Der Weg führt steil hinab ins Vil­stal und führt immer am Bach ent­lang, meist eben in etwa zwei Stun­den bis nach Pfron­ten, wo ich nach 7,5h ankomme. Eine lange Etappe liegt heute hin­ter mir und vor allem der Weg am Bach ent­lang zieht sich gewaltig.

6. Tag — Pfronten nach Schwangau: Zu den Königsschlössern

6h / 21km / 785hm

Zunächst geht es hinein in die Ortschaft Pfron­ten und dann weit­er am Fluss Vils ent­lang. Dann begin­nt der Auf­stieg zur Burg Falken­stein, der mich ordentlich ins Schwitzen bringt. Die Ruine selb­st wird grad ren­oviert, aber die Aus­sicht von hier oben ist trotz­dem schön: Forggensee, Ammer­gauer und All­gäuer Alpen im Blick. Dann geht’s ein Stück Straße ent­lang bis ich wieder im Auf und Ab in den Wald ein­tauche. Bald komme ich zu ein­er her­rlichen Aus­sicht auf alle vier Seen in der Umge­bung. Weit­er führt mich der Weg auf Schot­ter­straße steil bergab bis zum Alat­see. An ihm führt eine Straße ent­lang, der ich folge und mich zum näch­sten See, dem Obersee, führt. Hier gönne ich mir ein Eis bei dem kleinen Kiosk. Nun führt mich der Weg nach Füssen hinein, wo meine näch­ste Unterkun­ft ist. Ich laufe allerd­ings noch weit­er bis Hohen­schwan­gau um die Tage­se­tappe zu kom­plet­tieren. Ich habe schlichtweg keine Unterkun­ft in Hohen­schwan­gau bekom­men.

Von Füssen geht’s wieder steil bergauf auf einem Kreuzweg bis zum Kalvarien­berg, der eine hüb­sche Aus­sicht über Füssen bietet. Nun führt mich der Weg wieder hin­unter zum Schwansee und schließlich erre­iche ich Hohen­schwan­gau nach fast sechs Stun­den Fuß­marsch. Ich habe Glück, denn kurz vor mein­er Ankun­ft begin­nt es zu reg­nen; es schüt­tet richtigge­hend. Während ich auf den Bus warte, der mich zurück nach Füssen bringt, hole ich mir noch ein Eis, Cola und eine Bratwurst­sem­mel. Schließlich kommt der Bus und bringt mich nach Füssen in dessen Alt­stadt ich ein schnuck­e­liges Airbnb Zim­mer habe. Inzwis­chen scheint auch wieder die Sonne und ich kann gemütlich einkaufen gehen.

7. Tag — Schwangau bis zur Kenzenhütte: In die Ammergauer Alpen

7,5h / 20km, 1.700hm

Ich fahre mit dem Bus zurück nach Hohen­schwan­gau und begebe mich dann auf den Auf­stieg zum Tegel­berg, der sich hoch über dem Schloss Neuschwanstein erhebt. Nach kurz­er Zeit erre­iche ich die Marien­brücke, die einen her­rlichen Aus­blick auf Schloss Neuschwanstein bietet. Der Anstieg ist nur mäßig steil und nach 2,5h erre­iche ich das Tegel­berghaus, wo ich Mit­tagspause mache. Der Tegel­berg bietet eine wun­der­schöne Aus­sicht auf die Seen unter mir. Ein Stück weit­er muss ich mich entschei­den ob ich dem eigentlichen Weg folge oder der alpineren Vari­ante über Krähe und Hoch­plat­te. Da das Wet­ter gut ist entschei­de ich mich für let­zteres. Das sollte ich noch etwas bereuen.

