Nepal: Wildwasser Kajakfahren auf dem Seti River

Posted: 26. Oktober 2015

Nepal gilt als eins der besten Län­der für Raft­ing und Kajak­en. Zahlre­iche Flüsse von zart bis hart, warmes Wass­er, sub­tro­pis­ches Kli­ma und Sand­strände sprechen dafür. Statt zu raften, entschei­den wir uns einen viertägi­gen Wild­wass­er Kajakkurs zu machen. So haben wir nicht nur Spaß, son­dern ler­nen auch etwas dabei.

Der erste Tag — Basics auf dem Phewa See

Bevor es in das Wild­wass­er auf dem Seti Fluss geht, ler­nen wir im See vor Pokhara die Grund­la­gen. Neben Ger­adeaus­fahren, das in einem kleinen Kajak gar nicht so ein­fach ist wie man denken mag, die Selb­stret­tung, T-Res­cue und die Eski­morolle. Diese Tech­niken sind essen­tiell wenn man ken­tern sollte.

Wir gehen mor­gens zu unserem Raft­ing- und Kajakun­ternehmen, das wir am Vortag aus­gewählt haben. Zwei kamen in die engere Wahl und rapidrun­ners haben den Zuschlag schlicht wegen den passenden Dat­en bekom­men, sodass wir nicht lange auf den Start der Kajakschu­lung warten müssen.

Außer uns macht noch ein deutsches Paar den Kurs — Bodo und Anna. Es geht gle­ich zum See, wo wir von unseren bei­den Guides unsere Aus­rüs­tung bekom­men und sie stellen sie auf uns ein. Wir set­zen uns in die Kajaks und rutschen über den Ufer­hang ins Wass­er. Zuerst ste­ht Ger­adeaus­fahren auf dem Pro­gramm. Mit den kurzen Wild­wasserka­jaks ist das gar nicht so ein­fach. Immer wieder dreht es den ein oder anderen zur Seite weg. Ich bekomme es schon ganz gut hin, vor allem dank des Schnup­per­pad­delns beim DAV auf der Isar in München. Da habe ich die Dreherfahrung schon erleben dür­fen. Nun bin ich schon etwas schlauer was die Steuerung des Kajaks ange­ht.

Wir fahren zur anderen Seite des Sees. Dort ler­nen wir mit Hil­fe von Gewichtsver­lagerun­gen Kur­ven zu fahren. Dann soll jed­er den Guides sein Kön­nen vor­führen. Bei den meis­ten klappt es schon ganz gut. Nun kom­men wir zum inter­es­san­ten Teil, der Eski­morolle. Fun Fact: Das Wort stammt tat­säch­lich von den Eski­mos, die die Tech­nik der Kajakrolle erfun­den haben. Da das Wass­er in der die Inu­it zuhause sind ziem­lich kalt ist, war es wichtig den eiskalten Fluten im Falle des Ken­terns schnell wieder zu entkom­men. Zuerst wär­men wir unsere Hüften auf und schwanken mit dem Boot zu den Seit­en. Alex schwankt zu fest und ken­tert gle­ich ein­mal. Er muss zum Ufer schwim­men und das Kajak ausleeren, das nun voller Wass­er ist.

Das erste Mal Ken­tern ist ein wenig ang­ste­in­flößend und ein Gefühl von leichter Panik ist am Anfang unver­mei­d­bar. Man muss sich erst­mal daran gewöh­nen um Ruhe bewahren und sich dann lock­er aus dem Kajak befreien zu kön­nen. Das erfordert näm­lich das Öff­nen des Spritzschutzes, ein­er Art Neo­pren­ab­deck­ung über der Öff­nung des Kajaks. Dabei ist Panik eher hin­der­lich, denn sie lässt sich nur über eine Schlaufe vorne öff­nen.

Um die ganze Proze­dur des Her­auss­chwim­mens und des Wasser­ausleerens zu ver­mei­den — zumal das manch­mal mit­ten auf dem Fluss nicht möglich ist — ler­nen wir nun die T-Res­cue. Dabei fährt ein anderes Kajak mit sein­er Spitze an das geken­terte Kajak her­an und der Geken­terte stützt sich auf der Front von diesem “Ret­tungska­jak” auf um sich mit einem Hüftschwung wieder zurück auf die richtige Seite zu drehen.

Wir fahren zum Mit­tagessen auf die andere Seite des Sees zurück. Wir bekom­men leckere Sand­wich­es gere­icht.

