Russland: Willkommen in Sibirien!

Posted: 6. Juli 2015

Wir sind zwar drei Stun­den vor Abflug los­ge­fahren, sind aber am Ende genau pünk­tlich am Gate. Wir müssen uns länger anstellen für den Check-In, dann unsere Ruck­säcke zum Sper­rgepäck brin­gen und wieder zurück zum Schal­ter um unsere Tick­ets zu bekom­men, sehr umständlich. Dann laufen wir gefühlt über den ganzen Flughafen, Bere­ich C, wie auf den Screens angezeigt, scheint es schon­mal nicht zu geben, aber wir find­en trotz­dem unser Gate, das kurzfristig geän­dert wurde. Ich bin ziem­lich froh, dass wir jet­zt erst­mal nicht mehr fliegen müssen. Das ist schon immer sehr anstren­gend.

Im Flugzeug sitzen wir neben einem net­ten rus­sis­chen Geschäft­sreisenden, der sehr gut Englisch spricht. Wir unter­hal­ten uns ein biss­chen über dies und das, bevor wir ver­suchen etwas zu schlafen. Er war schon des öfteren in Deutsch­land und mag beson­ders gern Dres­den, was sehr sym­pa­thisch ist.

Während es für uns mit­ten in der Nacht ist, ist es in Irkut­sk schon 9 Uhr mor­gens als wir ankom­men. Am Flughafen geht es chao­tisch zu, aber wir find­en den Minibus der uns in die Innen­stadt und somit zu unserem Hos­tel bringt. Hier sieht es schon deut­lich anders aus als in Moskau. Alte Trams und Busse fahren hier, eben­so wie alte Autos, denen schon Teile zu fehlen scheinen. Inter­es­san­ter­weise haben viele Autos das Lenkrad auf der recht­en Seite zu haben, obwohl Rechtsverkehr herrscht. Wir find­en schnell und ohne lan­gen Fuß­marsch unser Hos­tel. Ich habe das falsche Datum für unsere Über­nach­tung gebucht, aber wir bekom­men trotz­dem zwei Bet­ten im 6er Schlaf­saal. Irgend­wie bin ich ein biss­chen ver­plant in Rus­s­land :)

Wir richt­en uns ein und leg­en uns dann erst­mal schlafen. Wir sind total fer­tig von der kurzen Nacht im Flugzeug, die durch Babygeschrei unter­brochen war. So schlafen wir länger als geplant bis zum späten Nach­mit­tag, was aber bit­ter nötig war. Wir machen uns auf zu ein­er kleinen Erkun­dung von Irkut­sk. Der Ein­gang zur Fußgänger­zone wird vom Fabelti­er Babr, eine Art Step­pentiger mit Zobel im Maul, bewacht, gle­ichzeit­ig auch Wap­pen­tier von Irkut­sk. In der Bar “Kam­chat­ka” find­en wir leck­eres Essen und gutes Bier. Hier ver­sack­en wir dann auch. Zwei Wod­ka und ein paar Bier später, geht’s uns mal wieder gut. Das scheint Tra­di­tion bei uns zu wer­den, am ersten Abend in ein­er Stadt ein biss­chen tiefer ins Glas zu schauen.

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