Es geht immer wieder Auf und Ab bis ich die Ser­pen­ti­nen auf den Gabelschro­fen­sat­tel erre­iche. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Gipfel der Krähe. Unter leichtem Ein­satz der Hände in ein­fach­er Krax­elei erre­iche ich den Gipfel. Mit­tler­weile ziehen schon bedrohlich dun­kle Wolken auf. Von hier geht’s wieder hin­unter zum Fen­sterl, einem Loch im Felsen. Hier tre­ffe ich gle­ich auf zehn Stein­böcke! Außer mir ist kein­er unter­wegs und ich habe diesen Anblick ganz für mich. Alleine dafür hat sich die Vari­ante schon gelohnt. In leichter Krax­elei und über eine draht­seil­ver­sicherte Stelle wan­dere ich über den Grat zum Gipfelkreuz der Hoch­plat­te. Beim Abstieg von der Hoch­plat­te fängt es an zu reg­nen und wird immer stärk­er bis es sog­ar zu hageln anfängt. Ich werde trotz Regen­klei­dung bis auf die Unter­hose durch­nässt. Der Weg nach unten gle­icht mit­tler­weile eher einem Bach als einem Weg und der Abstieg über das mit Latschen bewach­sene Karst­gelände ist rutschig und schmierig. Wäre ich mal doch den anderen Weg gegan­gen, dann wäre ich schon an der Hütte. So aber kämpfe ich mich durch den Regen und erre­iche schließlich die Ken­zen­hütte, wo es prompt aufhört zu reg­nen. Ich entledi­ge mich mein­er nassen Klei­dung und stelle fest, dass sowohl Ersatz­sock­en, Ersatzun­ter­hose und Schlaf­sack eben­falls nass gewor­den sind.

8. Tag — Kenzenhütte bis Unterammergau: Gratwanderung zur Klammspitze

6,5h / 19,5km / 1.105hm

Am Mor­gen reg­net es und ich verkrieche mich nach dem Früh­stück nochmal in den Schlaf­sack bevor ich mich nach draußen begebe. Zum Glück ist meine Klei­dung im Trock­en­raum der Hütte gut getrock­net. Schließlich werfe ich mich in die Regen­klei­dung und ver­lasse die Hütte. Es geht leicht bergauf bis zum Bäck­e­nalm­sat­tel. Von hier kenne ich die Strecke und ich steige hin­auf bis zum Gipfel­grat des 1.885m hohen Feigenkopfs. Die Wolken wabern gespen­stisch durch die Täler unter mir. Der Regen hat mit­tler­weile aufge­hört, aber der Weg über die Felsen ist trotz­dem rutschig. Ich gehe sehr vor­sichtig. Eine Stelle ist seil­ver­sichert, der Rest erfol­gt in freier Krax­elei. Immer am Grat ent­lang geht es im Auf und Ab bis zum Gipfel der Klamm­spitze. Der Weg führt nun bergab ohne große Schwierigkeit­en außer ein­er Stelle, wo der Weg abgerutscht ist. Schließlich erre­iche ich das Brun­nenkopfhaus, wo ich mir eine Spezi gönne. Während ich so hier sitze küh­le ich schnell aus, denn beson­ders warm ist es heute nicht.

Dann wan­dere ich zuerst auf der bre­it­en Forststraße hinab bis ein Pfad links abzweigt. Auch hier geht es wieder Auf und Ab bis ich das Pürschling­haus erre­iche. Hier wäre eigentlich der offizielle Über­nach­tungsplatz, aber da die Hütte ger­ade ren­oviert wird, ist nur der Kiosk offen. Von hier steige ich auf bre­it­er Forststraße ab bis nach Unter­am­mer­gau, wo ich auf Rober­to tre­ffe, der mit dem Über­nach­tungsmo­bil, meinem VW Bus, herkommt. So muss ich heute nicht zel­ten, obwohl ich die Aus­rüs­tung dafür dabei hätte. Wir gehen kräftig essen in der Ettaler Müh­le bevor wir uns für die Nacht ein­richt­en.