Dann kommt die Eski­morolle an die Rei­he. Wir fahren wieder zu unserem Übungsplatz auf die andere Seite. Die Eski­morolle erfol­gt in drei Schrit­ten nach­dem man sich unter Wass­er begeben hat.
1. Man hält das Pad­del par­al­lel am Boot aus dem Wass­er, die Arme dabei soweit wie möglich nach oben streck­en. Das Pad­del sollte dabei nach oben zeigen.
2. Man zieht das Pad­del nach hin­ten. Dabei geht der gesamte Kör­p­er mit der Pad­del­be­we­gung mit bis der Rück­en fast den hin­teren Teil des Kajaks berührt. Durch diese Bewe­gung dreht man sich aus dem Wass­er.
3. Wenn man dann schon aus dem Wass­er ist, führt man einen Hüftschwung aus der das Kajak wieder in die richtige Posi­tion dreht.

Es ist leichter gesagt als getan. Zuerst ver­suchen wir es im seicht­en Wass­er mit einem der Guides an unser­er Seite, der uns bei den einzel­nen Bewe­gun­gen hil­ft und uns mit hochzieht. Alex hat es ziem­lich bald raus und kann es alleine ver­suchen. Der andere Guide ist für die T-Res­cue im Falle eines fehlgeschla­ge­nen Ver­suchs zur Stelle und nach weni­gen Malen hat Alex es geschafft. Ich übe fleißig, komme aber nicht soweit es alleine zu pro­bieren. Anna steigt hier aus, es sei nicht ihr Sport und sie füh­le sich unwohl. Dann fahren wir zurück über den See und machen Feier­abend. Heute gibt’s nur noch Aben­dessen, dann geht’s ins Bett.

Der erste Tag auf dem Seti River

Wir wer­den in der Nacht von Mück­en belästigt, die uns kaum schlafen lassen. Dementsprechend müde sind wir mor­gens. Wir lagern unsere Sachen im Hotel ein und gehen mit dem Tages­ruck­sack zu rapidrun­ners. Zum Früh­stück­en haben wir lei­der keine Zeit, aber als wir Rich­tung Büro der rapidrun­ners gehen, ruft eine Frau uns hin­ter­her. Wir drehen uns um und sehen sie mit einem großen Korb auf uns zu ren­nen. Es stellt sich her­aus, dass sie warmes Gebäck in ihm hat und offen­bar im Gespür hat­te, dass wir ein Früh­stück auf die Hand brauchen. Wir kaufen warme Apfeltaschen, sehr leck­er. Mit dem Jeep geht es dann los.

Wir ver­suchen auf der etwa 1,5 stündi­gen Fahrt noch etwas zu schlafen. Als wir ankom­men wird das Gepäck aus­ge­laden und alles zum Fluss hin­unter gebracht. Nun wird das Begleitraft vor­bere­it­et, das all das Gepäck, Zelte und Verpfle­gung mit­führt. Wir leg­en uns ans Ufer und schlum­mern etwas. Plöt­zlich höre ich ein Geräusch hin­ter mir und sehe auf. Alex hat sich soeben in einem großen Schwall übergeben. Ich bin entset­zt, wusste ich doch gar nicht dass ihm über­haupt schlecht war. Er wusste es aber wohl auch nicht. Hof­fentlich hat er sich nicht schon wieder etwas einge­fan­gen. Ob es die Lasagne von gestern Abend war? Es geht ihm danach wohl schon etwas bess­er. Vielle­icht kam auf Anhieb alles raus.

Wir set­zen uns in die Kajaks und machen die ersten Übun­gen. Es gilt den Fluss zu queren und wir ler­nen wie man im Kehrwass­er ein- und aus­fährt. Soweit klappt alles gut. Als jedoch die erste Strom­schnelle kommt ver­liert Alex das Gle­ichgewicht und ken­tert. Er leert das Boot am Ufer und steigt wieder ein. Ich habe schnell her­aus­ge­fun­den, dass man den Oberkör­p­er ganz lock­er lassen muss um die Wellen auszu­gle­ichen und komme so gut über die ersten Strom­schnellen hin­weg.

