Prag: Die goldene Stadt

Posted: 31. Dezember 2008

Ich hat­te mir in den Kopf geset­zt über Sil­vester zu vereisen, dem All­t­ag entkom­men und der lästi­gen Pflicht Sil­vester­pläne in der Heimat­stadt zu schmieden. So startete ich eine Auf­forderung auf der Plat­tform Stu­di­VZ sich zu melden, wem es ähn­lich gin­ge und den die Aben­teuer­lust gepackt hat. Egal wohin, möglichst bald. Sid­ney, ein Stu­di­enkol­lege, meldete sich daraufhin.

Wir zogen Prag und Ams­ter­dam in die engere Auswahl, besorgten eine Unterkun­ft, er kam am 31. Dezem­ber mit dem Bus aus Lübeck und wir fuhren zusam­men nach Prag um dort Sil­vester zu ver­leben und die Stadt zu erobern. Auch Zac, ein klein­er gefleck­ter Kuschelkater, gehört zur Reisege­sellschaft und ist über­all dabei.

Nach der Fahrt über die eingeschneite Gren­ze mit märchen­haftem Win­ter­wald am Rande des Erzge­birges, rustikalen Gren­zstädten Tschechiens, die vor allem durch ihre Nacht­clubs auf­fall­en, Kauf von viel zu viel Wass­er seit­ens Sid­ney (auf Nach­frage ob er wirk­lich 9l Wass­er für 3 Tage Aufen­thalt bräuchte, brummte er nur), kom­men wir am Nach­mit­tag in Prag an. Nach langer Suche find­en wir unser Hotel und gewin­nen dabei einen ersten Ein­druck. Erst hier wird Sid­ney die Fehlpla­nung seines immensen Wasser­vor­rats bewusst und fragt sich natür­lich wozu er soviel Wass­er bräuchte (in der Tat trank er im Übri­gen auch nur eine der Flaschen leer). Das architek­tonis­che Wahrze­ichen Prags,  das „Tanzende Haus“ und dessen geschwun­gene Lin­ien, sehen wir bei unser­er Irrfahrt.

Die Altstadt Prags

Nach dem Eincheck­en im Hotel machen wir uns mit der Straßen­bahn auf den Weg in die Stadt und erkun­den die nächtlichen Gassen bis zum Alt­städter Ring und der markan­ten Teynkirche, deren Spitzen hell erleuchtet sind und aus deren Fen­stern warmes gelbes Licht flutet. Dadurch sehen die vie­len winzi­gen Turm­fen­ster wie eine Vielzahl klein­er Augen aus. Die Türme selb­st kön­nten direkt aus einem Märchen entsprun­gen sein. Der Alt­städter Ring zählt zu Europas größten und schön­sten Stadt­plätzen. Seit dem 10. Jahrhun­dert ist er Prags öffentlich­er Platz Num­mer Eins, und bis zum Beginn des 20. Jahrhun­derts diente er als Haup­tum­schlagsplatz für Waren aller Art. Auf dem großen Platz befind­en sich ein klein­er Wei­h­nachts­markt und ein großer Wei­h­nachts­baum.

Weihnachtsmarkt
Wei­h­nachts­markt

Die Gassen sind schön geschmückt, die Bäume mit Lichter­ket­ten deko­ri­ert. Kalt ist es und wir suchen eine Bar zum Aufwär­men. Bei der Suche tre­f­fen wir auf einen Englän­der und Halbfran­zosen, der sein Deutsch an uns erprobt. Er nimmt uns kurz­er­hand mit in eine Bar, wo er mit eini­gen Fre­un­den – vor allem Fran­zosen – feiert. Friedrich, so sein Name, erzählt sehr viel und will viel wis­sen. Schöne Augen hat er auch.

Nach einem Bier gehen wir wieder, jet­zt über die Karls­brücke, das wohl bekan­nteste Wahrze­ichen über der Moldau. Man hat einen schö­nen Aus­blick auf die Prager Burg und die Alt­stadt, die sich im Wass­er spiegeln. Die Brüs­tung der Karls­brücke ist geschmückt mit 30 Barock­stat­uen. Am Ostende der Karls­brücke ragt der ele­gante Alt­städter Brück­en­turm in den Him­mel.

