Neuseeland: Berg- und Seepanoramen über Wanaka

Posted: 6. Februar 2016

Das gesamte Gebi­et um Wana­ka herum lädt zum Wan­dern ein. Großar­tige Panora­men auf blaue Seen, hohe schneebe­deck­te Gipfel und Flüsse sind garantiert. Der Mt Aspir­ing Nation­al­park hat mit sein­er alpinen Land­schaft, Schneefeldern, Gletsch­ern, Wasser­fällen und Fel­swän­den für jeden was zu bieten — von harten Mehrtages­märschen bis zu ein­fachen Mehrtages­touren. Wir haben uns auf zwei Tages­touren gemacht: Zur beein­druck­endes Gletscher­wand des Rob Roy Gletsch­ers und auf den Roy’s Peak mit seinem Run­dum­blick auf Wana­ka.

Am Nach­mit­tag nach dem Fallschirm­sprung begeben wir uns auf ein­er Sack­gassen­straße Rich­tung Mt Aspir­ing. Der Weg ist nicht allzu weit, wir brauchen aber auf­grund der let­zten 30km auf ein­er Schot­ter­straße eine Stunde. Macht nichts, denn die Land­schaft ist wun­der­schön. Berge, ein Flusstal, steile Fel­swände und hin und wieder ein blök­endes Schaf ziehen an uns vor­bei und ein paar kleine Furten sind zu queren bis wir am Park­platz am Ende der Straße ankom­men.

Der Rob Roy Gletscher

Das Matuk­i­tu­ki Val­ley ist auch ein Start­punkt für Mehrtages­touren im Mt Aspir­ing Nation­al­park und mit uns starten auch ein paar schw­er bepack­te Wan­der­er. Wir sind wieder leicht unter­wegs, bei mir wird aber schon nach der Hänge­brücke, die den Rob Roy Stream über­quert mit dem Trail­run nichts. Es ist ein­fach zu steil und zu heiß. Während Alex vor­läuft, genieße ich den Weg in die kleine Schlucht an einem rauschen­dem Bach ent­lang, durch licht­en Wald bishin zur alpinen Veg­e­ta­tion als ich aus dem Wald her­aus­trete und der erste Blick auf die hohe Eiswand des Rob Roy Gletsch­ers fällt.

An der ersten Aus­sicht­splat­tform tre­ffe ich auf Alex und wir gehen in etwa 30 Minuten weit­er zum höheren, zweit­en Aus­sicht­spunkt bei dem wir vor dem Gletsch­er ste­hen. Wir bestaunen die steile Wand aus Schnee und Eis, von der Wasser­fälle herun­ter­rauschen. Hin­unter laufen wir dann bis zum Auto zurück, bergab läuft es sich wesentlich leichter ;) Zurück in Wana­ka suchen wir uns einen Zelt­platz und es gibt Würs­tel mit Kraut und Kartof­fel­stampf, ganz deutsch also.

Seep­anora­ma vom Roy’s Peak
Wir fahren zum Park­platz am Weg zum Roy’s Peak, den wir besteigen wollen. Wir haben wieder unsere Lauf­schuhe an, denken aber nicht daran zu laufen, denn es ist wieder mega heiß und wir haben über 1.000hm vor uns. Der Weg zieht sich in lan­gen Kur­ven den Hang hin­auf. Unter uns liegt Wana­ka und der Lake Wana­ka. Wie bei unsere let­zten Wan­derung ist es wieder sehr schweißtreibend. Es gibt kein­er­lei Schat­ten, da der Weg lediglich durch Gras- und Busch­land führt. Es sieht nicht weit aus, aber der Weg zieht sich gewaltig.

Wir kom­men zu einem Vorgipfel und haben von dort einen tollen Blick auf Mt Aspir­ing und seine umliegen­den Gletsch­er. Ein kurzes Grat­stück bietet einen guten Platz für ein Foto mit Blick auf dieses fan­tastis­che Seep­anora­ma mit den schneebe­deck­ten Bergen im Hin­ter­grund. Wir fol­gen dem Weg nun am Grat ent­lang zum Gipfel hin­auf. Es ist sehr steil und so heiß, dass wir immer wieder eine kurze Pause machen müssen. Dann erre­ichen wir den Gipfel und machen Brotzeit. Der Auf­stieg war nicht schw­er, aber ziem­lich schweißtreibend. Auf dem Gipfel ist ziem­lich viel los und wir teilen ihn mit Malayen, Tai­wane­sen und Japan­ern. Ger­ade ist chi­ne­sis­ches Neu­jahr, weshalb ziem­lich viele Asi­at­en unter­wegs sind. Nach ein­er aus­gedehn­ten Gipfel­pause machen wir uns wieder an den Abstieg.

Wir woll­ten eigentlich hin­unter laufen, aber kein­er von uns macht Anstal­ten damit anz­u­fan­gen. So gehen wir langsam den Berg hin­unter. Am Auto angekom­men sind an unser­er Klei­dung über­all dicke Salzrän­der vom Schweiß. Wir fahren direkt zum See um uns abzukühlen. Da unsere Klei­dung vor Dreck ste­ht, sprin­gen wir gle­ich mit ihr ins Wass­er. Als wir aus dem Wass­er steigen tre­f­fen wir eine Deutsche wieder, die wir schon am Abel Tas­man Track getrof­fen haben und gehen noch ein Eis mit ihr essen. Sie ist alleine unter­wegs und hat offen­bar ein wenig Gesprächs­be­darf, den ich ihr gerne stille. Nach einem Einkauf kehren wir wieder auf einem Camp­ing­platz ein.


FAKTEN ZU DEN TOUREN
Berg­tour Rob Roy Glac­i­er (1.578m)

Gehzeit: 3h
Höhen­meter: 380hm
Aus­gangspunkt: Rasp­ber­ry Flat Park­platz im Matuk­i­tu­ki Val­ley, eine Stunde west­lich von Wana­ka
Schwierigkeit: T2 — Berg­wan­dern
Mehr zur Tour gibt’s hier.

Berg­tour Roy’s Peak Track (1.578m)
Gehzeit: 5–6h
Höhen­meter: 1300hm
Aus­gangspunkt: Roys Peak Park­platz, 6km außer­halb Wanakas auf der Mt Aspir­ing Road
Schwierigkeit: T2 — Berg­wan­dern
Mehr zur Tour gibt’s hier.

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