Singapur: Highlights in der Megastadt

Posted: 21. Dezember 2018

Sin­ga­pur — das sind Wolkenkratzer, riesige Shop­ping­malls und Schmelztiegel asi­atis­ch­er Kul­turen. Rooftop Bars sich­ern mir die fasznierend­sten Aus­blicke über die riesige Stadt und viele Restau­rants und Food­stalls bieten sämtliche asi­atis­che kuli­nar­ische Genüsse, die ich mir vorstellen kann. Sog­ar Natur kann ich in der Megas­tadt find­en: Leuch­t­ende Orchideen, wilde Krokodile und bunte Papageien.

Downtown

In der Innen­stadt befind­en sich vor allem Einkauf­szen­tren, eins neben dem anderen und teil­weise unterirdisch miteinan­der ver­bun­den. Es gibt über 1.000 davon in Sin­ga­pur. Hier kann man wirk­lich alles kaufen. Abge­se­hen vom Kon­sum sind die Einkauf­szen­tren aber auch gute Anlauf­stellen für gün­stige und vielfältige Food­courts. Von Piz­za bis Bip­im­bab, hier ist wirk­lich alles zu haben. Nach­dem ich mich eine Weile draußen mit Sight­see­ing beschäftigt habe, bietet sich hier vor allem eine gute Gele­gen­heit sich mit Hil­fe der Kli­maan­lage abzukühlen. Das klingt jet­zt albern, aber tat­säch­lich sind diese Kli­manalage in der feucht­en Hitze der Stadt dur­chaus leben­sret­tend.

Hier find­en sich auch ikonis­che Rooftop­bars wie das 1‑Altitude in der man im 63. Stock hoch über Sin­ga­pur teure Cock­tails schlür­fen kann. Die schwindel­er­rgende Aus­sicht 282 Metern hoch über der Stadt ist es alle­mal wert — mit bestem Blick auf die gesamte Mari­na Bay. 

Auch Museen find­en sich hier wie zum Beispiel die Nation­al­ga­lerie, die angenehme Küh­lung neben der Kul­tur bietet.

Sin­ga­pur ist auch die erste Stadt in der ich ganz touri­haft mit einem Hop-On-Hop-Off-Bus fahre. Auf­grund der großen Aus­dehnung der Stadt und der Hitze kommt es mir wie eine gute Idee vor mich mit dem Bus durch die Stadt fahren zu lassen, mich mit Kom­mentaren berieseln und mir dabei den Fahrtwind um die Nase wehen zu lassen. Einen der Bezirke, die dabei nur von Außen anschnei­de ohne es mir selb­st anzuschauen ist Kam­pong Glam — das ara­bis­che Vier­tel der Stadt, das mit Moscheen und ara­bis­chen Köstlichkeit­en auftrumpft.

Ich lasse mich durch Hochhauss­chlucht­en fahren und lege den Kopf in den Nack­en um all die Megabaut­en zu sehen. Vom 165m hohen Riesen­rad Sin­ga­pur Fly­er bishin zum höch­sten Gebäude in Sin­ga­pur — dem 290m hohen Tan­jong Pagar Cen­tre, das einen Dachgarten, Apart­ments und ein Hotel bein­hal­tet. Im Swis­sô­tel find­et sog­ar jährlich ein Trep­pen­marathon über 27 Stock­w­erken statt, dessen Reko­rd bei sieben Minuten liegt. Rund 80 Wolkenkratzer ste­hen alleine in der Innen­stadt Sin­ga­purs. Dazwis­chen find­et sich aber auch immer wieder eine bunte Mis­chung aus ver­schied­ner his­torisch­er Architek­tur, die das mul­ti­kurelle Erbe der Stadt zeigen. 

Sin­ga­pur hat sich durch Landgewin­nung mit Auf­schüt­tung von Sand um 25% ver­größert. Im Hafen von Sin­ga­pur kom­men täglich 90.000 Schiffe an mit jew­eils 19.000 Con­tain­ern pro Schiff. Manche von ihnen sind bis zu 400m lang. 

Marina Bay

Das Wahrze­ichen Sin­ga­purs ist das riesige Mari­na Bay Sands Hotel. Egal, was man von Megabaut­en hal­ten mag — bei diesem Anblick klappt jedem  etwas die Kinnlade herunter. Dieses 2010 eröffnete Hotel hat 2.500 Zim­mer, ein Casi­no und ein Einkauf­szen­trum. 4,6 Mil­liar­den Euro ver­schlang der Bau dieser riesi­gen Anlage.

Dahin­ter befind­en sich die min­destens eben­so ikonis­chen Supertrees in den Gar­dens by the Bay. Die riesi­gen begrünte Kon­struk­tio­nen streck­en sich in den Him­mel und bieten eine Oase inmit­ten der Innen­stadt. Bei Nacht bieten sie einen beson­ders schö­nen Anblick durch ihre exten­sive Beleuch­tung. 

Der Mer­lion, ein weit­eres Wahrze­ichen Sin­ga­purs, befind­et sich auf der anderen Seite der Mari­na Bay. Der Mer­lion ist eine Mis­chung aus Meer­jungfrau und Löwe und ist der Schutz­pa­tron der Stadt. Der Löwenkopf sym­bol­isiert Stärke und Furcht­losigkeit und die Meer­jungfrau die tra­di­tionelle Ver­bun­den­heit mit dem Meer. Ganz in der Nähe find­en sich zahlre­iche gemütliche Bars ent­lang des Sin­ga­pore Riv­er und irgend­wo fndet ger­ade immer ein Pub Quiz statt. Ein per­fek­ter Ort für lustige Abende.

