Sri Lanka: Vogelparadies Bundala Nationalpark

Posted: 1. Dezember 2016 by Annika

Der Bun­dala Nation­al­park liegt nicht weit vom Yala ent­fer­nt, wird aber deut­lich weniger besucht, was das Natur­erleb­nis wesentlich schön­er macht. Mit rund 200 Voge­larten gehört der Nation­al­park zu den besten Zie­len für Vogel­fre­unde. Auch hier gibt es Wildleben soweit das Auge reicht.

Während des Win­ters fliegen bis zu 58 Zugvo­gel-Arten vom Fes­t­land in den Bun­dala Nation­al­park ein, denn da sich weit­er südlich über tausend Kilo­me­ter nur noch der Indis­che Ozean erstreckt, ist hier ihre End­sta­tion. Neben der Vielfalt an Vögeln kann der Nation­al­park mit allen fünf Arten Meer­ess­child­kröten und imposan­ten Krokodilen aufwarten sowie mit 32 ver­schiede­nen Säugetier­arten wie Affen, Wasser­büf­feln, Wildrindern, Rotwild, Wild­schweinen und natür­lich auch Ele­fan­ten. Die Land­schaft beste­ht aus Busch­land und flachen Küsten­la­gunen, die sich in die lange Kette von ähn­lichen Gewässern für ras­tende Vögel einreihen.

Heute müssen wir erst um halb fünf auf­ste­hen. Unser Fahrer ist heute der Autobe­sitzer selb­st, der auch eine Scheibe in den Jeep ein­set­zen lassen hat, was die Fahrt wesentlich angenehmer macht. Außer­dem rasen wir heute nicht so, denn beim Bun­dala Nation­al­park gibt es keine Schlangen vorm Ein­gang. Schon vor dem Parkein­gang fahren wir an ein­er weitläu­fi­gen Sumpfland­schaft vor­bei, wo sich viele Büf­fel und Rei­her tüm­meln. Unter ein­er kleinen Brücke liegen zwei Krokodile. Das größere von bei­den hebt in kurzen Abstän­den den Kopf aus dem Wass­er und kaut. Wir kom­men zum Park­cen­ter und unser Guide holt die Tick­ets, dann fahren wir zum Parkein­gang. Der Park ist mit niedrigem Busch­land bewach­sen, es gibt viele Tüm­pel und einen großen See. Leop­ar­den und Bären gibt es hier nicht.

Tanzende Pfauen und bunte Vögel
Der Bun­dala Nation­al­park ist vor allem ein Vogel­paradies. Wir sehen viele Pfaue und die Her­ren der Gat­tung tra­gen ihr prächtiges Fed­erkleid zur Schau. Oft hört man ihren fast schon katzenar­ti­gen Ruf. An den Tüm­peln sieht man weiße und graue Rei­her. Weit­er gibt es viele kleine und ver­schiedene Stelzen­vögel, die auf Nahrungssuche durch’s seichte Wass­er wat­en. Am Rand der Seen sitzen in den Bäu­men viele Schlangen­halsvögel, Ver­wandte der Kor­morane. Diese Art hier hat einen sehr schmalen Kör­per­bau und ihre Schnä­bel sind sehr dünn. Wir sehen einen weißköp­fi­gen Greifvo­gel, der das Wass­er nach Nahrung absucht und hin und wieder ins Wass­er hinab stößt. Ein­mal attack­iert er einen Rei­her, wahrschein­lich aber nur um ihn zu vertreiben und nicht um ihn zu erlegen. Auch ein paar Enten ste­hen am Ufer und in der Mitte des großen Sees schwim­men Pelikane. In einem Baum sitzen muntere grüne Alexan­der­sit­tiche und am Rand der Piste sitzen oft Bienen­fress­er, von denen wir zwei Arten sehen: Einen grü­nen und einen mit blauem Schwanz.

Neben den Vögeln sehen wir Büf­fel in den flachen Tüm­pel liegen. In den Büschen sitzen oft große Affen­her­den oder spie­len im Gras herum. Es han­delt sich um Cey­lon-Hutaffen oder Hanu­manaf­fen, auch Graue Lan­guren genan­nt. Bei­de Arten sehen wir mehrmals, auf­dringlich wird aber heute keine. Wir machen eine Pause am Strand, der einzi­gen Stelle an der man den Jeep ver­lassen darf, wo wir uns ein wenig die Beine vertreten kön­nen. Dort ste­hen die Kak­teen in gel­ber Blüte. Kurz danach sehen wir auf der Weit­er­fahrt zwei Chamäleons in einem Busch sitzen. Eine hat einen roten Kopf und als sie uns bemerkt ändert sie ihre Farbe in Grün. Die andere ist grün und wird mit der Zeit gel­blich­er. Ziem­lich cool. Neben diesen Rep­tilien sehen wir auch einige Warane. Nach guten drei Stun­den ver­lassen wir den Park wieder. Wir beobacht­en noch ein­mal das Krokodil unter der Brücke und fahren dann ins Hotel zurück. Wir sind müde und hun­grig. Es dauert nicht lange und man stellt uns ein reich­haltiges Früh­stück auf den Tisch.

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