Neuseeland: Sheep World & Dome Forest

Posted: 25. September 2007

Vor­mit­tags fharen wir nach Wark­worth zur Sheep­world. Dort drehen wir erst ein­mal eine Runde durch den Park — die Schafe, Schweine, Alpakas, Esel, Ponys, Kan­inchen und vor allem Meer­schweinchen anschauen. Nein, vorher habe ich noch an einem Mal­wet­tbe­werb teilgenom­men bei dem man Bilder aus­malen kon­nte.

Während die Sonne am Mor­gen her­rlich gelacht hat­te, legt schon bald der Regen los. Wir stellen uns unter, aber der Regen wird stärk­er. Nach­dem wir das Ende des Regen­guss’ im Black Sheep Café abge­wartet haben, laufen wir auf einem Pfad durch einen kleinen Wald auf der Farm. Aber­mals begin­nt es zu reg­nen, dies­mal umso heftiger. Eine heiße Schoko­lade muss nun her. Als der Regen aufhört, kommt die Sonne her­aus und der Him­mel ist wieder blau.

Dann geht es auch schon zur Show, wo erk­lärt wird auf welche Kom­man­dos die Schäfer­hunde hören, wie die Schafe hinein getrieben wer­den, was ich schon ganz schön aggres­siv fand, ein Schaf hat sich die Nase am Zaun blutig gestoßen. Eigentlich auch merk­würdig, dass die Schafe diese Show zweimal täglich machen und trotz­dem nicht wis­sen wo es langge­ht. Außer­dem wie sie geschert wer­den und am Ende kann man die Babyläm­mer füt­tern. Es wird gefragt wer das alles machen mag, und außer mir sind es alles nur kleine Kinder, die die Lämm­chen füt­tern wollen. Wir sind so viele, dass es eine Flasche für drei Per­so­n­en gibt und wir uns abgewech­selt haben. Erst will mich gar kein Schaf haben, dann kommt eine kleine Ziege und dann auch noch ein kleines süßes Lamm, das gierig die Milch aus der Flasche saugt und sobald diese leer ist, wie der Blitz davon saust.

Danach kann man sie noch stre­icheln, lieb haben und fotografieren. Ich habe mir natür­lich eins geschnappt und aus­giebiges „Sheep Cud­dling“ betrieben.

Dome Forest

Danach soll es in den Dome For­est gehen, auf einen 1 ½ stündi­gen Wan­der­weg. Pustekuchen, daraus wur­den fünf Stun­den in diesem Wald. Wir liefen zuerst zum Look­out von wo aus man einen her­rlichen Überblick über den Wald hat.

Dann geht ein weit­er­er dreistündi­ger Weg zum Wai­whiu Kau­ri Grove vor dem ein großes Warn­schild ange­bracht ist, dass dieser Weg nur für Leute mit fes­tem Schuh­w­erk und hoher Fit­ness geeignet ist. Und merke: Wenn die Kiwis war­nen, dann tun sie das mit Grund. Dieser Weg ent­pup­pt sich als ein absolutes Aben­teuer. Zuerst wollen wir nur sehen wie weit wir kom­men, aber schon bald ver­liert sich der Pfad im Dschun­gel. Man kann ihn noch mit Mühe und Not durch die vie­len Büsche und kleinen Pal­men erken­nen, aber bald bricht er ganz ab und wir ste­hen mit­ten im Nir­gend­wo. Nagut, ein­fach weit­er, irgend­wie nach unten, denken wir uns. Dies gestal­tet sich aber zunehmend schwieriger. Es geht steil bergab, über­all Bäume, Pal­men und vor allem rutschiger Boden. Ich falle unzäh­lige Male hin, rutsche ab und schnei­de mir die Hände an den Pal­men­blät­tern auf. Die Lia­nen und Stämme der Bäume sind die einzi­gen, die mir bei diesem Abstieg helfen.

Irgend­wann tre­f­fen wir auf einen kleinen Fluss, aber dann wird es immer steil­er und nach­dem ich mich schon einige Male gefährlich hin­gelegt habe, will ich nicht mehr weit­er gehen. Das ist mir nun wirk­lich zu gefährlich. Ich will mir nicht alle Glied­maßen brechen oder Schlim­meres. Hier kann einem ja nie­mand helfen.

Also zurück, nach oben, obwohl wir schon Stun­den unter­wegs sind, aber die Straße ist für meinen Geschmack ein­fach zu weit ent­fer­nt. Wir kriechen mehr als dass wir nach oben klet­tern. Ich sehe mit­tler­weile aus wie ein kleines Dreckschwein­hen, aber das ist mir egal. Ich bin verzweifelt, da es mit­tler­weile schon 17 Uhr ist und die Dunkel­heit naht. Drei Stun­den laufen wir schon in diesem ver­flix­ten Wald umher und ich habe Angst, dass die Dunkel­heit uns ein­holt. Also nach oben, ver­suchen den Weg zu find­en. Diesen find­en wir auch tat­säch­lich, sehr erle­ichtert. Allerd­ings nur um eine weit­ere Stunde später festzustellen im Kreis gelaufen zu sein, denn wir kom­men wieder an der gle­ichen Stelle her­aus an der wir ges­tartet sind. Schon 18 Uhr und es begin­nt zu däm­mern. Dies­mal gehen wir den richti­gen Weg ent­lang, der schi­er end­los ist. Als wir endlich wieder am Look­out ankom­men, ist es schon ziem­lich dunkel. Glück ist, dass der Mond in voller Kraft scheint und mit dem Mobil­tele­fon wird der Rest des 40-minüti­gen Weges nach unten aus­geleuchtet. Ich bin so froh endlich raus zu sein, Valerie zu sehen und nicht in diesem Wald nächti­gen zu müssen. Das war eine Tor­tour! Mir tut alles weh, meine Schuhe ste­hen vor Dreck, darin find­et sich Matsch und meine Hose ist von oben bis unten braun vom Schlamm (die Hose wurde im Übri­gen auch nach dem x-ten Waschgang nie wieder sauber). Auf diesem Weg ist mir auch mein Objek­tivdeck­el abhan­den gekom­men. Von nun an heißt der Wald für uns nur noch “Doom For­est”.

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