Kroatien: Von mittelalterlichen Küstenstädten

Posted: 31. Oktober 2013

Nach zwei Aktiv-Tagen, gehen wir es heute entspan­nter an und begin­nen den Tag mit der Stadtbesich­ti­gung in Zadar, ein­er altertüm­lichen Küsten­stadt. Die Stadt ist nicht sehr touris­tisch und ger­ade vor­mit­tags ist noch nicht viel los auf den Straßen, daher wirkt die Stadt sehr authen­tisch. Wir schlen­dern durch die his­torische Alt­stadt an Kirchen, durch Reste eines Römis­chen Forums und über leb­hafte Plätze. Über­all sitzen die Men­schen in den Cafés in der Sonne, trinken ihren Kaf­fee “Amer­i­can-Style” und schwatzen fröh­lich.

Wir besteigen den Turm der Dona­tuskirche und genießen den Aus­blick über die Däch­er Zadars und das türk­is­blaue Meer. In der Fußgänger­zone gibt es nicht nur fabel­haftes Eis, son­dern auch eine kleine Bäck­erei, die leckere Piz­zas und Kirschtaschen verkauft und die net­ten Verkäuferin­nen “Alles klar in Croa­t­ia” sin­gen :) Wir gehen an der Prom­e­nade ent­lang, genießen die Sonne bis wir an der Meere­sorgel ankom­men, die schon wei­thin zu hören ist.

Die Musik des Meeres in Zadar

Über ein Orgel­sys­tem aus Flöten und Pfeifen ergibt die Bewe­gung des Meeres mit der nach oben gedrück­ten Luft hyp­no­tis­che Klänge. Die Töne wer­den lauter, wenn Boote vor­beifahren. An wärmeren Tagen bietet es sich an von der Prom­e­nade hin­auszuschwim­men und dabei den Geräuschen der Meere­sorgel zuzuhören.

Gle­ich daneben find­et sich der “Gruß an die Sonne”. In den Boden wurde ein 22m großer Kreis ein­ge­lassen und mit 300 mehrschichti­gen Glas­plat­ten gefühlt, die tagsüber das Son­nen­licht auf­fan­gen. Das Glas sorgt bei Däm­merung für eine psy­che­delis­che Licht­show, die das Son­nen­sys­tem simulieren soll. Die Solarpan­els ver­sor­gen die gesamte Hafen­prom­e­nade mit Strom. Lei­der sehen wir von dem Licht­spiel tagsüber nicht viel, spazieren aber an den Plan­eten ent­lang, die rund um die “Sonne” in entsprechen­der Ent­fer­nung und Größen­ver­hält­nis in den Boden gelassen  sind.

Sibenik

Wir fahren weit­er gen Süden und lan­den in Sibenik, ein­er niedlichen Küsten­stadt mit mit­te­lal­ter­lichem Flair. Wir tre­f­fen hier auf Hunde, die brav alleine über Zebras­treifen stromern, sowie auf einen Haufen Katzen in allen Alters­grup­pen. Sie find­en sich in den engen Gassen, die sich zusam­men mit an den Hügel geschmiegte Häuser, bis zum Kloster hin­aufwinden. Am Hafen bekom­men wir einen wun­der­schö­nen Son­nenun­ter­gang zu Gesicht, der einen gold­e­nen Glanz auf den Häusern hin­ter­lässt und eine warme Atmo­sphäre zaubert.

Danach wird es zunehmend dun­kler, aber die Stadt ist durch die Beleuch­tung bei Nacht noch inter­es­san­ter anzublick­en. In den labyrinthis­chen steilen Gassen kann man sich ganz schön ver­laufen, vor­bei an ural­ten Kapellen und der Jakob­skathe­drale. An der Außen­wand der Kathe­drale ver­läuft ein Fries mit 71 Köpfen.

Die stein­er­nen Porträts — ob friedlich, verärg­ert, komisch, stolz oder ängstlich — wirken fast wie Karika­turen, sind aber die Gesichter von Bürg­ern aus dem 15. Jahrhun­dert. Der Bau der Kathe­drale kostete sehr viel Geld und es heißt, je geiziger der Einzelne gewe­sen sei, desto grotesker sei er karikiert wor­den.

Heute ist der 31. Okto­ber, die Nacht vor Aller­heili­gen und die Gräber der Ver­stor­be­nen wer­den mit zahlre­ichen frischen Chrysan­the­men über­häuft, ein Meer aus Kerzen wer­den aufgestellt. Massen von Stadt­be­wohn­ern strö­men zu den Fried­höfen um die Gräber ihrer Ange­höri­gen zu schmück­en, über­all in der Stadt riecht es nach den Blu­men, die an jed­er Ecke verkauft wer­den. Nach unserem Stadtspazier­gang, fahren wir die restlichen 10km ins Inland, zum Krka Nation­al­park, den wir uns für mor­gen vorgenom­men haben, und beziehen dort unser Lager.

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