Es fol­gen wieder kleinere Strom­schnellen und der Fluss führt an ein­er Kies­bank vor­bei, die den Fluss teilt. Wir fahren alle links, nur Alex kommt nicht hinüber und lan­det rechts von ihr. Er fährt weit­er um die Kies­bank herum um wieder auf unsere Lin­ie zu gelan­gen. Die Strö­mung ist jedoch ziem­lich stark und erwis­cht ihn seitlich. Er ver­sucht sich noch dage­gen zu lehnen, aber er ken­tert erneut. Er steigt aus dem Boot aus und treibt mit­ten in der Strö­mung. Dabei hat er sein Pad­del ver­loren und das Kajak treibt vor ihm im Wass­er.

Sofort ist ein­er der Guides zur Stelle und Alex hält sich an seinem Boot fest. Er bringt ihn zu einem großen Felsen inmit­ten der Strö­mung und set­zt ihm dort ab, dann jagt er Pad­del und Kajak von Alex hin­ter­her. Der andere Guide hat erst­mal mich ans Ufer gebracht, dann holt er Alex von seinem Felsen ab. Alex muss nun auf die andere Seite des Felsens klet­tern und in die Strö­mung sprin­gen. Er springt aus etwa ein bis zwei Metern in die reißen­den Fluten. Nun muss er sich an der Rück­seite des Kajaks fes­thal­ten. Ich pad­del der­weil schon­mal weit­er durch die näch­sten Strom­schnellen. Um die Ecke wartet das Raft und der andere Guide mit Alex Kajak. Ich stoße zu ihnen und danach auch der Guide mit Alex im Schlepp­tau.

Alex muss sich erst­mal hin­set­zen, er sieht etwas blass um die Nase aus. Dann geht es weit­er flussab­wärts, abwech­sel­nd durch kleinere Strom­schnellen und ruhiges Wass­er. Dann fol­gen ziem­lich große Wellen. Ich Folge Sainu, unserem Chefguide, und komme jauchzend hin­durch. Die Wellen sind schon ang­ste­in­flößend wie sie das Kajak wie eine Nusss­chale auf und ab wirbeln. Aber wenn man durch ist, ist das Gefühl großar­tig. Allerd­ings ist Alex wieder umgekippt, aber hat auch die richtige Lin­ie ver­passt. Das ist eine wichtige Lek­tion. Es emp­fiehlt sich immer genau die Lin­ie der Guides zu nehmen. Ein­er fährt immer vor, der andere macht das Schlus­slicht um zur Hil­fe bere­it zu sein. Es ist nur nicht immer so ein­fach der Lin­ie auch zu fol­gen, manch­mal treibt es einen doch woan­ders hin, wo die Strö­mung zu stark für uns ist oder sich Strudel oder Löch­er bilden. Die Wahrschein­lichkeit in ihnen zu ken­tern ist groß.

Alex hat sein Pad­del ver­loren und es ist nicht mehr zu bergen, da es sich in der Strö­mung in den Steinen verkeilt hat. Alex hat ohne­hin genug. Er ist ganz schön über Felsen unter Wass­er geschrammt, hat sich Arme und Kopf gestoßen und dabei das Pad­del ver­loren. Ihm geht es auch nicht son­der­lich gut, denn ihm ist wieder schlecht. Sein Kajak wird auf das Raft­ing­boot geschnallt und er set­zt sich dazu. Ich fahre weit­er mit dem Kajak und den zwei Guides. Bald darauf kom­men wir an unserem Zelt­platz für heute an. Ich habe den Weg ohne große Prob­leme gemeis­tert und freue mich.

Alex geht es allerd­ings weniger gut. Bei einem Toi­let­tenbe­such muss er aber­mals speien und sein Darm fühlt sich auch nicht wohl… Das gibt es doch nicht, dass er schon wieder einen Magen-Darm-Infekt hat! Ich tippe darauf, dass das let­zte Mal noch nicht aus­ge­s­tanden war, vielle­icht sog­ar Par­a­siten im Spiel sind. Wir kön­nen aber momen­tan nicht viel unternehmen. Er bekommt eine Wasser­flasche mit Elek­trolyten. Es gibt Mit­tagessen, das ich fast für mich alleine habe, denn Alex bringt nichts runter.

Nach ein biss­chen aus­ruhen übe ich am Nach­mit­tag nochmal die Eski­morolle im Fluss. Ich schaffe es immer nur fast das Kajak wieder aufzustellen, der let­zte Schliff fehlt mir aber. Ich spüre dass ich beim Pad­del nach hin­ten­ziehen irgend­was falsch mache, ich weiß aber nicht so recht was. Bei den Jungs sieht das so ein­fach aus! Ich fange an zu frieren und wir machen für heute Schluss. Es gibt Aben­dessen — ein Haufen Spaghet­ti Bolog­naise und Gemüse. Ich kann alleine gar nicht soviel essen. Alex bekommt ein biss­chen Gemüse und Reis.