9. Tag — Unterammergau nach Eschenlohe: Auf’s Hörnle

6,5h / 23km / 929 hm

Mor­gens steigen wir steil bergauf durch den Wald bis zur Hörn­le­hütte. Hier gibt es gle­ich vier Gipfel zu besteigen: Vorderes, Mit­tleres und Hin­teres Hörndl sowie den Stierkopf. Da hier auch eine Seil­bahn hochführt ist entsprechend viel Betrieb hier oben. Nach der Bestei­gung aller vier Gipfel ver­ab­schiede ich mich von Rober­to. Als ich mich zum Rißberg auf­mache bleiben die Massen hin­ter mir zurück und ich bin wieder alleine. Es geht nun steil im Wald bergab und schon bald tre­ffe ich auf erste Hin­dernisse. Viele Bäume sind hier kreuz und quer über den Weg gestürzt. Es heißt oben drüber oder unten durchzukrabbeln. Hier tre­ffe ich auf zwei Wan­der­er, die eben­falls den Max­i­m­il­ian­sweg laufen. Ich sehe sie allerd­ings nicht mehr wieder. Entwed­er gehen sie andere Etap­pen als ich oder sie gehen eben­falls nur ein Teil­stück. Ich erre­iche ohne weit­ere Schwierigkeit­en Grafe­naschau von wo mich eine ebene Straße in zwei Stun­den nach Eschen­lo­he bringt. Kurz vor dem Ort ent­decke ich ein Erd­beer­häuschen und ver­sorge mich für den weit­eren Weg bis zum Hotel mit Erd­beeren.

10. Tag — Eschenlohe bis Herzogstand: Gratwanderung zum Herzogstand

4,5h / 14,5km / 1.371hm

Von meinem Hotel aus über­quere ich den Bach und ein Pfad führt mich wieder zurück auf den Max­i­m­il­ian­sweg, der nun seicht ansteigend auf ein­er Forststraße ver­läuft. Nach ein­er Weile wird aus der Straße ein Pfad, der mich steil hin­auf bringt. Schließlich tre­ffe ich auf den Hauptweg wo plöt­zlich ganz viele Men­schen sind. Einige Ser­pen­ti­nen später komme ich am Heim­garten an und mache an der dor­ti­gen Hütte Mit­tagspause. Nur wenige Meter tren­nen mich nun von diesem beliebten Gipfel. Der Blick reicht von den bayrischen Voralpen über das Kar­wen­del bis hin in die Stubaier Alpen mit ihren Dre­itausendern. Nun geht es auf die Grat­wan­derung zwis­chen Heim­garten und Her­zog­stand. Im Auf und Ab laufe ich dem Her­zog­stand ent­ge­gen. Links der Kochelsee, rechts der Walchensee unter mir. Es ist schon 15 Uhr und es ist nicht mehr so viel los auf der wohl bekan­ntesten Wan­derung der Bayrischen Voralpen. Ich nehme ein Gipfelkreuz auf dem Grat mit, dann geht’s steil hin­auf zum Her­zog­stand. Auf mein­er Iso­mat­te lege ich mich in die Sonne bis sie hin­ter den Wolken ver­schwindet. Hier oben find­et sich die per­fek­te Über­nach­tungsmöglichkeit an dem über­dacht­en Pavil­lon unter dem ich mein heutiges Lager auf­schlage. Das Her­zog­stand­haus liegt unter mir, bietet jedoch nur Über­nach­tun­gen von Mittwoch bis Son­ntag, weshalb ich heute draußen biwakiere.

11. Tag — Herzogstand bis Tutzinger Hütte: Wanderung in den Wolken

7h / 23km / 1.150

In der Nacht hat es kalt gewindet, sodass ich mich in den Pavil­lon verkrochen habe, wo es deut­lich wärmer ist. Kurze Zeit später kommt auch eine der Damen, die eben­falls hier über­nacht­en, hinzu. Der Mor­gen begin­nt mit strahlen­dem Son­nen­schein, aber bald schon ziehen die ersten Wolken her­bei, die die Aus­sicht schluck­en. Die Wolken sollen mich den ganzen Tag begleit­en. Erst ein­mal steige ich vom Her­zog­stand ab, kurzes Wass­er auf­füllen in der Hütte inklu­sive. Über Forststraße geht’s hinab. Ich erre­iche die Straße und gle­ich auf der anderen Seite geht es wieder hoch Rich­tung Jochberg. Auf den Gipfel führt mich mein Weg heute nicht son­dern rechts vor­bei zur Jocheralm. Ich hänge tief in den Wolken fest und ein kalter Wind weht vorüber. Es geht nun steil hin­unter in den Wald wo ich kurz die Ori­en­tierung ver­liere und etwas brauche um wieder den richti­gen Pfad zu find­en. Ich machen nur kurze Geh­pausen, da ich dem am Nach­mit­tag ange­sagten Regen entkom­men will. Ein kurz­er steil­er Anstieg bringt mich zur Staffe­lalm unter­halb des Rabenkopfs, dessen Bestei­gung sich in der Wolken­suppe nicht anbi­etet. Nach einem Abschnitt auf der Forststraße geht es wieder hin­auf bis zur Glaswand­scharte und weit­er steil bergan. Hier fängt es auch an zu reg­nen was vor allem bei bevorste­hen­dem Abstieg unan­genehm wird, denn der führt über nasse Felsen und Wurzeln. Ich erre­iche den höch­sten Punkt von wo aus man zur Benedik­ten­wand auf­steigen kön­nte, was ich heute rechts liegen lasse. Kurz darauf erre­iche ich nach knapp sieben Stun­den die Tutzinger Hütte, meinem Quarti­er für die Nacht.

