Neuseeland: Trailrun überhalb von Bergseen im Nelson Lakes Nationalpark

Posted: 2. Februar 2016

Der Nel­son Lakes Nation­al­park bein­hal­tet die zwei Seen Lake Rotoiti und Rotoroa, die von Bergen umgeben sind. Recht unberührt von den Touris­ten­massen bietet der Nation­al­park ein wun­der­schönes Wan­derge­bi­et in über­raschend alpinen Gelände.

Da das Wet­ter im Süden bess­er zu wer­den ver­spricht, ver­suchen wir unser Glück nochmal. Auf dem Weg dor­thin machen wir einen Stop beim Nel­son Lakes Nation­al­park, der mich schon vor acht Jahren in den Bann gezo­gen hat. Den Plan in sechs Stun­den auf die Angelus Hut zu steigen und dort zu über­nacht­en müssen wir lei­der ver­w­er­fen, da auf der Hütte kein Platz mehr ist. Die Aus­las­tung der Hüt­ten lässt sich bequem online ein­se­hen und buchen. Die Angelus Hut ist eine jen­er Hüt­ten, die vor­ab gebucht wer­den müssen.

Trailrun auf den Mount Robert

Wir entschließen uns daher unsere neuen Trail­run­ningschuhe einzuwei­hen und den Mt Robert Cir­cuit Track zu laufen. Wir starten leicht: Ich bin ohne Ruck­sack unter­wegs, Alex nur mit dem Nötig­sten wie Wass­er, Riegel und natür­lich meine Kam­era verse­hen. Für den Auf­stieg entschei­den wir uns für den weniger steilen Paddy’s Track.

Der Weg führt in einem leicht­en auf und ab durch den Wald. Ein­mal geht es über ein kleines Schot­ter­feld. Wir kom­men gut voran und die Schuhe sitzen. Als der Weg jedoch steil­er hin­auf führt, müssen wir langsamer machen und wech­seln vom Laufen in einen schnellen Gang. Als wir den Wald ver­lassen kommt zum steilen Weg auch noch die Sonne hinzu und wir kom­men gut ins Schwitzen. Wir laufen über braune Almwiesen und eine leichte Brise macht die Hitze erträglich­er. Unter uns liegt der blaue Lake Rotoiti auf den wir eine tolle Aus­sicht haben. An ein­er kleinen Hütte machen wir ein kurzes Ver­schnauf­päuschen und gehen dann halb wild Rich­tung Gipfel bis wir wieder auf einen Weg tre­f­fen. Wir erre­ichen den Gipfel, der aber nicht wie ein Gipfel aussieht. Nur ein Stein­man­ndl ver­rät, dass hier der höch­ste Punkt ist.

Anstatt unser­er Runde weit­er bergab zu fol­gen, entschei­den wir uns einen anderen Weg noch ein Stück weit­er dem Bergkamm hin­auf zu fol­gen, Rich­tung Angelus Hut. Nach ein paar 100m hal­ten wir und set­zen uns auf eine pro­vi­sorische Bank. Der Weg fol­gt weit­er dem Kamm ent­lang und ver­schwindet dahin­ter. Das Gelände ist alpin­er hier. Die Baum­gren­ze liegt ein gutes Stück unter uns und die Wiesen gehen in Schot­ter über. Wir haben einen schö­nen Aus­blick auf den Grat auf den es zur Hütte gin­ge. Schade, dass wir hier aufhören müssen.

Nach ein paar Minuten laufen wir wieder hin­unter zu unserem Gipfel und fol­gen dem Weg weit­er bergab. Für den Rück­weg nehmen wir den steil­eren Pinchgut Track. In Ser­pen­ti­nen führt der Weg in einen Wald mit urig ausse­hen­den Bäu­men. Je tiefer wir kom­men desto größer wer­den sie. Bald kom­men wir wieder am Auto an und fahren ein Stück den Weg hin­unter.

Wir nehmen ein Bad ein Lake Rotoiti, dessen Wass­er ziem­lich erfrischend ist. Wir fahren weit­er Rich­tung West­küste bis wir einen schön gele­ge­nen Camp­ing­platz find­en. Er liegt an einem Fluss mit Hänge­brücke und man kann hier anscheinend sog­ar Gold find­en. Vor allem gibt es hier aber Sand­fliegen, sie sind prak­tisch über­all und lassen sich auch von Mück­en­spray nicht beein­druck­en, weshalb wir bald ins Zelt fliehen.


FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Mount Robert (1.421m)
Gehzeit: ca. 4h
Höhen­meter: 800m
Aus­gangspunkt: Park­platz an der Mount Robert Road in St. Arnaud
Schwierigkeit: T2 — Berg­wan­dern 
Mehr zur Tour gibt’s hier.

 

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