Karlsbrücke
Karls­brücke

Am Klein­seit­ner Ende der Brücke ste­hen zwei weit­ere große Brück­en­türme, die durch Schein­wer­fer erstrahlen. Die Gassen erscheinen gold­en durch das Lat­er­nen­licht. Viel gibt es hier zu ent­deck­en, aber kalte Füße beschränken uns und lassen uns wieder in eine Bar, ein­er kuban­is­chen, einkehren wo wir auf eine Gruppe Deutsche tre­f­fen. Kurz vor Mit­ter­nacht begeben wir uns zurück zur Karls­brücke, wo bere­its ein dicht­es Gedränge herrscht. Hier ist kaum ein Durchkom­men möglich und die besten Plätze an der Brüs­tung sind schon belegt.

Silvester an der Moldau

Wir gehen nach unten und erleben den Beginn des neuen Jahres an dem Ufer der Moldau – Karls­brücke, Alt­stadt und viel Feuer­w­erk im Blick. Viele Schiffe sind auf dem Wass­er um die Men­schen vom Wass­er aus Sil­vester erleben zu lassen. Sich­er auch keine schlechte Option.Nach dem Feuer­w­erk drän­gen wir uns über die Karls­brücke und gehen wieder zum Alt­stadtring wo wir vor der Wei­h­nachts­baumkulisse unseren Sekt ver­til­gen.

Um uns aber­mals aufzuwär­men und für einen Mit­ter­nachtss­nack (eher ein 4-Uhr-Snack) gehen wir zu Sub­way und sind nach ein­er aben­teuer­lichen Fahrt mit den Nacht­straßen­bah­nen im Bett. Die Organ­i­sa­tion der Öffentlichen Verkehrsmit­tel ist zwar sehr gut, da anlässlich des Neu­jahrs Son­der­fahrzeit­en einge­führt wur­den, jedoch sind wir etwas plan­los was die richtige Lin­ie ange­ht und brauchen deswe­gen etwas länger.

Feuerwerk über der Karlsbrücke
Feuer­w­erk über der Karls­brücke

Prag ist im Win­ter ziem­lich trüb, die Sonne taucht Prag nicht in warmes Licht und die Stadt hat mit Smog zu kämpfen. In der Nacht entwick­elt Prag jedoch einen ganz eige­nen Charme dank des war­men Lichts der nos­tal­gis­chen Lat­er­nen und den anges­trahlten ural­ten Häusern. Buch­stäblich erstrahlt die Stadt bei Nacht in einem anderen Licht. Man kann viele Details Prags ent­deck­en, aber es ist sehr kalt und deshalb nochmal im Som­mer anzus­treben, wenn auch die vie­len Gärten und Parkan­la­gen grü­nen.

U-Bahnschacht
U-Bahn­schacht

Wir schlafen etwas länger auf­grund der späten Heimkehr, brechen gegen Mit­tag auf und fahren aber­mals mit der Straßen­bahn in die Stadt. Hier besteigen wir die Prager Metro. Das ÖPNV-Sys­tem Prags ist her­vor­ra­gend organ­isiert, man gelangt schnell, zuver­läs­sig, gün­stig und ein­fach über­all hin. Von unserem Hotel sind es nur 12 Minuten in die Innen­stadt. Die Prager U-Bahn­höfe sind bunt gekachelt, die Roll­trep­pen führen sehr steil in die Tiefe unter das bunte Treiben Prags. Zac war heute schon mutiger und ver­fol­gte das Geschehen von einem Spalt in mein­er Tasche mit.

Prager Burg

Wir laufen hoch auf die Prager Burg, genießen dort erst­mal die Aus­sicht auf die Däch­er Prags. Die Prager Burg ist Prags bekan­nteste Attrak­tion und schon fast eine kleine in sich abgeschlossene Stadt. Weit­er­hin ist es die größte his­torische Bur­gan­lage der Welt, 570m lang und 128m bre­it.

