Blick auf den Kochelsee und Jochberg

Sonnenspitz: Hoch über dem Kochelsee

Posted: 18. Februar 2022 by Annika

Die Son­nen­spitz ist ein klein­er Gupf ober­halb des Kochelsees. Von ihr hat man eine wun­der­schöne Aus­sicht auf den tief­blau schim­mern­den See und die ihn umgeben­den Gipfel Her­zog­stand, Heim­garten und Jochberg. Im Win­ter hat der Anblick auf die ver­schneite Berg­welt ihren ganz eige­nen Reiz, was die Wan­derung zu jed­er Jahreszeit zum Genuss macht.

Hin­ter dem großen Fir­men­park­platz begin­nt eine bre­ite Forststraße und führt uns gemäch­lich unter­halb des Kien­steins bergauf. Nach etwa 15 Minuten zweigt ein unbeschildert­er Waldp­fad nach rechts ab, der eine große Kurve der Forststraße abkürzt. Schon bald ist die Wald­land­schaft von Schnee überzuck­ert. Wir steigen ein paar Trep­pen hin­auf und erre­ichen wieder die schneebe­deck­te Forststraße. Spätestens hier wird es richtig win­ter­lich und der Schnee glitzert her­rlich im Son­nen­licht. Hin und wieder rieselt Schnee von den Bäu­men über uns und die Stim­mung ist ganz beza­ubernd. Zwis­chen den Bäu­men kön­nen wir bis weit ins Alpen­vor­land hinein schauen.

Wir fol­gen der Forststraße in gemütlich­er Stei­gung hin­auf bis zu ein­er Abzwei­gung. Hier wen­den wir uns nach rechts auf einen schmalen Waldp­fad, der bald wieder bre­it­er wird und den Hang unter­halb der Son­nen­spitze mit geringem Höhengewinn quert. Nach 10 Minuten führt ein schmaler Pfad steil hin­auf, ger­adewegs auf den Gipfel der Son­nen­spitz zu. Hier erhaschen wir schon erste Blicke auf den unter uns liegen­den Kochelsee. Grödel sind auf dem steilen Weg sehr hil­fre­ich um nicht auszu­rutschen. Nach weit­eren 20 Minuten erre­ichen wir den freien Gipfel mit seinem Mini-Kreuz.

 

Bergpanorama auf der sonnigen Sonnenspitz

Uns liegt der Kochelsee zu Füßen, umrahmt von Her­zog­stand und Heim­garten auf der einen und Jochberg und Hirschhörn­lkopf auf der anderen Seite. Dahin­ter blitzen die hohen Gipfel des Wet­ter­steins her­vor. In die andere Rich­tung erstreckt sich das weite Alpen­vor­land. Wir genießen den Anblick der ver­schneit­en Berg­welt um uns herum bei ein­er heißen Tasse Tee. Der Gipfel des Jochbergs erscheint zum Greifen nah, aber tat­säch­lich muss man erst­mal in einem Bogen absteigen um dann wieder hin­auf zum Jochberg zu gelan­gen. Ein­sam ist es am Woch­enende hier nicht, ganz anders als unter der Woche, wo ich schon­mal einem Stein­bock begeg­nen kon­nte. Die Men­schen und Hunde kom­men und gehen und zwis­chen­durch sind wir auch alleine auf dem kleinen Gipfelplateau.

Abstieg von der Sonnenspitz

Für den Abstieg wählen wir einen anderen Weg. Dieser macht einen größeren Bogen und ist deshalb deut­lich länger als der Auf­stiegsweg, bietet aber nochmal andere Per­spek­tiv­en. Wir hal­ten uns ger­adeaus und gehen ein Stück abwärts über einen Gratweg, von dem wir nochmal eine schöne Aus­sicht auf Gipfel und See haben. Es geht wieder ein Stück aufwärts, sog­ar höher hin­auf als der Gipfel der Son­nen­spitz liegt, bis es auf einem Waldp­fad zügig bergab geht. Hier wird es nur kurz steil, anson­sten ver­läuft der Weg in ein­er angenehmeren Stei­gung als der Auf­stiegsweg auf der anderen Seite. Wir erre­ichen eine offene Lich­tung und die Forststraße, mit Blick auf die vor uns liegen­den Gipfel von Hirschhörn­lkopf und Jochberg, die man jew­eils in weit­eren 1,5 Stun­den von hier erre­ichen kön­nte. Wir fol­gen der Forststraße nach links und gehen in einem großen Bogen zurück zur Abzwei­gung an der wir beim Auf­stieg die Forststraße ver­lassen hatten.

Nun geht es auf der bekan­nten Route weit­er abwärts bis ein beschildert­er Weg rechts nach Kochel abzweigt, dem wir fol­gen. Wir über­queren eine Brücke und gelan­gen zu ein paar Häusern. Vor diesen Häusern wen­den wir uns nach links und fol­gen einem Pfad ober­halb der wil­dro­man­tis­chen Schlucht des Lain­bachs. Schließlich erre­ichen wir wieder den Fir­men­park­platz und das Seeufer.


FAKTEN ZUR TOUR
Berg­tour Son­nen­spitz (1.269m)
Gehzeit: 3h (1,5h Auf­stieg, 1,5h Abstieg)
Höhen­meter: 730hm
Aus­gangspunkt: Wan­der­park­platz gegenüber der Fir­ma Dorst am Kochelsee (603m)
Schwierigkeit: T2 — Bergwandern

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