Neuseeland: Von Wasserfällen, Kauris und dem Haka

Posted: 16. Februar 2016

Unsere let­zte Sta­tion in Neusee­land ist ein kurz­er Zwis­chen­stopp auf der Nordinsel, wo uns das Wet­ter einen Strich durch die weit­eren Pläne machen soll. Trotz­dem erkun­den wir Auck­land und Umge­bung ein wenig.

Wir fliegen nach Auck­land, wo wir vom näch­sten Autover­mi­eter abge­holt wer­den. Denn ein paar Tage haben wir uns auf der Nordinsel einge­plant, vor allem um den besten Tauchspot Neusee­lands einen Besuch abzus­tat­ten, die Poor Knights Islands.

Wir bekom­men eine kleine rote Knutschkugel mit Schal­tung. Nach eini­gen Meter Fahrt gebe ich auf und Alex ist dran. Gar nicht so ein­fach mit der Schal­tung auf der linken Seite. Wir fahren nach Whangarei, da wir für mor­gen einen Tauch­gang auf den Poor Knights Islands gebucht haben. Auf der Fahrt wird das Wet­ter immer schlechter. Wir nehmen eine kleine Kabine auf einem Camp­ing­platz mit einem net­ten Besitzer, da wir keine Lust darauf haben im Regen zu zel­ten.

Riesenbäume

Lei­der wird unser Tauch­gang am Mor­gen abge­sagt, denn das Wet­ter ist zu schlecht. Schade, wir sind ja deshalb extra ein paar Tage früher nach Auck­land geflo­gen. Wir raf­fen uns irgend­wann am frühen Nach­mit­tag auf und gehen bei Regen raus zum AH Reed Memo­r­i­al Kau­ri­park. Der AH Reed Memo­r­i­al Kau­ri­park ist ein Wäld­chen aus großen 500 Jahre alten Kau­ribäu­men. Bevor wir den Wald betreten dür­fen, müssen wir unsere Schuhe sauber machen um nicht kon­t­a­minierte Erde mitzubrin­gen.

Das dichte Blät­ter­dach der Bäume schützt uns ein wenig vor dem Regen. Wir wan­dern durch den Wald und sehen bald den ersten Kau­rib­aum. Er ist ziem­lich dick und hat eine selt­same Rinde. Das Beson­dere an den Bäu­men ist aber, dass sie mehrere tausend Jahre alt wer­den kön­nen. Wir kom­men zu einem Canopy­walk, der durch die Bäume führt. Alle paar Meter sind Infotafeln ange­bracht. Wir gehen noch ein Stück weit­er bis wir zu einem kleinen Wasser­fall kom­men.

Wasserfälle

Unser näch­stes Ziel sind die Whangarei Falls. Es reg­net noch immer leicht, aber es wird weniger. Ober­halb der Fälle klet­tern zwei Jungs auf einen hohen Baum und sprin­gen ins Wass­er, das hof­fentlich tief genug ist. Wir fol­gen dem Weg, der zum Wasser­fall hin­unter führt. Die Whangarei Falls fall­en 26m über Basalt­gestein in die Teile und sind ziem­lich schön. In dem See unter ihm schwim­men ein paar Enten. Wir machen uns auf den Rück­weg und grillen am Camp­ing­platz. Es reg­net noch immer als wir ins Bett gehen.

Stadtspaziergang in Auckland

Auch am näch­sten Tag reg­net es noch als wir in unser kleines rotes Auto steigen und zurück nach Auck­land fahren. In Auck­land ver­suche ich ein Hos­tel zu buchen, was gar nicht so ein­fach ist, denn ein­fach alles scheint aus­ge­bucht zu sein. Am Ende nehmen wir eine Kabine auf einem Camp­ing­platz, denn auf Zel­ten hat in dem Regen wieder kein­er Lust, zumal wir alles für unseren morgi­gen Flug zusam­men­pack­en müssen.

Wir fahren in die Stadt und brauchen ewig um einen Park­platz zu find­en. Wir laufen ein wenig in der Stadt herum bis es endlich zu reg­nen aufhört. Im Star­bucks kaufen wir uns was zu trinken und gehen zum Hafen hin­unter. Hier war ich oft während meines Studi­ums und habe auf die Schiffe geschaut. Wir gehen weit­er durch die Stadt und ich erzäh­le dabei aus mein­er Stu­dien­zeit und erkenne Orte wieder an denen ich schon war.