12. Tutzinger Hütte bis Lenggries: Über die Benediktenwand nach Brauneck

5h / 15km / 849hm

Heute ist der Him­mel wieder blau weswe­gen ich mich entschei­de die Benedik­ten­wand zu besteigen. Dafür steige ich etwa eine halbe Stunde auf dem Weg, den ich gestern run­tergekom­men bin. Eine weit­ere halbe Stunde bringt mich durch Latschen zum Gipfel. Es ist kalt heute und ich warte auf die Sonne, die bald her­auskommt. Der Blick reicht in die Ebene bis zum Starn­berg­er See, ins Kar­wen­del und bis zum Alpen­haup­tkamm. Ich über­schre­ite den Gipfel und gelange zum Rotöhrsat­tel. Von hier geht es erst­mal bergab bis es wieder steil hin­auf bis zum Latschenkopf geht. Hier tre­ffe ich dank Seil­bahn wieder auf jede Menge Men­schen. Ich laufe weit­er auf dem Grat mit den Gipfeln von Kirch­stein und Stan­ge­neck und gelange zum Brau­neck mit seinem großen Restau­rant, wo ich mich Mit­tagspause mache. Von hier geht es nun nur noch über Forstraße hinab bis nach Leng­gries. Ein kurz­er Marsch bringt mich ins Zen­trum zu mein­er Unterkun­ft.

13. Lenggries bis Bad Wiessee: Geierstein und Fockenstein

5h / 15,5km / 968hm

Ich starte heute spät, aber die Strecke ist nicht weit. Der Weg führt mich aus der Stadt her­aus und zum Anstieg auf den Geier­stein, der schnell sehr steil wird. Der Weg führt recht unüber­sichtlich durch den wurzeli­gen Wald. Kurz nach einem ersten Aus­sicht­spunkt gelange ich auf den Gipfel, der sich hoch über dem Isar­tal und Leng­gries erhebt. Danach geht’s erst­mal wieder bergab bis der Weg wieder bergauf zum Fock­en­stein führt, der eine her­rliche Aus­sicht bis zum Tegernsee bietet. Über den Ost­grat geht der Weg steil bergab bis ich auf Forststraße stoße, die zur Aueralm führt. Hier mache ich eine späte Mit­tagspause bis ich erst auf Forststraße, dann auf einem Waldp­fad nach Bad Wiessee absteige. Schließlich gelange ich ins Skige­bi­et und erre­iche nach etwa fünf Stun­den die Stadt, die heute mein Nachtquarti­er ist.

