Auf dem Jakobskreuz

Pillerseetal: Winderwunderland in Tirol

Posted: 17. März 2020

[Wer­bung*] Das Pillersee­tal bekommt in ganz Tirol den meis­ten Schnee ab und wartet gle­ich mit drei Skige­bi­eten auf. Außer­dem kann man hier auch Ski­touren und Schneeschuh­wan­derun­gen unternehmen sowie typ­is­chen Tirol­er Schmankerln fröh­nen. Und das alles nur zwei Stun­den Fahrt von München ent­fer­nt.

Dass das Pillersee­tal viel Schnee abbekommt merken wir schnell, denn im Gegen­satz zu den meis­ten Orten derzeit liegt hier sog­ar unten im Tal Schnee. Zusät­zlich schneit es am ersten Tag heftig und sorgt so für eine neue Unter­lage. Die Wolken sam­meln sich hier, schneien ab und erschaf­fen ein wahres Win­ter­wun­der­land. Wir sind im ehe­ma­li­gen Berg­bauort Fieber­brunn ein­quartiert, nur wenige Meter von der Skip­iste ent­fer­nt. Von meinem Zim­mer aus kann ich die ver­schneit­en Gipfel des Wilden Kaisers sehen. Ich kann es kaum erwarten in den Schnee zu kom­men.

 

Skifahren in Fieberbrunn

Der Ski­cir­cus Saal­bach Hin­ter­glemm Leogang Fieber­brunn fasst gle­ich drei Skige­bi­ete zusam­men, die untere­inan­der mit Seil­bah­nen ver­bun­den sind. 270 Abfahrt­skilo­me­ter auf bis zu 2.096m Höhe bieten alles was das Ski­fahrerherz begehrt. Es gibt sog­ar ein tief­schneere­ich­es Freeride Are­al. Tat­säch­lich hat hier am let­zten Woch­enende sog­ar die Freeride World Tour stattge­fun­den. Wir erkun­den das Skige­bi­et in Fieber­brunn zusam­men mit Skiführer Hans, der uns auch eine urige kleine Jagdhütte abseits der Piste zeigt. Lei­der ist uns das Wet­ter nicht sehr gewogen, denn es ist wolkig und am Nach­mit­tag fängt es an dicke Flock­en zu schneien, was jedoch richtig roman­tisch wirkt.

Trotz­dem haben wir Spaß auf den zahlre­ichen Pis­ten, die alleine das Skige­bi­et in Fieber­brunn bietet. Dank des vie­len Schnees kön­nen wir sog­ar bis ins Tal hin­unter abfahren, was bei den derzeit­i­gen Schneev­er­hält­nis­sen kaum irgend­wo geboten wird. Herzhafte Tirol­er Küche lässt sich auf den zahlre­ichen Almen genießen. Zum Mit­tagessen kehren wir in den Alpen­gasthof Wildalp­gat­terl ein. Ob Grös­tel oder Kaiser­schmar­rn — hier heißt es schlem­men.

Schneeschuhtour

Wir fahren bis zur Mit­tel­sta­tion des Skilifts und begin­nen dort unsere Schneeschuh­tour. Nicht weit vom Skilift tauchen wir in eine Stille fernab vom Trubel der Skip­is­ten ein. Schneebe­deck­te Tan­nen und dicke Schneeflöckchen zaubern ein wahres Win­ter­wun­der­land her­vor. Wir wan­dern durch den ver­schneit­en Win­ter­wald bis ins Tal hin­unter.

Skifahren auf der Steinplatte

Ein weit­eres Skige­bi­et in der Region Pillersee­tal ist die Stein­plat­te Waidring mit 42 Pis­tenkilo­me­tern. Hier geht es deut­lich ruhiger zu — ein echter Geheimtipp für jene, die es gerne geruh­samer mögen. Einziger Wer­mut­stropfen: Lei­der gibt es hier keine Tal­ab­fahrt, man muss mit der Gondel wieder hin­unter fahren. Skilehrer Manuel erkun­det mit uns die Pis­ten. Lei­der ver­steck­en sich heute die ver­schneit­en Gipfel um uns herum im Nebel, son­st hätte man noch eine fabel­hafte Aus­sicht vom höch­sten Punkt, der Stein­plat­te, auf 1.860m. Nur kurz kön­nen wir einen Blick in die Ferne erhaschen und bis zum Chiem­see schauen. Dieses Skige­bi­et verbindet Öster­re­ich und Deutsch­land, denn man kann es sog­ar von der deutschen Seite aus befahren.