Der zweite Tag auf dem Seti River

Am Mor­gen male ich ein biss­chen mit den ein­heimis­chen Kindern, die hier immer am Fluss herum­stromern im Sand. Inter­es­sant finde ich, dass offen­bar oder Men­sch egal welch­er Kul­tur der die selbe vere­in­fachte Darstel­lung von Blu­men und Schmetter­lin­gen malt. Nur ihre gemal­ten Boote sehen anders aus.

Wir essen Früh­stück, von dem es wieder viel zu viel gibt. Eier, Toast, Bana­nen, Kartof­feln und alles so leck­er. Nach dem Früh­stück übe ich wieder Eski­morollen und endlich schaffe ich es! Das was mir noch gefehlt hat, war die richtige Kör­per­hal­tung — den ganzen Kör­p­er mit dem Pad­del mitzube­we­gen bis ganz ganz nach hin­ten. Juhu! Ich freue mich so es endlich begrif­f­en haben zu haben. Zwis­chen­durch üben wir den Fluss zu queren und durchs Kehrwass­er zu fahren. Dabei ger­ate  ich in einen Strudel und ken­tere das erste Mal. Der Guide kommt um mich mit T-Res­cue rauszu­holen, ken­tert dabei aber selb­st und ich finde mich plöt­zlich mit den Armen auf der Unter­seite seines Bootes wieder, was mich etwas über­rascht. Ich muss also doch aussteigen und ans Ufer. Auch eine neue Erfahrung :)

Dann chillen wir am Strand in der Sonne, denn wir warten auf Bodo und ein Raft­ing­boot. Anna hat schon nach dem Tag am See aufgegeben und Bodo kon­nte gestern nicht, weshalb er heute nachkommt. Wir müssen länger warten, weil ein­er der Raft­ingteil­nehmer noch auf der Anreise von Kath­man­du aus ist. Gegen Mit­tag kom­men sie zu unserem Camp und wir essen zusam­men zu Mit­tag. Bodo ist auch mit auf dem Raft angekom­men und staunt nicht schlecht über die ein oder andere Strom­schnelle, vor allem die großen Wellen, die wir gestern mit dem Kajak gemeis­tert haben.

Nach dem Mit­tagessen geht es weit­er. Alex beg­ibt sich wieder auf das Gepäck­raft, denn obwohl ihm das andere auch ange­boten wird, ist ihm das zu aufre­gend unter den gegebe­nen Umstän­den. Ihm geht es noch nicht viel bess­er, aber wenig­stens das Speien hat sich ver­flüchtigt.

Wir meis­tern wieder einige Strom­schnellen und große Wellen. Bodo macht sich sehr gut für seinen ersten Tag auf dem Fluss. Er kann müh­e­los Anschluss find­en. Dann kom­men wir zu ein­er Stelle mit großen Wellen. Das schwierig­ste daran ist allerd­ings, dass sich in der Mitte ein riesiges Loch befind­et und man genau Lin­ie fahren muss um nicht hineinzuger­at­en, denn dort spült es einen durch wie eine Waschmas­chine. Eine Art Loch entste­ht da, wo die Strö­mung über Felsen oder andere Unter­wasser­hin­dernisse hin­wegfließt und dadurch eine Rück­strö­mung zu diesem Objekt aus­löst.

Wir beobacht­en erst­mal wie die Rafts durch­fahren. Sog­ar ein­er aus dem Raft­ing­boot fällt hin­aus als es sie in diesem Loch dreht. Obwohl das Ver­sorgungs­boot mit Alex die Stelle umge­ht, war es wohl auch ganz schön rup­pig und erforderte wildes Rud­ern. Wir fahren ans Ufer und steigen aus um uns die Stelle gemein­sam anzuschauen. Ein­er der Guides fährt hinein und wir beobacht­en ihn. Huiui, geht ganz schön ab. Sog­ar er muss kräftig pad­deln um dem Loch zu ent­ge­hen. Er grinst. War wohl gut. Für Bodo und mich ist das nichts. Die Guides fahren durch und der erste fährt nochmal mit meinem Kajak hin­durch. Alex und Bodo tra­gen Bodos Boot an der Stelle vor­bei und wir steigen dahin­ter wieder ein.