Durch den Albert Park gelan­gen wir zur Auck­land Uni­ver­si­ty. Wir gehen weit­er zum Domain Park in dem das Auck­land Muse­um liegt, das wir mor­gen besuchen wollen. Im Park find­et ger­ade eine chi­ne­sis­che Lam­pi­onausstel­lung anlässlich des Chi­ne­sis­chen Neu­jahrs statt. Die Lam­pi­ons sind riesig und zeigen Szenen mit Men­schen, Tieren und Fabel­we­sen, unter anderem sind auch die chi­ne­sis­chen Tierkreisze­ichen dargestellt. Ziem­lich kitschig, aber 100% chi­ne­sisch. Heute ist der erste Tag der Ausstel­lung und die Essensstände haben lei­der noch zu. Auf kleinen Pfaden ver­lassen wir den Park und suchen uns was zu essen.

Als wir mit dem Auto weit­er­fahren, wird es schon dunkel. Wir fahren zum Mt Eden. Einem Vulkan der 196m mit­ten in Auck­land aufragt. Wir fahren hin­auf und müssen die let­zten Meter über eine steile Wiese zum Krater auf­steigen. Offen­bar kann man nicht mehr bis ganz nach oben fahren. Wir sehen den Krater des Vulka­ns und haben einen guten Blick über das nächtliche Auck­land mit dem dominieren­den Sky Tow­er im Zen­trum. Zurück zum Auto nehmen wir dies­mal den Hauptweg.

Haka im Auckland Museum

Wir fahren ins Auck­land­mu­se­um. Es ist ein ziem­lich beein­druck­ender Bau inmit­ten des Domain Parks. Viele kosten­lose Park­plätze gibt es aber nicht und so müssen wir ins Parkhaus. Wir sehen uns die Ausstel­lung über die Maoris an und ler­nen wie das Volk von Südostasien aus den paz­i­fis­chen Raum erobert hat. Wir sehen ein großes Kriegskanu und ein Holzhaus. Alles ist mit reich­lich Schnitzereien verziert. Die Maori waren ein kriegerisches Volk und so sind auch viele Waf­fen zu sehen. Am meis­ten beein­druck­en uns die alten Por­traits die die Maori mit ihren Gesicht­stä­towierun­gen zeigen. Wir ler­nen etwas über die Flo­ra und Fau­na Neusee­lands. Beson­ders die Skelette der bere­its aus­gestor­be­nen Moas sind ziem­lich beein­druck­end. Wir kom­men an Dinosauri­er­knochen vor­bei und ler­nen warum die Plat­ten­tek­tonik vor Neusee­lands einzi­gar­tiger Tier und Pflanzen­welt ver­ant­wortlich ist.

Wir sehen uns eine Maori-Show an in der wir auch den Haka sehen. Der berühmte Kriegstanz der Maori ist ziem­lich inten­siv. Noch heute wird er regelmäßig von der neuseeländis­chen Rug­by­na­tional­mannschaft vor jedem Spiel sowie von vie­len Maoris zu beson­deren Anlässen aufge­führt. In einem Vulka­naus­bruchs-Sim­u­la­tor kön­nen wir einem Vulka­naus­bruch miter­leben was ziem­lich gruselig ist. Wir essen noch etwas im Muse­um­scafé und fahren zur Mis­sion Bay. Wir spazieren am Strand ent­lang und sam­meln Muscheln. Ich werde wehmütig, da wir heute weit­er­reisen und Neusee­land hin­ter uns lassen. Wieder ein­mal muss ich mein Traum­land ver­lassen.

Ein 33 Stunden langer Tag mit Ende in Südamerika

Wir brin­gen unser Auto zurück und wer­den zum Flughafen gebracht. Der Flug von Neusee­land nach Buenos Aires dauert ca. 12 Stun­den. Ich lese, schaue Filme und schlafe. Am Nach­mit­tag kom­men wir in Buenos Aires an und betreten zum ersten Mal den südamerikanis­chen Kon­ti­nent. Wir nehmen ein Taxi zum Hos­tel und fall­en ins Bett.  Alex geht nur raus um Wass­er zu holen, wo ihm gle­ich 50 Pesos Falschgeld ange­dreht waren. Als wir aufwachen ist es immer noch der 19.2. Wir gehen raus und essen unser erstes argen­tinis­ches Steak und trinken Wein dazu. Da in Argen­tinien spät gegessen wird ist das Restau­rant noch lange offen. Um Mit­ter­nacht gehen wir zurück ins Hos­tel und schlafen. Das war ein langer Tag, durch die Zeitver­schiebung dauerte er für uns 33 Stun­den.

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