Neuseeland: Schlucht und Schmuck in Hokitika

Posted: 3. Februar 2016

Ein Besuch der beein­druck­enden Hok­i­ti­ka Schlucht ist eine wun­der­bare Gele­gen­heit die Fahrt an der West­küste ent­lang zu unter­brechen und ein kleines Erfrischungs­bad zu nehmen. Außer­dem lässt sich hier auch das Schleifen von einem speziellen Jadestein ler­nen, den es nur im West­en der Südin­sel Neusee­lands gibt und der schon vor Jahrhun­derten von Maoris zu Schmuck, Waf­fen und Werkzeu­gen geschlif­f­en wurde.

Unser Vorzelt ist mor­gens voll mit Sand­fliegen, die auf uns warten. Fast wie in Sibirien, nur dass die Fliegen nicht sum­men. Wir stür­men aus dem Zelt und die Fliegen fall­en über uns her. Wir müssen weg von hier — Rich­tung West­küste. Immer wieder sehen wir Raub­vögel, die an einem Road­kill knab­bern und man muss auf­passen sie nicht zu über­fahren. In der Stadt Hok­i­ti­ka hal­ten wir um uns was zu essen zu kaufen. Dann fahren wir zur Hok­i­ti­ka Gorge. Ein kurz­er Weg führt uns an der Schlucht ent­lang. Das Wass­er ist blautürkis und fließt durch Felsen hin­durch. Wir gehen über eine Hänge­brücke zu ein­er “Badestelle”. Das Wass­er ist saukalt und wirk­lich lange kann man nicht drin bleiben. Wir essen unsere Sand­wich­es und müssen dann auch schon weit­er da wir einen Jade­schleifkus gebucht haben.

Jade schleifen zu einem individuellen Schmuckstück

Der Kurs find­et bei einem Hotel im Nir­gend­wo statt. Wir suchen uns ein Stück Stein aus, das wir bear­beit­en wollen. Es gibt ver­schiedene Jadesteinarten wie Kawakawa, Kahu­ran­gi oder Tangi­wai, die alle unter­schiedliche Grün­töne haben. Die Maori nen­nen ihr Jade Pouna­mu. Pouna­mu wird nur im West­en der Südin­sel Neusee­lands gefun­den. Hok­i­ti­ka ist sozusagen die Jade­haupt­stadt Neusee­lands. Beson­ders tra­di­tionell sind Schmuck­for­men wie Spi­ralen, Walfinnen oder ver­schiedene Orna­mente.

Ich möchte mich an ein­er Schild­kröte pro­bieren und Alex an einem Kiwi. Wir zeich­nen die Tiere auf unseren aus­gewählten Stein. Der Kursleit­er Tony zeigt uns wie wir den Jadestein an dem Dia­mantschleif­stein bear­beit­en müssen. Es ist gar nicht so schw­er, auch wenn man ein wenig auf­passen muss, nicht zuviel wegzuschleifen. Mit ein wenig Hil­fe von Tony haben wir bald einen grü­nen Kiwi und eine Schild­kröte in der Hand. Mit Schleif­pa­pi­er gehen wir nun zur Feinar­beit über und schleifen den Rand glatt. Dann wird der Stein gewaschen und eingecremt. Tony bohrt uns zum Abschluss noch Löch­er für Augen und das Leder­bänd­chen in den Stein, dann hän­gen bei­de Tierchen um unseren Hals.

Wir fahren weit­er zum Franz-Josef-Gletsch­er und bald ste­hen wir vor schneebe­deck­ten Bergen.

Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.