Danach kom­men weit­ere große Wellen und es haut mich das erste Mal während der Fahrt aus dem Boot. Ich habe ein Loch erwis­cht und Pad­del erst wild um her­aus zu kom­men mit dem Erfolg, dass ich auf der Welle surfe, aber nicht vor­wärts komme. Schließlich muss ich aufgeben und kippe um, steige aus. Ich halte mein Pad­del und schwimme weit­er stromab­wärts. Wir sind noch mit­ten in den Strom­schnellen und ein­er der Guides übern­immt mein Kajak.

Während ich zu einem der Guides schwimme, ken­tert der andere mit meinem Boot und am Ende müssen zwei Kajaks aus­geleert wer­den. Sie müssen im Wass­er aus­geleert wer­den, denn hier gibt es keine Chance ans Ufer zu kom­men, das von großen Steinen über­sät ist. Dazu nimmt Sainu mein Kajak verkehrt herum auf seins und schüt­telt es mit mein­er Hil­fe aus dem Wass­er nach rechts und links. Dann steige ich aus dem Wass­er her­aus ein. Zuerst mit dem Oberkör­p­er auf den hin­teren Teil, dann mit den Beinen hoch während Sainu das Kajak sta­bil hält — ele­gant wie ein ges­tran­de­ter Wal.

Es fol­gen weit­ere Strom­schnellen und in ein­er davon rast Bodo mit seinem Kajak in mich hinein. Ich erschrecke mich was da plöt­zlich von hin­ten kommt, denke schon ich bin wieder irgend­wo reinger­at­en. Aber es ist nur Bodo, ich kann mich hal­ten, aber ihn haut es um. Das erste und let­zte Mal für ihn, nicht schlecht.

Wieder kom­men Strom­schnellen und kurz bevor diese vor­bei sind, ken­tere ich erneut. Wieder habe ich die Lin­ie ver­passt und bin seitlich in ein kleines Loch ger­at­en. Ich muss wieder im Wass­er ein­steigen, dies­mal schnell, denn die näch­ste Strom­schnelle kommt nahe. Nun kom­men nur noch zwei Strom­schnellen bis wir an unserem Lager­platz für die Nacht ankom­men.

Dies­mal schla­gen wir die Zelte nicht direkt am Strand auf, son­dern ein Stück ober­halb auf ein­er Wiese. Das hat den Vorteil, dass nicht alles voller Sand ist.

Wir sind jet­zt zu sechst: neben Bodo und Alex sind die drei Rafter dabei — zwei Hol­län­der und ein Fran­zose. Der Fran­zose ist Arzt, die Hol­län­derin Kranken­schwest­er. Ich hole ein biss­chen Rat für Alex Lage ein und wir bekom­men Immod­i­um für ihn. Dies­mal haben wir kein­er­lei Medika­mente dabei, wir Opti­mis­ten. Wir essen zusam­men am Lager­feuer.

Der letzte Kajaktag

Heute ist es küh­ler und es reg­net leicht, weshalb wir unsere Trock­en­jack­en anziehen. Nach dem Früh­stück geht es wieder auf den Fluss. Wieder fol­gen Strom­schnellen, starke und kleine. Wir meis­tern alle ganz gut. Dann kom­men wir an den Punkt wo der Seti Fluss mit dem Trisuli zusam­men fließt und das Wass­er wird schla­gar­tig deut­lich käl­ter. Kurz darauf lan­den wir an einem Strand, der das Ende der Tour markiert. Von hier gehen wir hin­auf zu einem kleinen Häuschen mit niedlichen kleinen Zick­lein und einem Kätzchen, die ich alle kuschele. Es gibt noch Mit­tagessen und die Rafter ver­ab­schieden sich, denn sie fahren von hier nach Chit­wan weit­er. Schade, dass das bei uns von Kath­man­du aus nicht möglich war. Als alles in dem großen Bus ver­räumt ist, fahren wir zurück nach Pokhara, was etwa drei Stun­den dauert.

Kaum sind wir zurück, bringe ich Alex gle­ich zum Arzt. Auch hier gibt es eine CIWEC Klinik, die wir an der Lake­side auf­suchen. Wieder ist Alex stark dehy­dri­ert und er bekommt Infu­sio­nen. Dann dür­fen wir wieder gehen, wir sollen mor­gen wieder kom­men.

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