14. Bad Wiessee bis Fischbachau: Kaiserschmarrn auf der Gindelalm

6h / 26km / 1.088hm

Mor­gens fahre ich mit dem Schiff von Bad Wiessee rüber nach Tegernsee auf der anderen Seite. Dann geht’s viele Stufen aufwärts, erst zum Wirtshaus Neureuth und kurze Zeit später erre­iche ich die Gin­de­lal­men. Hier hat man die Wahl zwis­chen gle­ich drei Almen. Ich nehme die Nr. 3 und lasse mich hier zum Mit­tagessen nieder. Kaiser­schmar­rn, nom nom! Danach besteige ich noch rasch die Gin­de­lalm­schneid deren Gipfel direkt über den Almen thront. Nun gehe ich abwärts und gelange nach Schliersee, den ich schon von der Gin­de­lalm­schneid her­vor­blick­en sehen kon­nte. Ab hier zieht sich die Strecke. Erst­mal geht’s durch Schliersee am Ufer und an Straßen ent­lang bis es ein Eis später wieder aufwärts auf Forststraßen geht. Mit­ten im Wald führt der Weg dann wieder bergab, was sich bis Fis­chbachau zieht. Der Rest fol­gt der Straße bis zu mein­er heuti­gen Unterkun­ft.

15. Fischbachau bis Mitteralm: Über den Wendelstein

5h / 14,5km / 1.279hm

Heute Mor­gen führt mich der Weg erst­mal bergauf auf ein­er Forststraße, die mal mehr mal weniger steil hin­auf führt. In strate­gisch gün­sti­gen Abstän­den gibt es Bänke, wovon ich gern die ein oder andere nutze. Schließlich geht der Weg in einen Pfad über und führt mich nach ein­er län­geren Querung in steilen Ser­pen­ti­nen hin­auf. Am Wen­del­stein sind plöt­zlich dank der Bahn jede Menge Leute, wo es vorher recht ein­sam zuge­gan­gen ist. Der aus­ge­baute Weg zum Gipfel ist eine wahre Auto­bahn. San­ft geht’s bergauf auf teil­weise geteertem Weg oder über Stufen hin­auf. Am Gipfel läuft mir fast mein ganzes Wass­er aus, da ich den Schlauch mein­er Trinkblase nicht zugemacht habe. Ich muss also wieder hin­unter zum Wen­del­stein­haus um neues Wass­er zu holen. Erst­mal genieße ich jedoch die Aus­sicht, die bis zu den Hohen Tauern reicht. Viele bere­its bestiegene Gipfel sind in Sichtweite. Ich hole neues Wass­er und gehe dann wieder hin­auf bis kurz vor dem Gipfel, obwohl mir später klar wird, dass ich auch von der Hütte hätte den Weg nehmen kön­nen. Naja, ein paar extra Höhen­meter. Der Weg schlän­gelt sich bergab zur Zeller Scharte. Ich entschei­de mich für die Vari­ante über den Soin­see zur Mit­teralm zu gelan­gen, was mich nach einem kurzen Bergab wieder hin­auf führt. Schließlich liegt der Anstieg hin­ter mir und ich kann schon den Soin­see unter mir erken­nen. Nun geht’s abwärts zum See mit der Soin­hütte. Ein schmaler Pfad steil bergab bringt mich dann zur Mit­teralm, die an der Mit­tel­sta­tion der Wen­del­stein­bahn liegt. Ich mache kurz ein kleines Nick­erchen in der Wiese bevor ich die let­zten Meter zur Hütte absteige. Nach etwa fünf Stun­den erre­iche ich mein Ziel. Nicht lange danach fängt es an zu reg­nen und zu gewit­tern. Das ist schon­mal der Auf­takt für den morgi­gen nassen Tag.