Über die Georgs­gasse gelan­gen wir auf den drit­ten Burghof. Hier beein­druckt der riesige St.-Veits-Dom. Auf den ersten Blick scheint es sich um atem­ber­aubende Gotik zu han­deln, in Wirk­lichkeit wurde das drei­bogige Haupt­pro­tal aber als eins der let­zten Kirchen­teile erst 1953 fer­tiggestellt. Wir haben kalte Füße und wär­men sie uns erst ein­mal im Burgcafé mit ein­er heißen Schoko­lade für den Magen.

Blick über Prag
Blick über Prag

Das pit­toreske Gold­ene Gäss­chen ver­läuft ent­lang der nördlichen Burgmauer und wird von winzi­gen bun­ten Häuschen flankiert. Allerd­ings kostet das Gold­ene Gäss­chen Ein­tritt und so erhaschen wir nur einen kleinen Ein­blick auf den Anfang der Gasse vom Tor aus, auch auf das blaue Haus mit der Num­mer 22, in dem Kaf­ka ein Jahr lang wohnte.

Im zweit­en Burghof ste­ht ein barock­er Spring­brun­nen in dem viele Münzen auf trock­en­em Grund liegen, denn im Win­ter hat der Brun­nen kein Wass­er, nicht mal Eis. Zac wirft eine Kro­ne in den Brun­nen und wün­scht sich etwas, sich­er etwas ganz katzen­haftes wie viel Fut­ter und pelzige Katzen­damen.

Zac wün­scht sich was

Nerudagasse

Durch den ersten Burghof gelangt man auf den Hrad­schin­er Platz. Das attrak­tive und friedliche Wohn­vier­tel Hrad­schin erstreckt sich von der Prager Burg bis zum Kloster Stra­hov. Wir liefen bis zum Kloster und war­fen einen Blick hinein. Auf dem Klostergelände befind­et sich weit­er­hin eine große Kloster­bib­lio­thek, die aber Neu­jahr geschlossen hat.

Es wird langsam dunkel und der Platz erstrahlt im Licht der Lat­er­nen und der blauen Stunde. Ein schön­er Anblick. Ein wenig Schnee kommt auch vom Him­mel, allerd­ings eher nass als fest. Nun gehen wir abwärts und der Weg vom Kloster bis in die Neruda­gasse ist wirk­lich zauber­haft. Die kahlen Bäume, die ihre Äste auf den Weg ragen lassen, die zahlre­ichen Lat­er­nen am Weges­rand, der zarte Schnee, der die Wege bedeckt — aber auch rutschig macht -, der Blick über die Däch­er der Klein­seite und auf den Prager Eif­fel­turm — eine 62m hohe Eif­fel­turm­nach­bil­dung im Rah­men der Prager Ausstellung.Die Neruda­gasse ist schmal und über­sät mit vie­len Cafés und Restau­rants. Hier essen wir typ­isch tschechisch – böh­mis­che Knödel, allerd­ings ohne den dazuge­höri­gen Schweine­brat­en für mich. Obwohl das Restau­rant hüb­sch anmutete, waren die Kell­ner unfre­undlich und trotz der dreis­prachi­gen Speisekarte und touris­tis­ch­er Hochburg der englis­chen Sprache nicht ganz Herr, weswe­gen Missver­ständ­nisse auf­trat­en. Geschmeckt hat’s trotz­dem, auch dem Kater.

Wenzelsplatz

Wir gehen zurück über die Karls­brücke in die Alt­stadt und von dort zum Wen­zel­splatz, der im Mit­te­lal­ter als Pfer­de­markt diente. Es han­delt sich eher um einen bre­it­en Boule­vard als einen Platz im eigentlichen Sinn. Der Platz ist größ­ten­teils eine Mis­chung aus Kap­i­tal­is­mus-Mon­u­menten, pom­pös­er Galerie, viel­er gle­ichgeart­ete Würstchen­bu­den, Fast­food-Restau­rants und kost­spieli­gen Hotels. Hier ent­decke ich auch das „Hotel Ambas­sador“, eben dieses Hotel in dem meine Mut­ter ihre Hochzeit­sreise ver­brachte. Wir find­en einen Star­bucks und Zac und Sid genießen hier ihren ersten Chai Lat­te und ler­nen ihn sofort lieben. Wir laufen dann ein wenig abseits des Platzes und find­en den „kubis­tis­chen Lat­er­nenpfahl“. Er stammt von 1915 und sucht weltweit seines­gle­ichen.