Chinatown

Das chi­ne­sis­che Vier­tel Sin­ga­purs ist eine bunte Mis­chung aus Tem­peln, Kruschlä­den, Obst­stän­den, Restau­rants, Fressstän­den und Bars. Das Leben pulsiert hier vor allem bei Nacht. Zu Duri­angeruch mis­cht sich der Duft von Fleis­chspießen und Räuch­er­stäbchen. 

Little India

Im bun­ten indis­chen Vier­tel von Sin­ga­pur kann man vor allem leck­er essen. Ob gün­stig an den Stän­den im Einkauf­szen­trum an der MRT Sta­tion oder in den zahlre­ichen indis­chen Restau­rants im Vier­tel. Ein beson­deres High­light ist der Sri Veera­makaliamman-Tem­pel — vor allem wenn ger­ade eine Zer­e­monie stat­tfind­et.

Botanischer Garten

Nach all der Hek­tik im Betond­schun­gel der Stadt lässt es sich wun­der­bar in der Natur des Botanis­chen Gartens aufge­hen in dem sich sog­ar ein klein­er Primärd­schun­gel mit hohen Urwaldriesen befind­et, der einst ganz Südostasien bedeck­te. Es ist schön mal wieder durchzu­at­men, auch wenn jede Bewe­gung schweißtreibend ist. Beson­ders schön finde ich den Orchideen­garten, der über 1.000 Orchideenarten zeigt. Über­all grünt und blüht es um mich herum.

Sungei Buloh Wetland Reserve

Wer in dieser tur­bu­len­ten Stadt mal etwas Ruhe und Natur sucht, wird im Sungei Buloh Wet­land Reserve fündig — dem let­zten Stückchen echter Wild­nis in Sin­ga­pur. In diesem großen Feucht­ge­bi­et im Nor­den der Stadt find­en sich Man­groven­wälder mit großer Arten­vielfalt. Wilde Krokodile, Eisvögel, Warane, Schlamm­springer und Otter gehören zu den High­lights, die man hier ent­deck­en kann. All diese Tiere bilden einen schar­fen Kon­trast zum Betond­schun­gel der Stadt. Auf­grund von Hitze und Aktvi­tität der Tiere emp­fiehlt sich ein Besuch mor­gens oder abends.

Mehrere Wan­der­wege führen durch den Park und sind reich an Foto­gele­gen­heit­en. Ein wahres Paradies für Naturfre­unde und Fotografen — wenn man auch die Hitze und Feuchtigkeit aushal­ten muss. Von hier kann man auch nach Malaysia hinüber­schauen, das mit Wolkenkratzern am Hor­i­zont auf­taucht. Der Besuch ist kosten­los, nur in eine Tax­i­fahrt hier­her muss investiert wer­den. Selb­st bei Ein­heimis­chen ist dieses Fleckchen kaum bekan­nt und während alle am Woch­enende in die Malls stürzen ist man hier fast alleine unter­wegs. Eine Sel­tenheit in Sin­ga­pur.

Zoo & Bird Park

Der Sin­ga­pur Zoo bietet gle­ich vier Attrak­tio­nen: Den Zoo selb­st, Riv­er Safari, Nacht­sa­fari und die Rain­for­est Illu­mi­na Show. Während sich im Zoo Affen, Weiße Tiger und Malaien­bären tum­meln, erwarten mich beim Besuch des Riv­er Safari Parks Fluss­be­wohn­er wie Seekühe und Krokodile, aber auch Pan­das find­en. Im Ver­gle­ich zu anderen asi­atis­chen Zoos ist er sehr groß und grün und es beste­ht keine moralis­che Bedenken bezüglich des Woh­lerge­hens der Tiere außer gegenüber Zoos im All­ge­meinen.

Bei der Nacht­sa­fari fahre ich mit der kleinen Bahn an nächtlichen Gehe­gen vor­bei, die vor allem nach­tak­tive Tiere zeigen. Darunter Stachelschweine, Tapire und Leop­ar­den. Während­dessen erzählt einem eine Stimme etwas über die Tiere. Span­nen­der ist es dann allerd­ings die Fußwege in seinem eige­nen Tem­po zu erkun­den und in Ruhe die Tiere beobacht­en zu kön­nen. Hier ist es auch deut­lich ruhiger, denn es dauert über eine Stunde alleine um über­haupt einen Platz in dieser Bahn zu bekom­men. 

Ein beson­deres High­light für mich ist der Jurong Bird Park. Die leuch­t­end blauen Hyazinth-Aras, pinken Flamin­gos, kraftvollen Adler und frechen Papageien sind ein begeis­tern­der Anblick. Beson­ders schön sind die sehr kom­mu­nika­tiv­en Papageien, die man mit Sirup­wass­er füt­tern kann. Ich füt­tere sie zwar nicht, sie knab­bern aber trotz­dem an mir und mein­er Kam­era herum — man weiß ja nie ob sich vielle­icht doch noch was Ess­bares find­et. Ein beson­deres High­light ist die Flugshow, die am Nach­mit­tag stat­tfind­et. Papageien, Adler, Kakadus, Pelikane und viele mehr zeigen dabei ihre Flugkün­ste und ihre Per­sön­lichkeit­en.

Für die vier Attrak­tio­nen Zoo, Riv­er Safari, Nacht­sa­fari und Jurong Bird Park gibt es ein lohnenswertes Kom­b­i­tick­et.

Rain­for­est Illu­mi­na ist eine nächtliche Lichter­show mit mul­ti­me­di­alen Ele­menten, die einen Teil des Zoos atmo­sphärisch ausleuchtet. 

 

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