16. Mitteralm bis Hohenaschau: Ein nasser Tag

8h / 31,5km / 1.213hm

Heute reg­net es mehr oder weniger den ganzen Tag. Der erste Teil des Tages führt mich durch urbane Gegen­den. Erst­mal geht’s von der Mit­teralm bergab bis ich nach Bran­nen­burg komme. Hier heißt es nun an der Straße ent­lang laufen, immer­hin gibt’s einen Fußweg. Von Bran­nen­burg geht’s weit­er über Land­straße bis Nuß­dorf. Ich mache kurz Pause an ein­er über­dacht­en Bushal­testelle, die erste und let­zte Pause für heute. Ich gelange auf einem Gemisch aus Pfad und Straße bis zum Duft­bräu. Es geht weit­er bis ein Weg rechts zum Hochries abge­ht. Erst­mal ver­laufe ich mich jedoch, weil mein GPS Track falsch ist, aber schließlich erre­iche ich die richtige Abzwei­gung. Über Forstweg und später einem Steig geht’s zum Hochrieshaus. Es reg­net die ganze Zeit vor sich hin und ich bin schon patschnass. Am Gipfel halte mich deshalb nicht auf, ich gehe sofort wieder hin­unter. Ich will es heute bis Hohenaschau schaf­fen, also ste­ht mir der ganze Abstieg noch bevor. Das Hochrieshaus nimmt momen­tan keine Über­nach­tungs­gäste, aber da Woch­enende ist, kommt Rober­to wieder mit meinem VW Bus nach Hohenaschau und ich bin froh bei dem Regen nicht zel­ten zu müssen. Mein Zelt habe ich so gar nicht gebraucht, nur den Schlaf­sack für einige Hüt­ten und Iso­mat­te für das Biwakieren am Her­zog­stand. Der Abstieg zieht sich gewaltig. Ich kön­nte schwören, dass die Angabe 1h auf den Schildern nach Hohenaschau ständig wiederkommt ohne an Zeit abzunehmen. Der Weg hat sich schon wieder teil­weise in kleine Flüsse ver­wan­delt und beschert mir nasse Füße. Schließlich erre­iche ich aber doch Hohenaschau und prompt als ich ankomme hört es auf zu reg­nen. Na schö­nen Dank auch. Raus aus den nassen Sachen, ich bin mal wieder auch unter der Regen­klei­dung nass und ich bre­ite alles im Bus aus. Wir fahren essen, denn dazu kam ich außer zu einem Schoko­riegel heute nicht.

17. Hohenaschau bis Sonnenalm: Zur Kampenwand

3,5h / 11km / 1.153hm

Mor­gens trock­nen wir erst­mal meine Sachen in der Sonne. Da ich den Abstieg vom Hochries schon gestern gemeis­tert habe, ste­ht heute nur eine kurze Etappe an. Es ist mit­tags bis meine Sachen trock­en sind und wir uns auf den Weg machen. Aufwärts geht’s von der Tal­sta­tion der Kam­p­en­wand­bahn auf einem Gemisch aus Pfad, Teer­straße und Forststraße. Anfangs steigt der Weg nur san­ft an, später wird er steil­er. Wir kom­men an zahlre­ichen Almen vor­bei, an ein­er gibt’s ein Eis. Dann erre­ichen wir die Stein­lin­galm unter­halb der Kam­p­en­wand. Hier kehren wir auf Kuchen und ein Getränk ein bevor ich mich auf den Weg zum Kam­p­en­wandgipfel mache. Heute ist auf­grund fort­geschrit­ten­er Stunde weniger los als das let­zte Mal als hier oben war. Der Weg führt zuerst über Geröll und dann leicht krax­elig durch Felsen hin­auf. Von oben habe ich eine her­rliche Aus­sicht auf den Chiem­see, Bercht­es­gaden­er Alpen, Kaiser, Lofer­er Stein­berge und Hohe Tauern. Ich steige wieder ab und wir chillen noch kurz in der Wiese bevor es auf bre­it­em Weg leicht bergauf zur Son­nenalm ober­halb der Bergsta­tion der Kam­p­en­wand­bahn, meinem heuti­gen Quarti­er. Eine Über­nach­tung auf der Son­nenalm ist ziem­lich teuer, aber das Essen, das als Halbpen­sion inkludiert ist, ist sehr gut. Mein Aben­dessen beste­ht aus Salat, Gnoc­chi und Apfel­strudel zum Nachtisch. Später kommt sog­ar noch ein zweit­er Nachtisch in Form ein­er Art Pud­dingkuchen. Ich gehe auf die West­ter­rasse und sehe der Sonne beim Unter­gang zu.