Die Národ­ní tří­da ist eine Straße im Herzen Prags unweit vom Wen­zel­splatz. Sie wird von zahlre­ichen mit­tel­teuren Läden und öffentlichen Gebäu­den wie dem Staat­sthe­ater flankiert. Wir betreten hier das „Rock Café“ und trinken ein tschechis­ches Bier – Pilsen­er Urquell. Zac schlürft auch ein wenig mit, stellt aber fest, dass Bier nichts für kleine Kater ist.

Mit dem etwas benebel­ten Zac lan­den wir um Mit­ter­nacht wieder im Hotel und nach dem Schmök­ern in der mit­ge­bracht­en Reiselit­er­atur schlafen wir.

Bibliothek im Kloster Strahov

Heute schneit es dicke feste Schneeflock­en, die Prag überzuck­ern. Wir haben uns mit­tler­weile an die klir­rende Kälte gewöh­nt und unsere Füße frieren heute nicht mehr. Allerd­ings ver­wan­delt der Schnee die Prager Zebras­treifen in wahrhafte Todes­fall­en. Die weiße Farbe wird extrem glatt bei Schnee. In Prag gibt es wahnsin­nig viele Zebras­treifen, an jed­er Ampel und dazu noch viel mehr. Scheint also nicht den Zweck zu ver­fol­gen beson­ders fußgänger­fre­undlich zu sein, son­dern unschuldige Touris­ten zu ermor­den und sie dann zu Knödeln zu verarbeiten.Nach dem Früh­stück im Hotel fahren wir bis zur Kloster­bib­lio­thek beim Kloster Stra­hov, die gestern geschlossen hat­te.

Mit 50 Kro­nen für Stu­den­ten ist man dabei und kann die größte Kloster­bib­lio­thek des Lan­des und seine zwei Barock­säle begutacht­en. Die Räume selb­st darf man nicht betreten, damit die Luft­feuchtigkeit der ausat­menden Besuch­er den Büch­ern nicht schadet. Der zweistöck­ige Philosophis­che Bib­lio­thek­saal ist sehr beein­druck­end. So stelle ich mir meine Bib­lio­thek auch vor, nur mit gemütlichen Ohrens­es­seln zum Schmök­ern. Auch auf dem Gang ste­hen dicke alte Wälz­er in den Regalen, bei deren Anblick man das Gefühl hat, dass sie bei ger­ing­ster Berührung zu Staub zer­fall­en wür­den. Der zweite The­ol­o­gis­che Bib­lio­thekssaal ist nur ein­stöck­ig, aber wartet dafür mit alten Globen und riesi­gen aufgeschla­ge­nen Büch­ern auf prak­tis­chen Büch­er-Dreh-Tis­chen auf.  Auch die soge­nan­nte Xylothek ist inter­es­sant. Jede der buch­för­mi­gen Schachteln ste­ht für einen bes­timmten Baum und ihr Ein­band ist aus dessen Holz und Rinde gefer­tigt. Walpenisse gibt es hier zwis­chen einem Mod­ellschiff und einem Nar­wal­stoßzahn auch zu sehen, aber das ist eine andere Geschichte.

Klosterbibliothek
Kloster­bib­lio­thek Stra­hov

Altstadt

Wieder mal gehen wir über die Karls­brücke, dann über den Krö­nungsweg — die rit­uelle Route der tschechis­chen Könige auf dem Weg zur Krö­nung im St.-Veits-Dom oben auf der Burg — zum Alt­städter Ring um die Alt­stadt nochmal bei Tages­licht zu betra­cht­en. Hier gehen wir erst ein­mal in den örtlichen Star­bucks um einen weit­eren Chai Lat­te zu trinken und Postkarten zu schreiben. Danach gehen wir in das Alt­städter Rathaus, in dessen 60m hohem Turm man gegen Ein­tritt gelan­gen kann.