Das Jakobskreuz

Das dritte Skige­bi­et in der Region Pillersee­tal ist die Buchen­stein­wand. Hier thront auch das wei­thin sicht­bare riesige Jakob­skreuz, das größte bege­hbare Gipfelkreuz der Welt. Und wir sind auf dem Weg hin­auf zu dem 30m hohen Kreuz mit Aus­sicht­splat­tfor­men. Von hier haben wir einen Run­dum­blick auf die Berge um uns herum — vom Wilden Kaiser über die Kitzbühel­er Alpen bis zu den Leoganger Stein­ber­gen. Endlich traut sich nun auch die Sonne her­vor und bietet uns somit eine her­rliche Aus­sicht.

Schnapsbrennen mit Gidi

Gidi Tre­f­fer ist soge­nan­nter Edel­brand­som­me­li­er und bren­nt in einem ehe­ma­li­gen Kuh­stall seine Schnäpse — vom hoch­prozentigem Klarem bis zum süßen Likör. Der Meis­ter per­sön­lich heißt uns in sein­er “Genuss­werk­statt” willkom­men und erzählt uns von der Kun­st des Schnaps­bren­nens und natür­lich gibt es auch die ein oder andere Verkös­ti­gung. Per­sön­lich kann ich ja Likören mehr abgewin­nen als Schnaps und so bin ich sehr begeis­tert vom Him­beer­likör. Gidi bren­nt seit 2004 Schnaps, wobei es anfangs nur darum ging das eigene Obst zu ver­w­erten. Ganz beson­ders an seinen Schnäpsen ist, dass sie frisches Bergquell­wass­er enthal­ten. Außer­dem kommt das gesamte Obst für seine Schnäpse aus der Region und er baut sog­ar selb­st Äpfel und Bir­nen an.

Bei Kräuterfee Birgit

Nach einem mor­gendlichen Spazier­gang zum schneebe­deck­ten Lauch­see fahren wir zum Hof von Bir­git Schwaiger, die altes Wis­sen rund um Kräuter ver­mit­telt. Wir schnallen uns wieder Schneeschuhe an die Füße und dann geht es durch den Schnee in den Wald. Hier zeigt Bir­git uns, dass man selb­st im Win­ter Ess­bares im Wald find­en kann. Knospen und Triebe ver­schieden­er Bäume wie zum Beispiel der Hasel­nuss sind ess­bar und sog­ar gesund.

Nach der kurzen Wan­derung gibt es noch ein Räuch­ersem­i­nar in ihrer Kräuter­stube, ein­er kleinen uri­gen Hütte im Schnee. Hier bewahrt Bir­git zahlre­iche Kräuter und Harze auf, die sie selb­st gesam­melt hat. Noch vor weniger als hun­dert Jahren gehörten Wild­kräuter zu den selb­stver­ständlich­sten Zutat­en in der Küche und wur­den auch zur Heilung von Krankheit­en einge­set­zt. Bir­git kann für jedes Wehwe­hchen das passende Natur­pro­dukt empfehlen. So stärkt Echi­nacea die Abwehrkräfte, desin­fiziert Blutwurz die Schleimhäute und wirkt Mädesüß schmerzstil­lend und fiebersenk­end. Wer­mut, Laven­del und Sal­bei wirken hinge­gen reini­gend, Minze belebend und Johan­niskraut stim­mungsaufhel­lend. Bir­git zeigt uns die ver­schiede­nen Kräuter und lässt sie ver­dampfen und wir schnup­pern neugierig. Man kann die Kräuter als Tee trinken, essen oder räuch­ern — entwed­er auf einem kleinen Stövchen oder einem Schwenkräucherge­fäße mith­il­fe dessen sich der Rauch gut im Raum verteilen lässt.

So gehen ereignis­re­iche drei Tage im Pillersee­tal zu Ende. Ski­fahren, Schneeschuh­wan­dern, gutem Essen und Ansam­meln von neuem Wis­sen liegen hin­ter uns. Bish­er kan­nte ich das Pillersee­tal nicht und habe nun einen neuen Win­ter­sportort ent­deckt an den ich mit Sicher­heit zurück­kehren werde.


*WERBEHINWEIS: Meine Reise ins Pillersee­tal erfol­gte in Zusam­me­nar­beit mit dem Touris­musver­band Pillersee­Tal und enthält Wer­bung für diesen Koop­er­a­tionspart­ner. Meine per­sön­liche Mei­n­ung und die Inhalte mein­er Berichter­stat­tung wur­den dadurch nicht bee­in­flusst.

Außer­dem enthält dieser Artikel einen Affil­i­ate-Link. Soll­tet ihr ein Hotel über den Link buchen, erhalte ich eine kleine Pro­vi­sion, ohne dass ihr mehr bezahlen müsst. Vie­len Dank für eure Unter­stützung!


HOTELEMPFEHLUNG

TUI BLUE — Fan­tastis­ches Essen und Berg­blick vom Balkon, nur wenige Meter vom Skilift ent­fer­nt.

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