18. Sonnenalm bis Hochgernhaus: Weite Aussichten

6h, 23km / 1.403hm

Als erstes geht es heute Mor­gen zurück zur Stein­lin­galm unter­halb der Kam­p­en­wand. Ich gehe ein Stück des Gipfel­wegs ent­lang bis nach links ein schmaler Pfad abzweigt. Ich erre­iche eine Scharte über die ich die Felsen der östlichen Kam­p­en­wand über­schre­ite und gehe abwärts auf dem Steig bis ich auf eine bre­ite Forststraße stoße. Hier geht’s kurz bergan bis der Gipfel­weg der Hoch­plat­te nach rechts abzweigt. Den Gipfel nehme ich natür­lich mit und bin in gut 30 Minuten auf und wieder abgestiegen. Von hier gibt es einen traumhaften Blick über den Chiem­see und weit­er bis zum Kaiser und den Hohen Tauern. Nun geht’s erst­mal nur bergab und schließlich auf einem Pfad bis Mar­quart­stein. Hier quere ich den Fluss und erre­iche kurz darauf den Hochgern­wan­der­park­platz. Der zweite Teil des Tages führt mich wieder hin­auf. Über Forststraße geht’s mäßig steil hin­auf bis zur Agergschwen­dalm, wo ich eine Limon­aden­pause mache. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Hochgern­haus, das eine fan­tastis­che Aus­sicht auf Chiem­gauer, Kaiser, Tauern und Lofer­er Stein­berge bietet. Außer­dem auch leckere Kass­patzn.

19. Hochgernhaus bis Ruhpolding: Über Hochgern und Hochfelln

5,5h / 18km / 915hm

Mor­gens geht’s erst­mal flott auf einem schmalen Pfad auf den Hochgern, wo mich eine großar­tige Aus­sicht erwartet. Schöne Wild­blu­men run­den das Gipfel­er­leb­nis ab. Dann gehe ich über einen Steig bergab bis zur Bischofs­fell­nalm und weit­er hinab bis ich auf eine Forststraße tre­ffe, die nun wieder ansteigt. Nach ein­er Weile auf der Forststraße zweigt ein schmaler Bergp­fad links ab und führt mich weit­er bergauf bis zum Gipfel des Hochfelln. Wo ich zuvor fast war sind hier nun dank Seil­bahn jede Menge Men­schen. Nach kurz­er Gipfelschau kehre ich im Hochfellnhaus zum Mit­tagessen ein. Eine Stunde später mache ich mich an den Abstieg, wo ich nach kurz­er Zeit wieder allein bin. Auf schmalen Bergp­faden steige ich ab bis ich den Weil­er Egg und über Teer­straßen schließlich Ruh­pold­ing erre­iche.

20. Ruhpolding bis Bad Reichenhall: Über Almen

7h / 27,5km / 1.030hm

Der erste Teil des Tages ver­läuft wieder in urbaner Gegend. Ich ver­lasse Ruh­pold­ing und nach ein­er Weile erre­iche ich eine Forststraße, die durch den Wald san­ft bergab führt. Ich komme am Froschsee her­aus von wo es wieder auf Teer­straße bis nach Inzell weit­erge­ht. Ich erre­iche Ein­siedel, wo ich auf eine Forststraße stoße, die mich hin­auf bringt. Nach ein­er Weile zweigt ein Pfad rechts ab und führt mich bergauf bis zur Kohleralm. Danach geht’s erst­mal wieder bergauf und im weit­eren Ver­lauf immer wieder im Auf und Ab auf schmalen Pfaden bis zur Zwiese­lalm. Von hier geht’s bergab bis zum kleinen List­see. Über Straße wan­dere ich bis nach Bad Reichen­hall.

21. Bad Reichenhall bis Berchtesgaden: Der letzte Tag

4h / 20km / 458hm

Der let­zte Tag ist ziem­lich unspek­takulär. Das High­light des Tages sind zwei Esel am Weges­rand. Ich ver­lasse Bad Reichen­hall und stoße bald auf einen Weg, der durch den Wald und nahe der Bah­n­gleise führt. Zum Schluss geht’s an der Straße ent­lang bis nach Bercht­es­gaden. Ich gehe direkt zum Bahn­hof und nehme den Zug, der in ein­er hal­ben Stunde kommt. Als ich ein­steige fängt es an zu reg­nen und ich bin froh, dass sich das trübe Wet­ter heute gut gehal­ten hat. In ein­er schlap­pen hal­ben Stunde erre­iche ich mit dem Zug Bad Reichen­hall. Ein Weg, der mich heute vier Stun­den zu Fuß gekostet hat.

No Comments

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.