Die Astronomische Uhr

Darauf verzicht­en wir und begutachteten wenig später das stündliche Spek­takel der Astronomis­chen Uhr.  Eine kom­plex gefer­tigte Uhr von Uhrma­cher­meis­ter Mikulás von Kadane. Zu jed­er vollen Stunde läutet der Tod die Glocke und dreht sein Stun­den­glas um. Zwölf Apos­tel im Fen­ster über der Uhr drehen ihre Runde und nick­en der Menge zu. Die Schreibe in der Mitte der Instal­la­tion stellt alle Teile der Welt dar, lässt Son­nenauf­gang und –unter­gang able­sen, weit­er­hin ist eine astrol­o­gis­che Ster­nenuhr Teil des Ganzen, ein Kalen­dar­i­um und natür­lich die Uhrzeit.

Repräsentationshaus und Pulverturm
Repräsen­ta­tion­shaus und Pul­ver­turm

Wir schauen uns die Teynkirche an, wo ger­ade eine Messe inklu­sive eines Orgel­spiels stat­tfind­et. Der Klang der Orgel ist über­wälti­gend. Wir besuchen das Schoko­laden­mu­se­um und erfahren einiges über Herkun­ft der Kakaobohne, die sog­ar als Währung der Atzeken Ver­wen­dung fand.Danach fol­gen wir weit­er dem Krö­nungsweg über den Pul­ver­turm bis zum Platz der Repub­lik und dem Repräsen­ta­tion­shaus, einem über­schwänglichen Gebäude. Wir wer­fen einen Blick ins Innere des riesi­gen Einkauf­szen­trums Pal­la­di­um, disku­tieren über den Ursprung des Biers und über­legen wie wir den Abend nutzen. Wir entschließen uns das Metronom auf der anderen Seite der Moldau zu besichti­gen. Über eine gigan­tis­che Stufen­ter­rasse gelan­gen wir zu dem riesi­gen Metronom, das vor allem nervig durch sein ständi­ges „Kling!“ war, aber die Aus­sicht von dort oben auf das schneebe­deck­te Prag ist grandios. Dafür lohnt sich der Auf­stieg.

Vysehrad Festung

Dann spazieren wir an der Moldau ent­lang, vor­bei am Tanzen­den Haus bis zur Fes­tungsan­lage Vysehrad. Hier fand die erste Besied­lung Prags statt. Ober­halb der gigan­tis­chen Fes­tungs­mauern hat man wieder einen wun­der­baren Aus­blick auf Prag und die Moldau. Dominiert wird die Fes­tung von der Kirche St. Peter und Paul. Auch diese Zwill­ingstürme funkeln roman­tisch zu einem hinab. Wir laufen weit­er über die Anlage, den ver­schneit­en Park, vor­bei am Leopold­stor und dem Hauptein­gang zur Zitadelle, dem Tábor­tor. Wenn man der Mauer fol­gt erhält man noch einen wun­der­baren Aus­blick auf die Seite abseits der Moldau und eine hohe Brücke. Die Fes­tung war ein würdi­ger Abschluss des Pragbe­suchs, sehr empfehlenswert.Wieder sind wir Mit­ter­nacht zu Hause und ruht­en unsere müden, wund gelaufe­nen Füße, die uns im Hotel die Dien­ste ver­sagten und uns kaum noch kriechen lassen kon­nten, aus.

bild 407
Fes­tungsan­lage Vysehrad

Es war wirk­lich ein per­fek­ter Aufen­thalt, wir haben viel gese­hen, tschechis­ches Essen und Kul­tur genossen, tschechis­ches Bier getrunk­en und uns trotz Kälte nicht abhal­ten lassen die Stadt zu erkun­den. Die zahlre­ichen Cafés und Gast­stät­ten haben unsere kalten Füße immer wieder aufgewärmt. Lei­der gab es keine Katzen­damen für Zac, wir trafen nicht eine Katze auf unseren Wegen. Den­noch hat auch ihm der Besuch, das erste Bier und der erste Schnee seines Lebens gut gefall­en. Immer­hin bestand seine Welt bis dahin nur aus 16m² und vier Wän­den. So hat er nicht nur Berlin in den let­zten Wochen ken­nen­gel­ernt, son­dern auch Prag. Ein weit­gereis­ter, wel­ter­fahren­er Kater, für den es sich­er nicht die let­zte Reise war.

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