Peru: Lima, Stadt der Katzen

Posted: 19. Mai 2016

Lima erhebt sich über­halb der Steilküste mit einem Gemisch aus Hochhäusern, alten Kirchen und Tem­peln und Kolo­nial­baut­en. Sie ist die zweit trock­en­ste Haupt­stadt der Welt und den­noch liegt in den Win­ter­monat­en ein nebliger Dun­st über der Stadt. Wir haben zwei Tage um Lima und deren fre­undliche Katzen ken­nen­zuler­nen.

Unseren ersten Tag in Lima ver­brin­gen wir damit auf der Klippe ober­halb des Meeres ent­lang zu spazieren. Das Stadtvier­tel Miraflo­res, wo die meis­ten Hos­tels sind, scheint sehr reich zu sein und sieht nicht wie Peru aus. Es gibt Einkauf­szen­tren und alles ist sehr mod­ern. Im Meer sehen wir viele Surfer. Die Wellen sehen gut aus, aber da es diesig und das Meer grautrüb ist, ist es nicht beson­ders ein­ladend. Paraglid­er schweben an den Häusern vor­bei. Wir essen in der Nähe des Kennedy Parks, wo wir ent­deck­en, dass hier hun­derte Katzen leben. Sie liegen, sitzen, laufen über­all herum. Ich bin im Paradies! Wir sitzen mit anderen Leuten im Park in ein­er Art kleinen Amphithe­ater während ein paar Jugendliche Gitarre spie­len und sin­gen und wir Katzen kuscheln. Man muss sich ein­fach nur hin­set­zen, dann kom­men die kuschel­willi­gen Katzen von ganz alleine. Eine Zeit­lang habe ich gle­ich drei Katzen auf meinem Schoß, die alle ein Plätzchen auf mir suchen. Die meis­ten Katzen sehen ziem­lich gut aus, sie haben nicht viel von Straßenkatzen, offen­bar wird sich um sie geküm­mert.

Free Tour Lima

Die Free Tour in Lima startet am Kennedy Platz, wo wieder einige Katzen sind. Wir nehmen den Bus ins Stadtzen­trum. Das Bussys­tem ist wie in Jakar­ta, der große Bus hat seine eigene Fahrspur und Bahn­steige. In der Innen­stadt angekom­men, gehen wir zum Plaza de Armas. Auf dem großen Platz ste­hen Pal­men und ein großer Spring­brun­nen. Um ihn herum große gelbe Kolo­nial­baut­en, der Pala­cia de Gob­ier­no, in dem der Präsi­dent sitzt und der von ein­er uni­formierten Garde bewacht wird, und die große Kathe­dral in der das Grab Fer­nan­do Pizarros liegt. Dann gehen wir in die Igle­sia de San­to Domin­go, in der mehrere Heilige begraben sind. Sie hat eine große Kup­pel, die aus Holz, Stroh und Lehm gefer­tigt ist, weshalb es viele wun­dert warum sie bei all den Erd­beben noch nicht eingestürzt ist.

Wir gehen um Rio Rimac, der nicht mehr als ein braunes dreck­iges Rinnsaal ist, in der Regen­zeit aber auf das vier­fache anschwellen kann. Das diesige Wet­ter, das wir heute haben, ist typ­isch für Lima um diese Jahreszeit. Der Nebel über Lima, La Garua genan­nt, ein Meeres­dun­st, der von den war­men Winden zusam­men mit kaltem Wass­er her­vorgerufen wird.

Wir gehen zum Plaza de Armas zurück und schauen uns dort die Wach­ablö­sung an. Danach geht’s in eine kleine Bücherei, die früher mal ein Bahn­hof war. Sie ist dem Lit­er­aturnobl­preisträger Mario Var­gas Llosa gewid­met. Er wollte auch mal Präsi­dent wer­den und hat gerne Fam­i­lien­mit­glieder geheiratet. In einem Sou­venir­shop bekom­men wir ein Pis­co­tast­ing. Wir trinken Pis­co Sour und eine cremige Vari­ante.

Wir gehen zum Monas­te­rio de San Fran­cis­co. Auf dem Platz vor ihr kreist ein großer Schwarm Tauben. Das Kloster ist vor allem für seine Katakomben bekan­nt. Hier endet die Tour, unser Guide bietet uns aber noch an mit ihm essen zu gehen. Wir und ein paar andere gehen mit, zu einem Ein­heimis­chen Restau­rant kurz hin­ter dem Plaza de Armas, wo es gün­stiges Essen gibt. Ceviche, Fisch, Lomo Salta­do, Causa, Antic­u­chos (Rinder­herzen), alles da, was das peru­anis­che Herz begehrt. Wir ver­ab­schieden uns von der Gruppe und gehen zur Monas­te­rio San Fran­cis­co zurück.

Die Katakomben vom Monasterio de San Francisco

Wir machen die Kloster­tour mit Katakomben. Man führt uns durch mehrer Räume in denen große Bilder hän­gen, die meis­ten zeigen die Apos­tel der Mönche. Ein großes Bild zeigt auch das let­zte Abendmahl. Dann gehen wir in die Katakomben hinab. Die Gewölbe sind niedrig und in den Nis­chen an der Wand sind Knochen gelagert. Ein gemauert­er Zylin­der ist voller Schädel. Hier wur­den die Über­reste von 70.000 Men­schen gefun­den. Wir ver­lassen die Katakomben und gehen in die reich verzierte Kirche. Kurz darauf endet die Tour.

Raubtierfütterung

Wir fahren mit dem Bus nach Miraflo­res zurück. In der Nähe des Kennedy Parks, in dem wieder tausend Katzen zu sehen sind, set­zen wir uns in eine Bar und trinken Pis­co Cock­tails. Wir sitzen in Schubkar­ren, was ziem­lich bequem ist. Leicht beschwipst gehen wir in den näch­sten Super­markt und kaufen zwei Dosen Katzen­fut­ter und Löf­fel. Unser näch­ster Stop ist der kleine Platz wo wir gestern die erste Katzen­horde ent­deckt haben. Ich ver­füt­tere die erste Dose an die hun­gri­gen Mäuler. Bald sind wir von etwa 20 Katzen umringt. Als die Dose leer ist, gehen wir in den Kennedy Park und ver­füt­tern die zweite Dose. In dem kleinen Amphithe­ater tra­gen heute Men­schen Gedichte vor. Wir kuscheln kurz die Katzen bis wir zum Aben­dessen auf­brechen.


Free Tour Lima, 10:30 Uhr am Kennedy Park oder 11:30 Uhr am Plaza de Armas,
Monas­te­rio de San Fran­cis­co
, Ecke Lam­pa & Ancash, 9:30 bis 17:30 Uhr, S7

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