Malaysia: Regenzeit

Posted: 5. Oktober 2014

Düstere Regen­stim­mung in Kota Kin­a­balu

 

Lei­der fall­en unsere schö­nen Pläne zu den Inseln vor Kota Kin­a­balu zu fahren und noch ein biss­chen Strand-Sonne-Meer­wass­er zu tanken wortwörtlich ins Wass­er. Es reg­net den ganzen Tag in Strö­men. Wir über­legen was wir nun mit unserem let­zten Tag anfan­gen. Wir sind echt ent­täuscht, so gerne hät­ten wir noch etwas mehr Unter­wasser­welt mitgenom­men. Nichts zu machen, immer­hin gibt es laut Reise­führer ein Muse­um in Kota Kin­a­balu. Das Sabah Muse­um liegt etwas außer­halb und wir nehmen ein Taxi dor­thin. Es ist nicht das allerbeste Muse­um, aber gut genug um ein paar Stun­den bei Regen zu ver­brin­gen. Gle­ich am Ein­gang befind­et sich ein riesiges Skelett eines Bry­de­wals.

Wir gehen zuerst in den ersten Stock, wo sich die naturkundliche Abteilung befind­et. Hier gibt es aus­gestopfte Tiere, darunter ein Suma­tra-Nashorn, den Malaien­bären, viele Vögel, Schlangen, Schild­kröten, Krokodile, Katzen und Fis­che. Außer­dem wer­den noch Keramiken und Porzel­lan aus Chi­na und anderen Regio­nen Südostasiens präsen­tiert, das inter­essiert uns jedoch eher nicht.

Unten befind­et sich die His­torische Galerie, in der die mar­itime Geschichte, die Sul­tanate, die British North Bor­neo Char­tere Com­pa­ny, der Zweite Weltkrieg und die kolo­niale Peri­ode anschaulich dargestellt wer­den. Aber auch der Wider­stand gegen die Kolo­nial­her­ren ist The­ma.

Rechts davon begin­nt der Rundgang zu den Frühen Kul­turen. Über 200.000 Jahre alte Stein­werkzeu­gen wur­den auf Bor­neo ent­deckt. Man kon­nte Funde bis auf ein Alter von 46.000 Jahren datieren. Bere­its vor 10.000 Jahren waren die Madai Caves von Men­schen besiedelt.
Eine kleine Ausstel­lung gibt es zur Tra­di­tion der Kopf­jagd, die bei den Kadazan, Dusun und vie­len weit­eren Eth­nien ver­bre­it­et war.

Wir fahren zurück zum Hos­tel und vergam­meln dort die let­zten Stun­den im Aufen­thalt­sraum, lauschen dem Regen, der an die Fen­ster klopft. Wir machen uns dann auf zum Flughafen und fliegen zurück nach Kuala Lumpur. Wir kom­men dort gegen 23 Uhr an und es lohnt sich nicht nur für die Nacht in die Stadt zu fahren, da unser Anschlussflug nach Dubai und somit nach Deutsch­land am näch­sten mor­gen um 10:30 Uhr geht. Wir ver­brin­gen die Nacht also am Flughafen und schlafen ein biss­chen, was erstaunlich gut klappt. Schon ist ein wun­der­schön­er Urlaub schon wieder vor­bei. Aber trotz der Kürze der Zeit hat es sich wieder total gelohnt. Klar, kön­nte man hier noch viel mehr Zeit ver­brin­gen, vor allem ist man schnell in Thai­land, Indone­sien oder den Philip­pinen. Sog­ar Aus­tralien ist nicht mehr weit. Es ist ver­lock­end. Aber man kann soviel machen, dass man ein gut aus­ge­fülltes Pro­gramm hat.

Die Tropenin­sel Bor­neo hat uns begeis­tert mit ihrer vielfälti­gen Natur. Der Dis­trikt Sabah, in der wir unsere Zeit ver­bracht haben, liegt abseits der aus­ge­trete­nen Touris­ten­routen. Man kommt vor allem wegen der Natur hier­her. Tauchen vor abgele­ge­nen Inseln, den Dschun­gel auf der Suche nach Tieren durch­queren, mit Booten den Man­groven­wald erkun­den oder durch Höhlen klet­tern. Lei­der muss man vieles mit gebucht­en Touren machen. Indi­vid­u­al­reisen ist eher schw­er. Die Touren umfassen das kom­plette Pro­gramm, mit Trans­port, Unterkun­ft und Essen. Anders kommt man kaum an die Attrak­tio­nen ran. Lediglich die Inseln vor Kota Kin­a­balu und den Besuch bei den Affen und Bären in Sepi­lok kann man ohne weit­eres selb­st organ­isieren.

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